Als „Wantij“, zu deutsch Wattenhoch, bezeichnet man im Wattenmeer die Linie zwischen einer Insel und dem Festland, die am höchsten liegt und somit bei Ebbe als erstes trockenfällt. Ein solches Wattenhoch ist der Brakzand im Süden der niederländischen Insel Schiermonnikoog. Hier startet die kommerzielle Wattwanderung, der sich der Autor anschließt, um noch einmal das Wattenmeer zu erleben, bevor es dem Anstieg des Meeresspiegels infolge des Klimawandels zum Opfer fällt. In diesem Gebiet, war het land onzichtbaar overgaat in de hemel, hofft er seinen Kopf für neue Gedanken zu leeren.
Trotz der ruppigen Führer und der lauten Wandergesellschaft wird sein Kopf frei. Allerdings sind es Erinnerungen die hochkommen. Terugkeren naar een Waddeneiland voelt voor mij ala onderweg zijn naar iemand met wie i kniet heb afgesproken. Er denkt an seinen ersten Kuss auf Texel und vor allem an das Treffen mit Bregje auf Vlieland, die kurz danach verstarb. Bei diesen Gedanken verspürt er schmerzlich, dass auch das Wattenmeer dem Untergang geweiht ist. Er hat landschaftspijn. Ob sich in fünfhundert Jahren noch jemand an es erinnern wird? Und wird sich später irgendeine Tierart noch an die Menschen erinnern, wenn wir nicht mehr da sind?
Trotz dieser tiefschürfenden Gedanken hat die Geschichte Humor und eine gewisse Leichtigkeit. Das macht Lust auf mehr von diesem Autor.