1947 sitzt der Krieg den Berlinern noch tief in den Knochen. Als eine junge Frau auf der Suche nach essbarem Giersch in der Ruine der Orangerie im Schlosspark Schönhausen eine Leiche findet, ist Hans Adler erschü Muss das Sterben für diese jungen Menschen, die nichts als Tod kennen gelernt haben, immer noch weitergehen? Die mit großer Brutalität begangene Tat gibt dem Kommissar Rätsel Wer war die Tote? Kannte sie ihren Mörder, oder hat er sie zufällig gewählt? Weil der Tatort in der sowjetischen Zone liegt, wird Adler ein Leutnant von der Roten Armee zur Seite gestellt. Oder wurde dieser Raskow eingesetzt, um Adlers Ermittlungen zu torpedieren? Der Mann sei hochgefährlich, warnt der amerikanische Major Wilkinson, als er Adler in seiner Laube in Wilmersdorf aufsucht, wo der Kommissar behelfsmäßig wohnt, seit er ohne seinen linken Arm von der Front zurückgekehrt ist. Im Konfliktfeld der Besatzungsmächte muss Adler versuchen, seine Integrität als Polizist zu bewahren und die Wahrheit herauszufinden.
Dies ist der zweite Fall von Kommissar Hans Adler, der im Berlin von 1947 arbeitet und lebt, in einer Laube. Wohnmangel in der Nachkriegszeit war an der Tagesordnung, genauso wie zu wenig Essen, der Schwarzmarkt und die Teilung der Stadt in vier Sektoren. Das Lebensgefühl der damaligen Zeit ist auf jeder Seite zu spüren und dabei werden die Widrigkeiten gezeigt in dieser Zeit einen Mord aufzuklären. Bei einen Mord bleibt es nicht, obwohl oder gerade weil der Krieg erst vor zwei Jahren geendet hatte. Für Krimifans mit Geschichtsinteresse.