Düster und melancholisch, nervenzerreißend und tiefgründig. Weihnachten in Schneeflocken tanzen durch die Luft, Glühweinduft weht durch die Straßen, Sonderermittler Armin Trost ist verliebt – es könnte alles so schön sein. Wäre da nicht ein Serienmörder, der die Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Seine Opfer sind junge Frauen, sein makabres Markenzeichen ist ein Blumenstrauß, den er an den Tatorten hinterlässt. Trost ermittelt undercover und findet sich bald auf einem Höllentrip wieder, der ihm alles abverlangt. Bis er selbst mehr tot als lebendig ist.
Das Cover finde ich ganz gut ausgewählt. Es fängt die Jahreszeit und die Stimmung im Buch sehr gut ein und passt natürlich gut zum Genre. Die Karte vorne finde ich auch sehr originell, sowas kommt leider fast nie vor. Der Schreibstil des Autors gefiel mir sehr gut, ich konnte das Buch flott und flüssig lesen. Die kurzen Kapitel fand ich toll, so hat sich mein Lesetempo gesteigert und das Lesen fiel mir leichter. Die Charaktere waren mir zu Beginn sehr distanziert, bis zum Schluss wurde ich nur mit Trost (und seinem Hund) richtig warm. Und eigentlich ist er auch ein ziemlich komischer Vogel. Die Handlung hätte in meine Augen so viel mehr Luft nach oben, die nicht wirklich genutzt wurde. Oftmals war die Handlung sehr langatmig und plätscherte nur dahin ohne große Spannung oder Action. Wie es dann etwas interessanter wurde, hatte ich als Leser oft das Gefühlt, dass mir wichtige Informationen zur Ermittlung fehlten. Kein schlechter Krimi, der noch deutlich Potenzial nach oben hätte. Ich vergebe für das Buch 4 von 5 Sterne.
In diesem doch spannenden Kriminalroman um Armin Trost geht es um das Verschwinden mehrerer jungen Frauen in Graz. Die Handlung an sich ist schon sehr skurril. Doch das Verhalten und die Gedanken vom Hauptdarsteller sind für meine Begriffe zu schrill. Es geht mir zu sehr um die unnatürliche, teilweise sogar krankhafte Gedankenwelt von Trost.
Den Regionalkrimi ”Die rauen Nächte von Graz” hat Robert Preis im September 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons herausgebracht. Es handelt sich um den 10. Teil mit Armin Trost. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß. Mein Blick fällt auf das Cover. Es ist vor allem eins. Es ist Grau. Auf mich wirkt es dunkel und düster. Mein Blick fällt auf den gebeugten Mann mit dem Gehstock und ich frage mich, was ihm so im Nacken sitzt, das ihn so beugt. Es ist Weihnachtszeit. Die Raunächte stehen bevor. Ich schlage das Buch auf und beginne zu lesen. Da ich bereits “Der Tod ist ein Spieler aus Graz” gelesen habe, ist mir Armin Trost bekannt. In diesem Teil freue ich mich darüber, dass er verliebt ist. In seine Nachbarin. In Eva Schön. Es weihnachtet auch in Graz, die Schneeflocken fallen in die Stadt. Der Duft nach Schnee, Matsch und Winter verbindet sich mit dem Geruch von Glühwein. Das klingt nach einer geruhsamen und gemütlichen Adventszeit. Weit gefehlt. In Graz ist ein Serienmörder unterwegs. Er tötet junge Frauen. Er hinterlässt einen Blumenstrauß am Tatort. Armin Trost ist schnell klar, das er sich beeilen muss, wenn er das Töten stoppen will. Ehe er sich versieht, ist er selber in Gefahr. Zwischen Wahn und Wirklichkeit. Das sind die zwei Worte, die mir einfallen, wenn mich einer fragt: Wie würdest Du Armin Trost beschreiben? Armin Trost hat Visionen. Er folgt diesen Visionen bei der Tätersuche. Er hat einen erstaunlichen Instinkt. Oft weiß er selber nicht, ob er gedacht oder gesprochen hat. Das führt zu Situationen, die ich im zwischenmenschlichen Bereich am ehesten als ungewöhnlich beschreiben möchte. Ungewöhnlich ist auch dieser Krimi. Er strotzt nur so vor Spannung. Er ist kaum aus der Hand zu legen. Er verschafft mir Gänsehaut beim Lesen. Er lässt mich nicht schlafen. Er spielt zu den Raunächten. Robert Preis hat mit “Die rauen Nächte von Graz” einen ungewöhnlichen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, der sich auf vielen Ebenen von einem gewöhnlichen Kriminalroman abhebt. Wer Sinn für die Mystik der Raunächte hat, der ist hier gut aufgehoben. Der Autor bekommt von mir verdiente 4 Lesesterne.
Wiede finde ich das Cover sehr gelungen und passend zur Reihe. Der düstere Hintergrund in Kombination mit dem Titel gefällt mir sehr. Der Prolog und die Handlung beginnt im Juni. Ein furchtbares Unglück geschieht, danach geht die Geschichte Ende Dezember weiter. Ermittler Trost und sein Hund Zeus gehen gerade spazieren als plötzlich aus einem Auto eine Frau hinausfällt, sie ist schwer verletzt und verstirbt kurz darauf im Krankenhaus.Die Ermittlungen laufen an und bald wird klar, es werden noch weitere Frauen vermisst. Trost beginnt undercover zu ermitteln und bald ist nicht nur er in großer Gefahr.
Ich fand auch diesen Band der Reihe spannend und fesselnd. Die verschiednen Handlungsstränge und Gedankengänge fand ich sehr interessant. Trost war wieder skurril und unberechenbar. Auch seine privaten Einblicke fand ich wirklich toll. Der Fall war bis zum Ende spannend. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
In Graz zur Weihnachtszeit wird die Idylle durch einen Serienmörder zerstört, der junge Frauen tötet und Blumen am Tatort hinterlässt. Sonderermittler Armin Trost ermittelt undercover und gerät dabei in lebensgefährliche Situationen.
Auch wenn ich zeitweise mit Trost und seinen unkonventionellen "Ermittlungsmethoden" so meine Probleme hatte, mir auch hin wieder die Zusammenhänge und das warum, wieso, weshalb gefehlt hat und es an manchen Stellen doch etwas langatmig war, muss ich auch sagen, dass ich Trost und seine skurrile Art am Schluss doch irgendwie liebgewonnen habe. Auch konnte ich am Ende nur schwer meine Finger vom Buch lassen.
Vielleicht wäre es hilfreich gewesen wenn man vorher schon Trost in anderen Bänden kennengelernt hätte.