Weimar 1979. Als Renée zum Architekturstudium zugelassen wird, kann sie ihr Glück kaum fassen. Die Plätze sind heiß begehrt, die Zulassungsbedingungen hoch. Von Beginn an ist unter ihren Mitstudierenden ein Mädchen, das sie besonders fasziniert. Uta, die Tochter des erfolgreichen Rostocker Stadtarchitekten, ist das größte Zeichentalent des Jahrgangs und mit unbändiger Energie und überbordender Fantasie gesegnet. Renée, die aus einfachen Verhältnissen kommt, lässt sich nur zu gern von ihr zeigen, wie scheinbar unüberwindliche Grenzen zu sprengen sind. Doch etwas stimmt nicht in dieser Freundschaft. Über Uta scheint ein Schatten zu liegen, der immer größer wird ...
Ein schwacher Roman über die beiden Freundinnen Renée und Uta, mit denen man sich weder identifizieren kann noch sympathisiert. Ich habe mich ständig gefragt, warum Renée sich das Verhalten von Uta gefallen lässt, es ist kaum auszuhalten. Einzig die Frage, was denn nun mit Uta ist, hat mich weiterlesen lassen. Fand es auch plump geschrieben. Ein weiteres Buch aus der Bücherei, das ich nur gelesen habe, weil ich nichts anderes zur Hand hatte.
Man muss zwar erstmal reinkommen und die langen Kapitel sind teils etwas anstrengend, aber ich war sehr fasziniert wie gut die Dynamik einer toxischen Freundschaft dargestellt wurde und zum Ende hin das Thema psychischer Krankheiten die Frage aufgeworfen hat, bis zu welchem Punkt man Verhalten aufgrund einer Krankheit entschuldigen kann. Außerdem war es spannend, nebenbei den Verlauf eines Architekturstudiums verfolgen zu können.