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Die Taucherin

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Meine unergründliche Freundin
Seit Kindertagen verbindet Amalia Faller eine enge Freundschaft mit Marina in Valencia. Als Marina von einem Tag auf den anderen verschwindet, macht sich Amalia aus dem Schwarzwald auf die Suche nach ihrer Freundin in Valencia. Dort wird Amalia stets eine weicher und sensibler, unerschrockener und direkter, verwandelt sich in Amaia. Ihre Recherchen eröffnen ihr einen neuen Blick auf die alte Freundin und lassen verdrängte Erinnerungen auftauchen. Ihre Suche legt ein Geheimnis frei, das nicht nur die beiden Frauen auf viel existenziellere Weise miteinander verbindet, als sie es je geahnt hätten, sondern auch ihre Familien und ihre Länder.
»Zwei beste Freundinnen, die sich von klein auf kennen. Zwei Länder, die ihre schuldhafte Geschichte nie aufgearbeitet haben. Ein Roman, der daraus eine intensive und atemlos zu lesende Geschichte macht, die von Amalia und Marina.« Stefanie de Velasco

287 pages, Kindle Edition

Published July 24, 2024

2 people are currently reading
57 people want to read

About the author

Verena Boos

3 books

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Community Reviews

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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Natalie.
27 reviews2 followers
June 1, 2025
Eine tiefe Freundschaft zwischen zwei Frauen und die Kulisse Valencia. Spannend und gut recherchiert erzählt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Profile Image for Jojo Albrecht.
17 reviews1 follower
August 21, 2025
Extrem gute Buch, nur zum Ende hin hätte es noch ein bisschen ausführlicher zu Ende erzählt werden können
Profile Image for Kirsten.
3,186 reviews9 followers
July 25, 2024
Als Kind lebte Amalia mit ihrem Vater für einige Monate in Valencia. Damals lernte sie Marina kennen und seitdem verband die beiden Frauen eine tiefe Freundschaft. Aber bei ihrem letzten Besuch spürte Amalia einen Riss in der Verbindung. Marina schien distanziert, es wirkte fast so, als ob Amalia etwas falschgemacht hätte, das ihr die Freundin nicht sagen wollte. Nach diesem letzten Besuch schläft der Kontakt ein. Aber dann verschwindet Marina und Amalia lässt alles stehen und liegen, um ihre Freundin zu suchen.

Der Aufbruch nach Valencia ist für Amalia gleichzeitig eine Art Flucht, denn im heimatlichen Schwarzwald hält sie nichts mehr. Kein Job, die Beziehung ist zerbrochen und das Verhältnis zu ihren Eltern ist bestenfalls höflich zu nennen. Die Mutter verfolgt ihre eigene Karriere und der Vater versinkt immer mehr in der Demenz. Das Haus, in dem sie aufgewachsen ist, ist kein Zuhause mehr.

In Valencia angekommen, führt sie der erste Weg in Marinas Wohnung. Aber dort ist die Freundin nicht und es scheint, dass sie schon lange nicht mehr dort war. Dafür ruft ein Mann Amalia an und sagt, dass er Marinas Handy gefunden hat und ihr wiedergeben will. Kann sie dem Unbekannten trauen?

Ich wusste anfangs nicht, was ich von Amalia halten soll. Sie ist spontan bis zum Leichtsinn. Sie geht klettern, was sie offensichtlich gut kann. Aber sie bringt sich durch Unachtsamkeit in Gefahr und kann sich nur mit Erfahrung und viel Glück aus ihrer Lage befreien. In Valencia nistet sie sich in Marinas Wohnung ein, obwohl die Freundin bei ihrem letzten Treffen klargemacht hat, dass sie das nicht will. Mehr noch: sie scheint immer mehr in die Rolle der Freundin zu schlüpfen, trägt deren Kleider und stöbert dringt immer mehr in die Privatsphäre ein. Dann trifft sie sich mit einem Unbekannten der vorgibt, Marinas Handy gefunden zu haben. Das klingt so offensichtlich nach einer Falle, dass jede Andere wahrscheinlich nicht zu dem Treffen gegangen wäre. Sicher spielt hier die Sorge um Marina eine Rolle, gerade im ersten Drittel des Buchs wirkte Amalias Charakter auf mich nicht stimmig.

Aber je mehr sich Amalia wirklich auf die Suche nach Marina machte und nicht nur in deren Leben herumstöberte, desto besser haben sie und die Geschichte mir gefallen. Es ging nicht nur um die Freundin, sondern anhand ihrer Geschichte erzählte die Autorin auch die Geschichte von den Menschen in Marinas Umgebung. Und je weiter die Suche nach der Freundin Amalia in die gemeinsame und auch die eigene Vergangenheit führte, desto musste sie ihre Erinnerungen hinterfragen und sie in einem neuen Licht betrachten. Am Ende ist die Suche nach Marina auch die Suche nach sich selbst.

Amalias Geschichte hat mir im Verlauf immer besser gefallen. Aber auch hier gab es ein paar Szenen, in denen wieder ihre ungestüme Seite vom Anfang durchgekommen ist, wo ich mir eher gewünscht hätte, dass sie gründlicher über das nachdenkt, was sie tut. Die Unstimmigkeiten in ihrem Charakter haben es mir stellenweise schwer gemacht, Amalia zu mögen und deshalb die Lektüre für mich etwas holprig gemacht.
Profile Image for Sandra.
418 reviews6 followers
August 18, 2024
Das Buch beginnt mit einer Freundschaft zwischen zwei Frauen, einer Deutschen und einer Spanierin. Es folgen tolle, detaillierte Beschreibungen Valencias, aber wenig, was die Geschichte voran bringt. Daher empfand ich in der Mitte einige Längen. Das Ende war dann jedoch sehr kräftig und thematisierte dunkle Zeiten in der deutschen sowie spanischen Geschichte.
740 reviews2 followers
March 13, 2025
«Euphorisch und erschöpft gab sie sich, immer wieder neu, der Bannkraft dieser Szenerie hin: das dunkle Band der nahfernen Berge und der flammende Himmel. Sie ließ mit dem Licht auch das Empfinden für diese Landschaft einströmen. Das Glottertal war bergend wie die Schalen zweier Hände. Die Nordseite steil aufragend, mit Weinbergen und dichten Wäldern, die Südseite offener, mit einem weniger klar gezeichneten Kammverlauf. Sie kletterte gern allein, wie sie auch gern allein durch diese Wälder streifte und manchmal in deren Schutz übernachtete. Sie kannte die Wege alle. Im Dunkeln, bei Nebel oder Schnee fand sie sich instinktiv zurecht. Mehr eine Erinnerung des Körpers als ein Wissen des Verstands. Die Landschaft konnte nichts dafür, dass sie sich gefangen und ausgestoßen zugleich fühlte.»

Seit Kindertagen verbindet Amalia Faller eine enge Freundschaft mit Marina in Valencia. Amalias Wunsch, nach Valencia zurückzukehren, hatte sich gerade zerschlagen, für den Job, der fest schien, hat sie eine Absage erhalten. Als Amalia in den Vogesen klettert, erhält sie einen Anruf, erfährt, dass Marina von einem Tag auf den anderen verschwunden ist. So fährt Amalia nach Valencia, um ihre Freundin zu suchen, die im Oceanogràfic arbeitet. Sie streift durch die Straßen, durch das alte Fischerviertel El Cabanyal, für das sich Marina engagierte, es zu erhalten, wo hingegen ihr Bruder Felipe sich dafür einsetzt, es abzureißen. Erinnerungen an Marina gehen Amalia durch den Kopf, und ihre eigene Zeit in Valencia, das erste Mal für ein ganzes Jahr, als ihr Vater hier einen Forschungsauftrag erhalten hatte. Damals hatte sie mit ihrem Vater im Priesterseminar gewohnt, sie verbrachten viel Zeit in Marinas Familie. Es gibt schöne Passagen, aber insgesamt habe ich viel geblättert, weil mich der Roman eher langweilte; es fehlte mir eine Strategie, ein Thema zu finden.

«¿Wobei mauert denn die Kirche?›
‹¿Wie meinst du das?›, fragte Vicent zurück. 
‹¿Gibt es ein Thema, das die Kirche totschweigen will?› Er lachte laut, es klang wie ein Hicksen, und Amalia wusste selbst im Moment, da sie die Frage formulierte, wie naiv sie war.
‹Die Kirche mauert. Punkt. Grundsätzlich. Die katholische Kirche ist eine obskure Organisation, die sich nicht in die Karten schauen lässt, und sie ist aufs Engste mit der politischen Sphäre verflochten. ‹Zitier mich aber nicht.› Er scannte aus den Augenwinkeln die Umgebung. ‹Sie ist verstrickt in den Franquismus. Sie ist der Franquismus.› 
‹War›, warf Amalia ein. 
‹Nein›, widersprach Vicent. ‹Ist. Immer noch. Macht, Menschenrechtsverbrechen. Sie ist mindestens Komplizin. All die Ermordeten, die Verschwundenen des Bürgerkriegs, die Tausenden Toten.›»

Im letzten Viertel wird es doch noch interessant und spannend. Denn jetzt wird die Geschichte politisch und historisch. Marina hatte zu den «Bebés robados» recherchiert, zu den geraubten Kindern. Wie in vielen Diktaturen hatte man auch unter Franco Regimekritikern die Kinder weggenommen, möglichst gleich nach der Geburt, und sie an regimetreue Familien gegeben. Ihre Recherchen eröffnen Amalia einen neuen Blick auf die alte Freundin und lassen verdrängte Erinnerungen auftauchen. Etwa 300.000 Babys sollen ihren Müttern nach der Geburt gestohlen worden sein; bis weit in die 1990er Jahre wurde damit weitergemacht. Mithilfe mafiöser Strukturen hat die katholische Kirche Kinder verkauft. Die Suche Marinas legt ein Geheimnis frei, das nicht nur die beiden Frauen auf viel existenziellere Weise miteinander verbindet, als sie es je geahnt hätten, sondern auch ihre Familien und ihre Länder. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe zum Thema gewünscht. Das wird leider ziemlich schnell abgehandelt. Genau das ist für mich das Problem von diesem Roman. Das Thema ist für mich zu spät gesetzt. Diese ganzen Erinnerungen und Gedanken empfand ich als langweilig – aber wer durchhält, wird doch noch mit einem interessanten Thema belohnt. Ich denke allerdings, bis hierhin hat die Autorin einige Leser verloren. Das Thema der «Bebés robados» ist sehr vielschichtig, hallt bis heute nach und ist nicht ernsthaft politisch aufgearbeitet worden. Über Themen, die die katholische Kirche betreffen, spricht man nicht laut. Schon gar nicht darüber, dass sie sich zum Handlanger Francos gemacht hat. Denn im Tiefen brodelt noch immer die Francozeit, die Zerrissenheit der Gesellschaft. Genau zu diesem Thema hatte die Geschichte Potential, das leider vergeben wurde, weil es nur angestoßen wurde. Zu einfach hat es sich die Autorin mit ihren beiden Protagonistinnen gemacht: Zwei Rebellinnen, kinderlos, die mit der Familie, insbesondere mit der Mutter und den Geschwistern nicht zurechtkommen, allgemein Beziehungsprobleme haben. Nur am Rande: ¿Wieso setzt man spanische Fragesatzzeichen ein (das umgedrehte Fragezeichen am Anfang vom Fragesatz, das Fragezeichen am Ende eines Fragesatzes), wenn es sich um einen deutschen Text handelt? Es gibt sehr starke atmosphärische Stellen und wirklich gute Textstellen, ohne Frage; aber in der Gesamtheit ist der Roman für mich lediglich Mittelmaß.


Verena Boos wurde 1977 in Rottweil geboren, wo sie heute wieder lebt. Längere Aufenthalte in Paris, Bologna, Glasgow, Florenz, Barcelona und London, schließlich Valencia, München und Frankfurt. Studium der Anglo-Amerikanischen Literatur, Soziologie und Kulturwissenschaften, Promotion in Zeit- und Kulturgeschichte. Mit »Blutorangen« legte sie 2015 eines der beeindruckendsten Debüts der • letzten Jahre vor, ausgezeichnet u.a. mit dem Mara-Cassens-Preis und dem Preis des Buddenbrookhauses. Für die Arbeit an ihrem zweiten Roman »Kirchberg« (2017) erhielt sie das Arbeitsstipendium des Landes Baden-Württemberg.
Profile Image for Mario.
32 reviews6 followers
April 12, 2025
Pageturner, leider mit enormen Längen, die dazu führten, dass ich mich ständig der aus der internen Fokalisierung erzählten Hauptprotagonistin zwei Schritte voraus fühlte.
Trotzdem noch ein Pluspunkt für das wichtige und gut recherchierte Thema,
Profile Image for Luisa Dinda.
69 reviews
January 31, 2025
war zwar catchy, aber auch etwas lost
die storyline war nicht wirklich kohärent, etwas dramatisch und literarisch gut geschrieben war's auch net
Displaying 1 - 8 of 8 reviews

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