Wie Exil, Fremdheit und Diskriminierung Gefühle prägen
»Vom Balkon aus schaute ich auf einen Spielplatz, auf dem Kinder meines Alters umherliefen und sich amüsiert rauften. Nach kurzem Zaudern fragte ich sie, ob ich mitspielen dürfte. Die Antwort ›Nein, mit Ausländerkindern spielen wir nicht.‹ Ich weiß nicht mehr, was ich damals empfunden habe. Im Nachhinein war Künftig würde ich in den Spiegel sehen und einen Ausländer erkennen.« Es sind Ereignisse wie diese, die Gefühle der Ausgrenzung Angst, Scham, Wut, Verzweiflung, aber auch Sehnsucht und Hoffnung. Der Historiker Mohammad Sarhangi analysiert, inwieweit die vielfältigen Erfahrungen der Migration die Gefühle von prägen und formen – auch über Generationen hinweg. Eindrücklich verwebt er seine eigenen Erfahrungen mit Oral-History-Interviews und autobiographischen sowie literarischen Publikationen zu einem aufschlussreichen wie berührenden Buch.
3.75/5 Ein gutes Konzept mit dem an die Thematik der Leben von Migrant*innen und Geflüchteten herangegangen wurde. Jedoch war es mir zwischendurch viel zu abschweifend, so dass ich teilweise nicht mal mehr wusste, worum es gerade eigentlich ging. Ich habe auch etwas mehr persönlichere Berichte erwartet.