In Vorarlberg geht es schon lange nicht mehr beschaulich zu. Abteilungsinspektorin Fleur Günther und ihr Kollege Bezirksinspektor Christian Schwärzler haben alle Hände voll zu tun. Zuerst bekommen sie es mit vehementen Gegnern eines Tunnelbauprojekts zu tun, dann wird angeblich ein Eisbär nahe Feldkirch gesichtet, kurz darauf werden sie zu einem toten Mountainbiker gerufen und schließlich machen ihnen auch noch Wilderer zu schaffen. Da ist es nicht leicht, einen kühlen Kopf zu bewahren und alle Fäden in der Hand zu halten.
„Der Tod kommt nach Vorarlberg“ ist der 5. Teil der Reihe ‚Abteilungsinspektorin Fleur Günther‘. Für Abteilungsinspektorin Fleur Günther und ihren Kollegen Bezirksinspektor Christian Schwärzle gibt es viel zu tun. Zuerst sorgt die Sichtung eines Eisbären in Vorarlberg bei einigen Einwohnern für Besorgnis. Dann haben Mountainbiker angeblich den Eisbären gesehen und gerade, als die Inspektoren diese befragen wollen, wird ihnen der Fund einer Leiche auf dem Berg gemeldet. Neben dem Toten werden verdächtige Kratzspuren an einem Baum gefunden. In einem weiteren Handlungsstrang wird über eine verdeckte Ermittlung in Wildererkreisen erzählt. Gerade da stellen sich so einige verwandtschaftliche Verhältnisse zu verschiedenen Personen heraus. Auch einige der Ermittler sind davon betroffen. Das Buch ist sehr vielschichtig. Es geht nicht nur um den einen Toten, sondern noch um einen weiteren Fall eines toten Mountainbikers vor einiger Zeit, um Gegner des Tunnelbaus, Wilderer und Reichsbürger. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Der Treffpunkt bei Martha in der WEIN.LESE hat mir sehr gefallen und der Zusammenhalt in der Familie, die auch selbst von einigen Vorfällen betroffen ist. Zu Beginn hatte ich einige Probleme, mich in das Buch einzulesen. Das wurde aber schnell besser. Der Schreibstil ist flüssig und der Erzählstil rasant. Es gibt immer wieder neue Wendungen in den Fällen. Am Ende kommt es zu einer schlüssigen Aufklärung und die Zusammenhänge werden ersichtlich, auch was den Eisbären betrifft. Das Cover ist sehr schön und zeigt einen Teil der wunderbaren Landschaft.
Was soll ich sagen? Ein Toter auf der Hohen Kugel und eine Eisbärsichtung ebenfalls in Vorarlberg - ein Krimi, der tatsächlich in meinem Heimatbundesland spielt. Es hat mir große Freude bereitet, "meine" Ortschaften in einem Buch zu lesen und ein Teil der Auflösung war für mich nicht vorhersehbar! Toller Krimi und natürlich ein wunderbares Setting 😊 Jetzt hätte ich grad Lust auf eine Wanderung auf die Hohe Kugel 😊