Europa, 1792: Der Kontinent steht in Flammen. Viele Männer ziehen in den Krieg, nicht alle freiwillig. Matthew Dankworth ist eigentlich Bürger der noch jungen Vereinigten Staaten von Amerika, wird wegen seines englischen Vaters aber in den Dienst der Royal Navy gepresst - und hart bestraft, als er sich wehrt. Erst als er in seinem Captain Sir Sidney Smith eine verwandte Seele entdeckt, wird seine Situation besser. Gemeinsam stürzen sie sich in den Kampf gegen das revolutionäre Frankreich. In Toulon hoffen sie, Anhängern des Königshauses zum Sieg über die Revolutionsarmee zu verhelfen. Sie ahnen nicht, dass ihr größter Feind ein aufstrebender Artillerieoffizier ist. Sein Name? Napoleon Bonaparte ...
Christoph Hardebusch, geboren 1974 in Lüdenscheid, studierte Anglistik und Medienwissenschaft in Marburg und arbeitete anschließend als Texter bei einer Werbeagentur. Sein Interesse an Fantasy und Geschichte führte ihn schließlich zum Schreiben. Seit dem großen Erfolg seines Debüt-Romans „Die Trolle“ ist er als freischaffender Autor tätig. Christoph Hardebusch lebt mit seiner Frau in Heidelberg.
Rein vom Inhalt her hat dieses Buch wahrscheinlich eher 3 als 2 Sterne verdient. Es ist wirklich nichts besonderes, aber bei weitem nicht schlecht. Wer nach charaktertiefe sucht, wird hier nicht fündig werden, aber ein interessantes setting und gute action können sehr viel für das Buch rausholen. Vielleicht hätte ich bei so einem kurzen Buch auch keine tiefgreifenden Charaktere erwarten sollen.
Was ich allerdings für unverschämt halte, ist das KI generierte Cover und die Dreistigkeit, dieses Buch dann als "klimaneutral hergestellt" kennzuzeichnen. Man erkennt deutlich, dass das Cover KI generiert ist. Eine große Verlagsgruppe wie die Bastei Lübbe kann sich doch wohl leisten, einen richtigen Coverartist zu bezahlen? Ich kann sowas nicht mit gutem Gewissen mehr als 2 Sterne geben.
Das Buch hat mir nicht so gut gefallen. Für mich fehlte es an Handlung und an Charakter. Außerdem wurde der Alltag auf einem Schiff und das Leben als Seemann nicht besonders schön beschrieben. irgendwie etwas wirr.
Es liesst es schnell. Leider gibts sonst wenig positives. Die Characktere sind absolut dünn. Historisch mangelt es an einigen. Niemals würde ein Kapitän der Royal Navy (selbst ein Exot wie Sir Sidney Smith) einen einfachen Seemann so mit sich rumschleppen, egal ob Amerikaner oder nicht), Lord Hood hätte ihn auch nie so empfangen. Auch seine moderne Weltsicht wäre damals kaum jemand so in den Sinn gekommen. Napoleon hatte zu dem zeitpunkt seinen Namen noch nicht an das französische Angepasst. Beim Angriff auf das Fort und den Branderangriff hat man keine Ahnung was los ist, weil einfach nichts erklärt ist. Ich empfehle eher die Richard Sharpe Reihe. Es gibt auch keine Pay Offs. Das mit der Feindschaft mit Peter am Anfang, hatte keinen Grund und war auch dann einfach so vorbei. Seemännisch wurde nichts erläutert. Er wurde ja nur Assistent des Schiffarztes, damit der Autor sich davor drücken kann, den Alltag vor dem Mast zu beschreiben. Auch war der Schiffarzt eher so, wie man heute so einen Arzt erwarten könnte, aber nicht wie die Metzger die tatsächlich bei der Marine aktiv waren. Auch Matts Unfehlbarkeit war sehr anstrengend. Natürlich kennt er alle Untiefen in einen Gewässer wo er nur einmal Jahre zuvor in seiner ersten Seefahrt als Schiffsjunge (wie er es nennt) gewesen ist. Die Darstellung von Sir Sidney Smith stört mich noch am Meisten, da ich nur wegen ihm dieses Buch gekauft hatte, da er so ein Interessante Persönlichkeit war. Nicht hier. Er ist so flach wie alle Charaktäre. Und als letztes ist eine große Schwäche des Buchs, dass der Hauptcharakter nur von einen Ereigniss zum nächsten gezogen wird, ohne eigene Entscheidungen zu treffen oder tatsächlich Dinge zu tun, bis auf ein paar wenige. Er ist auch nur Zuschauer in den Geschichten von anderen, zu denen er niemals Zugang gehabt hätte, in der damaligen Zeit.
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Zwar kann das Buch auf vielen Seiten mit Action und Spannung überzeugen, jedoch vermisst man an vielen Stellen jedoch eine gewisse Tiefe in den Charakteren, z.B. wenn Matts Freund Albington stirbt. Dafür, dass es sein bester Freund war ist ihm davon aber erstaunlich wenig anzumerken. Auch sind ei ige Formulierungen etwas repititiv. Alles in allem aber solide Action. Man sollte nur kein literarisches, emotionales oder historisches Meisterwerk erwarten. Spaß hatte ich beim Lesen aber trotzdem.
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- Sehr starke Hauptfigur - Leider ein viel zu lang gezogenes Finale, das dann dazu führt, dass das Ende viel zu schnell geht und eigentlich die Geschichte nicht wirklich zu Ende erzählt. - Die beschriebene Action im Film ist fantastisch und sehr spannend, man merkt, dass sich hier jemand gut in der Zeit und der Seefahrt auskennt.