Wer kennt ihn nicht, diesen heimlichen Wunsch nach Hilfe aus ausweglos erscheinenden Situationen? Hilfe, die plötzlich auftaucht, für die man nichts tun muss, die alle Probleme löst. Die Chance ist minimal, doch wer die einzige Visitenkarte des Doktors erhält, ist gerettet!
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an fasziniert, weil es eine ungewöhnliche Mischung aus Thriller, psychologischem Drama und moralischer Gratwanderung bietet. Die Idee einer geheimnisvollen Visitenkarte, die nur wenigen Auserwählten überreicht wird und in scheinbar ausweglosen Situationen Rettung verspricht, ist gleichermaßen verstörend wie spannend.
Dr. Philip Good ist eine Figur, die mich tief beeindruckt hat. Arzt zu sein ist für ihn keine Karriere, sondern Berufung, und genau das macht ihn zu einem Charakter voller Widersprüche: introvertiert, melancholisch, aber gleichzeitig selbstlos und kompromisslos in seinem Drang, den wahren Ursachen von Leiden auf den Grund zu gehen. Dabei wird schnell klar, dass seine „Therapie“ alles andere als konventionell ist. Er beseitigt nicht Symptome, sondern die Menschen, die sie verursachen, ein Ansatz, der sowohl moralische Fragen aufwirft als auch für packende Spannung sorgt.