Ein schweigender Gott. Drei Völker, denen die Worte fehlen.
Der allwissende Stern scheint für immer verstummt zu sein. Nun schmieden die Propheten Andorins perfide Pläne, um ihre falschen Übersetzungen zu vertuschen, und nehmen dabei sogar in Kauf, dass ein Krieg zwischen den drei Ländern ausbricht. Kann Prinz Narcian ihn aufhalten, indem er das Volk der Drachen aufsucht und deren verstockten König für ein neues Bündnis gewinnt? Und wird Kijan es schaffen, die aufständischen Südländer im Seligen Land auf seine Seite zu ziehen?
Während Andorin sich für den Krieg rüstet, kämpft Yuma mit einem ganz anderen Problem: Die siebte Kaisertochter, deren arrangierte Ehe den Frieden in Nyota sichern soll, bringt ihr Herz ordentlich aus dem Takt. Was könnte komplizierter sein als eine unerreichbare Liebe, die plötzlich zum Greifen nahe scheint?
Agilo sah die Situation wohl genauso. »Wir werden alle steeerben!«, jammerte er in Narcians Ohr. »Ja, und wir werden anschließend ebenfalls zerrissen, wenn wir hierbleiben«, knurrte der Prinz. »Untertauchen wird nicht reichen. Besser, wir schwimmen weg.«
Aus „Andorin II: Blütenwispern“ von Mira Valentin
FAKTEN Das Buch „Andorin II: Blütenwispern“ von Mira Valentin ist im Juli 2024 beim Drachenmond Verlag erschienen. Es ist als eBook, Hörbuch und Print erhältlich. Es handelt sich um den zweiten Band einer mehrteiligen Reihe, die aufeinander aufbaut.
KURZMEINUNG Eine absolut geniale Fortsetzung, die mit noch mehr Tiefe und spritzigen Dialogen aufwartet. Noch besser als Band 1!
KLAPPENTEXT Ein schweigender Gott. Drei Völker, denen die Worte fehlen. Der allwissende Stern scheint für immer verstummt zu sein. Nun schmieden die Propheten Andorins perfide Pläne, um ihre falschen Übersetzungen zu vertuschen, und nehmen dabei sogar in Kauf, dass ein Krieg zwischen den drei Ländern ausbricht. Kann Prinz Narcian ihn aufhalten, indem er das Volk der Drachen aufsucht und deren verstockten König für ein neues Bündnis gewinnt? Und wird Kijan es schaffen, die aufständischen Südländer im Seligen Land auf seine Seite zu ziehen? Während Andorin sich für den Krieg rüstet, kämpft Yuma mit einem ganz anderen Problem: Die siebte Kaisertochter, deren arrangierte Ehe den Frieden in Nyota sichern soll, bringt ihr Herz ordentlich aus dem Takt. Was könnte komplizierter sein als eine unerreichbare Liebe, die plötzlich zum Greifen nahe scheint?
SCHREIBSTIL & MEHR Mira Valentin ist und bleibt einfach meine Lieblingsautorin. Sie schafft auch in diesem zweiten Band den Spagat von Humor, dynamischen Dialogen, tiefen Charakteren und einem absolut gelungenen und epischen High Fantasy Setting. Sogar noch ein wenig besser als in Band 1. Das mag aber darin begründet liegen, dass sie uns im ersten Teil ja zunächst einmal in ihre Welt einführen musste. Mein Liebling ist Agilo und ich mag Narcian zunehmend mehr. Neben dem vorwitzigen Faultier liegt mir jedoch Yuma am meisten am Herzen. Sie ist einfach ein Charakter, der viele Seiten hat, sensibler ist und mit dem ich mich persönlich am meisten identifizieren kann. Gleich danach folgt Kijan, denn er ist ein leidenschaftlicher Mensch, das mag ich sehr. Es gibt aber auch genügend Charaktere, die ich gern an die Wand schmeißen würde. Avriel zum Beispiel, was geht der mir auf die Nerven! Aber nicht so, dass ich das Buch weglegen will. Nein, der ist einfach so … Argh! Lest einfach selbst. Ihr werdet mir sicher zustimmen. ^^ Neben den Persönlichkeiten, die alle auf ihre Weise die Geschichte tragen, beeindruckt vor allem das Worldbuilding. Mira Valentin hat das Talent, dass man sich in all ihren Welten auskennt und auf eine eigentümliche Weise dort zu Hause fühlt. Sie webt eine Atmosphäre, die zwischen den Seiten und in Atem hält. Hinzu kommt der Wechsel von Witz und Ernst, Lieblichkeit und Grausamkeit, Hell und Dunkel, der dieser Geschichte einen Hauch Wahrhaftigkeit verleiht. Es fühlt sich einfach echt an, was man da liest. Die Sprache reicht von einfach, weil vom einfachen Volke gesprochen, bis hin zu hoheitlich gehoben. Jedoch alles in einem Maße, dass es sich normal liest. Es bereitet Freude, durch die Zeilen zu gleiten und auch ein wenig dazwischen zu lesen. Denn Miras Bücher bringen immer ein wenig mehr mit sich als das Offensichtliche. ;)
FAZIT Eine absolut gelungene Fortsetzung, die mir sogar noch besser gefallen hat als Band 1!
Nach dem ersten Band war ich mir unsicher, ob mich der zweite tatsächlich interessiert, aber ich habe dem Buch dann doch eine Chance gegeben. Leider ist es aber nicht stärker als der Vorgänger und ich gehe mit denselben gemischten Gefühlen aus dem Lesen.
Schreibstil:
Wie in Band 1. Insgesamt solide, aber mir ein paar Schwächen. Es fehlen die einprägsamen Bilder, manchmal wirkt der Text erklärend, aber es gibt keine auffälligen Stolpersteine.
4 Sterne
Charaktere:
Auch hier: Wie in Band 1. Die Figuren haben Eigenheiten, wirken aber mehr wie ein DnD-Charakterbogen als tatsächlich wie echte Menschen: Mal eben ein paar Eigenschaften in einer Tabelle geschrieben und fertig. Und unter dem fehlenden Tiefgang litt für mich dann auch die Spannung.
3 Sterne
Handlung und Struktur:
Der Roman war ganz in Ordnung zu lesen. So richtig spannend aber nicht. Ich vermute, wie bereits gesagt, dass das auch etwas mit den Figuren zu tun hat. Weil mir die zu stereotyp waren, hat mich auch ihre Geschichte nicht recht interessiert. Am spannendsten fand ich noch Yuma. Generell plätscherte also alles so vor sich hin und nach 200 Seiten hatte ich das Gefühl, dass es mir irgendwie auch ganz egal ist, was jetzt noch passiert.
3 Sterne
Tiefgang:
Merkwürdig war Yumas unreflektierte Schwämerei, die der Roman zu Liebe verklärt bzw. nicht reflektiert. Das fällt für mich klar in die Kategorie „Beziehungsklischees“ – lernt man eine Person gerade erst kennen und findet diese attraktiv, kann das vielleicht etwas auslösen, aber mit Liebe hat das nichts zu tun. Das gaukelt uns Literatur und Film gerne vor, in der Realität laufen die Dinge aber anders. Ich hätte mich gefreut, wenn solche Klischees mehr problematisiert als fortgeführt worden wären.
Tatsächlich finde ich hier nicht wirklich etwas, das mich wirklich zum Nachdenken anregt. In Band 1 fand ich noch die Sache mit der unterschiedlich übersetzten Prophezeiung interessant, aber das ist hier nicht mehr wichtig und so ist dann irgendwie auch die Luft raus.
2 Sterne
Worldbuilding:
Auch in Band 2 hat mir das Asiensetting gefallen. Nachdem das Mittelalter-Europa hier etwas außen vor war, fand ich es schöner zu lesen. Aber es bleibt dabei: Vieles ist auch sehr konventionell und hat man in ähnlicher Form schon irgendwo gelesen (z.B. diese ganze Bryannen-Sache, die einfach klassische Feen der keltischen Mythologie sind, ohne eine Form der Variation des Narrativ). Für Asien gibt’s aber Punkte von mir.
4,5 Sterne
Ja, nun, ich vermute, ich bin nach Band 2 genauso weit wie nach Band 1. Das Buch war nun nicht wirklich schlecht, aber es hat mich tatsächlich nicht sonderlich abgeholt. Es gab einzelne Elemente, die ich mochte (und darunter fällt auch das Asiensetting), aber es gibt einfach keine Überraschungen. Schreibstil, Figuren, Handlung – am Ende ist doch alles sehr konventionell und dadurch austauschbar. Gerade am Schluss war mein Interesse an dem Buch bzw. der Reihe tatsächlich ziemlich erloschen. Ich werde also nicht weiterlesen.
Der zweite Teil der Andorin-Reihe hat mir sehr gut gefallen, ich konnte das Buch kaum zur Seite legen, und so habe ich gelesen und neben anderen Tätigkeiten gehört.
Besonders gut hat mir gefallen, dass es vor allem Frauen wie Yuma sind, die hier ihre Stärken zeigen und Andorin in eine neue Zeit begleiten.
Vor Spannung geradezu bebend begleiten wir Yuma, Narcian und Kijan während ihrer Mission, kämpfen Seite an Seite mit ihnen und schrecken auch vor den alles verschlingenden Ungeheuern nicht zurück.
Robert Frank liest die Hörbuch-Version des Buches, und das meisterhaft gut.
Und lasst mich noch kurz etwas zum Cover sagen: Sie sind einfach wunderwunderschön gestaltet, Hingucker mit Wiedererkennungswert, geben einen Einblick in den jeweils vorliegenden Teil der Reihe und laden zum Träumen ein.
Teil 2 hab ich einfach mal richtig schnell durchgezockelt. Es hat noch mehr Drive als Teil 1 und auch den Figuren wird mehr Raum für Entwicklung gegeben.
Außerdem finde ich es super schön, dass Mira Valentin es schafft, Asexualität sowie nonbinäre Personen und das Thema Transition so geschmeidig und natürlich in die Handlung einzuweben.