Im Hamburger Hafen läuft das Kreuzfahrtschiff «Große Freiheit» ein. An ein toter Passagier – verstorben an einem geheimnisvollen Virus. Bald herrscht Panik in der Stadt. Kriminalkommissar Adam Danowski, der eigentlich am liebsten am Schreibtisch ermittelt, wird an den Schauplatz beordert. Er kommt einem Verbrechen auf die Spur, das noch unzählige Tote zu fordern droht. Doch das unter Quarantäne gestellte «Pestschiff» darf keiner verlassen, selbst Kommissare nicht, und Danowskis Gegner sorgen mit aller Macht dafür, dass dies so bleibt ...
Gelesen, weil ich einen sehr guten Vortrag über das Krimischreiben von Till Raether gehört hatte. Ich wollte eigentlich keine Krimis mehr lesen, weil ich mich in den 90ern an dem Genre überfressen habe, und ich hätte dabei bleiben sollen. Das Buch kann nichts dafür, es hatte schöne Stellen und ich mochte den Stil (auch wenn ich aus der Sicht von 2021 sagen würde, dass der politische Umgang mit der Infektionskrankheit darin absurd optimistisch ist, es gibt sofort eine strenge Quarantäne und Impfungen statt Leugnung und Verschleppung).
3,5/5 Ein solider Krimi. Das Setting fand ich interessant und erstaunlicherweise hat mich die Virus-Thematik diesmal nicht die Augen rollen lassen. Ein insgesamt flüssiger Krimi dessen Auflösung mir allerdings zu schnell, einfach und ein bischen enttäuschend war.
Die Geschichte: Adam Danowski ist kein gewöhnlicher Polizist, denn er “leidet” an Hypersensibilität, was bedeutet, dass sämtliche Sinneseindrücke auf ihn mit besonderer Intensität einprasseln. Doch seine sprichwörtliche “Spürnase” erweist ihm beim Lösen dieses Falles auch oft unschätzbare Dienste. Ein Kreuzfahrtschiff wird unter Quarantäne gestellt, da an Bord ein Toter entdeckt wurde, der durch einen mysteriösen Virus qualvoll sterben musste. Kommissar Danowski ist wenig begeistert, als er zur Untersuchung der Todesumstände auf das kontaminierte Schiff geschickt wird. Und als dann auch noch sein Schutzanzug beschädigt wird, wird er selbst zum Teil der glücklosen “Gefangenen” an Bord. Nach einer kurzen Phase der Resignation erwacht der Spürsinn in Danowski und er begibt sich auf eine gefährliche Spurensuche, die Unglaubliches zu Tage fördert – und ihn in tödliche Bedrängnis bringt…
Meine Meinung:
Das Buch hat mich bestens unterhalten. Till Raethers Schreibstil ist einerseits fesselnd und spannend, andererseits durch die frechen Dialoge und den fast permanenten ironischen Unterton so witzig, dass auch einige Lacher vorprogrammiert sind. Seine Charaktere wirken lebendig und realistisch. Besonders Adam Danowski war mir schnell sympathisch, denn man erfährt sehr viel über ihn: über sein Familienleben, seinen Gesundheitszustand, seine Gedanken und Träume…
Einige Szenen verursachen beim Lesen fast spürbaren Schmerz, wenn man ein mitfühlender Mensch ist, aber größtenteils ist das Buch auch für zartere Gemüter geeignet und allzu ausführliche blutige Szenen bleiben aus. Was dagegen für Nervenkitzel sorgt: man kann die bedrückende Stimmung an Bord sehr gut nachvollziehen, das Eingesperrt- und Ausgeliefertsein… wirklich gruselig und sehr anschaulich geschildert.
Die Story an sich ist super durchdacht und bietet alles, was man sich als anspruchsvoller Krimileser wünschen kann: unerwartete Wendungen, gut ausgearbeitete “Bösewichte”, falsche Spuren und ein schlüssiges Ende. Obendrein noch einige wissenschaftliche Fakten und Denkanstöße, die ich sehr interessant fand.
Fazit: Ein spannender Krimi mit viel schwarzem Humor, der mich bestens unterhalten hat! Es wird ein weiteres Buch mit Danowski & Co. geben und ich freue mich schon sehr darauf!
Die ersten 230 Seiten ziehen sich wie Kaugummi und danach geht es Schlag auf Schlag und die Story wird interessant und spannend, sodass ich alles in allem sagen kann, dass es doch noch ein lesenswerter Krimi ist !
Zunächst macht in meinen Augen dieser Titel extrem neugierig auf das Buch, bei dem man sofort denkt, Treibsand, den kenne ich, was jedoch soll Treibland sein, jedoch klärt sich diese Frage schon sehr bald auf und auch, wenn das Treibland nur geringfügig etwas mit dem Roman zu tun hat, reizte der Titel zumindest mich, dass ich neugierig wurde.
Erwähnenswert ist in meinen Augen allein schon der Kommissar, den man in diesem Roman folgt. Er ist nämlich ein sehr unwilliger Typ, schon zu Beginn hat man den Eindruck, dass er seinen Job am liebsten hinschmeißen will und auch sollte, da er mächtig unfähig wirkt, auch wenn er eigentlich deutlich mehr können dürfte. Und dieses Verhalten der Unlust, dass er eigentlich gar nicht ermitteln will, sich eher schon ärgert, dass er mit dem Fall überhaupt in Berührung gekommen ist, zieht sich fast durch das gesamte Buch.
Ansonsten muss ich sagen, ist der Fall durchaus interessant und auch, obwohl an sich nicht wirklich brutal, nicht etwas für Leute mit empfindlichen Nerven und einem empfindlichen Magen, da sich es doch die ein oder andere arg ekelhafte Szene in diesem Buch gibt, die sehr detailliert beschrieben sind. Aber vor allen Dingen die Krankheit und was damit zusammenhängt, wer sie noch bekommen könnte, etc. machen das Buch extrem spannend, auch wenn ich mich immer wieder über Danowski geärgert habe, da er ein sehr seltsamer Kommissar ist.
Genau wegen diesem Kommissar, denn anders würde es einfach nicht stimmig sein, wenn man einen solchen Charakter in ein Buch einbindet in dieser Position, dümpelt das Buch zunächst lange eher etwas rum. Man hat zwar durchaus Dinge, an denen man rätseln kann, jedoch ist auch deutlich, wie sehr alles gehemmt wird, werden die Ermittlungen eindeutig eher halbherzig geführt. Dazu kommt dann noch, dass man aufgrund des Prologs zwar irgendwie den Eindruck hat, wer noch eine Rolle spielen wird, aber es kommt alles nicht richtig voran.
Das Ende dann kommt sehr schnell, als wäre nach dem leichten Aufwecken Danowskis plötzlich deutlich mehr Luft im Roman, die Dinge werden rasant schneller und fast schon urplötzlich steht man vor des Rätsels Lösung, die dann doch auch ein bisschen sehr abwegig erschien, weil man einfach vorher nie auf etwas in diese Richtung gestoßen ist, was es für einen wirklich logisch greifbar macht und dann diese Erkenntnis am Ende mit sich brachte, dass es so durchaus eine logische Erklärung gibt.
Allgemein ein Buch, dass man lesen kann, das einen grundsätzlich interessanten Plot hat, mit eher ungewöhnlichen Charakteren aufwartet, aber dennoch irgendwie nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, sondern einfach nur in Ordnung.
Adam Danowski ist ganz und gar nicht der Typ Kommissar, den man sich sonst als Hauptfigur einer neuen Serie vorstellt. Hochsensibilität wurde bei ihm diagnostiziert, nicht gerade die beste Voraussetzung für einen Kommissar bei der Mordkommission. So endete seine Karriere dort vorschnell und er wurde in die Abteilung für ungelöste Todesfälle versetzt, wo er mehr Dienst nach Vorschrift leistet als durch außerordentliche Motivation aufzufallen. Nachdem jedoch auf einem in den Hamburger Hafen eingelaufenen Kreuzfahrtschiff ein Toter aufgefunden wurde und die Ermittlungen Danowski und seinem Partner Finzi übertragen werden, ist es mit der ruhigen Zeit vorbei. Denn auch wenn er es ruhig angehen lässt, ermittelt Danowski akribisch - und das scheint Manchen deutlich zu viel der Nachforschungen zu sein. Es wird sehr schnell sehr sehr ungemütlich für den hochsensiblen Kommissar... Die Kriminalgeschichte an sich ist nicht sooo ungewöhnlich: Es gibt einen Toten (irgendwann auch mehrere), hie und da auch unterschiedliche Spuren und damit verbundene Verdächtige, sodass die Spannung bis fast zum Ende durchweg erhalten bleibt. Das Ganze wird ausgeschmückt mit reichlich Lokalkolorit insbesondere des Hamburger Hafens wie auch der Hamburger High Society. Doch was das Buch aus der Masse der Krimineuerscheinungen heraushebt, ist ein spezieller Sinn für Humor, der vor allem bei Danowski und seinem Kollegen Finzi zutage tritt. Während Ersterer mehr zu sarkastischen und zeitweise lakonischen Äußerungen neigt, ist sein Partner oft schlicht vulgär, besonders in den unpassendsten Momenten. Zwei Beispiele: "Du bist doch nicht wirklich mit Blaulicht gefahren?" - " Wir sind in Hamburg - Blaulicht ist kaputt." Und "Weshalb musst Du zum Neurologen?" - "Wegen meiner Migräne." - "Ok, dann lass' ich Dich heute Abend in Ruhe." Ok, gut, sooo witzig ist das wirklich nicht, aber a) ist es der Zusammenhang und b) der Vorleser. Boris Aljinovic liest vor allem Finzi mit einem so herrlichen Hamburger Slang - es ist wundervoll! Eine wirkliche Hamburger Schnodderschnauze, die durch den Gegensatz zu dem sanft klingenden Adam Danowski erst richtig zur Geltung kommt. Doch auch die anderen Figuren sind Aljinovic gut gelungen, nur die Frauen wirken ziemlich gekünstelt. Aber man vielleicht ja nicht alles haben - oder doch? Beim nächsten Hörbuch ;-) ?
Das Buch hatte mich schon lange gereizt, wegen des Szenarios auf dem Kreuzfahrtschiff. War auch sehr interessant und spannend umgesetzt. Sehr viel Spaß macht aber auch der aufgrund seiner gerade festgestellten Hypersensibilität stets leicht überforderte, aber deswegen nicht weniger scharfsinnige und eloquente Ermittler Danowski. Er schlittert von einer heiklen Situation in die Nächste und obwohl er alles andere als ein Superheld ist, weiß er sich doch erstaunlicherweise - und anscheinend auch zu seinem eigenen Erstaunen - stets zu helfen.
Schöner deutscher Krimi rund um den sehr besonderen, äußerst liebenswerten Kommissar Adam Danowski. Beklemmende Atmosphäre, viel Kopfkino zum Thema Epidemie. Alles spannend und schlüssig erzählt, lediglich gegen Ende ein wenig zu hopplahopp. Da hätte man dem Schluss noch ein paar extra Seiten gegönnt. Ich freu mich auf mehr von Danowski...
Der psychisch leicht angeschlagene Kommissar Danowski ist bei seinen Kollegen nicht gerade für sein übermäßiges Engagement bekannt. Er scheint mit seiner Lebenssituation nicht zufrieden zu sein und jetzt stellt ein Neurologe auch noch fest, dass er hypersensibel ist und ihn Alltagssituationen schnell überfordern können.
Als ein Kreuzfahrtschiff im Hamburger Hafen einläuft und einen Toten an Bord hat, wird Danowski mit seinem Kollegen Finzi für die Bearbeitung des Falls eingesetzt. Es soll zu einer möglichst schnellen und unkomplizierten Abwicklung kommen, um größeren Ärger mit zuständigen ausländischen Behörden zu vermeiden und die Passagiere schnell in die Freiheit zu entlassen. Doch es kommt zu Komplikationen als festgestellt wird, dass der Tote an dem höchst seltenen Ebola-Virus gestorben ist und die Gefahr besteht, dass sich weitere Passagiere angesteckt haben könnten. Schnell wird klar, dass noch viel mehr hinter dem Fall steckt als eine Virus-Erkrankung.
Meinung
Nach den ersten Seiten war ich noch etwas skeptisch. Danowskis Hypersensibilität hat mir den Einstieg in die Story schwer gemacht. Jeder Eindruck wird in die kleinsten Details zerlegt und Menschen sofort in eine Kategorie eingeteilt. Dadurch zieht sich die Handlung zu Beginn ganz schön in die Länge, macht aber Danowskis Situation umso deutlicher. Je weiter die Handlung voran schreitet, desto weniger ausführlich wurden die Beschreibungen zu Danowskis Wahrnehmungen. Diese Entwicklung war für mich sehr positiv und hat mein Interesse am Buch deutlich gesteigert.
Die Idee zur Story finde ich super. Wieder mal ein Krimi, der auch wirklich so passiert sein könnte. Wer mich kennt, weiß, dass dieser Punkt für mich besonders wichtig ist. Gerade jetzt mit dem Ausbruch des Ebola-Virus in Guinea ist die Geschichte brandaktuell.
Der Buchtitel „Treibland“ passt gut zur Story und durch das Buch habe ich auch gelernt was sich hinter dem Begriff verbirgt.
Das Cover ist für meinen Geschmack ein bisschen zu düster und würde eher zu einem Thriller passen. Ein bisschen mehr Farbe hätte bestimmt nicht geschadet.
Fazit
Wer die langen Stellen hinter sich bringt, wird vom Rest nicht enttäuscht!
The prologue is the lengthiest, most boring thing I've ever read/ listened to. I wouldn't have made it, had I not listened to the audiobook... We hear about someone named stinkham or something like that, I have no idea who the guy is, but I don't care about him. I'm not interested in this random dude with a strange name telling me about random erections he gets since he's had a prostate surgery and he loves golf and what not and slamming a door in a woman's face on purpose. I'm sorry but at this point my patience ran out just when I got to the first chapter. Maybe it gets better from there but every time I had this happen in the past, the book never got better and I wished I had just stopped reading. I read for enjoyment mainly and this was not enjoyable for me
Das passiert mir eher selten; dass ich weit länger lese als geplant, weil ich das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich bin eigentlich überhaupt keine Krimi-Leserin, aber dieser Roman ist so angenehm intelligent und spannend geschrieben, dass ich mich jetzt schon auf den Rest der Reihe freue.
3,5 Sterne. Mein erstes Buch von Till Raeter. Grundsätzlich lese ich gerne Stories die in meiner Heimatstadt spielen. Der Protagonist ist speziell und die Handlung interessant. Allerdings kam bei mir keine nennenswerte Spannung auf bis zur 330. Seite. Ab dort wird das Buch zum Thriller. Leider für ein fünfhundert Seiten langes Buch etwas zu wenig.
Nachdem Adam Danowski vom Neurologen zwar eine Hypersensibilität aber keine Krankheit bescheinigt wurde, muss er die Arbeit an einem Fall aufnehmen, der eigentlich keiner ist und für den er auch nicht zuständig ist. Auf einem unter der Flagge Panamas fahrenden Kreuzfahrtschiff ist einer der Passagiere an einer offensichtlich ansteckenden Krankheit gestorben. Da unbekannt ist, um was für eine Krankheit es sich handelt, wird das Schiff mit seiner Besatzung und den Passagieren unter Quarantäne gestellt. Nur Danowski, einige Kollegen, die Gerichtsmedizinerin und eine Biologin vom Tropeninstitut dürfen an Bord.
Ein beklemmender Ansatz wurde für diesen Roman gewählt. Wer möchte sich schon vorstellen, wie es sein mag, auf einem Schiff eingesperrt zu sein, mit einer Crew, die sich eigentlich um nichts kümmern möchte, mit einem möglicherweise tödlichen Virus an Bord, an dem man sich jederzeit anstecken könnte. Und dass auch noch aus der Sicht eines leicht arbeitsunwilligen, aber sehr aufmerksamen Polizisten, der an Bord keine Befugnisse hat. Und wie es sich für einen guten Krimi gehört, nichts ist so wie es zunächst scheint. Es ist nicht einmal klar, ob überhaupt ein Fall vorliegt, denn schließlich ist der Tote einer Viruserkrankung zum Opfer gefallen und auf den Gedanken, jemand könnte absichtlich angesteckt werden, kommt man unter normalen Umständen nicht unbedingt. Doch hier scheint einiges im Argen zu liegen, was Danowski veranlasst weiter am Ball zu bleiben. Eine Entscheidung, zu der er später unfreiwillig stehen muss.
Eine ruhige Erzählweise, die in etlichen Szenen durchaus eine Gänsehaut verursachen kann, ist hier kombiniert mit einer packenden Story. Die Handlung spielt sich zum großen Teil auf dem beengten Raum des Schiffes ab, wobei die vielen Einschränkungen, die die Passagiere ertragen müssen, sehr eindringlich geschildert werden. Eingehende Erläuterungen wechseln sich mit fast filmhaft kurzen Schnitten ab. Es entsteht ein Spannungs-Auf-und-Ab, das fast an die Wellen der Nordsee erinnern könnte und den Leser einem Wechselbad der Gefühle aussetzt, so dass es kaum möglich scheint, das Buch vor Beendigung der Lektüre allzu oft aus der Hand zu legen.
Die „Große Freiheit“ läuft im Hamburger Hafen ein und hat einen toten Passagier an Bord. Der Tote ist an einem Virus verstorben, das niemand kennt. Es bedroht nicht nur die anderen Passagiere an Bord, sondern auch die Bewohner von Hamburg. Deshalb wird das Schiff unter Quarantäne gestellt. Kriminalkommissar Adam Danowski will eigentlich nicht ermitteln, aber es bleibt ihm nichts anderes übrig und er begibt sich aufs „Pestschiff“. Aber das passt einigen Leuten nicht und so bringt er sich mehr in Gefahr, als er zu Anfang ahnt. Die Geschichte ist sehr spannend, obwohl es kein normaler Krimi ist. Dies kommt durch den etwas anderen Ermittler Adam Danowski. Er ist hypersensibel und so nimmt er mehr Reize auf, als andere Menschen. Und so ist auch der Part geschrieben, der aus der Sicht von Adam Danowski erzählt. Es ist sehr detailreich und gibt viele interessante Beschreibungen. Die Spannung wird auch durch die Perspektivwechsel aufgebaut, da es sehr viele Andeutungen gibt. Langsam baut sich so ein Puzzle auf, dass den Leser zum Miträtseln animiert. Der Schluss ist dann nochmal richtig spannend und hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt ein toller Krimi, der ein interessantes Thema aufgreift und einen etwas anderen Ermittler präsentiert. Es ist spannend bis zum Schluss und ich kann es jedem der mal einen etwas anderen Krimi lesen möchte empfehlen.
Kriminalkommissar Adam Danowski hat das Gefühl alles wächst ihm über den Kopf und eigentlich möchte er nur noch Schreibtischarbeit machen. Doch es kommt anders. Er und sein Kollege Andreas Fintzel genannt Finzi bekommen den Auftrag, sich um einen Toten auf dem Kreuzfahrtschiff "Große Freiheit" zu kümmern. Der Tote heißt Carsten Lorsch und ist Spirituosen-Händler aus Hamburg, er starb an einem unbekannten Virus, war es vielleicht sogar Mord? Das Schiff wird unter Quarantäne gestellt und es dürfen nur Danowski und eine Frau vom Tropeninstitut an Bord. Leider kommt selten ein Unglück allein und Danowski muss an Bord bleiben. Dort stellt er zu viele Fragen und muss um sein Leben fürchten.
Das Hörbuch gefällt mir gut, ich mag die Stimme von Boris Aljinovic und seine Umsetzung zu den einzelnen Charakteren, z.B. Finzi mit seinem Hamburger Slang. Auch bringt er die bedrückende Spannung, die z.B. an Board herrscht gut zum Ausdruck. Danowski und Finzi sind mir gleich sympathisch und auch wenn sie komplette Gegensätze sind, finde ich, dass sie sich als Team gut ergänzen. Der Schreibstil ist fesselnd und spannend, an manchen Stellen lustig und aber auch ironisch.
Eines der besten Hörbücher die ich bis jetzt gehört habe. Eigentlich ziehe ich es vor Bücher zu lesen, aber in dem Fall vermute ich, dass das Hörbuch besser ist aus dem simplen Grund, dass Boris Aljinovic einfach FANTASTISCH liest. Die Charaktere klingen alle unterschiedlich, haben Akzente und unterschiedliche Tonlagen und Aljinovic schafft es dem gesamten Buch einen großartigen trocken, lakonischen Touch zu verpassen. Die Handlung ist allerdings auch sehr spannend und die Hauptprotagonisten sympathisch. Empfehlung!
ein guter, kurzweiliger Krimi-Auftakt mit einem coolen Setting (Kreuzfahrtschiff), einer sehr zeitgemäßen Mordwaffe (Virus) und interessanten Figuren: im Mittelpunkt der hypersensible, aber von Burnout geplagte Kommissar Danowski der am liebsten am Schreibtisch sitzt und die Besprechungen nutzt um Mal ein Schläfchen zu machen - vielleicht der Antiheld zu Harry Hole. der Plot hätte vielleicht noch etwas komplexer sein können, die einzelnen Szenen sind aber sehr lustig und reichhaltig und aus wechselhaften Perspektiven geschrieben, sodass er trotzdem Spaß gemacht hat!
Ich werde auf jeden Fall in die nächsten Bücher der Reihe reinhören. Ein spannender Fall, sehr verwickelt. Adam Danowski hätte ich manchmal schütteln mögen.