»Ich hatte Angst. Aber nicht vor dir. Ich hatte Angst davor, dass ich wusste, was du getan hast. Ich hatte Angst davor, dass es mir egal war.«
Die 24-jährige Wächterin Rah wird in die Hauptstadt Sartins gerufen. Sie soll helfen, den mysteriösen Vorfällen dort ein Ende zu setzen: Gefährliche Tierwesen greifen immer wieder Menschen an. Und Rah besitzt die Fähigkeit, Lebewesen von der chaotischen Energie zu befreien, die sie aggressiv werden lässt. Dabei trifft sie auf den geheimnisvollen Irin. Rah bemerkt sofort die seltsame Energie, die von ihm ausgeht. Und obwohl sie unsicher ist, ob sie ihm trauen soll, kann sie sich nicht gegen seine Anziehungskraft wehren ...
Währenddessen verzweifelt Shina, Studentin der staatlichen Akademie, an der Veränderung ihrer besten Freundin. Seit dem Tod ihrer Mutter verschwindet Mae Nacht für Nacht und taucht mit unerklärlichen Malen auf der Haut wieder auf. Legt Mae dieses Verhalten nicht ab, könnte das für sie beide den Rauswurf bedeuten. Als Shina eines Nachts Maes Geheimnis enthüllt, wird ihr Verständnis von richtig und falsch zerrüttet. Und sie muss sich fragen: Wie weit will sie für ihre Freundin gehen?
Marie Graßhoff, kurz vor Weihnachten 1990 im Harz geboren, versteckte sich schon im Grundschulalter zwischen Bergen aus Büchern schrieb phantastische Geschichten. Mit zwölf beendete sie ihren ersten Roman. Nach ihrem Studium der Buchwissenschaft und Linguistik in Mainz arbeitete sie zwei Jahre als Social Media Consultant und widmete sich nebenberuflich den Welten in ihrem Kopf. Inzwischen hat sie ihren größten Traum verwirklicht und lebt als freie Autorin und Buchcover-Gestalterin in Leipzig.
Vorab möchte ich mich bei Bastei Lübbe und NetGalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken!
DNF: 64% – 2024 – 3⭐
Seitdem mich vor einigen Jahren »Neon Birds« total vom Hocker gehauen hat, landet jede Neuerscheinung von Marie Graßhoff direkt auf meiner Wunschliste 🤭 »Heart & Shadow« hat mich nicht nur vom Cover, sondern auch vom Plot sofort angesprochen. Die Geschichte begann wie auch schon in Neon Birds direkt rasant. Ohne viel Tamtam, direkt eine Actionszene. Manche mögen dies nicht. Zum Glück empfinde ich es, als ganz erfrischend mal direkt ins Geschehen geworfen zu werden, als sich erstmal durch 100 Seiten unnötige Fillerkapitel zu quälen.
Wir verfolgen in diesem Buch zwei verschiedene Protagonistinnen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Dies war auch einer meiner Kritikpunkte, aber später dazu mehr. Der Weltenaufbau bzw. die Fantasyelemente sind wie bereits von der Autorin gewohnt, sehr komplex bzw. gut durchdacht. Ich persönlich hatte jedoch als Leserin teilweise das Gefühl, nicht wirklich hinterher zukommen oder durchzublicken.
Das Worldbuilding, die Vibes und der Plot erinnerten mich im positiven Sinne an einen Mix aus folgenden Büchern: Neon Birds, Crescent City sowie die Werke von Ilona Andrews. Wer vor allem die letzteren zwei sehr mochte, dem wird sicherlich auch dieses hier sehr gut gefallen. (Hierbei möchte ich aber erwähnen, dass es keinesfalls wie "kopiert" war, sondern nur eine ungefähre Vorstellung für die Geschichte geben.)
Mir persönlich ist aufgrund der Länge des Buches, sowie der wechselnden Perspektiven und der damit verbundenen Frage "Wann überschneiden sich endlich die beiden Storylines?", irgendwann die Puste ausgegangen. Ich war grundsätzlich zwar interessiert zu erfahren, wie es weitergehen würde, hatte aber nicht die Motivation weiterzulesen. Schade! Es hat für mich persönlich einfach der rote Faden im Plot gefehlt, weshalb ich mich dann entschloss es nach 64% abzubrechen. Der Schwerpunkt liegt hier viel mehr auf den zwischenmenschlichen Beziehungen und einer eher langsam voranschreitenden Handlung. Meine Erwartungen konnten somit leider nicht erfüllt werden. Dennoch würde ich denjenigen empfehlen, die die oben genannten Bücher geliebt haben!
Obwohl ich meine Schwierigkeiten mit dem Buch hatte, möchte ich zu Beginn sagen: Was war das für ein Ende? 🤯 Damit hatte ich so gar nicht gerechnet.
Aber erstmal von vorne: In dem neuen Auftakt der Fantasy Dilogie Heart & Shadow von Marie geht es um die beiden Protagonistinnen Rah und Shina, die allerdings nichts direkt miteinander zu tun haben.
Rah, ist eine Wächterin, die Lebewesen von chaotischer Energie befreien kann. Und da in der Stadt Sartin aktuell vermehrt Morde durch Tierwesen entstehen, wird Rah nach Sartin gerufen um den Wesen ihre chaotische Energie zu entziehen. Dort lernt sie Irin kennen, der ihre Fähigkeiten kennt und Rah bittet ihn bei der Aufklärung des Mordes an seinem besten Freund zu helfen. Allerdings merkt Rah schnell, dass auch von Irin eine ungewöhnliche Energie ausgeht. Dieser kann sie sich allerdings nur schwierig entziehen und sie kommen sich im Laufe der Geschichte nicht nur deutlich näher, sondern es werden auch einige Geheimnisse gelüftet, die Irin hütet.
Shina studiert gemeinsam mit ihrer besten Freundin Mae an der staatlichen Akademie. Sie stellt seit längerem fest, dass Mae sich seit dem Tod ihrer Mutter extrem verändert und kann sich nicht erklären, warum Mae nachts ständig heimlich verschwindet. Als sie eines Nachts Maes Geheimnis erfährt und eine Entscheidung trifft, die sie später bereut, wird es auch für Shina immer gefährlicher. Gemeinsam gehen die beiden durch dick und dünn, fliehen aus ihrer Heimat und begeben sich auf ein gefährliches und herausforderndes Abenteuer.
Für mich war es von Anfang an super schwer eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wann und was die beiden Hauptprotagonisten miteinander zu tun haben. Irgendwie konnte ich das schnelle hin und her Springen zwischen deren Storys nur schwer verarbeiten und das Worldbuilding war für mich persönlich auch viel zu komplex. Im Großen und Ganzen hat mir Maries Schreibstil sehr gut gefallen, da er flüssig war und ich kurze Kapitel sehr gerne mag, allerdings hat mich die Story im Allgemeinen nicht wirklich abholen können.
Nachdem Marie Grasshoff mich mit Magical Fries gerade erst vollkommen begeistert hat, konnte mich Heart and Shadow leider nicht überzeugen.
Der Anfang hat mir gut gefallen. Man war direkt in der Geschichte drin, mit einer spannenden Actionszene und es haben sich sehr viele Fragen gestellt, auf die ich unbedingt Antworten haben wollte. Naja, und das hat sich auch nicht geändert. Im Laufe des Buches kamen immer weitere Fragen dazu, aber es kam gefühlt nie eine Antwort. Selbst nach Dreivierteln hatte ich immer noch das Gefühl, dass ich gar nicht weiß, worum es überhaupt geht. Bis zum Ende sind mehrere Fragen offen geblieben, bei denen ich wirklich gerne eine Antwort gehabt hätte. Natürlich müssen nicht alle Fragen beantwortet werden – es handelt sich schließlich um den ersten Band einer Dilogie. Aber so hat es sich nicht angefühlt. Stattdessen hat es eher wie die erste Hälfte eines Buches gewirkt, die nicht alleine stehen kann. Es sind am Ende so viele Punkte offen geblieben und irgendwie hat mir auch ein Finale, ein Abschluss gefehlt. Wenn nicht der Epilog gewesen wäre, hätte ich kein Interesse daran gehabt, weiter zu lesen. Der hat mich dann aber doch noch mal neugierig gemacht. Dabei war es eigentlich nicht langweilig – es ist die ganze Zeit etwas passiert. Aber ich hatte einfach keinen Bezug zu der Handlung, weil ich nicht wusste, worauf es hinauslaufen sollte.
Wir haben zwei verschiedene Handlungsstränge, die jeweils zwei Charakteren folgen. Das fand ich, um ehrlich zu sein, nicht unbedingt so angebracht. Die ganze Zeit ist es zwischen den Charakteren hin und her gesprungen und man hatte keinen wirklichen Zusammenhang dazwischen. Die ganze Zeit habe ich drauf gewartet, dass die Stränge sinnvoll zusammengeführt werden und es ist einfach nicht passiert. Ich habe immer noch keine Ahnung, was die miteinander zu tun haben.
Irin und Rah fand ich am Anfang super interessant, während Shina und Mae mich eher gelangweilt haben – gegen Mitte des Buchs hat sich das aber genau umgedreht. Die Beziehung zwischen Irin und Rah hat mir gar nicht zugesagt. Ich konnte überhaupt nicht nachvollziehen, wie sich da etwas zwischen ihnen angebahnt hat. Keine Spannung, keine Emotionen. Gefühlt kannten die beiden sich gar nicht. Beide hatten Geheimnisse voreinander, die nicht hätten sein müssen. Können wir bitte endlich mal damit anfangen, dass Buchcharaktere einfach mal mit einander über die wichtigen Sachen reden? Zwischen Shina und Mae fand ich die Beziehung dagegen weitaus passender. Bei ihnen hatte ich das Gefühl, dass sie sich tatsächlich kannten und verstanden haben.
Schreibstil war an sich nett – spannend, teilweise lustig, teilweise emotional. Aber mich hat das Fehlen einer Handlung leider so sehr aus der Geschichte rausgerissen, dass es sich teilweise echt geschleppt hat.
Wie bereits erwähnt – der Epilog hat mir gefallen. Allein deswegen überlege ich, noch den zweiten Band zu lesen. Aber um ehrlich zu sein, bin ich aktuell wenig überzeugt.
Danke an Lesejury und den Verlag für ein Rezensionsexemplar im Gegenzug für eine ehrliche Rezension.
Mein erstes Buch von Marie Graßhoff, aber bestimmt nicht das letzte!
Die Welt und das Magiesystem haben mir richtig gut gefallen. Das Ewige hin und her von Chaos und Harmonie und die Balance zwischen beidem als Basis für Magie zu nutzen fand ich super interessant und wollte gerne immer mehr darüber erfahren.
So ging es mir auch generell die ganze Zeit während des Verlaufes des Buches. Ich war richtig gepackt und wollte immer mehr wissen. Wer sind die Königsgötter? Was hat es mit diesen Visionen auf sich? Was steckt wirklich hinter den Charakteren? Bin schon eine Weile nicht mehr so gepackt worden von einem Buch.
Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass mir die Erzählweise sehr gut gefallen hat. Die Geschichte wird mit zwei POVs erzählt, die auf komplett unterschiedlichen Seite der Erzählung starten und doch merkt man wie sich die Storylines immer weiter auf einander zu bewegen und man wartet darauf, dass sich endlich alle über den Weg laufen.
Die Charkatere mochte ich auch sehr gerne und bisher ist mir keiner negativ aufgefallen (in dem Sinn, dass sie mir auf die Nerven gehen) und das kommt auch nicht sehr oft vor. Vor allem die Wächterin mochte ich sehr gerne und bin total fasziniert davon, was bei ihr so los ist und wie sich das ganze noch auflösen wird.
Alles in allem hat mir dieses Buch echt überraschend gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf Band zwei.
Was für ein Buch! Ich habe es von Anfang bis Ende einfach nur geliebt.
Die Geschichte hat aufgrund des Covers und des Klappentextes mein Interesse geweckt und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.
Direkt zu Beginn fängt die Handlung mit einer spannenden Kampfszenen an, die einen sofort in die neue Fantasywelt hineinversetzt. Das Worldbuilding ist absolut grandios und auch, wenn es zunächst etwas verwirrend war, sich in der neuen Welt mit all den unterschiedlichen Charakteren zurechtzufinden, konnte ich aufgrund der kurzen und doch sehr inhaltsreichen und spannenden Kapitel meine Neugier nicht zügeln und hatte immer ein sehr starkes Bedürfnis weiterzulesen.
Die Charaktere waren so unterschiedlich, aber sehr gut durchdacht und ich habe es sehr genossen zwei Erzählsprünge zu lesen. Auch die gewisse Prise an Romance hat für mich vollkommen ausgereicht, da es nicht zu viel gab, was ich bei Fantasy sehr gerne habe. Der Hauptpunkt der Geschichte lag bei der Handlung und davon bin ich einfach ein sehr großer Fan. Für alle Romance Liebhaber*innen ist es vielleicht nicht wirklich das richtige, aber ich fand es genau perfekt. Die Chemie zwischen den Charakteren war einfach unglaublich schön und ich habe es sehr genossen, die Charaktere bei ihrer Entwicklung zu beobachten.
Allgemein die Atmosphäre im Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte schon lange kein Fantasybuch mehr, das mich mit der Welt und dem Magiesystem so überzeugen konnte. Der Schreibstil war sehr detailliert und mystisch, sodass für mich das Gesamtbild einfach gepasst hat.
Ich freue mich unglaublich doll auf Teil 2, auch wenn ich natürlich sehr traurig bin, dass es noch einige Monate dauert, aber das warten wird sich bestimmt lohnen!
»Heart & Shadow« hat mich wirklich positiv überrascht. Nicht weil ich erwartet habe, dass es kein gutes Buch ist, sondern weil ich immer dachte, ich bräuchte einen gewissen Anteil Romance. Hier gibt’s zwar auch etwas Romance, aber das macht ca 5% der Geschichte aus – ist also wirklich nur minimal. Und ich fand’s großartig!! Weil ich dafür viel mehr in die Welt eintauchen konnte, mich vom System verzaubern lassen konnte und wieder gemerkt habe, wie sehr ich solche Fantasy doch vermisse.
Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben: einmal der von Shina und der von Rah. Beide Sichtweisen mochte ich total gern, vor allem weil es auch zwei Handlungsstränge sind.
Insgesamt fand ich alles rund um die Astrale und die Tierwesen unglaublich interessant. Das Buch konnte mich richtig fesseln und ich hab’s fast in einem Rutsch durchgelesen. Der Schreibstil war super flüssig und passte für mich perfekt zur Story.
Ich hätte mir zum Ende nen Tick mehr Spannung gewünscht und ich habe zum Ende hin auch gemerkt, dass mir ein paar Dinge rund ums Worldbuilding noch unklar waren, aber ich bin sehr gespannt auf Band 2 (und warum dauert das noch 6 Monate bis dahin? 😭)
Sartin ist in Aufruhr. Immer wieder greifen Tierwesen Menschen an. Rah ist eine Wächterin und soll in der Hauptstadt unterstützen. Sie ist in der Lage die chaotische Magie der Wesen zu beruhigen. Sie begibt sich auf die Suche nach Ursachen und handelt damit aber an der Regierung vorbei. Wird es ihr dennoch gelingen den Grund für vermehrte Chaosmagie zu finden?
Shina macht eine Ausbildung als Astrale an der staatlichen Akademie. Ihr besten Freundin Mae hat sich seit dem Tod ihrer Mutter, 4 Monate zuvor, stark verändert. Damit setzt sie die berufliche Laufbahn von Beiden aufs Spiel, denn Mae will ihre Freundin schützen. Zumindest bis Shina schließlich hinter Maes Geheimnis kommt. Ab da steht sie vor der Entscheidung Mae auszuliefern oder aber ihr zu helfen. Letzteres heißt sich gegen ihr bisheriges Leben und ihre Eltern zu stellen.
Wie man merkt gibt es hier eigentlich zwei Storys, zum Preis von einer. Beides jedoch in der gleichen Welt, aber in unterschiedlichen Strängen und somit auch Sichtweisen.
Der Anfang geht direkt in die Vollen und konfrontiert den Leser mit dem Problem welches in der Hauptstadt auftritt. Wesen die mit Chaosmagier vollgepumpt sind. Ich mag es immer direkt ins Geschehen geworfen zu werden, denn so fiel es mir auch leichter im weiteren Verlauf folgen zu können.
Trotz des starken Einstiegs fiel es mir schwerer als sonst mich auf die Story einlassen zu können. Es war interessant, hier und da spannend, aber ich bekam es irgendwie dennoch nicht ganz zu fassen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass es sich an manchen Stellen dann doch etwas zog.
Was man recht schnell versteht: Es muss immer ein Gleichgewicht der Energien herrschen. Zu viel Chaos muss mit Harmonie ausgeglichen werden. Gerade anhand des Einsatzes von Rah zu Beginn bekommt man davon ein sehr gutes Bild. Allgemein ist Rahs Strang für mich der stärkere der Beiden. Er ist erkenntnisreicher.
Mit Shina und Mae konnte ich nicht so viel anfangen leider. Bei ihnen geht es um Geheimnisse, Freundschaften und jeden Menge Unsicherheiten. Der Strang war etwas zäh für mich. Auch wenn gegen Ende etwas Fahrt aufgenommen wurde.
Der Schreibstil ist wie immer angenehm, aber auch detailreich, was bei solchen Storys aber meiner Meinung nach auch gelegentlich braucht.
Fazit
Stark angefangen, aber leider hier und da, zumindest gefühlt, etwas langatmig geraten. Es gibt etwas Spannung, aber es könnte doch schon etwas mehr sein. Die Idee macht definitiv Lust auf die Fortsetzung und vielleicht wird da dann das Potential ausgeschöpft. Vielleicht wird es dann auch mit den Charakteren besser. Im Großen und Ganzen aber lesenswert für Alle, wo es auch mal etwas komplexer zugehen darf. Der Auftakt bekommt 4 Sterne von mir.
Ich habe zwei Kritikpunkte: Der Sex von Irin und Rah kam mir persönlich viel zu willkürlich. Ihre Gefühle füreinander haben sich viel zu schnell entwickelt. Und ich fand die Kapiteleinteilung persönlich schwierig, um reinzukommen. Pro Kapitel nur eine Szene zu schreiben hat mir Schwierigkeiten dabei bereitet, mich in Rah und Shina einzufühlen, weil ich jedes Mal sofort wieder rausgerissen wurde.
Ansonsten ist die Schreibweise von Marie Graßhoff wie immer kurzweilig und angenehm zu lesen. Der Weltenbau ist super spannend. Solche Welten habe ich vorher nur selten gelesen. Mae und Shina haben mein Herz gewonnen, und auch Rah fand ich interessant. Zu Irin konnte ich wegen seiner Wischi Waschi Art keine gute Bindung aufbauen. Da hat es mir einfach an Konsistenz gefehlt. Deswegen hat mich die Romance zwischen den beiden persönlich auch einfach nicht abgeholt.
Ich war noch nie so glücklich darüber, zwei Bücher gleichzeitig vorbestellt zu haben. Ich kann auf den zweiten Teil kaum warten.
Ausgeglichen zu sein heißt nicht, immer nett zu sein.
Ich hatte etwas Probleme in die Story abzutauchen. Das ständige Hin und Her zwischen Shina und Rah, die in komplett verschiedenen Welten leben und daher zu Beginn auch eher komplett zusammenhanglos erscheinen, haben auch nicht geholfen.
Aber mit der Zeit wird klar, warum wir einerseits Rah und Irin begleiten und dann wieder zu Shina und Mae zurückkehren. Die Charaktere hab ich alle ins Herz geschlossenen, außer dir Irin, bitte verpiss dich.
Der Plot war auch soweit spannend, auch wenn man einen der größten twist schon erahnen kann ab einem bestimmten Punkt.
Das komplette Magie-, oder eher Energiesystem ist höchst interessant, genauso wie die ominöse "Krankheit", keinen Plan ob ich da wirklich durchgestiegen bin. Aber egal.
Marie Graßhoff hat mich mal wieder mit ihrem einzigartigen Weltenbau umgehauen! 🌎 Die Welt, die sie erschaffen hat, ist nicht nur kreativ und detailreich, sondern wirkt auch absolut lebendig. Besonders cool fand ich, wie die Charaktere durch verschiedene Länder reisen und man so die unterschiedlichsten Städte, Kulturen und Probleme miterlebt.
Die beiden Handlungsstränge sind abwechslungsreich und fesselnd, die Kapitel kurz und knackig, wodurch nie Langeweile aufgekommen ist. Trotzdem hatte ich manchmal das Gefühl, dass der Plot sich nicht schnell genug entwickelt hat. Und obwohl ich Rah und Shina spannend finde, hätte ich mir mehr Tiefgang und emotionalere Momente gewünscht, um eine engere Bindung zu den Figuren aufzubauen.
❤️ Was ich besonders mochte: - Zwei starke Protagonistinnen und anbahnende Liebesgeschichten 🏳️🌈 - Die detaillierte, vielschichtige Welt und die spannenden Konflikte - Die Abwechslung zwischen den beiden Perspektiven
⚡ Was mir ein wenig gefehlt hat: - Mehr Tempo im Plot - Tiefergehende Charakterentwicklungen
🎄 Fazit: „Heart & Shadow“ ist eine packende, temporeiche Geschichte mit genialem Worldbuilding und spannendem Einstieg in die Dilogie. Auch wenn mir die emotionale Tiefe noch ein bisschen gefehlt hat, freue ich mich riesig auf den finalen Band und die weitere Entwicklung der Charaktere!
Wer Lust auf Abenteuer und eine faszinierende Welt hat, sollte definitiv einen Blick reinwerfen! ✨
Mich hat es extrem genervt, dass es bis zum Ende zwei verschiedene Handlungsstränge + Protagonistinnen waren, die sich nicht einmal über den Weg gelaufen sind
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Inhalt: In Heart & Shadow folgen wir zwei verschiedenen Handlungssträngen. Zum einen begleiten wir Rah, eine außergewöhnliche Wächterin, mit der Gabe Lebewesen von chaotischen Energien zu befreien. Zusammen mit Irin, der ihre Hilfe bei der Aufklärung des Mordes an seinem Freund sucht, macht sie sich auf den Weg, um den mysteriösen Vorfällen in der Hauptstadt auf den Grund zu gehen, bei denen gefährliche Tierwesen immer wieder Menschen angreifen. Rah spürt sofort eine besondere Energie, die von Irin ausgeht, ahnt jedoch noch nicht, welches Geheimnis sich dahinter verbirgt… Im zweiten Handlungsstrang folgen wir Shina, die sich als Astral in der staatlichen Akademie ausbilden lässt, und ihrer Freundin Mae, die sich seit dem Tod ihrer Mutter immer mehr verändert. Sie beginnt nachts immer öfter zu verschwinden und Shinas sorge um sie wächst, und das zurecht, denn ihre Freundin bewahrt ein gefährliches Geheimnis das ihrer beide Leben für immer verändern wird.
Meinung: Heart & Shadow ist der spannende Auftakt der „Chaos-Chroniken“- Dilogie, der neuen High Fantasy Dilogie von Marie Graßhoff, der mit seiner Mischung aus Magie, Geheimnissen und packenden Actionszenen punkten kann.
Das Cover des Buches ist ein echter Blickfang. es vermittelt sofort das Gefühl, in eine Fantasy Welt einzutauchen, und die glitzernden violetten Energien, die sich über das Buch ziehen, passen perfekt zum Inhalt und der Atmosphäre. Auch der Farbschnitt ist ein echter Hingucker, der das Gesamtbild perfekt abrundet. Darüber hinaus ist das Buch selbst wieder angenehm „floppy“ und lässt sich somit wunderbar aufschlagen, ohne dass Leserillen entstehen.
Der Schreibstil von Marie Graßhoff ist gewohnt locker und flüssig. Er ist sehr detailreich, wodurch sie atmosphärische Orte und lebendige Bilder erschafft, ohne mit zu vielen Informationen zu überfordern. Hierbei sind auch die Kampf- und Actionszenen meiner Meinung nach eine besondere Stärke der Autorin.
Ich finde die Idee der Welt als Ganzes mit den verschiedenen Energien wirklich originell. Orte sind wirklich eindrucksvoll beschrieben. Die Welt ist allerdings auch sehr komplex und das Konzept des ganzen teilweise etwas verwirrend. Generell ist es nicht ganz so einfach, sie mit all ihren Details zu verstehen, auch weil nach und nach immer wieder Informationen hinzukommen.
Der Einstieg hat mir gut gefallen, es beginnt direkt im Geschehen sodass man sich schnell einfinden kann. Das die Geschichte zwischen der Sicht von Rah und Shina wechselt, hat mir anfangs noch echt gut gefallen. Man kommt durch die kurzen Kapitel auch sehr schnell voran. Einerseits sorgt das für Spannung und Abwechslung, sodass es nicht langweilig wird, andererseits sorgt es aber auch für eine totale Unruhe. Ich hatte das Gefühl nie richtig in einer Perspektive ankommen zu können und hab mir teilweise echt gewünscht, dass die Kapitel etwas länger wären, da man doch immer etwas aus dem Lesefluss gerissen wurde. Verstärkt wird das ganze durch ziemlich viel Umherreisen in beiden Handlungssträngen, wodurch auch die Charaktere nie irgendwo richtig ankommen zu scheinen.
Die Perspektive von Rah hat mir generell besser gefallen. Sie ist sehr diszipliniert, empathisch und ein wirklich interessanter Charakter, stellenweise wirkt sie aber vor allem anfangs auch etwas langweilig, weil man einfach nicht besonders viel von ihr erfährt. Auch Irin mochte ich sehr gerne, er hat teils eine vielleicht etwas grobe Art, versucht in vielen Situationen aber auch einfach Rah etwas aus ihrer Fassade zu locken, wodurch einige auch ganz lustige Momente entstehen. Leider hat mir zwischen den Beiden etwas die Spannung und emotionale Tiefe gefehlt. Ich konnte nicht wirklich nachvollziehen, wie bzw. wann sich zwischen den Beiden mehr als eine Freundschaft entwickelt hat. Es schien für mich als würden sie sich zu noch gar nicht wirklich kennen.
Auch Shinas Perspektive ist definitiv sehr spannend und actionreich, auch wenn sie teilweise etwas eintönig und unrealistisch wirkt. Vieles schien mir einfach nicht ganz nachvollziehbar, auch hat sich in vielen Situation in meinen Augen „zu einfach“ eine Lösung gefunden. Im Gegensatz zu Rah und Irin konnte ich die Freundschaft und Verbindung von Shina und Mae allerdings etwas besser nachvollziehen.
Die Charaktere sind somit wirklich interessant, könnten aber mehr Tiefe vertragen. Ich hatte das Gefühl nicht wirklich viel über die Protagonisten zu wissen, was es schwieriger macht sich in sie hineinzuversetzen. Auch bleiben relativ viele Fragen offen, die sich über den Laufe der Geschichte ansammeln, wobei ich mir aber gut vorstellen kann, dass einige davon im zweiten Teil noch beantwortet werden. Den Epilog fand ich dann aber wieder super interessant und er hat mich definitiv neugierig auf den zweiten Band gemacht.
Nachdem ich gerade erst total begeistert von „Magical Fries“, einem anderen Buch der Autorin war, konnte mich Heart & Shadow also leider nicht ganz so begeistern. Es fühlt sich an, als ob dieser erste Band vor allem als Grundstein für den zweiten Teil dient, wodurch ihm etwas der rote Faden gefehlt hat.
Fazit: „Heart & Shadow“ ist ein wirklich spannender und actionreicher Auftakt in Marie Graßhoffs neue High Fantasy Dilogie. In einer ausgefallenen, komplexen Fantasy Welt begleiten wir die Protagonisten in zwei verschiedenen Handlungssträngen auf ihrer Reise durch allerlei Orte. In Verbindung sorgt das für Spannung, bringt allerdings auch ziemlich viel Unruhe in die Geschichte, wodurch es schwer fällt mal richtig in einer Perspektive anzukommen. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich, was sie interessant macht, jedoch fehlt es ihnen etwas an Tiefe und Probleme sind teilweise etwas zu einfach gelöst. So ganz konnte mich die Geschichte im Ganzen nicht überzeugen, allerdings hat mich der Epilog sehr neugierig gemacht und bin trotz allem wirklich sehr gespannt was uns im zweiten Teil erwartet! ^^
Die Wölfe sagten, wenn der Untergang kommt, dann kommt er langsam.
Das Cover ist genial. Ich liebe alles daran, die Farben, die Krone und die Schlieren, die auf dem gedruckten Buch einfach noch besser aussehen. Ich könnte mir das Cover ewig anschauen.
Der Schreibstil der Autorin ist wie immer super gut zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive und es gibt Kapitel aus Rah’s und aus Shina’s Sicht, wodurch man beide besser kennen lernt. Ich mochte besonders die Atmosphäre in dem Buch, die durch die gewaltigen Beschreibungen geschaffen wurde.
Zu Beginn lernt man Rah, eine Wächterin, kennen, die hinzugezogen wird, da die Astrale gegen eine Tierwesen nicht ankommen. Danach lernt sie Irin kennen, der sie für seine Mission begeistert. Gleichzeitig muss sich Shina, eine Schülerin, um ihre Freundin kümmern, die sich komisch verhält. Beide haben unterschiedliche Ziele, oder vielleicht auch nicht?
Der Einstieg in das Buch ist mir gar nicht so leicht gefallen, da die Welt komplett neu war und man gleich in die Geschichte geworfen wird. An sich mag ich sowas, allerdings hat das auch viel Verwirrung geschaffen. Diese hat sich dann nach und nach gelegt und ich habe die Welt immer besser verstanden. Doch schon der Beginn war sehr interessant und hat mich neugierig auf den Rest des Buches gemacht.
Shina mochte ich ganz gern, obwohl ihre Obsession mit Mae nicht gesund sein kann. Sie setzt ihre beste Freundin über alles andere und riskiert alles für sie. Dass sie immer an Mae zuerst denkt ist vielleicht ganz nett, aber nicht, wenn sie sich dabei selbst vergisst. Ansonsten ist Shina schlau und auch wirklich begabt mit der Chaosmagie. Ohne Mae allerdings wirkte sie wie eine leere Hülle. Ich hoffe, dass sich das im zweiten Band etwas bessert.
Mae mochte ich zuerst gar nicht. Sie verhielt sich abweisend Shina gegenüber und obwohl diese sich wirklich bemüht hat war Mae nur gemein. Irgendwann hat sie eine Wendung durchgemacht und ab da wirkte sie sehr verletzlich und verloren. Nach ihrem Auftritt auf den ersten hundert Seiten habe ich ihr das aber nicht wirklich abgekauft und daher blieb sie mir eher unsympathisch. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie Shina nur ausnutzt.
Rah war, denke ich, mein Liebling in dem Buch. Sie ist stark, selbstbewusst und weiß, was sie will. In ihr hat sie Wölfe, die mit ihr reden und sie auf etwas hinweisen wollen, allerdings weiß sie nicht was das sein soll. Ihre Gabe, dieses Geheimnis so lange zu hüten und zu verstecken, wie sehr es sich belastet und beeinflusst fand ich beeindruckend. Ich hätte gerne noch mehr von ihr gelesen.
Irin fand ich super interessant. Lange verrät er nichts über sich und erst im letzten Drittel öffnet er sich Rah gegenüber. Bis dahin bleibt er recht verschwiegen. Ich mochte ihn trotzdem sofort, was vielleicht an seinem selbstbewussten Auftreten lag.
Im Prinzip gibt es in dem Buch zwei Geschichten und man weiß lange nicht, wie die beiden zusammenhängen. Einerseits begleiten wir Rah und Irin auf ihrer Aufklärungsmission, sie wollen einen Mord lösen und herausfinden, was es mit den starken Tierwesen auf sich hat. Andererseits haben wir Mae und Shina, die durch Maes Geheimnis einiges durchmachen müssen. Ich habe ganz lange mitgerätselt, wann die vier aufeinander treffen werden und wie sich die Geschichten verbinden und je näher man dem Ende kam, desto klarer wurde es.
Ich fand den Aufbau des Buches einfach genial. Es lebt von den Charakteren und dem Spannungsaufbau, denn Action gibt es eher weniger und auch nur kurz. Diese Art von Fantasy muss man halt mögen und wenn man mit Geschichten wie Game of Thrones oder The Witcher nichts anfangen kann, sollte man sich bei dem Buch bewusst sein, dass es einem vielleicht nicht gefallen wird. Ich hingegen bin da ein großer Fan und hätte noch ewig mit Shina und Rah durch diese Welt reisen können.
Die Welt selber ist auch spannend. Ich wusste lange nicht, mit welcher Zeit man die Welt vergleichen kann, denn es gibt etws Ähnliches wie Elektrizität und auch Straßenbahnen, aber dann auch wieder Dinge, die man eher im Mittelalter vermutet. Die Mischung war ganz interessant und hat auch gut funktioniert. Dann gibt es noch die Chaosmagie, die sich in Gegenständen oder Personen sammeln kann und von allen möglichen Gefühlen ausgelöst werden kann. Das Prinzip dahinter, wann etwas Chaosmagie verursacht und wann nicht habe ich noch nicht zu 100% verstanden, aber es gibt Wächter und Astrale, die diese Magie läutern können und somit immer wieder gebraucht werden. Ansonsten gibt es noch Städte und kleinere Dörfer, die alle einen Wächter brauchen und ganz unterschiedlich leben.
Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte in dem Buch, die sich allerdings eher im Hintergrund abspielt. Ich mochte es, dass dies eher nur nebensächliche Handlungen waren und nicht das ganze Buch übernommen haben.
Gegen Ende gab es dann auch mehr Actionszenen, die ich gut gemacht fand. Die Magie kam zum einsatz und man erfährt auch mehr über Königsgötter, Personen, die zu viel Chaosmagie in sich trugen, was nochmals spannend war. Lange mochte ich die Handlung von Shina nicht so gerne wie die von Rah, aber so ab der Mitte wurde auch ihre Handlung spannender und ich habe beide Sichten gerne gelesen, wobei ich die Kapitel aus Sicht von Rah doch lieber mochte. Das hat sich bis zum Ende nicht geändert, weil es da einfach spannender war. Jetzt bin ich unglaublich hyped für den zweiten Band!
Fazit:
Marie Graßhoff enttäuscht mich nie. Dieses Buch ist etwas anders als ihre anderen Bücher, aber gut anders. Es gibt nicht ganz so viel Action, sondern es wird sich mehr auf die Charaktere und den Aufbau konzentriert und ich denke, dass es in Band zwei dann so richtig rundgehen wird. Ich liebe Rah und Irin, bin aber auch gespannt wie es mit Shina und Mae weitergehen wird. Von mir kriegt das Buch 5 Sterne.
Ich habe mich anfangs etwas schwer getan beim Lesen. Die zwei Storylines im Wechsel machten den Leseprozess etwas zäh. Zudem fand ich die Story von Irin und Rah viel interessanter und spannender. Mit der Geschichte von Shina und Mae konnte ich anfangs nicht so viel anfangen. Ich fand das Buch sehr spannend und auch den Turn am Ende sehr gut. Aber letzten Endes freue ich mich bei Band 2 auch nur auf die Story von Irin und Rah. Bin aber gespannt ob die beiden Storylines noch verknüpft werden und es dann am Ende einen Sinn ergibt.
Titel: Die Chaos Chroniken: Heart & Shadow Autorin: Marie Grasshoff Verlag: Lübbe Preis: 18,00€ Seitenzahl: 624 Seiten
Inhalt:
»Ich hatte Angst. Aber nicht vor dir.
Ich hatte Angst davor, dass ich wusste, was du getan hast.
Ich hatte Angst davor, dass es mir egal war.«
Die 24-jährige Wächterin Rah wird in die Hauptstadt Sartins gerufen. Sie soll helfen, den mysteriösen Vorfällen dort ein Ende zu setzen: Gefährliche Tierwesen greifen immer wieder Menschen an. Und Rah besitzt die Fähigkeit, Lebewesen von der chaotischen Energie zu befreien, die sie aggressiv werden lässt. Dabei trifft sie auf den geheimnisvollen Irin. Rah bemerkt sofort die seltsame Energie, die von ihm ausgeht. Und obwohl sie unsicher ist, ob sie ihm trauen soll, kann sie sich nicht gegen seine Anziehungskraft wehren ...
Währenddessen verzweifelt Shina, Studentin der staatlichen Akademie, an der Veränderung ihrer besten Freundin. Seit dem Tod ihrer Mutter verschwindet Mae Nacht für Nacht und taucht mit unerklärlichen Malen auf der Haut wieder auf. Legt Mae dieses Verhalten nicht ab, könnte das für sie beide den Rauswurf bedeuten. Als Shina eines Nachts Maes Geheimnis enthüllt, wird ihr Verständnis von richtig und falsch zerrüttet. Und sie muss sich fragen: Wie weit will sie für ihre Freundin gehen?
Eine Welt im Chaos, eine dunkle Prophezeiung - und eine Liebe, die dem Schicksal trotzt
Meine Meinung:
Auf die neue Dilogie von Marie Grasshoff habe ich mich sehr gefreut, da ich durch ihre “Neon Birds”-Reihe zum großen Fan geworden bin und mich gerade die Thematik rund um die chaotische Energie hier sehr neugierig gemacht hat.
Das Cover des Buches finde ich sehr schön. Ich liebe den Lilaton und finde es schön, wie der Verlauf auch auf den Farbschnitt übergeht. Zudem passt das Cover in meinen Augen auch sehr gut zum Inhalt der Geschichte. Generell finde ich, dass das Cover eine eher düstere Atmosphäre ausstrahlt und mich so auch perfekt auf das Buch eingestimmt hat, da die Geschichte an sich einfach eine absolut spannende und nervenaufreibende Atmosphäre besessen hat.
Unsere zwei Hauptprotagonistinnen fand ich absolut stark, mutig und sympathisch. Jede von ihnen konnte mich auf ihre ganz eigene Weise begeistern, obwohl ich zugeben muss, dass Rah meine heimliche Favoritin war. Was Shina betrifft, so fand ich sie auch wirklich gut, hatte aber bei der ein oder anderen Handlung ein wenig Angst, dass sie sich selbst verliert und nur für andere da ist. So haben wir hier auch noch Mae und Irin, die auch eine wichtige Rolle für je eine unserer Hauptprotagonistinnen spielen und deren Dynamiken mit Rah und Shina einfach sehr interessant zu verfolgen waren.
Die Handlung fand ich durchweg sehr spannend und hätte am liebsten direkt mit Band Zwei gestartet. Wir haben hier zwei verschiedene Sichtweisen, so dass ich am Anfang auch etwas gebraucht habe, da wir hier auch zwei unterschiedlichen Handlungssträngen verfolgen, die nicht ganz zusammenpassen, aber natürlich im weiteren Verlauf der Geschichte immer mehr Sinn machen. Somit fand ich es einfach absolut spannend herauszufinden, wie die beiden Stränge auch zusammengehören und war völlig fasziniert von der Handlung.
Trotzdem handelt es sich hierbei auch um den ersten Band einer Dilogie und so hatte ich im Verlauf der Geschichte und gerade auch am Ende sehr viele Fragen, weswegen ich absolut gespannt bin, wie sich das Ganze im zweiten Band weiterentwickeln wird. Was ich aber hier bereits sehr geliebt habe, war die unterschwellige Tiefgründigkeit der Geschichte und vor allem auch die Bedeutung der chaotischen Energie.
Da die Geschichte hier in ihrer ganz eigenen Welt spielt, wird man im ersten Band natürlich auch erstmal mit der Welt und dem Magiesystem vertraut gemacht, was Marie Grasshoff sehr leicht und spannend beschrieben hat. Ich konnte mir die Welt einfach hervorragend vorstellen, gerade da wir hier auch so einige Städte kennenlernen durften, die vor meinen Augen regelrecht erschienen sind, so bildlich war alles beschrieben. Zudem war ich auch vollkommen fasziniert von der ganzen Thematik rund um die chaotische Energie, was absolut spannend beschrieben war, aber auch so einige Fragen aufgeworfen hat.
Der Schreibstil von Marie Grasshoff war spannend, leicht und konnte mich von der ersten Sekunde an absolut fesseln. Ich habe es geliebt, welche unterliegende Tiefgründigkeit die Geschichte hatte, was mich auch zum Nachdenken angeregt hat. Dies ist vor allem etwas, dass ich sehr an den Büchern der Autorin liebe und mich nur noch mehr auf den zweiten Band hinfiebern lässt, da ich sehr gespannt bin, wie sie die Geschichte enden lassen wird.
DE: Ich habe dieses Buch im Austausch für eine ehrliche Rezension erhalten. Vielen Dank an Marie Grasshoff und den Lübbe Verlag!
Ich habe Heart and Shadow von Marie Grasshoff mit hohen Erwartungen begonnen und wurde nicht enttäuscht. Schon von den ersten Seiten an hat mich das Buch gefesselt, vor allem durch die fesselnde Dual-POV mit Rah und Shina. Beide Handlungsstränge sind in sich interessant und bieten spannende Einblicke in unterschiedliche Facetten der Welt.
Schreibstil und Magiesystem Marie Grasshoff überzeugt mit einem einfachen und flüssigen Schreibstil, der es leicht macht, in die Geschichte einzutauchen. Besonders beeindruckend fand ich das Magiesystem. Die Idee von Chaotischer und Harmonischer Energie ist nicht nur etwas, das ich noch nie gelesen habe, sondern auch hervorragend beschrieben. Die Balance zwischen diesen Kräften zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe.
Storyline Die Handlung ist von Anfang an spannend, auch wenn es eine Weile dauert, bis sich die Verbindung zwischen Rahs und Shinas Perspektiven offenbart. Anfangs war ich unsicher, was die beiden Storylines miteinander zu tun haben, aber nach und nach wurde alles klarer. Grasshoff schafft es, eine Vielzahl an Plot-Twists einzubauen, die mich immer wieder überrascht haben. Der Cliffhanger am Ende hat mich völlig umgehauen, und ich kann es kaum erwarten, den nächsten Teil der Reihe in die Hände zu bekommen!
Charaktere Die Charaktere gehören für mich zu den größten Stärken dieses Buches. Marie Grasshoff hat es geschafft, alle Figuren vielschichtig und glaubwürdig zu gestalten. Rah und Shina haben mich mit ihrer Komplexität und ihren inneren Konflikten fasziniert, aber auch die Nebenfiguren waren wahnsinnig interessant und hatten nicht weniger tiefe. Jeder Charakter fühlt sich einzigartig an und trägt auf seine Weise zur Geschichte bei, was die Welt noch lebendiger macht.
Fazit Heart and Shadow ist ein Buch, das von Anfang an fesselt und sich mit seinem einzigartigen Magiesystem, den spannenden Wendungen und den tiefgründigen Charakteren von anderen Fantasy-Romanen abhebt. Marie Grasshoff hat eine faszinierende Welt geschaffen, die mich vollkommen in ihren Bann gezogen hat.
Für Fans von spannenden Fantasy Büchern ist dieses Buch absolut empfehlenswert!
EN: I received this book in exchange for an honest review. Thank you to Marie Grasshoff and the publisher Lübbe!
I started Heart and Shadow by Marie Grasshoff with high expectations and was not disappointed. From the very first pages, the book captivated me, especially through its gripping dual POV featuring Rah and Shina. Both storylines are fascinating in their own right and offer compelling insights into different facets of the world.
Writing Style and Magic System Marie Grasshoff shines with a simple and fluid writing style that makes it easy to immerse yourself in the story. I was particularly impressed by the magic system. The concept of Chaotic and Harmonious Energy is not only something I’ve never encountered before but is also exceptionally well described. The balance between these forces serves as a central theme throughout the narrative and adds incredible depth to the story.
Storyline The plot is engaging from the start, though it takes some time before the connection between Rah’s and Shina’s perspectives becomes apparent. Initially, I wasn’t sure how the two storylines were related, but everything gradually became clear. Grasshoff skillfully incorporates numerous plot twists that continually surprised me. The cliffhanger at the end completely blew me away, and I can’t wait to get my hands on the next book in the series!
Characters The characters are, for me, one of the book’s greatest strengths. Marie Grasshoff has crafted a cast of multi-dimensional and believable figures. Rah and Shina captivated me with their complexity and internal struggles, but the supporting characters were also incredibly interesting and equally well-developed. Each character feels unique and contributes meaningfully to the story, making the world feel even more alive.
Conclusion Heart and Shadow is a book that captivates from the very beginning and stands out from other fantasy novels with its unique magic system, thrilling twists, and deeply developed characters. Marie Grasshoff has created a fascinating world that completely drew me in.
For fans of exciting fantasy books, this one is an absolute recommendation!
"Heart & Shadow" ist ein Buch, das ich gerne gelesen habe, das meine Neugier auf den zweiten Band geweckt hat, aber leider einige Schwächen aufweist, die mich davon abgehalten haben, das Buch höher zu bewerten ...
1. Die Erzählperspektive
Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Ich-Perspektiven erzählt: einmal aus Rah's und einmal aus Shina's Perspektive. Andere haben schon darauf hingewiesen, dass die Perspektiven zunächst vollkommen unabhängig voneinander sind und der Leser sich fragt, weshalb die Story ausgerechnet aus diesen beiden Perspektiven erzählt wird. Daran habe ich mich überhaupt nicht gestört, da ich wusste, dass Marie diese Verbindung später bestimmt aufklären wird (Spoiler: Es wird klar). Allerdings habe ich mich an der Umsetzung der doppelten Ich-Perspektive gestört. Durch die Ich-Perspektive wird der Leser näher an die Charaktere geholt und bis zu einem gewissen Grad eine Identifikation mit den Charakteren hergestellt. Dadurch dass in diesem Roman zwei Ich-Perspektiven vorkommen, wäre eine stärkere Differenzierung der Protagonisten sinnvoll gewesen. Beispielsweise könnte man sprachlich besser zwischen den Perspektiven unterscheiden indem man den Charakteren spezifische Ausdrucksweisen gibt, die nur von ihnen benutzt wird. Mir waren Rah und Shina zu ähnlich, bzw. die Erzählweise der beiden Protagonisten war zu ähnlich. Statt zwei verschiedenen Erzählinstanzen fühlte es sich so eher nach zwei verschiedenen Charakteren an. Dann müsste man jedoch eine andere Erzählform wählen.
2. Weltenbau & Umfang der Geschichte
Die Welt, die Marie geschaffen hat, ist wahnsinnig spannend und ich war von der ersten Seite an gefesselt. Auch das Magiesystem konnte mich von Anfang an überzeugen, was für mich eine der wichtigsten Punkte ist. Leider fühlte es sich für mich so an, als würde der Umfang des Buches der Geschichte nicht ganz gerecht werden. Stellenweise hätte ich mir mehr Erklärungen, mehr Einblicke gewünscht. So blieben am Ende leider einige Fragen bezüglich der Welt und der Magie offen und obwohl ich mir bewusst ist, dass noch ein zweiter Band folgt, kommt mir die Seitenzahl für Rah's und Shina's Geschichte zu kurz vor (und das Potential wird in diesem Sinne nicht voll ausgeschöpft).
3. Romantische Beziehungen
Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten (auch wenn die Beziehungen recht offensichtlich sind, auch ein Punkt an dem ich mich störe), aber auch hier sehe ich leider viel nicht genutztes Potential. Die Entwicklungen gingen mir zu schnell, waren nicht nachvollziehbar und besonders aus der Ich-Perspektive kommt das eher überraschend, da man als Leser ohnehin näher an den Charakteren ist. Ich vermute, dass dieses Problem wieder aus der begrenzten Seitenzahl stammt, ähnlich dem begrenzten Erklärungen bezüglich Weltenbau und Magiesystem. Auch hatte ich den Eindruck, dass ich trotz der Ich-Perspektive, nicht nah genug an die Charaktere herangelassen wurde. Ich vermissen die ungefilterten Emotionen der Protagonistinnen, die herzzerreißende Vergangenheit von Rah und Shira und noch so vieles mehr. Obwohl der Leser die beiden Protagonistinnen sehr nah begleitet, kommt es mir so vor, als würden wir recht wenig über die beiden erfahren.
Fazit
Letztendlich habe ich mich an einigen Punkten gestört, über die ich jedoch hinwegsehen kann, da die Geschichte trotzdem spannend bleibt. Ich bin schon gespannt, was uns im zweiten (und letzten) Teil erwartet.
Bei Heart and Shadow handelt es sich um ein wirklich spannendes und komplexes Buch, das mich leider im Gesamtbild nicht vollständig abholen konnte. Das Buch teilt sich in zwei Handlungsstränge auf: eine Wächterin, die versucht, das Rätsel um immer häufiger werdende Angriffe von Monstern zu lösen; und ein Astral, die versucht, ihrer besten Freundin zu helfen. Beide Stränge haben eindeutig Höhen und Tiefen, und leben entweder mehr von der Handlung, oder mehr von den Figuren und ihrer Zwischenmenschlichen Beziehung. Dadurch entsteht aber leider auch ein kleiner Bruch, weil eigentlich beide Stränge großteils nicht so wirklich viel miteinander zu tun haben, auch wenn sie irgendwie mit demselben Problem zusammenhängen. Durch den unterschiedlichen Fokus wird das aber leider gar nicht so deutlich. Mich persönlich konnte die Handlungsebene des Buches am meisten überzeugen, da ich den Plot wirklich spannend fand und ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Das zwischenmenschliche war für mich leider oft zu spontan, sodass ich bestimmte Verhaltensweisen nicht nachvollziehen konnte, oder zu festgefahren, sodass keine wirkliche Dynamik in den Kapiteln steckte. Entsprechend blieben auch viele Figuren und ihre Beziehungen zueinander für mich eher auf der Strecke, auch wenn ich sie als Konzept wirklich spannend fand. Der Schreibstil war zu großen teilen flüssig, aber leider gab es für mich doch etwas zu häufig Momente, die mich aus dem Lesen sehr rausgerissen haben. Sei es durch Wortwahl, Beschreibungen oder merkwürdige Wiederholungen. Gerade die Wiederholungen sind dabei auch inhaltlich ein Problem für mich gewesen, da bestimmte Fehler einfach immer und immer wieder von Figuren gemacht werden, ohne je daraus zu lernen, was ich ein oder zwei Mal akzeptieren kann, aber ab dem dritten Mal muss sich für mich etwas ändern, sonst wirkt es als wären die Figuren einfach lernresistent. Am Ende des Buches blieben mir persönlich zu viele Fragen offen, sodass ich unsicher bin, ob ich darauf vertraue, dass wirklich alles aufgeklärt wirkt. Das Buch wirkt an der Stelle ein wenig, als wäre eine Geschichte einfach in der Mitte geteilt worden, und während ich wirklich nichts gegen offene Fragen habe, denn natürlich sehe ich komplett ein, dass am Ende von Band 1 nicht alles geklärt sein kann, sonst bräuchte es ja keinen Band 2, hätte ich mir wenigstens ein paar Antworten gewünscht, einfach um zu sehen, dass Dinge nicht vergessen werden. Und aktuell habe ich die Sorge, dass es einfach zu viele Handlungsstränge sind, als dass alles in einem zweiten Band geklärt werden könnte, da habe ich einfach nicht genug Vertrauen in die Autorin nach diesem Band 1, fürchte ich. Insgesamt hat das Buch mir durchaus Spaß gemacht, und ich habe es nicht ungerne gelesen, denn gerade die ganzen Rätsel und Geheimnisse sagen mir durchaus zu, ich sehe aber auch so einige Schwächen und Dinge, die mir eher weniger gefallen haben (besonders, wenn die etwas schwächeren Beziehungssituationen von den Geheimnissen und der Handlung abgelenkt haben), sodass ich nach dem Lesen zwar nicht komplett unzufrieden war, wirklich zufrieden war ich aber leider auch nicht.
Heart & Shadow ist ein spannender Fantasy Roman von der Autorin Marie Graßhoff.
Zunächst treffen wir auf die Wächterin Rah, die Lebewesen von chaotischer Energie befreien kann. Es gibt immer wieder Mordfälle in Sartins und Rah wird dazu gerufen um den aggressiv gewordenen Tierwesen die chaotische Energie zu entziehen. Irin weiß von den Fähigkeiten von Rah und er bittet sie bei der Aufklärung des Mordes an seinem besten Freund zu helfen. Doch auch an Irin kann Rah schon eine seltsame Energie feststellen, die sie sich letztendlich nicht entziehen kann.
Shina stellt eine Veränderung an ihrer Freundin Mae fest und sie kann sich nicht erklären wohin und vor allem warum Mae nachts immer wieder verschwindet. Sie findet zwar schnell ihr Geheimnis heraus, aber ihre Welt und Wertvorstellungen werden völlig über Kopf geworfen. Dabei wird es auch für sie immer gefährlicher.
Zu beginn verfolgen wir immer von Kapitel zu Kapitel diese unterschiedlichen Handlungsstränge. Zunächst bleibt offen wo es die Verbindung zwischen den Handlungssträngen liegt, bis diese doch sehr spannend aufeinander treffen. Die die Sicht der beiden Protagonistinnen Rah und Shina wechselt immer wieder und könnte nicht unterschiedlicher sein. Wir haben Rah als Wächterin und Shina als Astrale und erleben so die nahende Bedrohung durch Zugehörige beider Fraktionen. Das Magie System und die harmonische und die chaotische Energie ist sehr interessant. Gerade auch weil Rah diese mit ihren Ritualen wieder entziehen kann.
Die Autorin hat eine großartige Welt erschaffen, die sie in der Handlung nach und nach erklärt. Man wird also nicht direkt mit allen Informationen überschwemmt, sondern hat auch Zeit die Welt Schritt für Schritt kennenzulernen. Dennoch muss man sehr genau lesen und einfach abwarten bis die Handlung auch die nächsten Fragen, die man sich stellt, von selbst beantwortet.
Der Schreibstil ist super atmosphärisch, temporeich und spiegelt die Gefühle der Protagonisten sehr gut wieder. Wie auch schon das World building lässt die Autorin dem Leser Zeit die Protagonisten kennenzulernen und eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Immer wieder geben die interessanten Charakter alles und beeindrucken immer wieder. Rah, die durch ihre Arbeit eigentlich im Gleichgewicht mit ihrer Energie sein sollte, ist nach zwar nach außen in ruhig, doch in inneren kämpft sie mit Wölfen und blutet schwarz. Auch Shina beeindruckt mit ihrer loyalen Art ihrer Freundin Mae gegenüber. Sie steht bis zum bitteren Ende an der Seite ihrer Freundin.
Insgesamt kann man noch so viel sagen zu dem Buch, aber es sollte wirklich selbst gelesen werden. Die Autorin von der Food Universe- Reihe hat mit diesem Fantasy Buch eine wirklich spannende Serie gestartet, welche man lesen sollte. Daher eine klare Leseempfehlung von mir.
Heart & Shadow ist das erste Buch, das ich von Marie Graßhoff gelesen habe, und ich war beeindruckt von ihrem Schreibstil. Sie schafft es, mit einer bildhaften und lebendigen Sprache die düstere Welt und ihre Charaktere zum Leben zu erwecken. Besonders das Konzept der Geschichte fand ich außergewöhnlich und sehr interessant: Die Mischung aus einer chaotischen Welt, besonderen Fähigkeiten und spannenden Charakteren hat mich direkt angesprochen. Das Buch erzählt zwei parallel laufende Geschichten.
Die erste handelt von der jungen Wächterin Rah, die in die Hauptstadt Sartin gerufen wird, um Angriffe von chaotischen, energiegeladenen Tierwesen zu stoppen. Dabei trifft sie auf Irin, einen mysteriösen Mann mit einer seltsamen Energie. Obwohl sie ihm nicht ganz traut, fühlt sie sich zu ihm hingezogen.
Zur gleichen Zeit macht sich die Studentin Shina Sorgen um ihre beste Freundin Mae, die sich seit dem Tod ihrer Mutter verändert hat. Mae verschwindet jede Nacht und taucht mit merkwürdigen Malen auf der Haut wieder auf. Als Shina das Geheimnis ihrer Freundin entdeckt, wird ihr klar, dass sie schwierige Entscheidungen treffen muss, um Mae zu helfen.
Dieses Konzept fand ich besonders einzigartig, da ich es bis jetzt noch nicht so kannte. Als Leser tauchen wir in zwei verschiedene Geschichten ab, die nach und nach immer mehr zueinander zusammenführen. Mehr Tiefe und Sichtweisen wurden hierbei ermöglicht und ergaben ein ganz besonderes Leseerlebnis. Allerdings waren einige Handlungen vorhersehbar, was den Spannungsbogen etwas abschwächte. Der tolle Schreibstil hat dies jedoch wieder ausgeglichen und mich an die Geschichte gefesselt.
Dieses Buch ist perfekt für Fantasy-Fans. Die Geschichte enthält auch eine Liebesgeschichte, die aber eher im Hintergrund bleibt. Das Magiesystem wirkte am Anfang etwas kompliziert, wurde aber nach und nach gut erklärt und passt später wunderbar zur Handlung.
Die Handlung ist abwechslungsreich und voller Action – ideal für alle, die Kämpfe und überraschende Wendungen mögen. Auch die Beziehungen zwischen den Charakteren bringen Spannung, ohne dass die Liebesgeschichte zu sehr im Mittelpunkt steht. Die Charaktere Rah, Irin, Shina und Mae sind sympathisch, besonders die Beziehung zwischen Mae und Shina fand ich interessant, da man sich fragt, ob sie nur Freundinnen sind oder mehr.
Ich empfehle es allen, die düstere Fantasy mit starken Protagonistinnen und einer besonderen Welt mögen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, um zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht!
In Sartin passieren seltsame Sachen. Chaotische Wesen greifen immer wieder die Stadt an. Doch nicht nur Sartin ist davon betroffen, auch die umgebenden Städte. Wächterin Rah und Irin brechen gemeinsam auf, um dem auf die Spur zu gehen. Shina und Mae lassen sich zu Astralen ausbilden, doch Shina bemerkt, dass Mae sich komisch verhält. Und schon bald muss Shina sich fragen, ob sie bereit ist Mae zu decken oder ob sie sie verrät.
Die vier Hauptcharaktere haben mir insgesamt ganz gut gefallen. Irin und Mae sind die Mysteriösen, die ein Geheimnis umgibt, während Shina und Rah zwei Frauen sind, die versuchen sich für das Richtige einzusetzen. Das Buch hat also zwei Pärchen. Bei Shina und Mae konnte ich die Gefühle füreinander nachvollziehen, bei Rah und Irin eigentlich gar nicht. Die beiden haben auch eine Sex-Szene, die für mich ziemlich random und eher unpassend gewesen ist, da ich wie gesagt keine Anziehung zwischen den beiden gespürt habe. Die Handlung hat viel Potential, jedoch wurde es meiner Meinung nicht wirklich ausgeschöpft. Die Welt mit den Wächtern und den Astralen ist spannend, genauso wie die chaotischen Wesen, die angreifen. Jedoch muss ich sagen, dass mich die Reisen nicht überzeugen konnten. Für mich hat sich sowohl die Reise von Mae und Shina, als auch die von Rah und Irin gezogen und auch nicht wirklich etwas gebracht. Man hätte einiges davon ohne Probleme kürzen können und stattdessen die Geschichte weiter vorantreiben können. Denn wirklich spannend wird es erst wieder am Ende, da da noch einiges gelüftet wird. Das Ende macht dann wieder Lust auf mehr. Der Schreibstil ist ganz angenehm. Man kann leicht in die gut konstruierte Welt abtauchen, jedoch wäre es noch besser gewesen, wenn man bereits einige Antworten in diesem Band geliefert bekommen hätte. Das Cover finde ich sehr ansprechend. Es passt zur Geschichte und es spiegelt mit den dunklen Farben auch schon die Stimmung des Buches wider. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Fantasy-Geschichten mit einer interessanten Welt und einem originellen Magiesystem mag. Auch sind die Charaktere ein ausschlaggebender Faktor, jedoch sollte man mit einigen Längen klar kommen und auch damit, dass man in diesem Band (fast) keine Antworten bekommt.
Das Buch Heart & Shadow von Marie Grasshoff bietet einen spannenden Auftakt zu einer neuen Fantasy-Dilogie, die durch zwei parallel verlaufende Handlungsstränge geprägt ist. Die Geschichte folgt Rah, einer Wächterin, die chaotische Energien bändigen kann, und Shina, einer Studentin, die in ein gefährliches Abenteuer verwickelt wird. Beide Handlungsstränge sind zunächst unabhängig voneinander, was den Einstieg erschwert, doch allmählich wird die Verbindung zwischen den Charakteren und ihrer Welt deutlicher. Die Darstellung der Astralen, der Tierwesen und des komplexen Magiesystems ist faszinierend, auch wenn einige Aspekte des Worldbuildings unklar bleiben. Grasshoffs flüssiger Schreibstil und die kurzen Kapitel machen das Lesen angenehm, auch wenn es gelegentlich an Spannung mangelt.
Die Charaktere sind unterschiedlich ausgearbeitet: Während die Beziehung zwischen Shina und ihrer Freundin Mae nachvollziehbar und emotional wirkt, bleibt die Dynamik zwischen Rah und Irin eher blass und distanziert. Ihre Interaktionen wirken unnatürlich, da sie oft Geheimnisse voreinander haben, die durch ehrliche Gespräche hätten gelöst werden können. Dies beeinträchtigt die Entwicklung der Geschichte, ebenso wie das ständige Hin- und Herspringen zwischen den beiden Handlungssträngen, was die Leser:innen zeitweise orientierungslos zurücklässt. Dennoch überzeugt das Buch durch eine Vielzahl von Fragen und Wendungen, die neugierig auf Antworten machen.
Das Ende des Buches ist sowohl frustrierend als auch fesselnd. Viele Handlungsstränge bleiben offen, was den Eindruck vermittelt, dass der Band eher wie eine unvollständige Hälfte eines Werks wirkt. Dennoch bietet der Epilog einen vielversprechenden Ausblick auf die Fortsetzung, die hoffentlich die offenen Fragen klären und die Charaktere stärker miteinander verknüpfen wird. Trotz seiner Schwächen ist Heart & Shadow ein fesselnder Auftakt, der durch seine ungewöhnliche Welt und das interessante Magiesystem punktet, und lässt auf einen spannenden zweiten Band hoffen.
Marie hat mich mit ihren Büchern, insbesondere der Food-Universe-Reihe, schon längst begeistert – klar, dass ich auch den Auftakt ihrer neuen Chaos-Buchreihe lesen musste.
Schnell wird klar: Hier wird nicht einfach nur erzählt – hier wird eine komplett neue Welt erschaffen. Eine Welt, in der Schatten und Licht miteinander ringen, Rah und Irin das Geheimnis der chaotischen Energie entschlüsseln und Shina und Mae sich immer näher kommen. Marie schafft es, zwei völlig unterschiedliche Handlungsstränge so miteinander zu vebinden, dass sie perfekt harmonieren. Ihr Worldbuilding ist schlicht atemberaubend.
Die Story ist in viele kurze Kapitel unterteilt und wird abwechselnd aus der Perspektive von Rah und Shina erzählt. Anfangs fand ich die wechselnden Sichtweisen ein bisschen verwirrend. Doch je mehr man in die Welt von Qaya eintaucht, mehr über die Stadt Sartin und die Angriffe der Tierwesen erfährt und die inneren Konflikte der Protagonisten miterlebt, desto mehr will man Teil dieser Geschichte werden.
Rah, die selbstbewusste Wächterin, ist das perfekte Abbild einer Heldin – stark, zielgerichtet, bewundernswert. Doch es ist Shina, mit ihrer Impulsivität und Loyalität zu ihrer besten Freundin Mae, die das emotionale Herzstück der Geschichte bildet. Ihr Weg ist voller Action und Tragik, zwingt sie aber auch, ihre Überzeugungen und die Dinge, die sie liebt, infrage zu stellen. Die Story sprüht vor Action und steckt voller unerwarteter Wendungen. Was mich am meisten in den Bann gezogen hat, waren nicht nur die Geheimnisse der Protagonisten oder die vielschichtigen Charaktere, es war das Zusammenspiel aus allem. Ich hatte das Gefühl, wirklich dort zu sein.
Fazit: „Heart & Shadow“ hat meine Liebe für High Fantasy neu entfacht. Dieses Buch nimmt dich mit und zeigt, wie weit man für die Menschen gehen würde, die einem wichtig sind. Wenn du bereit bist für eine Reise voller Emotionen, Abenteuer und Tiefe, dann ist „H&S“ dein nächstes Must-Read!
Als großer Marie Graßhoff Fan, der die „Food Universe“-Reihe liebt, war „Heart & Shadow“ für mich ein Must-Read. Und ich wurde nicht enttäuscht, auch wenn die Story des Buchs etwas dichter ist als bei den Food-Universe-Büchern. Aber das funktioniert sehr gut und schaffte eine Atmosphäre, durch die man sehr schnell mitten in der Welt steckt und sich als Teil dieser sieht.
Erzählt wird über zwei verschiedene Stränge, bei denen der Lesende einmal einer Art Detektiv-Geschichte und einmal einer nervenaufreibenden Flucht folgt. Das passt anfangs nicht ganz zusammen, vereint sich nach und nach aber zu einem stimmigen Gesamtbild und erklärt die Zusammenhänge zwischen den beiden Perspektiven, aber auch den Geschehnissen in der Welt. Generell muss man dem Buch Zeit geben, denn man wird direkt in die Welt geworfen und erfährt vieles über deren Mechanik und Logik erst im Laufe der Geschichte.
Die Charaktere haben mir gut gefallen. Auch oder gerade weil sie so unterschiedlich sind, ihre ganz eigene Geschichte erleben und trotz der Widrigkeiten Freundschaft und Vertrauen hochhalten. Der wachsende Zusammenhalt zwischen Shina und Mae, aber auch das steigende Vertrauen zwischen Rah und Irin sind gut eingefangen und machen die Protagonisten schnell zu Gefährten. Ich zumindest habe mich irgendwann als Teil der jeweiligen Gruppe gesehen, der die Geschichte nicht nur liest, sondern quasi mitten dabei ist.
Gut gefallen hat mir auch, dass „Heart & Shadow“ keine ausgelutschten Pfade beschreitet, sondern mit (für mich) neuen Ideen aufwartet. Die Story ist spannend und überraschend und war für mich auch nicht so sehr vorhersehbar. Zwar konnte ich mir bei manchen Dingen denken, was passiert oder wie sie zusammenhängen, aber das war trotzdem so gut verpackt, dass es Spaß gemacht hat, bestätigt zu werden.
Ein tolles Buch im High-Fantasy-Bereich, bei dem ich etwas traurig bin, dass Teil 2 erst im Mai 2025 erscheinen wird und ich erst dann erfahre, wie es weitergeht :-)
Die Autorin entführt uns hier eine wirklich interessante Welt. Es handelt sich nicht um die klassische Fantasy-Welt, eher um eine Mischung aus Fantasy mit modernen Elementen. Denn diese Gesellschaft hat bereist technische Errungenschaften wie Züge.
Das Worldbuilding ist sehr komplex, ich muss echt gestehen, dass ich nicht alles verstanden habe. Es gibt vor allem um Chaosenergie, die man anscheinend ausläutern kann. Die Sache mit den Göttern habe ich tatsächlich nicht wirklich verstanden.
Erzählt wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Rah und Shina erzählt. Rah ist eine Wächterin und gemeinsam mit dem Zugwächter Erin untersucht sie Vorfällen mit den gefährlichen Tierwesen. Auf der anderen Seite ist da Shina einer Studentin an der staatlichen Akademie. Die ist mit ihrer Freundin Mae auf der Flucht, denn Mae sollte festgenommen werden, was Shina verhindert hat.
Für mich gibt es zwischen den beiden Handlungssträngen überhaupt keine Verbindung, was mich doch sehr gestört hat. Ich habe mich die ganze Zeit darauf gewartet, dass es am Ende einen Aha-Effekt gibt, was leider nicht passiert ist.
Gefühlstechnisch konnte mich die Autorin leider gar nicht richtig catchen. Die Chemie zwischen Rah und Erin konnte ich leider gar nicht spüren. Die beiden kommen dann einfach irgendwann zusammen und ich habe mich gefragt warum. Bei Shina und Mae ist die Ausgangssituation eine etwas andere, aber auch hier hat mich einiges gestört. Die beiden sind die ganze Zeit auf der Flucht, aber reden nie wirklich miteinander.
Das Ende ist auf jeden Fall überraschend. Auch, wenn mir ein paar Dinge nicht so gut gefallen haben, ist die Reihe doch recht interessant. Vergebe insgesamt 4 von 5 Sterne.
Immer wieder kommt es zu Angriffen durch wilde Tiere auf Menschen. Das besorgniserregend daran ist, dass die Tiere durch die chaotische Energie zusätzlich aggressiv und noch sehr viel stärker und gefährlicher werden. Deswegen wird die Wächterin Rah in die Hauptstadt Sartins gerufen, um diese Wesen von der chaotischen Macht zu befreien. Sie trifft dort auf trifft Irin, der von einer geheimnisvollen Energie umgeben ist. Zur selben Zeit gibt es in der Freundschaft zwischen Shina und ihrer besten Freundin Mae ein paar Probleme. Seit Maes Mutter gestorben ist verhält sie sich merkwürdig und bald findet sich Shina in einem moralischen Konflikt wieder.
Die Geschichte dreht sich zwar nicht nur um das Magiesystem, die Kämpfe und die Ereignisse in den zwei Handlunsperspektiven, sondern auch um die Liebesgeschichten. Schade war, dass sich diese nebenher Entwickelt haben und nicht mehr Platz im Buch bekommen haben. Denn zwischen Shina und Mae bin ich mir nicht sicher ob da wirklich mehr ist. Dafür würde das Magiesystem jedoch breit und gut erklärt, was bei dieser Komplexität auch nötig ist. Die Handlung hat abwechselnd zwei Gegenseitige Seiten beleuchtet, die jedoch immer mal wieder kurz zusammenkamen. Das hat mir gut gefallen.
Mir hat jedoch die emotionale Bindung zu den Charakteren stark gefehlt. Auch wenn die vier sympathisch sind, so bleiben sie für mich über das ganze Buch etwas Flach. Dafür ist der Schreibstil der Autorin jedoch sehr gut und setzt die verschiedenen Schauplätze sehr gut in Szene. Das Buch hat sich insgesamt sehr flüssig gelesen und war auch sehr spannend mit ein paar guten Plottwists, hatte jedoch auch ein paar Längen.
✧ Zugegeben: Es hat leider etwas gedauert, bis ich in die Geschichte reingekommen bin. Super lange hab ich mich gefragt "Wann überschneiden sich denn endlich mal die Storylines der POV?" und "Worum geht's hier überhaupt?" 🤨
✧ Das Worldbuilding hingegen fand ich großartig mit ihren Wächtern, Schülern einer Akademie, myteriösen Ungeheuern, .. hab's geliebt, wie verflochten alles in dieser Welt irgendwie war. Liebe komplexe Worldbuildings einfach und kann es verzeihen, wenn nicht alles 100% aufgeklärt wird.
✧ Rah ist eine tolle Protagonistin und als Wächterin in der Lage, andere Wesen von chaotischer Energie zu befreien. Warum sie das besonders gut kann? Tja. Shina hingegen.. schwiiiieeerig. 😅 Sie ging mir stellenweise etwas auf den Keks und mir was es bisschen too much, wie sie und ihre Begleitung alles und jeden irgendwie umgelegt haben – als nicht fertig ausgebildete Schülerinnen. Weeiß ich nicht. 👀
✧ Was ich an Shina und ihrer Begleitung nicht so mochte, hab ich bei Rah und ihrer Begleitung Irin geliebt: Die Dynamik zwischen den beiden und die Ratlosigkeit für mich als Leser. Die gabs hier viel. Sehr viel. Immer und immer wieder habe ich überlegt, was Rah's Begleiter Irin im Schilde führt – mit dem Ende hab ich so aber dennoch nicht gerechnet. 🤯
✨ Fazit: Zum Ende hin bleiben einige Fragen offen und ich bin absolut lost und die Theorien rattern in meinem Kopf. Aber ich bin bereit Freunde, ich bin BEREIT für Band 2 und ne Menge Chaos!
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Tropes & co.: ✩ mysterious shadows ✩ dark past ✩ voices in my head ✩ gods & monsters ✩ chosen one ✩ curse/disease