Ehrlich zu sagen, ich glaube dass meine begrentzten Kenntnisse der deutschen Sprache waren mir nicht das Problem mit diesem Buch. Ich kann verstehen warum Lehr das Buch mit diesem Stil geschreiben hat, aber ich fand dass es hat seine Symbole und die Bedeutung der Novelle yu viel versteckt. Es gab bestimmt sch;ne Momente, aber im Allgemein fand ich diesen Text nicht so interessant, was eine Schade ist denn das Thema (deutsche Generationsschuldgefühle, wegen dem Holocaust) ist mir total interessant.
Es wäre mir interessant die Verbindungen mit der "Göttliche Komodie" ein bisschen tiefer zu analysieren oder dieses Buch mit "Morire in Levitate" von Steuerwitz zu vergleichen.
Ohne zu übertreiben, das ist das beste Buch, das ich je gelesen habe. Der sehr moderne Stil ist natürlich anfangs schwierig und ich glaube, entweder man liebt ihn oder man kann nichts damit anfangen. Aber für jemanden, der ein Herz für anspruchsvolle, tiefgründige Literatur hat, die alle konventionellen Grenzen zu sprengen scheint, ist Frühling absolut empfehlenswert. Jedes Mal wieder, wenn ich einzelne Passagen daraus lese, bringt es mich zum Weinen, weil so viel Emotion zwischen den Zeilen steckt. Thomas Lehr hat es geschafft, schwer zu bearbeitende (und für den Protagonisten auch ein schwer zu verarbeitende) Themen wie die Schuldgefühle der Folgegeneration wegen des Holocausts und allgemeiner auch den Umgang mit dem Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit und dem Tod auf brillante Weise differenziert darzustellen. Ein Wahnsinns-Buch, auch wenn sein Stil nicht für jeden etwas ist.