Erich Kästner (23 February 1899 – 29 July 1974) was a German author, poet, screenwriter and satirist, known for his humorous, socially astute poetry and children's literature.
Erich Kästner (1899–1974) was a German author, poet, screenwriter and satirist, known for his humorous, socially astute poetry and children's literature. A stout pacifist and democrat, he was expelled from the national writers' guild during the Nazi era, with many of his books being burned in public. Today, he is widely regarded as one of Germany's most prolific and beloved children's book authors.
Ich habe ein paar besinnliche und freundliche, vielleicht auch humorvolle Geschichten zum Weihnachtsfest erwartet. Es sind aber viel eher Kindheitserzählungen, von alleinstehenden Müttern, von Musterschülern, vom Druck in Schule und Familie. Dazu einige Gedichte, zum Beispiel über unpassende Geschenke oder ausschlagende Bäume und ungewollt geküsste Mädchen. Ein anderer Kästner, als in seinen Kinderbüchern. Ein Kästner für Erwachsene, der seine Kindheit reflektiert.
Nettes Buch. Die Geschichte „Der Musterknabe“ werde ich wrsl immer wieder lesen, andere haben mir nicht so zugesagt. Teils düster, unterhaltsam, und sprachlich immer wieder schön.
Erichs Kästners Interview mit dem Weihnachtsmann, oder besser „Kindergeschichten für Erwachsene“ hat mich wieder stark in Kästners Welt eintauchen lassen. Herr Kästner ist mein Held. Denn er weiß Bescheid. Er kennt das Leben. Das Leben der Kinder.
Das Buch besteht aus Kurzgeschichten und vereinzelten Gedichten. Und, verdammt noch mal, jede/s hat mir die Kehle zugeschnürt und mich zum Nachdenken gebracht. Da ist zum Beispiel die Geschichte von Peter - es ist so oft Peter, wenn es doch um Erich selbst geht. Peter, der immer verzweifelter vor der Haustür nach seiner Mutter ruft, weil sie ihm nicht öffnet. Peter, der auf der Suche nach seiner Mutter in die Station für schwere Fälle –böse Eltern- gerät und zusieht, wie der Vater seines Schulkameraden Arno, als Strafe, dass er sein Kind geschlagen hat, die Hand wie ein Kotelett - paniert- gebraten wird.
Die Geschichte von dem Mann, der nunmehr zu alt ist, um arbeiten zu gehen und bei seiner Tochter wohnt, die darauf pocht, dass er einen Teil der Miete zu bezahlen hat. Der Mann geht betteln. Mit seiner Geige, die ihn einst die Mutter schenkte. Als er eines Tages schon, müde vom traurigen Leben, mittags nach Hause kommt, ist der Kühlschrank verriegelt. Daraufhin erhängt sich der Alte an der Türklinke.
Auch von dem Mann, der so seine Schwierigkeiten hatte, seine Frau und seine Mutter unter einen Hut zu bringen. Es könnte doch alles so schön sein, denn er liebt doch beide. Doch die beiden Frauen keifen sich ununterbrochen an. Nun, das kennen wohl auch viele.
Kästner schreibt in diesem Buch keine herzallerliebsten Geschichten. Nein, er schreibt realistische Geschichten. Geschichten, die den einen oder anderen geschehen und die dem Leben einen schwarzen Stempel geben. Nicht abwaschbar…
Kästners Worte sind wunderbar satirisch und haben ordentlich Biss. Für alle, die gern etwas Anspruch in ihren Lesealttag bringen möchten.