Gerade noch lag der kleine Ben fröhlich brabbelnd auf seiner Krabbeldecke, kurz darauf ist er nicht mehr da. Isa erlebt ihren dunkelsten Albtraum, als ihr vier Monate alter Sohn spurlos verschwindet. Nach mehr als einem halben Jahr taucht Ben plötzlich wieder auf, doch seine Rückkehr bleibt so rätselhaft wie sein Verschwinden. Während die Polizei nach Antworten sucht, setzt Isa alles daran, die verlorene Zeit mit ihrem Sohn nachzuholen. Dabei werden tief in ihr die Zweifel immer lauter. Hatte Ben schon immer diese klaren blauen Augen? Aufmerksam betrachtet Isa jede Abweichung - und stellt sich weitere Fragen. Fragen, die schon bald vermuten lassen, dass hinter der Fassade einer scheinbar heilen Welt dunkle Abgründe lauern ...
Perfide Manipulation und dunkle Lebenslügen - das atemberaubende Thrillerdebüt einer jungen Psychologin
Raffinierter Thriller . HAPPY END ist das Thrillerdebüt von Sarah Bestgen. Der Klappentext konnte mich neugierig machen. Da ich immer gerne neue und interessante Stimmen im Thriller-Genre entdecke, durfte das Buch dann auch bei mir einziehen. So viel verrate ich gerne vorweg: Es darf auch im Regal stehen bleiben und bekommt in Zukunft hoffentlich noch Gesellschaft von weiteren Werken der Autorin.
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Darum geht’s: Isa hat ihr Baby nur kurz aus den Augen gelassen – als sie wieder ins Wohnzimmer kommt, ist seine Krabbeldecke leer und Ben unauffindbar. Sein Verschwinden bleibt ein Rätsel. Monate später taucht Ben dann plötzlich wieder auf. Isa ist erst überglücklich. Dann kommen aber Zweifel in ihr auf, dass es sich wirklich um ihren Sohn handelt…
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Wir steigen schnell in die Geschichte ein. Der Puls schnellt nach oben. Das Szenario ist mysteriös und die Atmosphäre beklemmend. Ist unsere Protagonistin nun ein verlässlicher oder ein unverlässlicher Part in dieser Geschichte? Das gilt es herauszufinden. Und aus dieser Grundfrage generiert sich auch die Spannung der Story, während die Handlung oberflächlich betrachtet, sehr ruhig und fast schon ein bisschen unspektakulär verläuft. Scheinbar passiert einstweilen gar nicht so viel. Trotzdem liest sich die Geschichte packend. Und im Verlauf wird dann auch die große Bedeutung vieler so nebenher und unterschwellig erwähnter Kleinigkeiten deutlich. Das ist echt gut geplottet und konzipiert. Der Thriller nimmt dann eine Entwicklung, von der ab ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Es gilt, die gesammelten Puzzleteile Stück für Stück zusammenzusetzen. Dabei bin ich sehr geschickt auf falsche Fährten gelockt worden. Das Bild hat sich ständig verschoben und ich musste meine Sichtweise ein ums andere Mal anpassen. Das letztendliche Ausmaß der Geschichte hat mich dann auch gänzlich unvorbereitet getroffen. Auch wenn es gewisse Verdachtsmomente gab, auf die tatsächliche Auflösung bin ich so nicht gekommen.
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HAPPY END hat mich in psychische Abgründe abtauchen lassen. Der Thriller liest sich über weite Strecken sehr ruhig, aber auch sehr intensiv. Vor allem im letzten Drittel nimmt die Handlung gehörig an Fahrt auf, wenn es darum geht, alle losen Fäden zusammenlaufen zu lassen. Insgesamt handelt es sich um einen feinsinnigen und sensiblen Thriller. Seine volle Kraft entfaltet er vielleicht sogar erst rückblickend, wenn man erkennt, wie geschickt hier alles aufgebaut ist. Das macht für mich hier eine besondere Faszination aus und weckt die Vorfreude auf mehr von Sarah Bestgen.
Isa könnte nicht glücklicher sein mit ihrer kleinen Familie als plötzlich ihr vier Monate alter Sohn Ben spurlos aus dem Haus verschwindet. Es gibt keinerlei Spuren oder Anhaltspunkte und die Polizei hat den Fall bereits abgelegt, als Ben nach einem halben Jahr plötzlich wieder auftaucht. Wo war Ben und was ist ihm widerfahren? Isa lässt das alles keine Ruhe und ein ungutes Gefühl macht sich in ihr breit. Ben kommt ihr merkwürdig fremd vor und mit der Zeit bemerkt Isa immer mehr kleine Abweichungen…
Die Autorin fackelt gar nicht lange und schon auf den ersten Seiten beginnt das Unglück seinen Lauf zu nehmen. Man könnte vermuten, dass man nun klassisch der Ermittlungsarbeit der Polizei folgt und irgendwann mit großem Knall der Fall gelöst wird, das Baby wieder gefunden wird und alle happy sind. Aber nein – denn so richtig geht die Story erst los, als Ben wieder gefunden wird und zurück zu seiner Familie kommt. Eigentlich sollte Isa das Glück förmlich aus jeder Pore tropfen, doch irgendetwas stimmt nicht. Ben reagiert komisch auf sie, seine Augen sind anders – alles Dinge, die vielleicht mit der langen Abwesenheit zu tun haben könnten, denn schließlich entwickeln sich Babys gerade in der Anfangszeit rasend schnell. Doch ein kleiner Zweifel in Isa bleibt bestehen…
Die meiste Zeit sind wir tatsächlich bei Isa und tauchen tief in ihre Gefühlswelt hinein. Erst die große Verzweiflung, abgelöst von Erleichterung und wiederkehrenden Zweifeln. Ich konnte mich ziemlich gut in Isa hineinversetzen und dieses langsam wachsende Gefühl der Beklommenheit förmlich spüren. Hin und wieder wird die Perspektive der ermittelnden Polizei eingestreut, was auch nochmal den Spannungsbogen angezogen hat. Es wird ein richtiges Netz aus Manipulationen und Verstrickungen gewebt, so dass ich viele Fragezeichen über dem Kopf schweben hatte. “Happy End” ist auf jeden Fall ein Buch, das absolut zum Miträtseln einlädt. Ich habe mir so viele Möglichkeiten ausgemalt und doch lag ich am Ende nicht richtig. Immer, wenn man dachte man wäre nun auf dem richtigen Weg, offenbarte sich doch noch ein kleiner Plot Twist. Insgesamt einfach ein toller Fall, der vor allem am Ende keine großen Fragen mehr offen lässt.
“Happy End” ist das Debüt der Autorin und hat bei mir richtig eingeschlagen! Eine wahre Achterbahn der Gefühle, immer mit der Frage im Hinterkopf, ob es denn tatsächlich noch ein Happy End für alle Beteiligten geben wird. Ich hoffe, wir können zukünftig noch mehr von der Autorin lesen.
Ein wirklich spannender Pageturner, der mich von vorne bis hinten gut unterhalten und zum miträtseln angeregt hat. Irgendwann hat man jeden mal verdächtigt und die fragwürdige Verlässlichkeit der Erzählerin verwirrt einen noch zusätzlich und man stellt irgendwann alles in Frage. Die Auflösung ist vollkommen schlüssig und den Aufbau der Geschichte fand ich auch richtig gelungen. Auch die Gefühlslage der Protagonistin wird unglaublich gut dargestellt und ist sehr nachvollziehbar.
Gestolpert bin ich nur über die Entwicklungsschritte des Babys, die nicht wirklich realistisch altersentsprechend waren, aber da kann man einigermaßen drüber hinweg lesen. An der ein oder anderen Stelle wurde es zum Schluss auch etwas haarsträubend und war schon einen Hauch zu viel des Guten, allerdings fügte sich wirklich alles nahtlos zusammen und deshalb konnte ich dann auch ganz gut damit leben.
Gerade noch lag der kleine Ben fröhlich brabbelnd auf seiner Krabbeldecke, kurz darauf ist er nicht mehr da. Isa erlebt ihren dunkelsten Albtraum, als ihr vier Monate alter Sohn spurlos verschwindet. Nach mehr als einem halben Jahr taucht Ben plötzlich wieder auf, doch seine Rückkehr bleibt so rätselhaft wie sein Verschwinden. Während die Polizei nach Antworten sucht, setzt Isa alles daran, die verlorene Zeit mit ihrem Sohn nachzuholen. Dabei werden tief in ihr die Zweifel immer lauter. Hatte Ben schon immer diese klaren blauen Augen? Aufmerksam betrachtet Isa jede Abweichung - und stellt sich weitere Fragen. Fragen, die schon bald vermuten lassen, dass hinter der Fassade einer scheinbar heilen Welt dunkle Abgründe lauern ...
Der Klappentext hat sich wirklich sehr gut und spannend angehört und ich bin gespannt gewesen was mich hier erwarten würde, denn die Idee ist so erstmal nichts neues. Die Autorin hat die Charaktere sehr gut gezeichnet und sie wirken alle sehr authentisch, vor allem die Darstellung von Isa, die als verzweifelte, aber auch kämpfende Mutter dargestellt wird, ist sehr gelungen. Ich musste mit der Protagonistin die ganze Zeit mitfiebern und habe mir ein gutes Ende für sie gewünscht. Der Spannungsaufbau entwickelt sich recht langsam und ist erstmal tempoarm, was keinerlei Kritik von meiner Seite ist, denn durch den etwas langsamen Aufbau konnte sich eine gewisse Tiefe entwickeln, die ich bei solchen Büchern sehr gerne mag. Das letzte Drittel hatte es dann aber doch in sich und es ist wirklich spannend gewesen, dass ich unbedingt wissen musste wie diese Geschichte enden würde. Man ist immer ein Stück näher der Wahrheit gekommen und es gab Überraschungen und Twists, die ich nicht kommen gesehen habe, sodass man schlussendlich ein rundes Ende hatte und die Auflösung in meinen Augen intelligent gemacht gewesen. Zum Ende gab es auch einen kleinen Showdown, der so mitreißend gewesen ist, dass ich durch die Seite geflogen bin. Obwohl ich das Buch Anfang November gelesen habe, bin ich immer noch von der Geschichte geflasht, da dieser Thriller einfach mal mehr Tiefe hat und dennoch spannend und rasant ist, auch wenn der Anlauf etwas Zeit braucht, was hier auch sehr sinnvoll gewesen ist. Für mich ein absolutes Lesehighlight und ich kann dieses Buch an all diejenigen weiterempfehlen, die auch mal gerne tiefgründige Thriller lesen.
Die frischgebackene Mutter Isa genießt das Glück mit ihrem kleinen Baby Ben in vollen Zügen – bis er plötzlich von einem Moment auf den anderen verschwindet. Der Albtraum aller Eltern wird wahr, und Isa macht sich selbst schwere Vorwürfe, nicht aufmerksam genug gewesen zu sein. Wurde Ben entführt? Geht es ihm gut? Diese quälenden Fragen bleiben unbeantwortet, selbst als Ben nach Monaten überraschend gefunden wird. Das Familienglück des jungen Paares scheint wieder hergestellt… oder?
Sarah Bestgen, selbst Psychologin, hat mit ihrem Debüt ein beeindruckendes Werk geschaffen. Ihr Schreibstil ist so flüssig, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Sie versteht es meisterhaft, ihre Charaktere lebendig wirken zu lassen. Besonders die Gefühlswelt der jungen Mutter – ihre Verzweiflung, Trauer und Selbstvorwürfe – ist eindringlich und glaubhaft beschrieben, was sicherlich von Bestgens beruflichem Hintergrund profitiert.
Der Spannungsbogen steigert sich unaufhaltsam im Verlauf des Buches. Keine Sekunde kam Langeweile auf – man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Von Anfang bis Ende konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und habe mehrmals vergessen, dass ich überhaupt gerade lese, so sehr habe ich mich ins Buch hinein versetzt gefühlt. Das Buch ist spannend, emotional und hat mich an vielen Stellen tief berührt. Dabei lädt die Handlung zu wilden Spekulationen ein, und obwohl man mitfiebert und Theorien aufstellt, bleibt die tatsächliche Auflösung bis zuletzt unvorhersehbar. Besonders die Kapitel vor der Enthüllung haben mich stark beeindruckt: Die Ereignisse verdichten sich, die Verbindungen werden immer komplexer, und die Spannung erreicht ihren Höhepunkt.
Allerdings hat mich die rasante Auflösung etwas enttäuscht und auch die Figuren verloren für mich an Authentizität. Ein überraschender Plottwist blieb aus, und die Auflösung fühlte sich für mich unfertig an. Manche Elemente wirkten nicht völlig schlüssig. Vielleicht hat mich das Ende auch deshalb enttäuscht, weil die vorhergehenden Kapitel so unglaublich packend waren.
Insgesamt hat Sarah Bestgen ein großartiges Debüt vorgelegt, und ich hoffe, dass sie weitere Bücher schreibt. Direkt im Anschluss habe ich mir die Anthologie Das Böse vor deiner Tür: Unheimliche Geschichten geschnappt, bei der sie mitgewirkt hat. So gut war Happy End geschrieben!
Welchen Thriller habt ihr zuletzt gelesen? Bei mir war es „Happy End“ von Sarah Bestgen, erschienen bei Bastei Lübbe. Wie ich ihn so fand, erfahrt ihr hier. Unbezahlte Werbung, da Buch selbst gekauft. Kurz zur Handlung: Ben verschwindet mit nur vier Monaten spurlos von seiner Krabbeldecke, ein Albtraum für jeden. Auch die Polizei findet keine heiße Spur. Nach einem halben Jahr taucht er genauso mysteriös wieder auf. Doch in Isa, der Mutter, kommen Zweifel auf: Ist dieses Kind wirklich Ben? Waren seine Augen schon immer so blau? Isa beginnt Fragen zu stellen und stößt dabei auf dunkle Abgründe in ihrer heilen Familienidylle. Meine Meinung: Gleich zum Anfang beginnt der Thriller mit einem Paukenschlag: Ben verschwindet spurlos, entführt von seiner Kuscheldecke während Isa den Trockner leert. Sofort tauchte ich in die Geschichte ein und konnte Isas Denken und Handeln nachvollziehen. Der Handlungsstrang bis zu Bens Auftauchen wird kurz und knapp gehalten, doch danach kam für mich eine echte Durststrecke. Über hundert Seiten folgen wir Isa durch ihren Alltag als Mutter, begleiten sie auf Kinderspielplätze und sehen mit Unverständnis zu, wie ihr Mann Marc immer nur durch Abwesenheit glänzt. Ich verstehe, warum wir diese Bilder benötigen, denn sie sind ein wichtiger Teil der Story, nur leider war mir dieses Storytelling hier zu langatmig. Doch wenn man diese Durststrecke überwunden hat, nimmt der Thriller an Fahrt auf, und es wird noch einmal spannend. In diesem Teil bietet die Autorin einige Plottwists, die ich so habe kommen sehen, die aber stimmig und spannend erzählt waren. Der Schreibstil von Sarah Bestgen hat mir gut gefallen, auch wenn sie für mich alles immer etwas zu sehr auserzählt. Dies ist aber meine ganz persönliche Meinung. Ein Thriller muss für mich fast immer ein Pageturner sein, denn er steht und fällt mit der Handlung und dem schnellen Erzählstil. Deshalb lässt mich „Happy End“ etwas zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite war die Story gut durchdacht und konstruiert, nur leider musste ich mich über 150 Seiten lang zwingen, das Buch zur Hand zu nehmen. Von daher kann ich den Leser all denen unter Euch empfehlen, die einen langsameren Storyaufbau bevorzugen. Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.
Einer der besten Thrillers, den ich gelesen habe. Ich war total in der Geschichte gefangen. Isas Gefühle wurden so real beschrieben, ihr ganzes Leid und ihre Stärke. Absolute Empfehlung!
Seitdem Isa und ihr Mann in dem kleinen Reihenhaus leben, haben sie sich mit Kontakten zurückgehalten, doch nun ist seit vier Monaten ihr kleiner Sohn Ben da und sie beschließen, ihre Nachbarschaft zu einem Kennenlernen einzuladen. Während Isa den Haushalt macht und dafür in den Waschkeller muss, lässt sie Ben für ein paar Minuten aus den Augen und als sie zurückkommt, ist ihr kleines Baby weg. Acht Monate lang bleibt Ben verschwunden, keine einzige Spur führt zu ihm und so plötzlich wie er verschwunden ist, taucht er wieder auf. Isa könnte nicht glücklicher sein, doch immer mehr erwachen in ihr die Zweifel. Schon in der Vorschau machte mich das Buch unheimlich neugierig, gerade als Mutter ist das doch ein Moment, der mehr als beängstigend wirkt und wer kennt es nicht, man dreht sich um und beim Blick zurück, ist das Kind weg, meistens zwar nur ein paar Meter an eine andere Stelle gerückt, aber es ist im ersten Moment ein Schock. Ein Alptraum für jede Mutter und dann noch ein so kleines Baby und dann zu Hause. Autorin Sarah Bestgen ist hier ein wirklich großartiges Debüt gelungen und man spürt, dass die Autorin als gelernte Psychologin sehr tief in die menschliche Psyche blicken lässt. Der Schreibstil fühlte sich zunächst noch nüchtern an, auch wenn man fast den Eindruck hat, dass die Emotionen fehlen, spielt Bestgen genau mit diesen, denn der Leser schaut hier regelrecht zu, wie bei einem Fernsehkrimi. Je mehr ich las, desto eindringlicher wurden die Worte und vor allem mit der Protagonistin konnte ich absolut mitfühlen. Der Fall des Verschwundenen Kindes, der zunächst nicht geklärt werden konnte und dann doch eine völlig neue Wendung gab, war unglaublich spannend, auch wenn ich zugeben muss, im Mittelteil zunächst eher dachte, einen Roman zu lesen, wurde daraus ein Psychothriller. Stück für Stück steigert sich das Unwohlsein der Protagonistin und genau das fühlt man auch als Leser. Gemeinsam mit Isa begann ich zu zweifeln, daran, was man dem eigenen Kind gegenüber fühlt, die Unsicherheit, die Ahnung, dass etwas nicht stimmt. All das beginnt im Mitteilteil ganz langsam und harmlos und steigert sich von Kapitel zu Kapitel. Diese sind dann meist so kurz, dass man immer wieder noch ein Kapitel lesen möchte, bis man dann das Buch in einem Rutsch gelesen hat. In erster Linie begleiten wir hier Protagonistin Isa aus der Sicht eines neutralen Erzählers, der uns aber immer wieder an Gefühle und Gedanken der jungen Mutter teilhaben lässt. Zwischendurch wechselt aber dann auch die Perspektive und genau das führt wieder dazu, dass man nicht so ganz weiß, inwieweit man Isa glauben kann. Ich fühlte mich beim Lesen mit Isa absolut verbunden, ihre eigenen Ängste, ihre Unsicherheiten, das Gefühl nicht gut genug zu sein und auch dieses Gefühl der Fremde zwischen ihr und dem kleinen Ben konnte ich absolut nachvollziehen. Auch das Misstrauen gegenüber anderen Charakteren fand ich hier einfach fantastisch umgesetzt und habe selbst die anderen, oft sehr misstrauisch, beäugt. Mark, Isas Ehemann, die Psychiaterin, die Polizisten, die neue Freundin alle zusammen geben spannende Nebencharaktere, von denen man einfach nicht genau weiß, inwieweit man ihnen trauen sollte. Meine zu Beginn angestellte Vermutung, ging dann auch am Ende in die richtige Richtung, trotzdem war es bis dahin ein geschicktes Wirrspiel. Mein Fazit: Mit Happy End hat Autorin Sarah Bestgen ein wirklich gelungenes Debüt geschrieben und ich hoffe auf viele weitere Bücher aus ihrer Feder. Zwar würde ich dieses Buch eher in Richtung Psychothriller einordnen, was aber der Spannung und den unvorhersehbaren Momenten keinen Abbruch tut. Intensiv ausgearbeitete Charaktere und eine glaubhafte Handlung machten das Buch zu einem Pageturner, den ich in kürzester Zeit verschlungen habe. Merkt euch diese Autorin!
Wow! Was für ein Debüt! Mit dem Thriller "Happy End" ist Sarah Bestgen eine überaus spannende Geschichte gelungen, die definitiv zu meinen Thriller Highlights gehört!
Schon die Leseprobe hat mich von Beginn an gefesselt. Isa ist glücklich mit Mark verheiratet und seit kurzer Zeit Mutter. Doch bald wird für sie der persönliche Alptraum jeder Mutter wahr. Als sie nur kurz die Wäsche in den Keller bringt und zurück ins Wohnzimmer kommt, ist ihr Sonnenschein, der vier Monate alte Ben, verschwunden. Während Mark irgendwann seiner Arbeit als Kinderarzt wieder nachgeht, ist Isa in ihrem Kummer gefangen, denn die Monate vergehen und die Polizei ist ratlos. Bens Verschwinden bleibt ein Rätsel. Als der Junge nach einigen Monaten plötzlich wieder auftaucht, ist Isa überglücklich. Doch mit der Zeit kommen ihr immer mehr Zweifel, ob es sich wirklich um ihren Sohn handelt. Ihre Ehe wird auf eine harte Probe gestellt, denn Isa erscheinen einige Vorkommnisse immer seltsamer und auch Mark geht immer mehr auf Distanz....
Der Thriller ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Man erkennt schnell, dass hier etwas faul sein muss - aber was und warum? Ich habe das Buch bei einer Leserunde der Lesejury gelesen und wir waren alle begeistert und haben fleißig mitgeraten. Doch mit jeder weiteren Seite wurden unsere Zweifel geweckt und alle Mutmaßungen umgestoßen. Genauso liebe ich Thriller!
Die Autorin bringt den Leser in Situationen, in der man zu zweifeln beginnt und nicht mehr weiß, was der Wahrheit entspricht. Die Intensivität von Isas Gefühlen spürt man in jeder Zeile. Sie sind wunderbar transportiert und ich denke nicht nur jede Mutter kann sich zu 100 Prozent damit identifizieren. Ich war gemeinsam mit Isa verzweifelt, fühlte mich getäuscht und konnte nicht glauben, welche Abgründe sich in ihrem Leben plötzlich auftun.
Sarah Bestgen hat ihre Geschichte perfekt aufgebaut und bringt ihre falschen Fährten an den richtigen Stellen ein. Immer wieder wird man überrascht und sieht sich einer neuen Situation gegenüber. Die Autorin spielt geschickt mit den Wahrnehmungen und den Gefühlen der Leser. Man erkennt auch schnell, dass sie Psychologie studiert hat. Beim Lesen fragt man sich trotzdem immer wieder, ob Isa eine zuverlässige Erzählerin ist?
Die ersten zwei Drittel des Buches waren großartig und ich habe das Buch nur ungern weggelegt (bei der Lesejury wird wöchentlich ein Leseabschnitt gelesen - was hier wirklich schlimm für mich war und ich große Willenskraft aufbringen musste, nicht einfach durchzulesen). Das letzte Drittel kann dann leider das Niveau nicht ganz halten. Am Ende gab es dann einige Handlungsstränge, die für mich nicht ganz auserzählt, während andere etwas zu schnell abgehandelt wurden. Trotzdem gebe ich für diesen wahnsinnig spannenden und emotionalen Thriller, der ein Debüt ist, fünf Sterne! Mich hat schon lange kein Buch aus diesem Genre so gepackt! Außerdem ist Sarah Bestgen die charakterliche Darstellung der Figuren und ganz besonders die von Isa so großartig gelungen, dass ich den Hut ziehe! Chapeau, Sarah Bestgen! Obwohl die letzten hundert Seiten nicht mit den vierhundert Seiten davor mithalten können, verdient die Geschichte das Wort "Psychothriller" zu 100% . Ich freue mich auf weitere Thriller der Autorin.
Fazit: Ein grandioses Thrillerdebüt, welches in psychische Abgründe führt und den Leser an den Seiten fesselt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!
Gerade eben war ihre kleine Welt noch in Ordnung, die kurze Zeit später krachend einstürzt. Für einen kurzen Moment ist Isa aus dem Zimmer gegangen, in dem Ben, ihr viermonatiger Sohn, in sein Spiel vertieft war und nun – ist er verschwunden. Wie kann das sein? Die Türen sind verschlossen, die Fenster zu und außerdem kann Ben noch nicht mal krabbeln. Das muntere, fröhliche Baby dreht sich altersgerecht um seine eigene Achse, das wars dann aber auch.
Florian Simons und sein Kollege Thorsten Schwarz von der Vermisstenstelle der Kripo Köln sind für die Eltern die Ansprechpartner, die Soko ist eingerichtet, die Suche nach dem kleinen Ben hat oberste Priorität. Die Nachbarn werden befragt, keiner scheint von der Entführung etwas bemerkt zu haben. Ben ist wie vom Erdboden verschluckt, auch gibt es keine Lösegeldforderung, die Ermittlungen stocken. Und dann, nach Monaten ohne jegliche Spur von ihrem Baby überbringt Simons der verzweifelten Isa die ersehnte Nachricht: „Wir haben ihn, er lebt.“
Wahnsinn! Die ganze Story ist wahnsinnig gut, sie ist sehr lange nicht durchschaubar. Isas aufkommende Zweifel sind dabei so nachvollziehbar, so normal dargestellt trotz dieser abnormen, dieser irrwitzigen Situation, dass ich gar nicht anders konnte, als mich an die Story festzubeißen. Isa kann Ben wieder in ihre Arme schließen und doch kommt ihr alles falsch vor. Für ihren Mann, für ihre Psychologin, die ihr eine Freundin empfohlen hat, für beinahe ihr ganzes Umfeld ist ihre innere Zerrissenheit immer weniger begreiflich. Aber es kommt noch schlimmer, sehr viel schlimmer. Der Albtraum scheint kein Ende zu nehmen.
HAPPY END kling so leicht, so positiv, das Cover dagegen ist mit Dornenzweigen durchwirkt, was diese Düsternis, diese Ausweglosigkeit, in der sich Isa befindet, erahnen lässt. Sarah Bestgen lässt in psychische Abgründe schauen, ihr Erstlingswerk hat mich vollkommen überzeugt, auch – oder gerade deswegen - weil sie mir eine durchlesene, schlaflose Nacht bereitet hat, denn ein Weglegen des Buches war keine Option. Es ist ein in jeder Hinsicht gelungener Psychothriller, den ich jedem Thriller-Fan ohne Wenn und Aber empfehle.
„Happy End“ ist das Thrillerdebüt der im Rheinland lebenden Autorin Sarah Bestgen.
Isa und Mark Winterberg leben mit ihrem vier Monate altem Sohn Ben in einem Reihenhaus am Stadtrand von Köln. Ihr Leben erscheint nahezu perfekt bis Ben plötzlich spurlos verschwindet aus dem Haus verschwindet. Es gibt keine Spuren und keinen Hinweis wo er geblieben sein konnte, die Polizei ist ratlos. Ein halbes Jahr später taucht Ben plötzlich wieder auf. Nach der ersten Erleichterung kommen Isa Zweifel und sie betrachtet ihren Sohn und auch sich selbst höchst kritisch…
Nach dem recht sanften Einstieg in das Familienleben der Winterbergs und die Vorstellung der Charaktere in der Nachbarschaft, zieht die Spannung der Handlung dermaßen rasant an, dass ich das Buch nur ungern aus der Hand gelegt habe.
Die Kapitel sind kurz und in meinem Kopf sind schnell unzählige Fragezeichen entstanden. Isa ist eine starke Protagonistin, deren Emotionen mit ihrer inneren Zerrissenheit sehr nachvollziehbar geschildert werden. Ihr Mann Mark war für mich schwerer zu greifen und für mich war unklar, ob er durch sein abwehrendes Verhalten Isa und Ben schützen möchte, die traumatischen Ereignisse einfach vergessen will oder ob er etwas zu verheimlichen hat. Auch die übrigen Charaktere sind gut ausgearbeitet.
Ich konnte mir lange Zeit überhaupt nicht erklären was hier passiert sein könnte und vor allem aus welchem Grund. Die menschlichen Abgründe, die sich hier auftun sind einfach unglaublich. An dieser Stelle merkt man auch, dass die Autorin vom Fach ist und Psychologie studiert hat. Ansonsten ist ihr Schreibstil sehr lebendig und liest sich leicht und angenehm, so dass ich kaum gemerkt habe, dass das Buch über 500 Seiten hat.
Mich hat schon lange kein Thriller mehr so gefesselt und mitgerissen wie dieser und ich hoffe, dass Sarah Bestgen weitere Bücher schreibt.
'Happy End' ist Sarah Bestgens Thrillerdebüt und als studierte Psychologin ist sie prädestiniert für einen Thriller mit Psycho-Einschlag.
Alles beginnt mit der Entführung des gerade mal vier Monate alten Sohnes von Isa und Mark Winterberg und natürlich bricht für die noch frischen Eltern eine Welt zusammen. Und in diesem ersten größeren Teil des Buches dreht sich alles um die Suche nach dem verschwundenen Ben. Wir erleben die Geschichte aus der Sicht von Isa und hin und wieder vom Kommissar Florian Simons, der gemeinsam mit seinem Kollegen Schwarz ermittelt. Es handelt sich hier jedoch um keinen klassischen Ermittler-Thriller, im Vordergrund steht die Interaktion mit Isa oder anderen Personen in Form von Vernehmungen und ähnlichem.
Und dann passiert etwas, was wir durch den Klappentext bereits schon wissen, Ben taucht nach einem halben Jahr plötzlich wieder auf. Die Eltern glauben an ein 'Happy End'. Dabei geht der Albtraum jetzt erst richtig los.
Nach etwa 100 Seiten beginnt so nach und nach der Psycho-Teil dieses Thrillers. Und das hat mich einfach komplett umgehauen. Ich war beim lesen sowas von gefesselt, die Geschichte hat mir keinerlei Pause gelassen, um mal durchzuatmen, es ging irgendwann alles nur noch Schlag auf Schlag und es war einfach Wahnsinn. Wie großartig die Charaktere gezeichnet wurden, alle auf ihre eigene Art und allen, vor allem aber Isa, hat man die Gefühle und Emotionen zu 100% abgenommen. Sarah Bestgen hat die Gefühle einer Mutter in einem solchen Setting sowas von brillant dargestellt. Absolut überzeugend!
Zum Teil hatte ich relativ früh eine Ahnung, aber es gab noch so viele Fragen, die ich gehofft habe, aufgeklärt zu bekommen, dass es mir egal war, ob ich richtig lag.
Dieses Debüt hat mich absolut überzeugt und mir bleibt nichts anderes übrig, als zu sagen, dass dieser Thriller zu meinen Jahreshighlights zählt!
**** Worum geht es? **** Hätte sie gewusst, dass wenn sie in den Keller geht und die Wäsche macht, dass anschließend ihr 4 Monate alter Sohn verschwunden ist, hätte sie Ben wohl nie aus den Augen gelassen. Vom Erdboden verschluckt, so scheint es. Als Ben plötzlich wieder auftaucht versucht Isa alles um die Zeit wieder aufzuholen, aber irgendwas stimmt mit ihrem Sohn nicht…
**** Mein Eindruck **** Spannung pur von der ersten Seite an. In diesem Thriller ist jede Szene genau richtig. Bereits zu Beginn wurde ich gefangen genommen und habe um den kleinen Ben und seine Mutter gebangt. Die Entwicklung der Geschichte war teils erahnbar, aber in den Details eine absolute Überraschung. Die Auflösung schlich sich über mehrere hundert Seiten an und wurde fulminant und actiongeladen aufgelöst. Somit holt das Buch den klassischen Thrillerlesenden, aber auch die nach der Suche nach etwas ausschlaggebenden ab. Die Konstellation an Figuren war absolut überzeugend und passte zu der nachbarschaftlichen Atmosphäre. Der Schreibstil der Autorin ist kraftvoll und flüssig zu lesen, spitzfindig und durchdacht. Es macht durchweg Freude Teil des Szenarios zu sein, das Buch wegzulegen war nahezu unmöglich. Ein Thriller aus dem man nicht so schnell auftauchen möchte. Ein fabelhaftes Debüt, ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin!
**** Empfehlung? **** Ein Thrillerdebüt, das ganz und gar überzeugte. Erzählstil und Spannung on Point. Eine ganz klare Empfehlung und für mich ein Highlight.
Der Thriller von Sarah Bestgen startet mit einem enormen Tempo und ich war schnell richtig gefesselt. Die kurzen Kapitel und der fesselnde Schreibstil machen das Buch zu einem richtigen Pageturner und machen es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Mein Schlaf hat jedenfalls gelitten;) Ich habe mir die wildesten Theorien ausgemalt, überworfen, wieder neue entwickelt und wurde regelrecht hin und her geworfen. Da die Handlung aus Sicht von Isa erzählt wird, kennt man nur ihre Perspektive, zuweilen habe ich gerätselt, was denn nun wirklich ist und ob ein Teil Einbildung ist - sehr gekonnt umgesetzt und psychologisch gut durchdacht. Ich wurde mehr als einmal an der Nase herumgeführt;) Viele Kleinigkeiten, die erwähnt werden, haben eine Bedeutung und werden wieder aufgegriffen. Man verdächtigt irgendwann fast jeden und zumindest ich habe sehr intensiv Mitgerätselt. Ein absolut fulminantes Debüt und die Autorin könnte meiner Meinung nach gerne noch mehr Bücher dieser Art schreiben. Ein kleiner Kritikpunkt war für mich das Ende. Es ging mir fast zu schnell und rasant, ein wenig zu spektakulär und einige Szenen waren mir dann zu rührseelig. Ebenfalls war mir das Verhalten von Ben, eines noch nicht mal Einjährigem, manchmal nicht ganz so realistisch, was aber vermutlich dem Plot und einer gewissen künstlerischen Freiheit zuzutragen ist. Ich konnte da gut drüber lesen und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, bitte mehr davon.
Das Buch hat grundsätzlich keine neue Idee, aber versucht es gut umzusetzen. Das gelingt durch einen modernen Stil, einen guten Aufbau und einem spannenden Einstieg.
Doch dann hört es auf. Es passiert viel, aber der Spannungsbogen ist kaum vorhanden, weshalb es einfach langatmig ist. Ermittlungen verlaufen im Sande und dann taucht das Kind aus heiterem Himmel auf. Ab hier empfand ich es nur noch konstruiert. Wer Kinder hat, der weiß, wie sehr sie sich innerhalb der ersten Monate verändern. Nach acht Monaten kann man sein Kind nicht wirklich erkennen, nur erahnen. Die Polizei würde hier auf jeden Fall DNA testen und nicht einfach davon ausgehen, dass man sein Kind erkennt. Auch hier dreht sich dann alles nur im Kreis. Plötzlich tauchen ein paar merkwürdige Menschen in ihrem Leben auf, das Kind sieht anders aus, aber im Grunde passiert eben null. Erst als sie in die Klapse eingeliefert wird, was aber auch meinen Verdacht bestätigte. Danach wird es spannender, aber ungelogen sehr konstruiert und haarsträubend. Nur ein Beispiel. Ihr Mann hat eine Affäre, die erlogen ist, aber dann doch eine Affäre, die gleichzeitig mit Isa schwanger geworden ist.
Bin immer noch geflasht. Hab die gut 500 Seiten im Zug von Goslar nach Düsseldorf und zurück verschlungen wie ein ausgehungerter Vielfraß. Was für ein grandioses Debüt. Autorin Sarah Bestgen befindet sich mit ihrem psychologisch exzellent ausgefeilten Thriller HAPPY END oberhalb der Messlatte, an der sich nur sehr gute Bücher des Genres einfinden. Man merkt anhand der Charaktere mit ihren Ängsten und Hoffnungen auf eine angenehme Art Bestgens Erfahrung im psychologischen Fachbereich. Die Spannung entsteht nicht wie in billigen Reißern durch eine Aneinanderreihung von blutigen Metzeleien am Fließband, sondern durch eine tiefgründige Darstellung der Protagonistin Isa Winterberg. Der Leser begleitet die Mutter von Ben und Hauptfigur bis auf ein paar kleine Ausnahmen komplett aus ihrer Erzählperspektive. Bis zum Schluss ist nicht klar, was es mit Bens Verschwinden und Wiederauftauchen auf sich hat und welche Rollle die verschiedenen Figuren spielen. Und dann wird zum Ende hin auch noch ganz souverän das Tempo und Actionlevel angezogen. Könnte ich einen Preis für den besten Newcomer-Thriller des Jahres vergeben, dann würde er an Sarah Bestgen für HAPPY END gehen.
Happy End ist ein Thriller, den ich vor ein paar Jahren nicht hätte lesen können - es geht nämlich darum, dass der kleine Ben, 4 Monate alt, aus dem Haus seiner Eltern entführt wird, während die Mutter kurz Wäsche zusammen gelegt hat. Allein diese Ausgangslage hätte mich, als meine Kinder noch so jung waren, echt fertig gemacht. Nun sind sie 13, 16 und 20 Jahre alt und ich nicht mehr so nah an der Babyzeit dran, dass mich ein solcher Plot total verängstigen würde. Die Gefühle der jungen Mutter Isa konnte ich aber den gesamten Thriller hindurch absolut mit fühlen! Sarah Bestgen trifft es perfekt, das Gefühlchaos Isas immer wieder dem Leser zu vermitteln. Erst als ihr Baby mitten am Tag praktisch unter ihren Augen verschwindet, dann, als der kleine Ben nach mehr als einem halben Jahr wieder auftaucht und ihr fremder vorkommt, als sie erwartet hat. Wie sich die Geschichte entwickelt und was mit Isa passieren wird, ist wirklich absolut spannend geschrieben und hat mich atemlos weiter lesen lassen bis zum überraschend-erschreckenden Schluss! Absolute Leseempfehlung für Thriller Liebhaber und Trigger Warnung für Menschen mit Babys!!!!
Ich war direkt von Beginn an in der Geschichte gefangen. Die Handlung entwickelt sich zunächst ruhig, aber intensiv, mit einem ständigen Gefühl der Unsicherheit, das sich leise, aber stetig durchzieht. Der Schreibstil war einfach spannend und sehr gut zu lesen.
Ich fand das Buch sehr spannend, aber auf eine eher stille, psychologisch dichte Art. Es lebt nicht von viel Action, sondern von der inneren Zerrissenheit der Figuren, den kleinen Details und dem, was unausgesprochen bleibt. Gerade das macht die Geschichte so glaubwürdig und beklemmend.
Gegen Ende nimmt das Tempo deutlich zu, es gibt viele Wendungen und Entwicklungen, die mich überrascht und zum Teil regelrecht überrumpelt haben. Manche Dinge konnte ich erahnen, andere haben mich komplett kalt erwischt. Besonders gelungen fand ich, wie sich das Bild Stück für Stück zusammensetzt, bis zur letzten Seite bleibt man dran und will wissen, was hinter allem steckt.
Ein stiller, aber eindringlicher Psychothriller mit Tiefgang. Ein sehr fesselndes und gutgeschriebenes Debut.
Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende dermaßen gefesselt, dass ich es fast nicht aus der Hand legen konnte.
Die Geschichte hat es in sich und ist so hervorragend erzählt, dass ich mit Isa mit gelitten habe und ihren Schmerz und die Verzweiflung regelrecht gespürt habe.
So spannend und fesselnd. Einfach nur mega.
Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und enden in einem atemraubenden Showdown.
Was für ein großartiger Psychothriller. Ich bin restlos begeistert, auch von der psychologischen Tiefe des Buches.
Wirklich gut ! Die Story beginnt sofort, man ist gleich mittendrin. Dann - etwas später - passiert gar nicht mehr soviel, aber es bleibt trotzdem interessant und ich blieb gerne dabei und habe gerne weiter gelesen. Relativ unvermittelt nimmt die Story richtig Fahrt auf und ich hatte ein tolles Lesevergnügen. zu fünf Sternen konnte ich mich trotzdem nicht durchringen, da war es dann doch etwas zu dick aufgetragen. Für Freunde des Thrillers ist es auf jeden Fall zu empfehlen und ich freu mich schon auf das zweite Buch von Sarah Bestgen, welches in ein paar Monaten kommen soll
Ein sehr emotionales Buch, mit einer guten Storyline. Ich fande den Anfang etwas zäh, da Isas Gedanken und Gefühle ständig aufs Neue wiederholt wurden. Natürlich ist es für den Leser wichtig, in die Emotionen der Protagonistin Einblick zu erhalten und diese bestenfalls nach zu empfinden. Jedoch wurden viele ihrer Gedankengänge immer wieder aufs Neue wiederholt, was mich zeitweilig etwas gelangweilt hat. Aber nach der Hälfte hat das Buch dann sehr schnell an Fahrt aufgenommen und wurde richtig spannend. Ein Ende, mit dem ich so nicht gerechnet hätte.
Sarah Bestgen hat mich mit diesem Buch überrascht und tief berührt. Die Geschichte ist intensiv, emotional und lässt mich nachdenklich zurück.
Die Figuren sind komplex und realistisch gezeichnet, der Schreibstil fesselnd und einfühlsam. Besonders gefallen hat mir, wie Isas Gefühle beschrieben wurden.
Fast perfekt – nur an der Anfang hat sich meiner Meinung nach ein wenig gezogen. Trotzdem: Ein spannender Roman, der lange nachhallt. -> 4,5 stars