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Carmilla: Der weibliche Vampir

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Ein Klassiker der Vampire-Romance – so unsterblich wie Carmilla selbst.

»Carmilla« gilt als einer der ersten und gleichzeitig besten Vampir-Romane überhaupt. Eine junge Frau namens Laura lebt mit ihrem Vater auf dessen österreichischen Landsitz, dem Schloss Karnstein, in der Steiermark. Doch Lauras friedliches Leben gerät schnell ins Wanken, als sie auf die rätselhafte und schöne Carmilla trifft.  

In einem abgelegenen Schloss tief in den österreichischen Wäldern führt Laura ein einsames Leben mit ihrem kranken Vater als einzigem Gefährten. Bis in einer mondhellen Nacht eine Pferdekutsche vorfährt, die einen unerwarteten Gast an Bord hat – die schöne Carmilla. Schnell beginnt eine fiebrige, an Besessenheit grenzende Freundschaft zwischen Laura und ihrer geheimnisvollen, bezaubernden Begleiterin. Doch während Carmilla immer seltsamer und unberechenbarer wird und zu unheimlichen nächtlichen Streifzügen neigt, plagen  Laura eckzähnige Albträume und sie wird von Tag zu Tag schwächer...

Sechsundzwanzig Jahre vor »Dracula« ist »Carmilla« die ursprüngliche Vampirgeschichte, durchdrungen von sexueller Spannung und Gothic-Romantik, die ihresgleichen sucht.

126 pages, Kindle Edition

Published October 19, 2024

11 people are currently reading
29 people want to read

About the author

J. Sheridan Le Fanu

1,368 books1,396 followers
Joseph Thomas Sheridan Le Fanu was an Irish writer of Gothic tales and mystery novels. He was the leading ghost-story writer of the nineteenth century and was central to the development of the genre in the Victorian era. M.R. James described Le Fanu as "absolutely in the first rank as a writer of ghost stories". Three of his best-known works are Uncle Silas, Carmilla and The House by the Churchyard.

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Displaying 1 - 30 of 38 reviews
Profile Image for Nora.
26 reviews
February 28, 2025
Mit Carmilla wurde eine faszinierende historische Vampirgeschichte neu aufgelegt. Das Cover hat mich sofort angesprochen und so habe ich endlich diesen Klassiker gelesen. Man darf in dieser Erzählung keine spannenden Plots und Actionszenen erwarten. Aus der Sicht von Laura, der Protagonistin, wird ihre Begegnung mit Carmilla erzählt. Man muss beim Lesen konzentriert bleiben, wird aber mit einer fast schon elektrisierenden Spannung zwischen den jungen Frauen belohnt. Diese kann man interpretieren wie man möchte. Fesselnd ist sie allemal. Auch die Art und Weise, wie Carmilla sich ihre Opfer aussucht und auf welche Art sie über sie spricht hat etwas unheimlich erotisches.
Definitiv eine Leseempfehlung für aller Klassiker- und Vampirinteressierten Leser.
Profile Image for Jeremy Germeroth.
8 reviews
May 13, 2025
Carmilla ist atmosphärisch, langsam und ruhig geschrieben, wodurch die Szenen welche den Vampiren beinhalten, oder aber anderweitig Spannung erzeugen, teils plötzlich geschehen, aber auch wirken. Behutsam gesetzt und nicht zu viel, dadurch im Grunde geerdet und unspektakuläre erzählt, steigert sich alles langsam, aber endet auch wieder schnell. Der Horror und das Drama liegt hier eher in dem ruhigen, als in spektakuläre und überdramatischen Szenen. Irgendwann möchte ich die Novell noch einmal lesen.
Profile Image for Tonia.
4 reviews1 follower
January 8, 2026
Carmilla ist mein erster Vampir-Roman, wodurch ich, zugegeben, relativ offen und unvoreingenommen mit dem Lesen begonnen habe.
Natürlich bin ich nicht komplett unberührt in die Thematik eingestiegen; sei es diversen Vampirgeschichten aus anderen Medien geschuldet und meinem Interesse an dieser Welt, die unserer so nah zu sein scheint.
Dass in diesem besonderen Fall eine Vampirin namens Carmilla eine junge Frau um den Verstand und womöglich ihr Leben bringen soll, war wenig überraschend der letzte Tropfen Wasser für die Saat meiner Neugier.

Der Schreibstil mag zu Beginn etwas ungewohnt sein, vor allem durch den überwiegend hypotaktischen Satzbau; welcher mich unter anderem an Werke von Edgar Allan Poe erinnert.
Diese feinen und detailreichen Beschreibungen sind es, die einen in die Zeit dieser Geschichte und die Handlungen abtauchen lassen.
Zu erwähnen ist jedoch: die gesamte Geschichte über Carmilla und Beteiligte ist mehr oder minder nüchtern, berichtähnlich aus der Ich-Perspektive des Erlebten einer "Beteiligten" beschrieben.
Diese Form hat mich beim Lesen etwas abgeschreckt, vor allem aus Sorge und Zweifel heraus, ob hierdurch an manchen Stellen Gefühle eingebüßt werden.
Dennoch habe ich die ambivalenten Empfindungen der Erzählerin immer wieder durch die Oberfläche ihrer Beschreibungen spüren können. In besonderem Ausmaß war dies der Fall, wenn sie von ihren persönlichen Erinnerungen an Carmilla berichtet. Diese gingen mir beim Lesen tief unter die Haut und haben mich teilhaben lassen an der so widerstrebenden Anziehung, die Carmilla auslöst.

Ob ein Insekt, paralysiert von dem Gift der Spinne, überhaupt ahnt, was ihm droht? Ob die Reflexionen in ihrem Netz aus nächster Nähe wohl wunderschön ausschauen?
Profile Image for faanielibri.
832 reviews63 followers
October 31, 2024
'Carmilla' ist ein Klassiker, zeitlos und DIE Vampirgeschichte, der alle anderen nachfolgten.
Die Sprache ist etwas gewöhnungsbedürftig, passt aber zum Schauplatz und dem Alter der Geschichte.
Für mich ist es klassische Schauerliteratur, die mehr andeutet als beschreibt und viel von Atmosphäre lebt. Ich denke, es war Absicht, dass man gleich auf den ersten Seiten weiß, wie alles zusammenhängt - aber der Weg zur Auflösung war spannend und kurzweilig. Empfehlenswert!
Profile Image for Mykasreads.
62 reviews4 followers
July 31, 2025
I had the pleasure of rereading Carmilla three years later since I obtained my first copy in Berlin. This story is filled with nothing less than the erotic and captivating current of a sensual horror narrative. I have still not picked up Dracula from my shelve but continue to read this piece over and over. I do not think many other vampire stories could compare to this one, which predates Dracula.
74 reviews4 followers
November 23, 2024
Ein Vampir als Verführungskünstlerin

Bram Stokers „Dracula“ gilt als einer der bekannteste Vampirromane der Literaturgeschichte und ist vielen Leserinnen und Lesern ein Begriff. Weniger bekannt ist hingegen „Carmilla“, das weibliche Pendant zu diesem Werk, geschrieben von Sheridan Le Fanu und bereits Jahrzehnte vor „Dracula“ veröffentlicht. Obwohl der Roman auch in Deutschland mehrfach übersetzt wurde und bei verschiedenen Verlagen erschien, blieb er lange im Schatten seines berühmten Nachfolgers. Mit der aktuellen Ausgabe des Klett-Cotta Verlags bietet sich die Gelegenheit, dieses Frühwerk der Schauerliteratur neu zu entdecken und seine literarische Qualität sowie seine Bedeutung für das Genre zu beurteilen.
Das Setting von „Carmilla“ ist wie aus dem Lehrbuch des viktorianischen Gruselromans: Laura, die junge Protagonistin, lebt mit ihrem Vater abgeschieden auf einem Schloss in den österreichischen Wäldern. Bereits diese Kulisse ruft ein Gefühl der Einsamkeit und Melancholie hervor, unterstützt durch spärliche, aber effektive Beschreibungen, die die Atmosphäre von Isolation und unterschwelliger Bedrohung intensivieren. Zwar mag das Bild des gotischen Schlosses für heutige Leser vertraut bis klischeehaft wirken, doch in der Entstehungszeit des Romans war diese Bühne sicherlich weniger ausgelaugt als heutzutage.
Diese Inszenierung des Settings, so schlicht sie auch wirken mag, entfaltet durch ihren Minimalismus eine außerordentliche Wirkkraft. Das Schloss wird zu einer Art Mikrokosmos, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fantastik verschwimmen – ein Element, das den Grundstein für die düstere Stimmung des gesamten Romans legt.
Mit dem Eintreffen von Carmilla, dem titelgebenden Charakter, nimmt die Handlung ihren Lauf. Le Fanu gelingt es, diese rätselhafte Figur von Beginn an ambivalent zu zeichnen. Auf der einen Seite fasziniert Carmilla mit ihrer Schönheit und Höflichkeit, die besonders Laura in den Bann zieht. Auf der anderen Seite umweht sie ein Hauch von Gefahr, der dem Leser schnell klar macht, dass sie mehr ist als nur eine charmante Besucherin.
Die Darstellung von Carmilla als Vampir unterscheidet sich erheblich vom später etablierten Bild, das durch Figuren wie Dracula geprägt wurde. Sie agiert weniger als physische Bedrohung und mehr als psychologische Manipulatorin, die ihre Opfer wie eine Sirene in der Mythologie mit Charme und Verführung umgarnt. Dieses Konzept der Vampirfigur ist in „Carmilla“ durchgehend präsent und daher die hauptsächliche Triebkraft der Geschichte. Besonders in der Interaktion mit der naiven Laura entfaltet sich dieser Aspekt in einer Mischung aus psychologischem Terror und unterschwelliger Schwärmerei, die für die damalige Zeit bemerkenswert war.
Jedoch ist der Handlungsverlauf von „Carmilla“ geprägt von einer gewissen Vorhersehbarkeit. Die nächtlichen Besuche schattenhafter Gestalten und die schleichende Offenbarung von Carmillas wahrem Wesen folgen einer klaren Linie, die moderne Leser kaum überraschen dürfte. Die Dialoge sind aufs Wesentliche reduziert und wirken mitunter etwas banal. Dennoch bleibt die Geschichte aufgrund ihrer dichten Atmosphäre und ihres altertümlichen Flairs fesselnd.
Einen großen Anteil daran hat auch die Übersetzung von Eike Schönfeld. Sie bewahrt den nostalgischen Stil des Originals, ohne dabei antiquiert zu wirken. Der Text trägt moderne Züge, die einen leichten Zugang ermöglichen, wahrt jedoch gleichzeitig den historischen Charakter des Romans. Damit vermeidet Schönfeld die meinerseits oft kritisierte vollständigen Anpassung klassischer Werke an zeitgenössische Lesererwartungen, was der Authentizität zugutekommt.
Als literarischer Vorläufer von „Dracula“ zeigt „Carmilla“ interessante Ansätze, insbesondere in der psychologischen Darstellung des Vampirs und der Thematisierung weiblicher Verführungskraft. Diese Aspekte machen den Roman auch heute noch lesenswert, besonders für Liebhaber klassischer Schauerliteratur. Gleichzeitig zeigt sich dem Werk aber auch sein Alter. Der Plot ist wenig komplex, die Figurenzeichnung bleibt oberflächlich, und sprachlich wie psychologisch fehlt es an Raffinesse, die man von moderner Literatur gewohnt ist.
Dennoch: Als kurze, atmosphärische Lektüre bietet „Carmilla“ einen faszinierenden Einblick in die Ursprünge der Vampirliteratur und überrascht durch eine unerwartete zwischenmenschliche Beziehung seiner Protagonistinnen.
Profile Image for Tigerlillysbooks.
236 reviews25 followers
January 1, 2025
Ein Klassiker wurde ihrer Sammlung hinzugefügt.


Wenn du ein Buch suchst, das deine Vampir-Sammlung vervollständigt, dann sollte „Carmilla“ in deiner Sammlung nicht fehlen. Ein Must-Read ist es zwar nicht sondern eher so so ein „Hab-ich-auch-in-meinem-Regal“-Ding – und dafür perfekt.

„Carmilla“ ist 26 Jahre vor „Dracula“ geschrieben worden und bildete somit die Grundlage dessen. Die Sprache ist altmodisch, die Sätze oft lang und verschachtelt, und das Lesen fühlt sich manchmal an wie ein Marathon.
Und doch kann ich nicht aufhören daran zu denken, wie besonders Camilla dadurch erscheint. Diese Art zu schreiben, zu reden und zu lesen. Camilla muss damals ein Phänomen gewesen sein. Trotzdem empfand ich es aufgrund dessen als eher anstrengend. Wenn du bei kreativer, hochgestochener Sprache schnell abschaltest, ist das Buch eine Herausforderung.
Beinhaltet aber einen gewissen Charme und man hat das Gefühl etwas Vergangenes in den Händen zu halten.

Die Story klingt erst mal spannend: Laura lebt mit ihrem Vater auf einem abgelegenen Schloss. Viel los ist da natürlich nicht – bis eine Kutsche direkt vor ihrem Tor verunglückt und die wunderschöne, geheimnisvolle Carmilla bei ihnen einzieht. Alles super, bis in der Umgebung plötzlich junge Frauen krank werden. Auch Laura merkt, dass irgendwas nicht stimmt, und die Stimmung wird immer düsterer.

Dazu kommt: Es ist super kurz – gerade mal 144 Seiten, eher eine Erzählung als ein Roman. Das klingt ja erst mal easy, aber dafür ist das Buch recht teuer und von der Größe her so klein, dass es in jede Clutch passt. Irgendwie niedlich, oder?
Von außen süß, von innen blutig und verführerisch.

Die Handlung selbst? Leider recht vorhersehbar. Klar, es ist cool, dass hier mal ein weiblicher Vampir im Fokus steht und nicht nur Frauen als Opfer auftreten, sondern auch als Täterin. Für die Zeit, in der es geschrieben wurde, war das sicher progressiv. Aber heute haut die Spannung niemanden mehr vom Hocker, und die oft erwähnte erotische Spannung zwischen Laura und Carmilla?
Diese war eher versteckt und verdreht, wenig präsent.

Fazit: Wenn du auf alte Klassiker stehst oder ein Stück Vampirgeschichte für deine Sammlung suchst, dann ist „Carmilla“ einen Blick wert. Es ist historisch interessant und hat seinen ganz eigenen Charme. Aber wenn du mitreißende, moderne Geschichten suchst, dann ist das hier vielleicht nichts für dich.
Ich bin trotzdem fasziniert von dem Buch an sich und Seine Entstehungsgeschichte.
Allgemein würde ich gerne erfahren was die Menschen früher gelesen haben.
318 reviews
November 25, 2024
„Carmilla- Der weibliche Vampir“ ist eine 1872 erschienene Novelle des irischen Autors Sheridan Le Fanu. Diese ursprüngliche Vampirgeschichte ist 26 Jahre vor Bram Stokers Dracula erschienen und hat einige interessante Einflüsse auf die Geschichte hinterlassen. Doch auch für sich ist „Carmilla“ ein toller Vampir-Klassiker.

Laura lebt mit ihrem Vater auf dem Landsitz Schloss Karnstein, in der Steiermark. Doch ihr Vater ist krank und sie fühlt sich einsam. Doch eines nachts verunglückt eine Kutsche mit Mutter und Tochter, wobei die Tochter Camilla verletzt scheint und sie nun drei Monate bei der Familie im Schloss bleiben soll. Die beiden jungen Frauen finden Gemeinsamkeiten und bauen eine einige Freundschaft auf. Doch es treten auch Ungereimtheiten auf und Laura beginnt Albträume über eine Katze zu haben, die sie in die Brust beißt und sie wird dabei von Tag und Tag schwächer.

Der Schreibstil ist sprachlich typisch für das 19. Jahrhundert und umfasst viele Briefe die Laura geschrieben hat. So erfahren wir immer mehr aus der Sicht von Laura und die Handlung schreitet in einem Art Bericht voran, den Laura als Brief an Dr. Hesselius schreibt.
Mir sind einige Parallelen aber auch viele Unterschiede zu Dracula aufgefallen, aber dennoch scheint sich durch die Sprache, die Geschichten zu ähneln. Einen großen Unterschied liegt sicherlich in Carmilla, die ein weiblicher Vampir ist. Auch wenn nicht explizit von einem gleichgeschlechtlichen Liebespaar gesprochen wird, sagt die Dynamik etwas ganz anderes und Carmillas romantische Neigung zu Laura werden immer wieder deutlich. Dazu kommt, dass Carmilla nicht nur Nachtaktiv ist, sondern sie kann sich auch tagsüber bewegen auch wenn sie die Nacht bevorzugt.

Letztendlich sollte sich jeder selbst ein Bild von diesem Klassiker machen und ich kann mir vorstellen, dass Dracula- Fans auch dieses Buch interessant finden werden. Immerhin sind dies die ersten Schritte und Grundpfeiler für unsere heutigen Vampir-Romane. Die 144 Seiten sind schnell durchgelesen und ich empfand die Geschichte als großen Mehrwert für mein Wissen über die literarischen Vampire und deren Anfänge.
Profile Image for Eleonora.
69 reviews3 followers
April 24, 2025
🩸🧛🏼‍♀️Primul roman cu vampiri din literatura clasica dark horror 🩸🧛🏼‍♀️
Laura si tatăl ei traiesc retrasi într-un castel vechi, împreună cu câțiva servitori. Încă din fragedă copilărie, Laura a fost chinuită de coșmaruri, singurătate și dorința de a avea o companie. Când o vizită mult așteptată este anulată, din cauza unui deces, Laura este foarte dezamăgită. Nepoata generalului Spielsdorf a căzut victimă unei forțe întunecate. La scurt timp după aceea, Laura și tatăl ei sunt martorii unui accident și se trezesc imediat în compania unui oaspete. Laura oscilează între groază și o atracție ciudată, recunoscând în invitata sa, chipul care o bântuie dintr-o experiență de coșmar din copilărie. Tânăra se numește Carmilla și nu dă niciun detaliu despre viața ei. La scurt timp după sosirea ei, au loc morți misterioase în rândul tinerelor femei din vecinătatea castelului. Abia atunci când Laura este lovită de un leșin misterios și devine din ce în ce mai slabă, tatăl ei caută cu disperare motivele - și descoperă fără să vrea trecutul întunecat al Carmillei.

Carmilla este un roman cu vampiri care datează din 1872 și a fost inspirația lui Bram Stoker pentru Dracula. Prin urmare, nu este surprinzător faptul că există paralele între cele două povesti. Printre altele, forma narativă. În acest caz, Laura ne spune povestea ei.
„Carmilla” nu strălucește printr-o intrigă puternică (dar nici "Dracula", după părerea mea). In cazul de fata textul își extrage forța din perspectiva și condiția Laurei - o lume febrilă cu decor gotic care te ingroazeste, emoții contradictorii și tensiune erotica între personaje misterioase.
Partea specială este că de data aceasta nu este un vampir seducător care se dă la domnișoara în pericol, ci omologul ei feminin. Nu m-aș fi așteptat la așa ceva de la un roman din această perioadă, mai ales că scenele sunt de o natură erotică subtilă. Dar, nimic nu este exagerat și caracterul clasic al vampirului este conturat si redat cu mult stil.
Nuvela nu are decat putin peste 100 de pagini, dar uneori câteva pagini ascund povești mai bune decât cartile groase. Mi-a plăcut foarte mult să citesc cartea și sunt încântată că am acceptat aceasta provocare.
Profile Image for Peachy_bookdreams.
143 reviews3 followers
December 3, 2024

Inhalt: In der wunderschönen Steiermark lebt die junge Protagonistin Laura gemeinsam mit ihrem Vater und ihren Bediensteten in einem Schloss. Die Ruhe und Idylle ändern sich schlagartig, als eine Kutsche durch einen Unfall vor ihrem Anwesen zum Halt kommt -Eine Frau, die mit ihrer Tochter auf einer überlebenswichtigen Durchreise ist. Als Lauras Vater der Dame ein Angebot macht, die Tochter aufzunehmen, ahnen sie nicht, worauf sie sich soeben eingelassen haben … 

Schreibstil: Ich lese sehr selten klassische Bücher, mir ist der Schreistil meist zu anstrengend. Doch bei dem Klappentext und dem Schauplatz in Österreich wurde ich neugierig.

 Das positive: Der Schreibstil war sogar für mich Klassisch-Muffel leicht zu lesen und verständlich. Nun leider das negative: Jedes Mal, wenn ich so richtig in den Lesefluss kam, endete das Kapitel oder es gab große Zeitsprünge, vor allem die Zeitsprünge haben mich sehr gestört. Die Dynamik zwischen Laura und Carmilla fühlte sich deshalb sehr unnatürlich an, einfach weil die Sprünge meines Empfindens zu drastisch waren, hier hätte ich mir einfach ein paar mehr Kapitel gewünscht, die den Aufbau der Freundschaft und Beziehung zu den beiden vertieft hätte. 

Setting/Atmosphäre: Die Atmosphäre ist dem Autor aber sehr gut gelungen, die gotische Burg und das Schloss im abgelegenen Wäldchen sorgen mit dem Vampir Anteil für eine schaurige Stimmung. Gegruselt habe ich mich zwar nicht, aber dennoch hat mir die mystische Spannung gefallen. 

Das Ende war für mich etwas unspektakulär, und ich blieb mit ein paar offenen Fragen zurück bezüglich der Frau, die mit Carmilla in der Kutsche war.

Fazit: Leider konnte mich das Buch im gesamten Eindruck nicht komplett überzeugen. Der Schreibstil ist gut verständlich, aber die Zeitsprünge haben den Lesefluss einfach gestört. Für einen 1872 Klassiker ist es definitiv ein zeitloses Buch, das auch heute noch lesenswert ist, und ich bin dennoch froh, es gelesen zu haben, auch wenn es mich nicht in allen Punkten abholen konnte. 
Profile Image for Petra Sch..
392 reviews2 followers
January 17, 2025
der allererste Vampirroman

In der grünen Steiermark in Österreich lebt das junge Mädchen Laura nur mit ihrem Vater und wenigen Bediensteten in einem abgelegenen Schloss mitten im Wald, abseits jeder sozialer Kontakte.
Als dann eine Kutsche in einer hellen Mondnacht vor dem Schloss einen Unfall hat, gelangt die junge, verletzte Frau Carmilla zur Pflege ins Schloss, denn deren Mutter muss dringend weiter. Laura ist natürlich hocherfreut, denn sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine Freundin.

Und dieses Bedürfnis nutzt Carmilla dann auch schamlos aus; zuerst auf unterschwellige, charmante und für sich einnehmende Art. Doch der Leser merkt schnell, dass Laura abhängig von Carmilla wird und dass mit dieser etwas nicht stimmt. Es mutet höchst seltsam an, dass die junge Frau immer erst mittags aus ihrem Zimmer kommt und dafür des Nachts beim Spaziergang im Mondschein gesehen wird.
Auch Lauras Alpträume von einem dunklen Lebewesen an ihrem Bett, die Druckgefühle auf der Brust und die beiden kleinen Wunden sowie die täglich zunehmende Schwäche bescheren Grusel und Gänsehaut.

Leider bemerkt man erst nach der Hälfte des Buches, dass es sich bei Carmilla um einen Vampir handelt (wäre es nicht im Untertitel angeführt, den es im Original jedoch nicht gab), denn hier gibt es keine "typischen" Anzeichen, die man heutzutage mit Vampirismus in Verbindung bringt. Man merkt zwar, dass mit Carmilla etwas nicht stimmt, dies könnte jedoch alles mögliche sein.

Die Geschichte erinnert sehr an den bekannteren Vampirroman Dracula, der jedoch erst einige Jahrzehnte nach Carmilla geschrieben wurde. Auch dort sind Abhängigkeit, Besessenheit und Erotik zentrale Themen.
Obwohl neu übersetzt, mutet die Schreibweise von "Carmilla" alt an und man ist sich sofort gewiss, dass diese Geschichte schon vor langer Zeit verfasst wurde.
Schade fand ich, dass nie aufgeklärt wurde, wer die Frau war, die sich als Carmillas Mutter ausgab.


Fazit:
Der allererste Vampirroman mit einer weiblichen Protagonistin: Carmilla - die die junge Laura von sich abhängig macht und ausnutzt.
Profile Image for Julia .
159 reviews
November 23, 2024
Carmilla von Joseph Sheridan Le Fanu, erstmals 1872 veröffentlicht, gilt als ein Meisterwerk der Gothic-Fiction und wurde mehr als zwanzig Jahre vor Bram Stokers Dracula geschrieben. Obwohl letzteres häufig als das bekannteste Beispiel des Vampirromans angesehen wird, steht Carmilla ihm in ihrer Intensität und Faszination in nichts nach. Le Fanu gelingt es, die Tradition der Vampirgeschichte mit einer finsteren, fast magischen Anziehungskraft zwischen den Figuren zu verschmelzen, was Carmilla zu einem Werk macht, das auch nach Jahren noch fasziniert.

Die Geschichte spielt in einem abgelegenen Schloss in der Steiermark, wo die junge Laura mit ihrem Vater lebt. Als nach einem Kutschenunfall die geheimnisvolle Carmilla bei ihnen einzieht, entwickelt sich eine unheimliche und gleichzeitig faszinierende Beziehung zwischen den beiden. Laura fühlt sich zunehmend zu Carmilla hingezogen, obwohl sie eine spürbare Angst vor ihr hat.
Die düstere, bedrohliche Atmosphäre im Schloss, umgeben von geheimen Gängen und dunklen Wäldern, verstärkt das Gefühl der Bedrohung. Gleichzeitig häufen sich im Dorf mysteriöse Todesfälle und eine seltsame Krankheit, die mit Carmilla in Verbindung zu stehen scheint. Doch nicht nur die äußere Bedrohung durch den Tod, sondern auch die immer stärkere, fast hypnotische Anziehung zwischen den beiden Frauen trägt zur Spannung bei. Diese Beziehung ist von einer unheimlichen Mischung aus Zuneigung und Abstoßung geprägt, was den psychologischen Horror der Geschichte verstärkt.
Le Fanu versteht es, den klassischen Vampirhorror mit einer dichten, atmosphärischen Spannung zu verbinden. „Carmilla“ ist kein typischer Vampirroman, sondern eine fesselnde, gotische Lektüre, die den Leser in seine geheimnisvolle und unheimliche Welt entführt. Die subtile Darstellung von Macht und Verführung sowie die unaufhaltsame Bedrohung durch Carmillas übernatürliche Kräfte machen das Werk zu einem Muss für Fans von Gothic Horror.
166 reviews1 follower
December 12, 2024
Laura lebt mit ihrem Vater auf einem entlegenen Schloss, da ist jede Abwechslung willkommen. Doch aus dem angekündigten Besuch einer Bekannten wird leider nichts. Was für ein Glück, dass gerade vor ihrem Tor eine Kutsche heranrast und umkippt. Eine junge Frau, Carmilla, wird in der Obhut von Lauras Vater gelassen. Sie nehmen diese wunderschöne Fremde auf, nicht nur, um der Mutter einen Gefallen zu tun, sondern auch damit Laura Gesellschaft hat. Nur kurze Zeit später beginnen, junge Frauen in der Umgebung dahinzusiechen und auch Laura wird von ungewöhnlichen Begegnungen heimgesucht.
„Carmilla“ von Joseph Thomas Sheridan le Fanu ist einer der erste Vampirroman und noch 26 Jahre vor Bram Stokers Dracula erschienen. Im Mittelpunkt steht ein weiblicher Vampir, doch an der Geschichte an sich hat sich nicht viel geändert. Da hat sich wohl jemand stark inspirieren lassen. Leider muss ich gestehen, dass der Roman nicht gut gealtert ist. Sprachlich ist es sehr anstrengend. Lange Schachtelsätze, hochgestochene Sprache. Ja ich weiß, früher war es so, aber ich muss es nicht gut finden und ich habe mich oft dabei erwischt, wie ich abgedriftet bin. Außerdem empfinde ich das Thema Vampir als auserzählt. Ist die Zeit der Vampire nicht schon längst vorbei?
Drangeblieben bin ich, weil es nur 144 Seiten sind, eher eine Erzählung als ein Roman und natürlich alles sehr vorhersehbar. Die ausdrücklich erwähnte sexuelle Spannung hab ich dabei irgendwie überlesen. Trotzdem fand ich es interessant und ich kann mir vorstellen, dass es damals (Mitte des 19. Jahrhunderts) ungewöhnlich war, dass nicht nur eine Frau die Erzählerin und das Opfer war, sondern auch die Übeltäterin. Wahrscheinlich beantwortet das auch meine Frage, warum Dracula so viel größer geworden ist. Ein Mann als grausamer Täter, Mina als Opfer und Jonathan als Erzähler, sind halt auch zwei Männer der Tat und ein weibliches Opfer. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Profile Image for Arbnora.
64 reviews
December 9, 2024


Eine atmosphärische Vampirgeschichte mit kleinen Bissspuren

Sheridan Le Fanus „Carmilla – Der weibliche Vampir“ spielt im romantischen und abgeschiedenen Österreich des 19. Jahrhunderts, wo Laura mit ihrem Vater in einem Schloss lebt. Die scheinbar friedliche Idylle wird durch die Ankunft der mysteriösen Carmilla unterbrochen, die nach einem Unfall in ihrem Heim Zuflucht findet. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine rätselhafte Verbindung.

Das Buch punktet vor allem mit seinem schaurigen und romantischen Setting. Die abgeschiedene Schlosslandschaft und die subtile, düstere Atmosphäre verleihen der Geschichte eine reizvolle Kulisse, die perfekt zu einer Vampirgeschichte passt. Auch das wunderschön gestaltete Cover macht Lust, sich auf das Buch einzulassen. Wer von Vampirgeschichten fasziniert ist, wird zumindest vom Grundkonzept angesprochen und kann einen kurzen Abstecher in diese mysteriöse Welt genießen.

Trotz des atmosphärischen Rahmens bleibt die Handlung eher schlicht. Die Figuren, insbesondere Laura und Carmilla, werden nicht tiefgehend ausgearbeitet, was es manchmal schwierig macht, mit ihnen mitzufühlen oder ihre Verbindung wirklich nachzuvollziehen. Die Erzählung entfaltet nur wenig Spannung, und auch der Gruselfaktor bleibt recht zurückhaltend. Für Leserinnen und Leser, die actiongeladene oder intensiv schaurige Geschichten bevorzugen, könnte dies etwas enttäuschend sein.

Le Fanus Schreibstil ist durch seine zeittypische Sprache geprägt, die manchen Leserinnen und Lesern Schwierigkeiten bereiten könnte. Doch wer Gefallen an klassischen Werken und ihrer Sprache findet, könnte dies als reizvoll empfinden. „Carmilla“ ist dabei weniger eine intensive Gruselgeschichte als vielmehr ein subtiler, atmosphärischer Einblick in die Welt der frühen Vampirliteratur.

„Carmilla – Der weibliche Vampir“ ist ein Buch, das besonders durch sein Setting und seine Idee überzeugt. Allerdings bleibt es in der Ausarbeitung der Handlung und der Figuren etwas oberflächlich. Wer eine leichte, kurze Vampirgeschichte sucht und sich von der geheimnisvollen Atmosphäre inspirieren lassen möchte, findet hier ein klassisches Werk mit Charme. Für Leserinnen und Leser, die tiefere Charakterentwicklungen und große Spannung suchen, könnte das Buch jedoch hinter den Erwartungen zurückbleiben.
191 reviews
January 4, 2025
„Carmilla – Der weibliche Vampir“ von Sheridan Le Fanu ist ein faszinierendes Werk, das als eines der frühesten Beispiele der Vampirliteratur gilt und einen bedeutenden Einfluss auf das Genre hatte. Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert und folgt der jungen Laura, die in einem abgelegenen Schloss lebt und eine mysteriöse Beziehung zu der geheimnisvollen Carmilla entwickelt.

Le Fanu gelingt es meisterhaft, eine Atmosphäre der Spannung und des Unheimlichen zu schaffen. Die Erzählung ist geprägt von einer subtilen, aber eindringlichen Erotik, die die Beziehung zwischen Laura und Carmilla auf eine Weise beleuchtet, die für die damalige Zeit sowohl provokant als auch faszinierend war. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, insbesondere Carmilla, die als komplexe und vielschichtige Figur erscheint, die sowohl Anziehung als auch Gefahr verkörpert.

Der Schreibstil ist elegant und fesselnd, mit einer dichten, melancholischen Stimmung, die den Leser in die Welt des 19. Jahrhunderts eintauchen lässt. Le Fanu nutzt geschickt die Elemente des Übernatürlichen, um Themen wie Identität, Sexualität und die Angst vor dem Unbekannten zu erkunden.

Insgesamt ist „Carmilla“ nicht nur eine spannende Geschichte über Vampire, sondern auch eine tiefgründige Erzählung über menschliche Beziehungen und die dunklen Seiten der Leidenschaft. Es ist ein Muss für Liebhaber der Gothic-Literatur und für alle, die sich für die Ursprünge des Vampir-Genres interessieren. Die zeitlose Qualität des Textes und die eindringliche Atmosphäre machen es zu einem Werk, das auch heute noch relevant und fesselnd ist.
336 reviews2 followers
November 30, 2024
Bei diesem Büchlein muss man sich bewusst sein, was den Leser erwartet. Das Buch wurde 1872 in Briefform geschrieben, heißt die Sprache und die Form ist natürlich nicht zeitgemäß. Für die nur 144 Seiten habe ich lange gebraucht, da der Schreibstil doch fordernd ist und ich lange nicht wusste, wer die Briefe denn nun eigentlich schreibt. Danach ging es ganz gut zu lesen und ich habe mich im Nachgang auch noch etwas über die Bedeutung dieses Buches schlau gemacht. Es gibt einige Parallelen zu Dracula und einige Unterschiede, so dass man "Carmilla" als als ersten Vampirroman titulieren könnte, die inzwischen etablierten Vampireigenschaften hat Carmilla zwar noch nicht alle, aber ich kann diesen Gedankengang nachvollziehen. Die Geschichte ist düster und atmosphärisch, die Spannung hat sich für mich leider in Grenzen gehalten. Fasziniert hat mich die Beziehung zwischen Carmilla und Laura, hier ist man ständig im Ungewissen, ob es noch eine Freundschaft oder schon mehr ist. Bezogen auf das Alter der Geschichte fand ich das sehr interessant und hat dem Buch für mich das gewisse Etwas gegeben. ich werde mich bezüglich der geschichtlichen Einordnung noch weiter schlau machen. Für begeisterte Dracula Leser lohnt sich sicherlich ein näherer Blich in diesen Briefroman und wer sich von der altertümlichen Sprachform nicht abschrecken lässt ebenfalls.
25 reviews
December 10, 2024
Sapphic Vampir Roman

Wenn es um Vampir-Geschichten geht, denken die meisten direkt an Dracula, doch dieser war gar nicht der erste seiner Art. Über 20 Jahre vor Erscheinen von Bram Stokers Klassiker erschien bereits Carmilla. Im Vorfeld hatte ich bereits schon viel gutes dazu gehört und habe mich sehr gefreut, dass dieser Roman endlich auch auf Deutsch übersetzt wurde. In Carmilla haben wir zwei weibliche Hauptprotagonistinnen, um die sich die Geschichte dreht. Erzählt wird diese von Laura, welche mit ihrem Vater in einem Schloss in der Steiermark lebt und die Geschehnisse aus einer Retroperspektive erzählt. Wer hier eine große Romanze erwartet, wird jedoch enttäuscht werden, da die zwei Figuren zwar eine sehr innige Bindung miteinander teilen, jedoch nie über Freundschaft hinaus gehen. Mir persönlich hat dieser Umstand nicht allzu viel ausgemacht, jedoch vermisste ich das Gefühl der Spannung. Die Erzählung ist sehr sachlich gehalten und generell wird auch sehr wenig auf das Thema Vampirismus eingegangen. Auch die altertümliche Sprache könnte den ein oder anderen abschrecken, da man es hier nun einmal mit einem Werk aus dem 19. Jahrhundert zu tun hat. Ich würde dieses Buch Lesern nahelegen, die gern alles über Vampire und die Folkloristik dahinter lesen wollen und nicht vor Klassikern zurück schrecken.
68 reviews
December 21, 2024
Gotik pur ... und doch voller Überraschungen! Das ist Joseph Sheridan Le Fanus "Carmilla". Als Klassiker der queeren Literatur stand das Buch schon lange auf meiner Leseliste und die neue Übersetzung von Eike Schönfeld hat so gleich meine Neugierde geweckt. Besagte Übersetzung kann auch voll überzeugen und übermittelt stimmungsvoll die über 150 Jahre alte Geschichte einer jahrhundertealten Vampirin. Viele Elemente dieser Geschichte sind dabei typisch gotisch - ein abgelegenes Schloss als Handlungsort, mysteriöse Krankheiten und die Referenz auf Märchen und Sagen sowie verschiedenen Aberglauben - doch manches davon überrascht auch: So spielt die Geschichte nicht etwa in einer wilden Region Englands oder Südosteuropas, wie man es vielleicht erwarten würde, sondern in der Steiermark. Die böse Hauptfigur, die gleichzeitig irgendwie doch nicht wirklich als solche überzeugen kann, ist kein Mann, sondern eine Frau, die noch dazu ausschließlich Frauen zu ihren Opfern macht. Trotz der Entstehungszeit sind queere Subtexte hier kaum zu übersehen und auch den Bechdel-Test besteht das Buch ohne Hindernisse, denn die männlichen Figuren treten ohnehin sehr in den Hintergrund. So ist das Buch überraschend modern (noch dazu mit knapp 140 Seiten recht kurz) und hat mir große Lust darauf gemacht, wieder vermehrt Klassiker zu lesen.
Profile Image for orongjen.
175 reviews
January 23, 2025
Ich habe mich sehr über die Neuauflage des Klassikers gefreut, allerdings wurde ich zwar gut unterhalten muss aber ehrlich sagen, dass ich mir mehr erhofft habe.

Der Schreibstil war klasse, ich merke immer mehr, dass mir ein komplexer, verschachtelte und eloquenter Schreibstil immer wichtiger wird. Dieses Bedürfnis konnte dieses Werk vollkommen erfüllen. Allerdings wurde hier ein sehr distanzierter Schreibstil verwendet, was mir nicht immer zusagt. Hier fand ich es schwierig die Charaktere wirklich kennenzulernen und im Zuge dessen wirklich verstehen zu können. So blieb alles ziemlich oberflächlich, leider erging es mir mit der Geschichte selbst auch so. Die plätschert eher so dahin und das Ende wurde leider mit wenig zufriedenstellendem Inhalt gefüllt.

Von einer "sexueller Spannung und Gothic-Romantik" habe ich kaum etwas wahrgenommen, es war vielmehr unangenehm zu beobachten wie Carmilla der Protagonistin ständig aufdringliche Avancen machte.

Ich kann die ursprüngliche Begeisterung dieses Werkes schon verstehen, muss aber sagen, dass es für mich nur zu einer durchschnittlichen Bewertung reicht. Trotzdem werde ich diesen Klassiker weiterempfehlen, da ich finde, dass das Werk ganz ohne die üblichen Stolpersteine des Genre zurechtkommt und daher gut für Einsteiger geeignet ist.
55 reviews
December 11, 2024
Laura lebt mit ihrem Vater auf einem Anwesen in der Steiermark. Eines Tages bekommen die beiden Besuch von der rätselhaften Carmilla und ihrer Mutter. Schnell ist Laura fasziniert und regelrecht besessen von der schönen Carmilla und eine intensive Freundschaft entsteht. Wenn Larua nur nicht mit jedem Tag immer schwächer werden würde und da nur nicht all die unheimlichen Albträume von spitzen Eckzähnen und schwarzen Katzen wären ...

"Carmilla" ist ein Klassiker, den ich vor Jahren bereits auf englisch gelesen habe. Über diese Übersetztung, die das Buch den deutschen Lesern auch endlich in einer ansprechenden Aufmachung präsentiert, habe ich mich wirklich gefreut. So macht es Freude, diesen Klassiker der Vampirromane zu entdecken.

Für mich ist es unvergleichbar, wie Sheridan Le Fanu die Faszination von Carmilla beschreibt und auch das Verhältnis in das Laura schlittert. Das schafft eine unheimliche und betörende Atmosphäre, der man sich kaum entziehen kann. Gegen Ende ist es dann doch ein bisschen arg klassischer Vampirroman, aber das tut dem unheimlich starken Hauptteil keinen Abbruch.

So verführerisch habe ich Vampire noch nie erlebt - da können auch Stephanie Meyers Glitzerwesen nicht mithalten. Ganz große Leseempfehlung!
98 reviews
November 28, 2024
Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Nachdem ich den Klappentext und die Leseprobe gelesen habe war ich doch sehr gespannt auf die Geschichte von Carmilla. Der Schreibstil ist natürlich gewöhnungsbedürftig für die heutige Zeit und mein Lesefluss war nicht wirklich gut. Aber es war trotzdem spannend auch Mal was in diese Richtung zu lesen. Die Geschichte an sich hätte wirklich Potenzial aber auf mich wirkt alles sehr farblos. Wir hören ständig wie wunderschön Carmilla ist. Sie ist aber vor allem sehr wunderlich und auch die Gründe wie sie zu Lauras Familie kam sehr merkwürdig aber scheinbar für diese Zeit völlig okay (oder auch nur im Buch) Die Charaktere sind außer Carmillas Schönheit nicht sonderlich beschrieben und ich konnte wenig Beziehung zu ihnen aufbauen.
Ehrlich gesagt war ich auch etwas irritiert wie wenig Seiten das Buch hat. Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht überzeugen.
55 reviews19 followers
December 3, 2024
Unterhaltsam!
„Carmilla“ ist als Novelle eine recht kurze Geschichte, die man gut an einem Nachmittag durchlesen kann. Die auftretenden Figuren sind sehr überschaubar, sodass man hier gut den Überblick behält. Für mich hat die Geschichte aber viel mehr von der Atmosphäre als von den Figuren gelebt, denn die Figuren bleiben in meinen Augen relativ flach. Der Schreibstil kreiert jedoch eine durchgängig kühle, unheimliche Atmosphäre, was auch auf die Charaktere, insbesondere natürlich Carmilla, abfärbt. Ebenso wie die Figuren ist auch die Handlung selbst sehr überschaubar. Dabei fand ich es sehr angenehm, dass sich das Buch nicht unnötig in die Länge zieht, aber die Geschichte trotzdem rund ist.
Durch die Überschaubarkeit der Handlung und die einfache Sprache ist es super geeignet, um in die Welt der Vampirklassiker oder überhaupt in die Welt der Klassiker einzusteigen.
Zusammenfassend ein unterhaltsames Buch, perfekt für die dunkle Jahreszeit!
Profile Image for Tintendrache.
283 reviews14 followers
December 13, 2024
Mir war tatsächlich nicht klar, dass Dracula ursprünglich von einem anderen Vampir-Buch inspiriert worden ist - und dass dieses Vampir-Buch nicht nur herrliche gothic Vibes hat, sondern auch noch sapphic ist? Warum hat mir das keiner gesagt?

Egal, jetzt weiß ich es ja und ich bin echt froh, dieses (kleine) Buch gelesen zu haben. Es fällt mir immer schwer so klassische Bücher zu rezensieren und zu bewerten, denn heutige Maßstäbe kann man daran kaum anlegen. Das Buch ist sehr kurz, viel, viel kürzer als Dracula und gerade das Ende kommt da ziemlich abrupt. Aber ich habe es trotzdem quasi verschlungen, es hat eine tolle Neuübersetzung von Eike Schönfeld erhalten, die einen durch die Seiten fliegen lässt.

Wer auf der Suche nach einem kurzen Lesevergnügen mit sapphic-gothic Vibes und Vampiren ist, wird hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen.

[Vielen Dank an den Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des eBooks]
Profile Image for _ich. lese_.
849 reviews2 followers
January 19, 2025
Ein abgelegenes Schloss in Österreich in dem ein Vater alleine mit seiner Tochter lebt. Dann kommt eines Nachts ein Kutsche und in der eine junge Frau, Carmilla. Laura möchte gerne mit Carmilla befreundet sein, sie ist ihr von Beginn an ergeben. Während Carmilla immer stärker wird, wird Laura immer schwächer.


Zu Beginn dauerte es ein wenig, bis ich in die Story reingekommen bin, aber dann hat es mich schon gepackt. Ein Klassiker, der schon einige Male in Buchform erschien, angeblich schon vor Dracula.
Erzählt wird in Ich-Perspektive und ich brauchte lange bis ich erkannte wer Carmilla ist. Erst nach einem Drittel wurde die Geschichte lebendiger und spannender, das Carmilla ein Vampir ist, erfährt man sogar noch später. Vorher ist es eine Geschichte über ein einsames Mädchen, dass sich dringend eine Freundin wünscht. Mit heutigen Vampirbüchern nicht vergleichbar, aber dennoch eine lesenswerte Story.
Profile Image for Goldensammy.
424 reviews4 followers
November 29, 2024
Die junge Laura lebt mit ihrem Vater in einem abgeschiedenen Schloss in der Steiermark. Dadurch hat sie keinen Kontakt zu Personen in ihrem Alter bis sie eines Tages Carmilla kennenlernt. Zwischen Laura und der ebenso mysteriösen wie wunderschönen Carmilla entwickelt sich eine Beziehung. Kurze Zeit nach Carmillas Auftauchen bekommt Laura Albträume und sie fühlt sich immer schwächer.

Die Geschichte wird aus Lauras Sicht erzählt und gilt als Urgeschichte der Vampire. Es ist ein atmosphärischer Klassiker, der sich gut lesen lässt. Die Spannung baut sich langsam auf und ist der Zeit angemessen. Dieses Buch kommt ohne großes
Blutvergießen und Gewalt aus. Das Ende hätte ich mir gern etwas ausführlicher gewünscht, aber ansonsten hat mich dieses kurzweilige Büchlein mit seinen 144 Seiten gut unterhalten. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen, wenn man gern Klassiker liest.
Profile Image for Alexandra.
438 reviews2 followers
December 1, 2024
Das Cover:
Ist wirklich gelungen, es verrät nicht zu viel, macht aber dennoch einen tollen Eindruck. Die Farben passen dabei sehr gut zum Inhalt.

Meine Meinung:
Dies ist ein Klassiker. Er wurde bereits 1872 veröffentlicht und das sollte man beim Lesen beachten.

Der Schreibstil ist dabei meistens leicht zu verstehen, die Andeutungen und Umschreibungen machen es leicht sich in der Geschichte zu verlieren.
Die Novelle hat etwas über 100 Seiten und damit deutlich weniger, als das später erschienende Buch Dracula.
Beide Geschichten haben jedoch eines gemeinsam: eine Atmosphäre, die durch die Seiten sickert.

Mein Fazit:
Wer sich drauf einlassen kann und die eigene Fantasie benutzt, den namenlosen Schrecken und der Faszination gleichermaßen nachgeben wil, der wird hier seine Freude haben.
Profile Image for Sandra R..
37 reviews
December 4, 2024
Eine recht kurze, schnell wegzulesende Vampir-Geschichte, die trotz des älteren Schreibstils keine großen Probleme beim Lesen macht, es liest sich echt flüssig und man kann sich die Umgebung ziemlich gut vorstellen.
Die Figuren und deren Beziehung zueinander sind für mich jetzt gar nicht so doll greifbar gewesen, die Emotionen werden zwar geschildert, aber alles ist recht unaufgeregt erzählt und gerade zum Schluss geht alles ziemlich schnell. Laura berichtet von verschiedenen Vorfällen und auch von Carmilla selbst und ihrem Zusammensein, ohne richtig in eine Szene einzutauchen, aber trotzdem hat mir die Geschichte gefallen und es war sehr interessant, den Beginn der Vampir-Ära zu erfahren, die Geschichte wurde lange vor Dracula veröffentlicht. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen für jeden, der ältere Bücher kennt und mag.
Und ich finde ja die Covergestaltung auch ganz toll. 🖤
Profile Image for Bonde Rose.
1 review
January 8, 2026
10/10 - incredible story, and it’s word choices perfectly painted the gothic, eerie, cold world i so want to step into. what a monumental inspiration and influence on Vampirism throughout media ever since, it is one of my favorite subjects and i strive to learn more of the origins of Vampires in literature, film and even in mythology. also, as a queer individual myself especially, i loved the beautiful sapphic undertones (impressive to me for the period in which this was written)! though, i do acknowledge it is tied into the compulsion effect attributed to the Vampire, i see the loving bond and pull of affection i believe to be atleast a TOUCH of the women longing for each other in more than that magic pull. anyways, i think everyone should read this, it’s a classic for a reason, a truly timeless and haunting tale.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for lesemama.
1,611 reviews1 follower
January 20, 2025
Zum Buch:

Laura lebt mit ihrem Vater in einem einsamen Anwesen in Österreich. Dort kommt eines Tages eine Kutsche, in der eine junge Frau saß. Auf Lauras Bitten erlaubt ihr Vater der jungen Dame auf dem Anwesen zu bleiben. Laura suchte eigentlich händeringend eine Freundin und bekam Carmilla, die immer seltsamer wurde.

Meine Meinung:

Ich war neugierig auf das Buch, soll es doch och vor Dracula erschienen sein, ein Klassiker, der schon öfter übersetzt wurde.
Aber es war nicht mein Buch, ich mochte den Schreibstil und vor allem die Ich-Perspektive nicht wirklich, auch wurde ich mit der Story nicht warm, ich mag wohl die "modernen" Vampirromane lieber. Am Ende war ich dann froh, es beendet zu haben.
492 reviews2 followers
December 12, 2024
Das Cover hat mich total angesprochen und da dachte ich, dass ich es gerne mal mit diesem Klassiker probieren möchte. Die Sprache fand ich für das Alter des Buches erstaunlich zugänglich und es fiel mir leicht zu Lesen. Die Figuren bleiben aber irgendwie alle sehr flach, vielleicht liegt es auch an der Kürze der Geschichte, aber teilweise fiel es mir schwer, sie mir so richtig vorzustellen. Und da der Prolog das meiste schon vorwegnimmt, kommt auch kaum Spannung auf innerhalb der Geschichte. Die Atmosphäre kommt zwar gut rüber und ist sehr düster und herbstlich, ansonsten konnte mich das Buch aber nicht so wirklich überzeugen.
Displaying 1 - 30 of 38 reviews

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