Im Leben ist irgendwann vieles wen wir lieben, wo wir arbeiten, wie wir wohnen. Manche sind froh, angekommen zu sein – andere fürchten, festzustecken in einem Leben voller Routinen, und fragen sich, ob es das schon war. Wie finden wir neue Lebensziele, wenn vieles erreicht ist? Wie gehen wir damit um, dass sich die Zeithorizonte langsam verengen und einige Züge mittlerweile abgefahren sind? Philosophisch fundiert und voller Bezüge aus dem Alltag denkt Barbara Bleisch nach über Lebenserfahrung, Leichtigkeit und Gelassenheit. Dem Klischee der „midlife crisis“ setzt sie eine Philosophie der Lebensmitte entgegen, die hineinführt in die existenziellen Fragen unserer Jahrzehnte als Erwachsene – und in die beste Zeit unseres Lebens.
„Im Vergleich zum Alter dieses Fleckens ist mein Verbleib auf Erden unfassbar kurz, ein belangloser Wimpernschlag der Ewigkeit, mehr nicht. Manchmal finde ich das tröstlich, weil es mir Distanz schenkt, zum eigenen Leben.“ S.22
In "Mitte des Lebens" widmet sich die Philosophin Barbara Bleisch den großen Fragen, die uns um die Lebensmitte beschäftigen: Habe ich alles erreicht, was ich wollte? Bin ich glücklich? Diese Überlegungen betreffen nicht nur die Karriere oder das Privatleben, sondern auch die tiefergehenden philosophischen Fragen nach Erfüllung und Sinn.
Das Buch beginnt mit einer eher pessimistischen Sichtweise, die die Zweifel und Unsicherheiten vieler Menschen in dieser Phase des Lebens aufzeigt. Doch im Laufe der Lektüre gelingt es Bleisch, diese negativen Perspektiven zu entkräften. Sie zeigt, dass das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken, nicht das Ende bedeutet, sondern der Beginn eines neuen Nachdenkens über das eigene Leben sein kann. Trotz der vielen aufgeworfenen Fragen ist das Buch letztlich ein optimistisches Werk. Es ermutigt dazu, sich nicht an unerreichbaren Zielen abzuarbeiten, sondern die Dinge zu finden, die uns wirklich begeistern. Gerade in einer Zeit, die von Perfektion und Selbstoptimierung geprägt ist, ist es wohltuend, zu hören, dass es nicht notwendig ist, alles werden zu müssen.
„Erwachsen oder mündig zu werden, bedeutet wie gesagt mitunter, sich abzugrenzen von dem, was andere einem vorgegeben haben und von uns erwarten. Das Finden der eigenen Stimme ist in der Jugend und den frühen Erwachsenenjahren dabei vorrangig eine Frage der Differenz: »Wer bin ich im Verhältnis zu den anderen?« Die Aufgabe, die sich stellt, wenn man mit eigener Stimme sprechen will, ist in diesen frühen Jahren anders gesagt vorrangig eine der Desintegration: Autoritäten zu misstrauen und aufoktroyierten Regeln zu widersprechen, sofern sie nicht länger zu uns passen. In den mittleren Jahren gilt es, vor dem Hintergrund der gemachten Erfahrungen und gelebten Beziehungen eine neue Frage zu stellen: »Wer will ich sein im Verhältnis zu mir selbst?« Die Frage ist nicht mehr vornehmlich eine der Differenz, sondern eine der Identität: Wer bin ich geworden, und wer will ich im Weiteren sein?“ S.147
Obwohl ich erst Mitte zwanzig bin, hat mich das Buch zum Nachdenken angeregt. Bleisch schafft es wie immer, komplexe philosophische Inhalte durch einfache Beispiele greifbar zu machen. Dabei gibt sie keine fertigen Antworten, sondern regt zum Weiterdenken an. Besonders beeindruckend ist, dass nach jedem "Aha-Moment" neue Fragen entstehen, die die Leser_innen tiefer in die Materie führen. Die verschachtelten Sätze und die manchmal etwas komplizierte Sprache machen die Lektüre zwar anspruchsvoll, mindern jedoch nicht die inhaltliche Tiefe.
Das Buch erinnert daran, dass ein gutes Umfeld, ein sicherer Job und äußerer Erfolg nicht immer ausreichen, um sich erfüllt zu fühlen. Bleisch zeigt, wie wichtig es ist, die Fähigkeit zu Staunen zu bewahren und Dinge zu finden, die uns wirklich begeistern.
‚Mitte des Lebens’ ist kein klassischer Ratgeber, sondern ein philosophisches Werk, das zum Nachdenken anregt. Trotz anspruchsvoller Sprache gelingt es Bleisch, wichtige Erkenntnisse über das Leben zu vermitteln und dabei Mut zu machen. Auch jüngere Leser_innen können aus dem Buch lernen, dass es in Ordnung ist, nicht alles werden zu müssen. Es zeigt eindrucksvoll, dass das Staunen und die Begeisterung für das Leben die entscheidenden Schlüssel zu einem erfüllten Dasein sind.
„Das menschliche Dasein lässt sich nicht lösen, nur leben.“
Ich gehöre zwar zu Alterskohorte, an die sich dieses Buch richtet, aber ich sehe mich trotzdem nicht als Teil der Zielgruppe. Das Buch ist im Grunde philosophisch fundierte Lebenshilfe für Menschen, die mit dem Umstand des Nicht-mehr-ganz-jung-Seins hadern. Dabei bedient sich die Autorin in allen möglichen Schubladen der Geistesgeschichte, von Aristoteles bis „Lost in Translation“. Im Hinblick auf die philosophischen Anteile hat das etwas Häppchen-haftes. Barbara Bleisch entwickelt dabei nicht wirklich eine kohärente Philosophie der „mittleren Jahre“, sondern wirft Spotlights auf spezifische Gedanken und Gefühle, die diese Lebensphase prägen: Nach u.U. turbulenten Jugendjahren ist das Leben in feste Bahnen geglitten, es ist noch viel möglich, aber eben nicht mehr alles, Bedauern stellt sich ein und die Frage, wie das Leben noch anders hätte aussehen können, man hat den Tod vielleicht nicht direkt vor Augen, aber die „Bucket list“ gewinnt eine gewisse Dringlichkeit, wenn man seine Ziele nicht schon erreicht oder ganz aufgegeben hat. Dabei hat mich gestört, dass Bleisch von einem relativ normierten Einheitslebenslauf ausgeht: Kindheit, Ausbildung, Beruf, Familiengründung. Hier hätte der ein oder andere Blick rüber zu den Soziologen nicht geschadet, die schon lange die Abnahme dieser Einheitslebensform konstatieren. Zudem ist mir immer unangenehm, wenn Autoren inflationär das einschließende „Wir“ benutzen. Überhaupt erscheint mir Bleischs Blickwinkel sehr solipsistisch: Gesellschaftliches Rollenverhalten und -erwartungen, aber auch der Jugendwahn der Konsumgesellschaft spielen in ihrer Betrachtung eine geringe bis gar keine Rolle, sie stellt das um sich selbst kreisende Individuum ins Zentrum.
Viele Erkenntnisse teile ich, etwa bei der Frage nach dem Bedauern früherer Lebensentscheidungen oder den Vorzügen der Gelassenheit rennt sie bei mir offene Türen ein. Sprachlich nerven manchmal ihre etwas salbungsvoll vorgebrachten Metaphern, während ich die philosophischen Passagen z.T. sehr anregend fand, z.T. Gedanken bestätigt fand, die ich bereits vor der Lektüre dieses Buches hatte. Deshalb gab es mir letztendendes nicht allzuviel, weil es auf sehr persönlicher Ebene ein Problem zu lösen versucht, dass meines nicht ist.
Als ich dies hier schreibe, bin ich 42 Jahre alt. Wenn ich Glück habe und die durchschnittliche Lebenserwartung für Frauen in Deutschland von etwa 82 Jahren erreiche, habe ich die Hälfte meines Lebens bereits hinter mir. Ein Gedanke, der sich immer wieder anfühlt wie ein Schlag ins Gesicht und ich denke ihn in letzter Zeit ziemlich oft. Immerhin steht die zweite Halbzeit an - und danach: Schluss, Ende, Aus, Micky Maus. Und keiner weiß ja, ob ich sie bis zum Ende "durchspielen" werde, das kommt ja noch hinzu. Puh, ich kann nur sagen “Midlife Crisis” kicks hard. Es stellen sich halt so Fragen wie: Hat man genug erlebt? Passt man zu dem Leben, das man jetzt führt? Wie ist der Status Quo und was kriegt man in der nächsten und - OMG - letzten Hälfte noch unter? Eine deprimierende Halbzeitpause. Andererseits: Ich war eigentlich auch noch nie glücklicher in meinem Leben als ich es derzeit bin, irgendwie ist man angekommen.
Dieses Gefühlswirrwarr in einer rationalen Weise aufgedröselt zu bekommen, erhoffte ich mir von “Mitte des Lebens. Eine Philosophie der besten Jahre” von Barbara Bleisch. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise durch die “Lebensmitte”, die, natürlich nur im Durchschnitt, mit etwa 40 Jahren beginnt und irgendwo mit 60plus endet. Philosophisch wurde bislang wohl eher wenig explizit über diese mittleren Jahre nachgedacht und “Mitte des Lebens” ist insofern etwas Neues. Die Autorin möchte Versuche präsentieren, diese “Lebensphase zu verstehen, die allzu oft nur als düster und verworren dargestellt” (37) werde, und doch die “potentiell beste Zeit unseres Lebens” (37) sein könne. Barbara Bleisch möchte nicht nur über die “Krisenanfälligkeit” (33) der mittleren Jahre nachdenken, sondern auch über das Potenzial der “reichen Fülle” (33), die diese Jahre zu bieten haben.
Der Angang mit Literatur- und Quellenverzeichnis beträgt 28 kleingeschriebene Seiten. Dementsprechend kann man sich vorstellen, wie sehr dieses Buch aus Zitaten und sekundären Gedanken anderer besteht, die die Autorin für ihre eigene Argumentationslinie zusammenkleistert. Der Ton ist dezidiert ein wissenschaftlicher und das muss man als Leser:in freilich mögen. Hier nimmt uns nicht eine ebenfalls von den mittleren Jahren “betroffene” Freundin an die Hand, sondern eine waschechte Philosophin, die ihre Sekundärliteratur aber auch zahlreiche Filme und belletristische Bücher kennt und gar nicht so viele “originäre” Tipps zu geben vermag: Alles ist schon irgendwie irgendwo gedacht, gezeigt und geschrieben worden, man muss es nur thematisch ordnen und zusammentragen können. Das kann Barbara Bleisch hervorragend.
Ich habe viele positive Impulse mitgenommen aus diesem Buch. Zum Beispiel hat mich das Kapitel über die “Wunder des Lebens” bzw. den “fehlenden Glanz” (210ff.) besonders beeindruckt. Leben im und für den einzigartigen Moment, das ist doch das, was wir in jeder Lebensphase machen sollten. Dennoch sollte man diesem Buch mit einem gewissen gefertigten Geist begegnen, um es richtig schätzen zu können. Allzu orientierungslos sollte man nicht gerade sein, auch als leichte Bettlektüre kann ich es nicht empfehlen. Man braucht definitiv alle Sinne, es ist keine sogenannte “leichte Lektüre”. Auch kann es durch die häufige Erwähnung des Themas Tod etwas deprimierend sein.
Ein sehr gutes Sachbuch, das definitiv zum Nachdenken anregt über den eigenen Lebensweg und vor allem darüber, wie wir die “mittleren Jahre” für uns gewinnbringend gestalten.
Bei mir rückst die 40 immer näher und damit auch langsam, aber sicher die Mitte des Lebens. Da kam mir das gleichnamige Buch von Barbara Bleisch gerade recht.
In sieben Kapiteln lässt sie uns an ihren und gesammelten Gedanken zum Thema Lebensmitte teilhaben. Es geht um das, was war, das, was noch kommt, das Bedauern, aber auch das Hoffen, das Zurückblicken und das Vorausschauen.
Ich konnte mich in einigen Gedanken wiederfinden, in vielen aber auch nicht. Meinem Hadern mit dem Älterwerden konnte das Buch leider recht wenig entgegensetzen. Auch wenn ich ein paar neue Impulse mitnehmen konnte, bin ich doch recht enttäuscht von der Lektüre. Vielleicht hatte ich falsche Ansprüche, vielleicht ist eine rein philosophische Herangehensweise nicht die richtige für mich. Ich glaube, ich hätte ein praktischeres Buch gebraucht. Zudem habe ich beim Lesen immer mehr den Faden und das Interesse verloren, was das Lesen zäh gemacht hat.
Ich finde das Thema der mittleren Jahre mit ihren Herausforderungen interessant. Auch weil ich mich in ihnen befinde. Nur leider fand ich das Buch langweilig, ich habe keine anregenden Gedanken gefunden, auch nichts was mich sehr aufregt. Etwas dachte ich an all die Leben, die mit sehr viel Last und wenig Ressourcen durchkommen müssen. Wie würden sie dieses Buch erleben? Ist es nicht sehr fern ihrer Lebenswirklichkeit? Das letzte Kapitel hat mich am meisten angesprochen. Es ist etwas persönlicher.
Viele Wiederholungen. Es greift mir an manchen Stellen zu kurz, die Psychologie sollte stärker eingebunden werden. Hatte für mich keinen richtigen Mehrwert. Habe der Autorin beim laut denken zugehört.
Wenn Ijoma Mangold "Mitte des Lebens" nicht empfohlen hätte, hätte ich wohl nicht zu dem Buch gegriffen. Ich hätte es in die Kategorie "Lebenshilfe" eingeordnet, bin aber kein großer Leser von Ratgebern. Barbara Bleisch hat aber ein anderes Ziel. Sie möchte die Lebenszeit zwischen 35 und 65 Jahren philosophisch fundiert kartographieren. Es geht ihr aber nicht darum einen Weg auf dieser Karte zu empfehlen. Obwohl sie diesem Anspruch in weiten Teilen gerecht wird und die vielen philosophischen und literarischen Referenzen sowohl interessant als auch passend sind, hat mich das Buch eigenartig kalt gelassen. Oft dachte ich, dass die beschriebenen Aspekte selbstverständlich sind und keiner Analyse bedürfen. Eventuell liegt es daran, dass ich mich näher am Ende als am Anfang der untersuchten Lebensphase befinde. Vielleicht hätte mich der Text, wenn ich ihn mit Mitte 30 hätte lesen können, mehr interessiert.
Ein Buch, das ich letzten Sommer kaufte, als es noch nur dem Titel nach zu mir passte, und das mir nun, da mich vor kurzem die Gedanken trafen, um die es darin geht, eine wertvolle Hilfe zum weiter- und zum drumherumdenken war.
Barbara Bleisch, Philosophin aus der Schweiz, stellt in ihrem Buch zusammen, was die Philosophie an Ideen zu den Fragen zu bieten hat, die sich Menschen stellen, die sich noch nicht alt, aber auch nicht mehr jung fühlen. Das ist ergiebig, denn da gibt es so viel mehr zu denken als das, was die Klischees um den Begriff »Midlife Crisis« abbilden, in denen es doch hauptsächlich darum geht, dass Dinge nachgeholt werden sollen, die man plötzlich verpasst zu haben glaubt. Ich beispielsweise hadere keineswegs mit Vergangenem. Vielmehr bin ich zufrieden, wie mein Leben bis zu diesem Punkt verlaufen ist, fühle aber eine gewisse Leere mit dem Blick in die Zukunft und stelle mir nun die Frage, womit ich meine weiteren Jahre verbringen soll. Ob mit Zielen, mit Lust, mit Sinn; mit welchen, welcher, welchem.
In Barbara Bleischs Buch gibt es sieben Kapitel, in denen sieben unterschiedliche Blicke auf die Mitte des Lebens dargestellt und philosophisch behandelt werden. Kapitel 5 ist das für mich. Meine Antworten muss ich noch finden, das ist meine ganz eigene Aufgabe, natürlich. Aber durch Kapitel 5 ist mir das Warum zu einigen meiner Gedanken und Gefühle nun klarer. Mehr konnte ich mir von einem Buch nicht wünschen.
Das Buch liefert spannende Perspektiven auf die Mitte des Lebens. Der Autorin gelingt es, das Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten und sowohl die Herausforderungen anzuerkennen, als auch Zuversicht zu schaffen. Und das ohne Toxic Positivity. Eine Wohltat. Ich denke, sie holt damit sehr viele Menschen ab. Egal, wie unterschiedlich die lesende Person gerade im Leben steht. Ein tolles Buch.
In der Buchbeschreibung steht unter anderem der folgende Satz, der mich ansprach und zum Buch greifen liess: “Dem Klischee der „midlife crisis“ setzt sie eine Philosophie der Lebensmitte entgegen, die hineinführt in die existenziellen Fragen unserer Jahrzehnte als Erwachsene – und in die beste Zeit unseres Lebens.” Ich schlussfolgerte daraus fälschlicherweise, eine sehr positive und motivierende Lektüre lesen zu können.
Meine Erwartungen an dieses Buch wurden leider nicht erfüllt. Ich muss zugestehen, dass ich die falsche Schlussfolgerung zog und die Autorin somit nichts falsch gemacht hat. Dieses Buch entspricht einfach nicht meinem persönlichen Lesegeschmack.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut und ich finde es passend zur Thematik. Alle Kapitel beginnen mit zwei einleitenden Zitaten, die mich schon nicht angesprochen haben. Der Schreibstil ist weitestgehend verständlich. Die philosophische Ausarbeitung der verschiedenen Themen machte mir das Lesen eher schwer.
Barbara Bleisch philosophiert in verschiedenen Kapiteln über Lebensziele, Chancen, und über verschiedene Sichtweisen auf das Leben. Sie betont eher die negativen Aspekte der Lebensmitte als die positiven. Zudem spürt man ihr Bedauern darüber, dass die Lebensmitte schon erreicht und die verbleibende Lebenszeit entsprechend kurz ist. Generell wurde für das Buch sehr gut recherchiert und das Quellenverzeichnis am Ende des Buches ist entsprechend lang.
Ich empfehle dieses Buch Menschen, die der Realität ins Auge blicken möchten und nicht mit dem Schicksal hadern.
Dieses Buch ist eine entsetzliche Textwüste, die zur Hälfte aus bunt aneinandergereihten Zitaten besteht und wohl so schon in drölf anderen beliebigen Ratgebern zu lesen war.
„Im Leben ist irgendwann vieles entschieden: wen wir lieben, wo wir arbeiten, wie wir wohnen. Manche sind froh, angekommen zu sein – andere fürchten, festzustecken in einem Leben voller Routinen, und fragen sich, ob es das schon war. Wie finden wir neue Lebensziele, wenn vieles erreicht ist? Wie gehen wir damit um, dass sich die Zeithorizonte langsam verengen und einige Züge mittlerweile abgefahren sind? Philosophisch fundiert und voller Bezüge aus dem Alltag denkt Barbara Bleisch nach über Lebenserfahrung, Leichtigkeit und Gelassenheit. Dem Klischee der „midlife crisis“ setzt sie eine Philosophie der Lebensmitte entgegen, die hineinführt in die existenziellen Fragen unserer Jahrzehnte als Erwachsene – und in die beste Zeit unseres Lebens.“
Autorin Barbara Bleisch hat mich mit ihrem aktuellen Buch „Mitte des Lebens“ wirklich begeistert. Es ist kein Ratgeber wie man ihn üblicher Weise kennt, der einem Ratschläge gibt und man dadurch vielleicht selbst ins zweifeln kommt oder wo Autor oder Autorin einem vermeintliche kluge Ratschläge mit auf dem Weg geben wollen die aber eher belehrend wirken und nicht erhellend.
Bleisch benennt hier wahrlich eine Vielzahl an Quellen und lässt diese gekonnt in ihre eigene Geschichte, in ihre eigenen Gedanken einfließen. Diese Masse an Quellen zeigt einerseits auf, wie besonders dieses Thema ist, wie oft dieses Thema zu einem bestimmten Klischee transportiert wurde und wie unterschiedlich es betrachtet werden kann, wenn man nur offen genug dafür ist. Durch ihren offenen und unheimlich flüssigen Schreibstil fliegt man nur so durch dieses „Gedanken“-Buch. Es regt zum nachdenken an, es lässt den Leser gekonnt auf das Thema ein und es wertet null. Jeder Leser wird hier andere Erfahrungen beim lesen machen, da man sein eigenes Leben perfekt darauf münzen kann. Jeder wird die Mitte seines Lebens anders betrachten, anders erlebt haben, anders geplant haben - wie auch immer. Bleischs Ansichten waren für meine Begriffe äußerst gelungen auf den Punkt gebracht und dadurch war dieses Buch eine echte Bereicherung. Das Buch ist eher philosophisch geschrieben und genau darauf will die Autorin auch hinaus: wir Leser sollen genau wie sie darüber einfach nur philosophieren anstatt zu grübeln oder uns zu ärgern oder wie auch immer. Durch diese Art der Buchgestaltung war ich den Zeilen schnell verfallen und bin tief in sie hineingetaucht. Bleisch betrachtet stets beide Seiten der Medaille ohne dabei etwas zu schönen. Fazit: ein äußerst gelungenes Buch wenn man offen ist für das Thema „Mitte des Lebens“. 5 verdiente Sterne hierfür!
Der kleine Moorsee Lai Nar im Engadin symbolisiert für Barbara Bleisch den Verlauf ihres Lebens – hier wanderte sie als Kind, Mutter und als Mutter Heranwachsender. Die Torfschicht des Moors könnte als Dokument des Werdens und Vergessen gesehen werden. Bleischs Bild einer erreichten Hochebene und ihre Vorstellung von Landkarten des Lebens, auf denen aus unterschiedlichen Blickwinkeln nur Ausschnitte fokussiert werden, verdeutlichen die erreichte Lebensmitte bildhaft. In ihrer philosophischen Betrachtung definiert sie Lebensmitte als Alter, in dem wir selbst über uns entscheiden und in dem die Fähigkeit eines Erwachsenen zur Impulssteuerung von uns erwartet wird. Ab Mitte der 30er setzt - in der Rushhour des Lebens - meist eine Rückschau auf das Erreichte ein, die mit Stagnation, Hadern über verpasste Chancen oder einem Richtungswechsel verbunden sein können. Die Einsicht in mittlerem Alter, nicht der Mittelpunkt des Universums zu sein, sieht die Autorin positiv, da sie mit Mustererkennung einhergeht und der Einsicht, dass schwere Lebenssituationen wieder vorbeigehen. Die Themen Abhaken einer Bucket List, Abschließen von Phasen, um Neues beginnen zu können, intrinsische Motivation zum Handeln und Generativität (Sorge für die nachfolgende Generation) nehmen bei Bleisch breiten Raum ein. Weitere Stichworte sind Lebendigkeit, Wundern, Ratlosigkeit, aber auch Double Standard of Aging. Beeindruckend fand ich Bleischs Wahl von Bertrand Russell als Vorbild, der einen hohen Preis für sein unabhängiges Denken zahlte und dennoch versöhnt auf sein Leben zurückblicken konnte.
Fazit Barbara Bleischs philosophische Betrachtung will kein Ratgeber sein und gibt keine Ratschläge für konkrete Situationen. Ihr philosophischer Ansatz fordert, Vorannahmen loszulassen, das Thema von allen Seiten zu betrachten und neu zu beurteilen. Dazu liefert sie eine Fülle von Zitaten und Quellen, die sich als Gesprächseinstieg nutzen lassen. Mir war der Ansatz zu allgemein, zu wenig auf die aktuelle gesellschaftliche Situation bezogen, da gerade im fokussierten Alter im Hamsterrad von Familiengründung u. a. Care-Arbeit die „Mitte“ oft nur schwer zu finden ist.
Lebenswege und philosophische Einsichten aus der Lebensmitte betrachtet
Barbara Bleischs "Mitte des Lebens" ist ein tiefsinniges philosophisches Werk, das zum Nachdenken anregt. Anstatt Ratschläge zu erteilen, verknüpft die Autorin ihre Gedanken mit Zitaten bedeutender Denker, was den Leser zur Selbstreflexion anregt. Themen wie Alter, Krankheit und Tod werden umfassend behandelt, was die Lektüre bereichert, anstatt zu stören. Das Buch fungiert als Augenöffner und Begleiter und behandelt präzise und lebensnah die Herausforderungen des Älterwerdens ohne belehrend zu wirken. Besonders hervorzuheben ist Bleischs wissenschaftlich fundierter und dennoch zugänglicher Schreibstil. Ihr philosophischer Ansatz betrachtet das Leben als eine Art Landschaft mit Höhen und Tiefen, was den Leser dazu einlädt, seinen eigenen Lebensweg zu reflektieren. In sieben Kapiteln liefert sie tiefgründige, essayistische Einblicke in die existenziellen Fragen und Wendepunkte der Lebensmitte. Bleischs Werk ist nicht nur inspirierend, sondern auch strukturiert und gut durchdacht. Es fordert aktives Mitdenken, was es besonders wertvoll macht für diejenigen, die sich in der Mitte ihres Lebens befinden und nach Antworten suchen. Ein empfehlenswertes Buch, das immer wieder zu neuen, erhellenden Reflexionen anregt. Des Weiteren ist das Buchcover von "Mitte des Lebens" ebenfalls sehr ansprechend gestaltet. Es zeigt ein Bergmotiv im Sonnenlicht, das an die Abenddämmerung erinnert. Diese visuelle Darstellung passt perfekt zum Inhalt des Buches, das die Lebensmitte als einen Punkt betrachtet, von dem aus es zeitlich gesehen bergab geht. Das symbolische Bergmotiv weckt Assoziationen an einen erfüllten Lebensweg, Zufriedenheit nach einem erfolgreichen Aufstieg und die Ruhe und Erholung nach einer anstrengenden Wanderung. Das Cover fängt die Essenz des Buches ein und lädt den Leser ein, sich auf eine philosophische Reise durch die Lebensmitte zu begeben.
Barbara Bleisch kündigt an, mit ihrem Buch das "Dickicht der Lebensmitte" philosopisch ergründen zu wollen. Dabei widmet sich die Autorin in 7 Kapiteln den speziellen Aspekten dieser Lebensphase - u.a. wie ist es, wenn das Ende in Sicht ist, über Reue, Bedauern und Ambivalenzen, aber auch die Frage was noch kommt. Das Cover nimmt den ruhigen Schreibton sowie das Thema sehr schön auf. So sieht man auf dem bläulich gehaltenen Bild einen Berggipfel, der symbolisch über die vergangenen Jahrzehnte erklommen wurde und von dem aus nun vielleicht zunächst inne gehalten, aber auch Rückschau gehalten und der Ausblick auf Zukünftiges genossen wird. Wichtig ist vielleicht zu wissen, dass das Buch keinerlei Anspruch hat, als Ratgeber durch die Midlife-Crisis zu führen. Ganz im Gegenteil, sehr klug durchdenkt Barbara Bleisch die Thematik und greift dabei auf zahlreiche Quellen zurück angefangen aus der Antike bis heute. Zwischendrin bringt sie immer wieder kleine persönliche Anekdoten, die den Lesefluss etwas auflockern. Man muss sich auf das Buch einlassen wollen und die Bereitschaft haben, möglicherweise sein Lesetempo etwas zu drosseln, um dem Inhalt Zeit zu geben, gedanklich bei einem selber zu reifen. Mir hat das Lesen sehr viel Freude gemacht und einzelne Argumentationen haben mich sehr bereichert und meine Sicht erweitert. Es ist ein Buch, welches anders als die meisten anderen Bücher, dauerhaft in mein Regal einziehen darf und sicher nochmal gelesen wird bzw. ich bewusst bestimmte Stellen nachlesen werde. Ich bin sehr gespannt, wie sich meine persönliche Sicht möglicherweise mit zunehmendem Alter nochmal verändern wird.
Das Cover hätte für meinen Geschmack ein wenig anders ausfallen können, obwohl ich durch die Erläuterungen dazu im Buch verstanden habe, was sie symbolisieren sollen. Es handelt sich hier um das begleitete Auseinandersetzen mit dem Alter, genauer gesagt mit der angenommenen, vermeintlichen Lebensmitte. Mann/Frau hat schon einiges erlebt; Gutes wie Schlechtes, im Normalfall ist man daran gereift und gewachsen und irgendwann beginnt fast jeder, seine bisherigen Lebensjahre, sowie den IST-Zustand zu hinterfragen. Es kann, muss aber nicht hilfreich sein, wenn man in dieser Lebensphase ist, ein solches Buch bei der Hand zu haben, welches einen sanft und philosophisch, untermalt mit Persönlichem und aus der Praxis gesprochen; hindurchbegleitet. Es gibt zudem durchaus Inspirationen, zukünftig dieses oder jenes zu ändern. Anhand der „Anmerkungen“ erkennt man, dass lange und (gut) recherchiert wurde. Manchmal macht mich das Buch jedoch auch beklommen, da ich die „Mitte des Lebens“ bereits deutlich hinter mir habe, mir jedoch noch mind. zwei , drei super Jahrzehnte erwarte Dieses Buch war für mich mental ein wenig anstrengend zu lesen, trotz des angenehmen, leicht zu lesenden Schreibstils, ich habe relativ oft innegehalten und meine Gedanken sind abgeschweift. Ich habe über manche Aussagen in den Kapiteln sinniert, ob ich das auch so sehe, ob diese Sätze für mich passen oder nicht, das braucht seine Zeit. Gut strukturiert fand ich die 7 Kapitel auch, daher alles in allem eine Leseempfehlung.
Ich empfehle das Sachbuch von Barbara Bleisch, "Mitte des Lebens" einer bestimmten Leserschaft, die auf der Suche oder am Zweifeln ist. Obwohl das Buch "Mitte des Lebens" heißt, würde ich es erst so ab 50+ empfehlen, aber das ist sicher individuell.
Die Autorin gibt keine Tipps oder Ratschläge für die Mitte des Lebens, für die Midlife Crisis, mit der sich das Buch beschäftigt, aber sie regt zum Denken und Nachdenken in unterschiedliche Richtungen an. So ist der Untertitel des Buches auch "Eine Philosophie der besten Jahre".
Auch die Kapitel sagen viel aus über den Inhalt des Buches. Da gibt es "In den besten Jahren", "War es das schon?", "Alles erreicht" oder "Reue, Bedauern und Ambivalenz". Viele der Gedanken gehen einem irgendwann durch den Kopf, besonders sicher, wenn man vielleicht zu lange das Gleiche macht, wenn die Kinder aus dem Haus gehen, wenn man an einem Wendepunkt des Lebens steht oder vielleicht gern stehen möchte.
Das Buch ist ein Sachbuch, das zufrieden macht und das man immer wieder zur Hand nehmen kann. Damit finden Menschen, die sich gerade auf der Suche befinden, sicher Antworten, die in der Midlife Crisis helfen können.
In der Mitte des Lebens befinde auch ich mich, wenn mir das Durchschnittsalter von ca. 82 Jahren vergönnt ist. Da kann man sich bekanntlich aber nie sicher sein. In diesem Alter ist vieles entschieden und viele Wege sind gegangen und eingeschlagen. In diesem Buch setzt sich Barbara Bleisch dem Klischee der "midlife crisis" philosophisch entgegen, stellt Fragen, die zum Nachdenken anregen und stellt in den Raum, dass genau diese mittleren Jahre auch die beste Zeit unseres Lebens sein können. Es ist ein philosophisches Sachbuch mit extrem vielen Zitaten, welches man nicht so gemütlich im Bett vor dem Schlafen lesen kann. Es ist kein Ratgeber, der einen an die Hand nimmt und durch seine mittleren Jahre führt. Viel mehr lädt das Buch ein, in sich zu gehen, nachzudenken und zu prüfen. Fragen wie: Was ist ein gelungenes Leben? Wie verzeihen wir uns Verpasstes oder ungenutzte Chancen? Wie gehen wir mit der Endlichkeit und dem Näherrücken des Todes um? All diese Fragen und viele mehr finden sich in diesem Buch und können auch sehr aufwühlen. Ein sehr umfassendes, gelungenes Buch, bei dem man aber mit allen Sinnen und klarem Kopf auch mal durchbeissen muss. Und es lohnt sich.
Ich muss gestehen, dass ich das Buch angefragt habe, da es ein einfach wunderschönes Cover hat und ich so richtig auf den Klappentext nicht geachtet habe. So war ich dann schon ein wenig über den Inhalt überrascht, da ich irgendwie einen Roman erwartet habe. Dennoch habe ich das Buch als interessant empfunden, weil es sich auf philosophische Art mit der Mitte des Lebens beschäftigt. Zum Glück ist es nicht zu abgehoben geschrieben wie Philosophen es mitunter durchaus machen. Es muss nicht unbedingt von vorne bis hinten gelesen werden sondern man kann durch die Kapitel springen, je nachdem was einen gerade anspricht. Es werden viele Themen angeschnitten, die für den einzelnen wichtig sein können. Es ist ausdrücklich kein Ratgeber und so werden auch keine allgemein gültige Tipps gegeben, was ich auch gut finde. Das Buch lässt sich gut lesen, wenn auch etwas schwerer als es bei einem Roman gewesen wäre.
I'm not exactly the target audience (yet) but it found the book very insightful. It inspired me to think about my own life and what I still want out of it. It also encourages philosophical thinking and while it doesn't give you many tools to do so, it suggests that anyone can do it, thereby removing some of the barriers to philosophy - at least for me.
It never felt condescending or preachy. She is in the same boat as many others but doesn't force her experiences and learnings on the reder. She simply explains how one can try to find answers to the big questions in life.
Would have liked a bit more depth on some of the chapters. I often felt that just as it was getting interesting, she moved on to the next topic. At least it makes you think ;-)
I liked the 8 faces of morals and ended up discussing them with my partner over pancakes.
"Mitte des Lebens" ist ein philosophischer Blick auf das Leben der Mittelalten. Die jungen Jahre hat man hinter sich gelassen, viele Entscheidungen getroffen und nun ist man gesetzt oder bereut Dinge oder aber auch man stellt die Weichen neu. Die Autorin spricht viele Themenbereiche an, bringt Fragen auf den Tisch und legt sie, teilweise auch sehr persönlich, aus.
Alle Kapitel beginnen mit zwei einleitenden Zitaten, das hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist gut und leicht zu lesen, dennoch war mir persönlich die philosophische Ausarbeitung der Themen teilweise zu ausschweifend und mir fiel es nicht immer leicht bei der Sache zu bleiben.
Was ich weder passend, noch ansprechend finde ist das Cover mit dem Berg darauf. Für ein Sachbuch hätte ich etwas anderes passender gefunden. Insgesamt würde ich das Buch nicht unbedingt weiter empfehlen.
Das Cover des Buches sprach mich zunächst nicht an. Es war eher der Titel, der mich dazu bewegte, die Inhaltsangabe zu lesen. Mit Spannung erwartete ich das Buch, da expliziert angekündigt wurde, dass es keine Selbsthilfeanleitung darstellt. Und tatsächlich war dem auch so! Das Buch bietet eine Unterstützung für jene Menschen an, die ab einem gewissen Alter über ihr Leben nachdenken. Dabei wird kein bestimmter Weg oder werden keine bestimmte Gedanken vorgegeben. Die Autorin zeigt - aufgrund eigener Erfahrung - mögliche Verhaltensweisen auf. Dabei wird versucht, die Leserschaft dazu zu bewegen, das eigene Alter zu akzeptieren. Es wird versucht, den Mensch selbst zum Nachdenken zu bewegen, damit dieser selbst erkennt, was geändert werden kann. Der Schreibstil ist neutral und für dieses Thema daher ideal. Für jeden zu empfehlen!
Als Hörbuch gehört. Am 21.08 begonnen, am 30.08.2024 beendet.
Gelesen von Nina West
6h und 36 Minuten
Nina West hat großartige Arbeit geleistet beim Vorlesen des Buches. Auch sind tatsächlich 2-3 Unterbrecher enthalten, wo sie von vorn beginnen musste, was es aber irgendwie noch liebenswerter macht.
Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen, da es mich auch betrifft.
In der Mitte des Lebens, und nun? Wie damit umgehen, wie all das verstehen, was einem gerade passiert und um die Ohren fliegt.
Alles in allem ein fabelhaftes Buch mit vielen Erklärungen, oder Verweisen oder Zitaten anderer Philosophen und Autoren.
Barbara Bleisch hat fantastische Arbeit geleistet und ich werde mir das Buch bestimmt noch einmal anhören.
Wow, was für ein Buch! Wenn auch absolut keine leichte Kost, sind die lebensschweren Gedanken doch sehr klar und strukturiert dargelegt, sodass man ihnen mühelos folgen kann. Meiner Meinung nach wählt Barbara Bleisch dabei stets eine sehr differenzierte Ausdrucksweise und betont auf angenehme Art die Individualität eines jeden Einzelnen und klatscht einem bestimmt keine steifen Absolutismen um die Ohren. Mich bereicherte das Buch daher um viele wertvolle Ansichten & Blickwinkel und stimmte mich dem Leben ggü. tief versöhnlich.
Ich hab das Buch mit 21 gelesen und bin froh darum. Ich werde es wiederlesen, wenn ich es bis in die Mitte meiner Jahre schaffe, denn es hat viele schöne einsichtige Ratschläge und resonierende Tatsachen in diesem Buch, die einem helfen können, das Leben wieder rational zu betrachten und die Sachen so zu nehmen wie sie sind.
Viele Quellenangaben, die den dritten Stern retten. Man wird manchmal nachdenklich, aber insgesamt nur Stückwerk. Irgendwo zu Beginn schreibt die Autorin, sie hätte nach einem solchen Buch gesucht, aber nichts gefunden. Jetzt hat sie es halt geschrieben, teilweise über und für sich selbst.
Ich kann mit diesem Buch nichts anfangen, ganz nett zusammengetragen sind die philosophischen Gedanken und die passende Lektüre, aber jeder muss dann doch sein Leben einfach leben.