Three elderly women--an actress, a brothel madam, and a woman named Alice--dine at the Savoy and discuss Alice in Wonderland, in this fictional exploration of the lives of Lewis Carroll's three favorite photographic models
David Rytman Slavitt was an American writer, poet, and translator, the author of more than 100 books. Slavitt has written a number of novels and numerous translations from Greek, Latin, and other languages. Slavitt wrote a number of popular novels under the pseudonym Henry Sutton, starting in the late 1960s. The Exhibitionist (1967) was a bestseller and sold over four million copies. He has also published popular novels under the names of David Benjamin, Lynn Meyer, and Henry Lazarus. His first work, a book of poems titled Suits for the Dead, was published in 1961. He worked as a writer and film critic for Newsweek from 1958 to 1965. According to Henry S. Taylor, winner of the 1986 Pulitzer Prize for Poetry, "David Slavitt is among the most accomplished living practitioners" of writing, "in both prose and verse; his poems give us a pleasurable, beautiful way of meditating on a bad time. We can't ask much more of literature, and usually we get far less." Novelist and poet James Dickey wrote, "Slavitt has such an easy, tolerant, believable relationship with the ancient world and its authors that making the change-over from that world to ours is less a leap than an enjoyable stroll. The reader feels a continual sense of gratitude."
Especulación y perfidia. Este libro se basa en la ambigüedad de la relación del escritor y sus pequeñas amigas. Principalmente Alice Liddell, la musa de Carroll para su obra: Alicia en el País de las Maravillas.
Este libro es sórdido. Carroll queda muy mal parado...
Die damals achtzigjährige Alice Liddell Hargreaves erhielt 1932 eine Einladung nach New York, wo ihr die Ehrendoktorwürde verliehen wurde, ein Vorgang, kaum weniger absurd als die Abenteuer, die Alice im Wunderland zu bestehen hat. David R. Slavitt rückt diesen Tag in das Zentrum seines Romans ALICE AT 80 (Alice über Alles) und springt ausgehend von diesem denkwürdigen Ereignis wie beim Hickelkasten vorwärts und rückwärts in der Biografie der Alice Liddell.
Was es bedeuten kann, wenn man ein Leben lang in der Öffentlichkeit immer nur als Vorbild für eine literarische Figur wahrgenommen wird, die man in der Kindheit oder Jugend inspiriert hat, führte Thomas Mann schon am Beispiel der Charlotte Buff in LOTTE IN WEIMAR vor. Die Verheerungen, die der fragwürdige Ruhm mit sich gebracht hat, die „wirkliche“ Alice aus dem Wunderland zu sein, sind allerdings ungleich schwerer, denn abseits des Kinderbuchklassikers wirft sich die Frage auf, was zwischen Charles Ludwig Dodgson und seinen Kinderfreundinnen wirklich vorgefallen ist. Dass die kleinen Mädchen nackt auf seinem Schoß saßen, dass sie „in natura“ von Dodgson fotografiert und gezeichnet wurden, war im viktorianischen Zeitalter nicht weniger Skandalös als heute.
Was Slavitts Roman so lesenswert macht, ist seine Weigerung, Dodgsons Neigung zu den Mädchen auf einen Skandal zu reduzieren und sich auf eine gefällige Rollenverteilung von Täter und Opfer zu beschränken. Stattdessen greifen seine Fragestellungen weiter. Wie kam es, dass die Eltern ihre Töchter mit Dodgson alleine ließen? Wurden die Mädchen durch ihre Erlebnisse traumatisiert? Welche Konsequenzen hatte die „Freundschaft“ für das weitere Leben? Antworten auf diese Fragen sind in dem Maße schwierig, in dem es unmöglich ist zu sagen, was damals genau zwischen dem Erwachsenen gegenüber gehemmten Mann und den Mädchen geschehen ist. Im Falle der Alice Liddell ist gerade ihre Weigerung bis ins hohe Alter hinein, über die sonderbare Beziehung zu sprechen, besonders tragisch. Slavitt spürt dem nach, wie sich die daraus resultierende Ungewissheit auf die Ehe zwischen Alice und ihrem Mann ausgewirkt haben mag, auf ihre sexuelle Beziehung zueinander. Und auch auf das Leben ihres Sohnes Caryl (man spreche den Namen nur einmal laut aus) hat die Episode aus der Kindheit von Alice Folgen. Schließlich ist auch darüber zu sprechen, wie die Beziehung zwischen Alice und ihrer etwas jüngeren Schwester Edith zerstört wurde durch Eifersüchteleien um die Gunst des sonderbaren Freundes. Welche Vorwürfe mag Edith gegenüber den Eltern gegen Dodgson erhoben haben? Waren sie zutreffend? Auf jeden Fall führten sie dazu, dass Dodgson nicht mehr im Hause des Dekans Liddell verkehren durfte.
Nun war Alice Liddell nicht die einzige kleine Freundin, die Dodgson hatte. Er wechselte die Mädchen, sobald sie mit Erreichen der Pubertät zu alt für sein Interesse wurden. In ALICE AT 80 begegnen wir auch der Schauspielerin Isa Bowman, die ebenfalls eine der Kindergespielinnen war. Aufgrund der Tatsache, dass sie jünger aussah als sie war, hatte sie wohl die längste Beziehung zu Dodgson, und da ihre Mutter sehr offen mit ihr über sexuelle Themen sprach, die ansonsten verschwiegen wurden, und Isa sogar für Dodgson im Intimbereich rasierte, war Isa Bowman die sexuelle Komponente der Beziehung offenbar sehr viel bewusster als Alice, die erst nach dem Tod ihres Mannes mit Isas Erinnerungen persönlich konfrontiert wird (bis dahin gab es zwischen den beiden Frauen eine Rivalität darum, wer die „wahre“ Alice sei).
Und so muss Alice erst 80 Jahre alt werden und es muss erst ihr Ehemann sterben, bevor sie sich ihren Erinnerungen stellen und mit anderen Menschen darüber sprechen kann. Und was immer geschehen sein mag, zumindest hierin liegt ein tiefes Trauma. Slavitt wechselt im Roman häufiger den Erzähler und somit die Perspektive. Auf diese Weise ist Raum für unterschiedliche und subjektive Wahrnehmungen und zu keinem Zeitpunkt verhindern Moralvorstellungen eine differenzierte Betrachtung. Das Buch lässt in der Schwebe, was biografisch nicht bekannt ist, zugleich habe ich aber sehr viel über Alice und den Dodo (Dodgson) erfahren.
Fazit: Ein Roman über ein sehr heikles Thema, der erzählt auf hohem Niveau den Fallstricken entgeht, sich untunlich auf vereinfachende Mutmassungen und Wertungen zu beschränken. Sich dem Spannungsgeflecht zwischen Werten, Tabus und ihren Brüchen zu stellen, ist kein Leichtes. Man wird sich die Sache durch den Kopf gehen lassen müssen…
Along with Salazar Blinks, this is Slavitt's best novel. The inspiration of Alice in Wonderland comes to Columbia University to accept an award, if I remember correctly. It's a moving, wonderful, always surprising story. Highly recommended.
Honestly not sure what I expected from this book but not...this. The fact that it took two months to read at only 257 pages says something. Little to no plot, and two dimensional characters with few redeeming qualities.