Die Geschichte von Tilda und Willem beginnt auf offenem Meer, Mitte der 1930er Jahre. Während Tilda eine Vergnügungsreise macht, ist Willems Mission eine mö Als Mitglied der »Legion Condor« ist er mit dem Schiff unterwegs nach Spanien, wo der Krieg gegen alles, was anders ist, geprobt wird. Anders ist auch Hannah, die gemeinsame Tochter, geboren als der Krieg längst vorbei Wild und unbeherrschbar, lässt sie sich durch nichts zwingen, weder durch Strenge noch durch die unbeholfenen Versuche ihrer Eltern, sie zu lieben. Willem verkriecht sich im Keller des Hauses, um ungestört Jazz zu hören, nachdem er tagsüber als Chemiker daran arbeitet, künstliche Fruchtaromen herzustellen. In den Augen von Tilda ist der schneidige Held von einst eine lächerliche Figur geworden. Und Hannah eine Verrückte …»Heim« erzählt vom Ungesagten, vom Unaussprechlichen, vom langen Nachwirken der Vergangenheit und davon, wie sehr wir selbst Teil davon sind. Konsequent folgt es der beklemmenden Logik einer Familienkonstellation, eröffnet ihren Figuren aber auch Wege des Ausbruchs.
„Wir tasten uns an den Grenzen des Wahnsinns entlang, wir stehen auf dessen Schwelle. Es ist nicht schlecht da. Eine kleine Pause, und dann weiter. Wir stecken unser Gebiet ab. Die Nacht hält uns umfangen, ihre Dunkelheit stört uns nicht. Hier waren wir schon einmal, diese Gegend kennen wir.“
Zu Weihnachten bekommen & mit nem Banger-Buch in 2026 gestartet! Fands wirklich ganz toll! Zusammengefasst: Es geht um Ungesagtes und Unaussprechbares. Man befindet sich in den Köpfen von Tilda & Willem und Hannah, ihrem Kind mit Behinderung. Wenig Dialoge und trotzdem gibt es so viele Interaktionen, Gefühle und Gedanken, die Charaktere sind vielschichtig und gut ausgearbeitet. Empfehlung!!