Was wäre, wenn alle Frauen sich verweigern und in einen Care-Streik treten würden? Ein großer feministischer Gesellschaftsroman über Widerspruchsgeist und Solidarität.
Elin ist Anfang zwanzig und lebt mit ihrer Mutter in einem Wellnesshotel. Während des Lockdowns ist sie Influencerin geworden. Seither sieht sie sich mit misogynem Hass im Netz konfrontiert.
Nuri stammt aus prekären Verhältnissen, einen Schulabschluss hat er nicht. Nun versucht er, sich als Fahrradkurier, Bettenschubser und Essenslieferant über Wasser zu halten. Der Spätkapitalismus hat ihn fest im Griff.
Ruth ist Ende fünfzig, nach dem Tod ihres behinderten Sohnes hat sie wieder angefangen, als Pflegekraft im Krankenhaus zu arbeiten. Jeden Tag geht sie über ihre Grenzen, ihr Pflichtgefühl scheint unerschöpflich.
An einem Sonntag geraten alle drei in eine unvorhergesehene Vor dem Krankenhaus, in dem Ruth und Nuri arbeiten, liegen Frauen. Reglos, in stillem Protest. Es ist der Beginn einer Revolte, in der Frauen nicht mehr das tun, was sie immer getan haben. Plötzlich steht alles infrage, worauf unser System fußt. Ergreifen Elin, Nuri und Ruth die Chance auf Veränderung?
Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen. Sehr häufig musste ich heftig nicken, oft war ich bedrückt und niedergeschlagen. Mareike Fallwickl legt immer wieder den Finger in die Wunde. Sie zeigt exakt die Punkte auf , die klar benennen, wo genau die Problematiken bezgl. der Care- Arbeit liegen. Legt den Fokus darauf, wie sehr unser Gesundheits- und Pflegesystem erkrankt sind, wie fragil es momentan dasteht und auf wessen Kosten hier systemrelevante, knochenharte Arbeit geleistet wird. Man erfährt natürlich nichts Neues. Jedoch liest man mit einem schmerzenden Herzen über diese Thematik, die so gebündelt beschrieben wird. Es erzählt u.a. über Menschen, die als selbstverständlich innerhalb unserer Gesellschaft existieren, die aber niemand wahrnimmt, die nichts als Ausbeutung und Abwertung erfahren. Erst wenn genau diese Menschen aufhören zu funktionieren, fällt auf, wie wichtig, essenziell und wertvoll sie sind. Sie müssen gesehen, beachtet und wertgeschätzt werden. Von gerechter Entlohnung sollte man erst gar nicht reden müssen. Man entwickelt massive Traurigkeit, Wut und Verzweiflung beim Lesen. Trotzdem schwingt immer ein leiser Optimismus mit. Diesen dürfen wir niemals verlieren. Und abgesehen von Geschlecht, Herkunft oder Religion ist die ganz wichtige Botschaft, dass wir alle menschlich, respektvoll, friedlich, unterstützend , hilfsbereit , verständnisvoll und wertschätzend miteinander umgehen sollten. Ja, das sind viele Adjektive, die -trotzdem sie klein geschrieben werden- doch so große Wirkung haben. Danke Mareike Fallwickl für diese wunderschöne Botschaft 🥰.
Elin ist Influencerin. Jeden Tag preist sie für ihre 1,2 Millionen Abonnent*innen Produkte an, bekommt dafür Zuspruch, aber auch viele Hassnachrichten. Sie steht unter permanentem Stress, der zudem durch Ihre Mutter, für die Frausein gleichbedeutend mit Leistung erbringen ist, bestärkt wird. Den Rest ihrer Familie kennt sie nicht. An einem Tag im Juni wird Elin jedoch zu ihrer Oma Iris gerufen, die vor einem Krankenhaus auf dem Boden liegt. Elin geht davon aus, dass Iris verletzt ist - doch Iris ist Teil eines Protests. Im ganzen Land legen Frauen ihre Care-Arbeit, egal ob bezahlt oder unbezahlt, und sich selbst nieder. Elin wird teil der Bewegung und lernt dabei auch ihre Tante Ruth, die in einem Krankenhaus als Pflegerin arbeitet, und Nuri, einen 19-jährigen Schulabbrecher, der im Niedriglohnsektor tätig ist, kennen.
Mareike Fallwickl erzählt in ihrem Roman "Und alle so still" aus Elins, Nuris und Ruths Perspektive was passiert, wenn Frauen plötzlich ihre Arbeit niederlegen - sowohl ihre Lohnarbeit, als auch ihre Sorgearbeit im häuslichen Bereich. Sie spinnt dabei die Gedanken aus ihrem Roman "Die Wut, die bleibt" weiter - inklusive Auftritten einiger Figuren aus diesem Buch! - und macht sowohl drastisch die Auswirkungen dieser (Arbeits)Niederlegung klar, als auch die Ausbeutung, die FLINTA* täglich erfahren. Besonders stark fand ich dabei Ruths Erzählstrang, die von ihrer Arbeit in der Pflege im Krankenhaus fast vollständig ausgebrannt ist. Sie arbeitet oft mehr als 24 Stunden am Stück allein auf einer Station, neben der Arbeitsbelastung kommt so auch noch die Last der Verantwortung hinzu. Früher pflegte sie nach ihrer Schicht im Krankenhaus noch ihren mittlerweile verstorbenen behinderten Sohn. Auch Nuri und die Bedingungen, unter denen er als Bettenschubser, Barkeeper und Auslieferungsfahrer arbeiten muss, haben mich zutiefst erschüttert. Allein Elin fällt in diesem Buch ein wenig aus der Reihe, sie ist wohl der Kleber, der die drei Figuren zusammenhält, dennoch hat mich ihre Perspektive weniger überzeugt und den Roman für mich etwas überladen gemacht. Mareike Fallwickl verarbeitet zudem viel Fachwissen in ihrem Buch, was die Dialoge an einigen Stellen etwas gestelzt und unglaubwürdig hat werden lassen. "Und alle so still" ist hoch aktuell und spannend, ein Buch zwischen Dystopie und Utopie, das mich bewegt hat, auch wenn für mich die Umsetzung dieses Mal nicht ganz stimmig war.
Mareike Fallwickl hat es bis jetzt immer geschafft, dass mir ihre Geschichten auch sehr lange Zeit nach dem Lesen noch im Gedächtnis geblieben sind. So denke ich auch jetzt immer wieder über z.B. Dunkelgrün, fast schwarz oder Die Wut, die bleibt nach. Diese Bücher haben mich berührt und zum Nachdenken angeregt. Bei Und alle so still ist es diesmal leider anders. Mir fiel der Einstieg in die Geschichte wahnsinnig schwer. Elin war mir von Anfang an unsympathisch. Mit Nuri ging es mir ein wenig besser, ich mochte ihn aber auch nicht wirklich, da er an seiner Situation zumindest teilweise selbst schuld ist. Lediglich zu Ruth konnte ich eine gewisse Beziehung aufbauen: was sie leistet ist unglaublich. Gleichzeitig hatte ich meine Probleme mit der Struktur des Buches: mir fehlten oft die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Szenen, ich saß teilweise mit einem großen Fragezeichen im Kopf da. Was ich dagegen gelungen fand, war die Art des Protestes. In Die Wut, die bleibt radikalisiert sich Lola ja gegen Ende und greift zur Gewalt, was für mich keine Lösung ist. Hier hingegen liegen die Frauen einfach auf dem Boden und arbeiten nicht mehr. Mir gefällt dieses Bild, da er dem Buch einen dystopischen Charakter gibt. Störend fand ich ebenfalls, wie eindimensional die Männer dargestellt werden. Sie sind eigentlich grundsätzlich negativ belegt, wie schon im letzten Buch. Für die Geschichte ist dies wahrscheinlich nötig, ich persönlich finde diese Haltung aber nicht richtig. Ich habe daher leider eine unpopular Opinion zu Und alle so still.
Mareike Fallwickl hat sich mit "Und alle so still" erneut an ein brisantes Thema gewagt, das die tief verwurzelte Ungleichberechtigung in unserer Gesellschaft ins Zentrum rückt. Sie beleuchtet die Mechanismen des Schweigens und der Macht, die Missbrauch und Unterdrückung ermöglichen. Die Fakten, die sie dabei präsentiert, sind präzise und aufrüttelnd, doch leider wird das Potenzial dieser wichtigen Thematik nicht voll ausgeschöpft.
Ein zentrales Problem des Romans liegt in der überspitzten Darstellung des Geschehens. Statt eine natürliche, aus der Handlung heraus entwickelte Geschichte zu erzählen, wirkt es, als hätte Fallwickl sich gezwungen, eine bestimmte Liste von Themen abzuarbeiten – und die Geschichte dann darum herum konstruiert. Diese Herangehensweise lässt den Roman weniger wie eine organische Erzählung erscheinen und mehr wie ein Projekt, das auf Biegen und Brechen umgesetzt werden musste. Das Ergebnis ist eine Erzählung, die zwar relevante Punkte anspricht, dabei aber an Authentizität und emotionaler Tiefe verliert.
Die Figuren bleiben unnahbar, was vor allem an den hölzernen Dialogen und der distanzierten Sprache liegt. Statt echte Menschen darzustellen, die in einer komplexen Welt agieren, wirken sie oft wie bloße Vehikel, um die behandelten Themen zu transportieren. Der Versuch, gesellschaftliche Probleme anzuprangern, gerät dadurch ins Stocken, weil die Leser_innen sich nicht wirklich in die Charaktere einfühlen können – jedenfalls ich nicht.
Der Unterschied zwischen einer Geschichte, die erzählt werden will, und einer Geschichte, die geschrieben werden muss, um bestimmte Punkte abzuarbeiten, wird hier deutlich spürbar. In "Und alle so still" scheint die Autorin mehr darauf bedacht, Missstände aufzuzeigen, als eine lebendige und fesselnde Geschichte zu erzählen. Diese erzählerische Zwanghaftigkeit ist ein entscheidender Fehlschlag, der dazu führt, dass der Roman als literarisches Werk nicht vollständig überzeugt.
Zusammengefasst ist "Und alle so still" ein Roman, der inhaltlich relevante Themen aufgreift, dabei aber an der Umsetzung scheitert. Die Geschichte scheint nicht aus der Feder der Autorin geflossen zu sein, sondern wirkt konstruiert und gezwungen. Dies mindert die Wirkung des Buches und hinterlässt den Eindruck, dass weniger Zwang und mehr erzählerische Freiheit dem Werk gutgetan hätten.
Diese Geschichte erzählt uns in aller Deutlichkeit was passieren könnte, wenn alle Frauen die Care Arbeit niederlegen würden und sich gemeinsam gegen das Patriarchat stellen. Diese Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, und es sind nicht nur weibliche!! Das fand ich sehr gelungen wie ein junger Mann anfängt die Blickrichtung zu verändern und umzudenken. Sehr gut kam die deutliche Überbelastung von Ruth zur Geltung, eine Krankenschwester am Rand des Untergangs in einem maroden Gesundheitssystem. Und erschreckend ist: vieles davon habe ich bereits selbst ähnlich erlebt. Die Geschichte ist sicher an manchen Stellen überspitzt, aber so trifft sie auch genau dahin wo es weh tut. Unbedingt Lesen!! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Und alle so still - Mareike Fallwickl [Werbung | Rezensionsexemplar]
“Und alle so still” ist wohl das Bookstagram-Buch der Stunde und war (nicht nur) für mich der heiß ersehnte Nachfolger von “Die Wut die bleibt”. Leider hat mich das Buch nicht mehr ganz so begeistern können, wie der Vorgänger.
Erstmal das positive: Ich finde es gut, dass Fallwickl als Autorin “dahin geht, wo es weh tut”, aktuelle feministische Themen aufgreift und so auch viele Diskussionen und Gedanken anstoßen kann. Außerdem hat mir besonders die Figur Ruth gefallen, eine Krankenschwester, die wir bei ihren langen Diensten begleiten - und die fand ich sehr hart zu lesen, aber auch sehr bewegend.
Das Buch hat es mir aber trotzdem nicht leicht gemacht, und das ging schon mit dem Anfang los: Die Sexsüchtige Influencer inklusive derb erzähler Sexszenen war leider so gat nicht mein Fall. Ich glaube, mein größtes Problem mit dem Roman war, dass alles sehr “in your face” und überladen erzählt ist und ich es lieber etwas subtiler zum selbst “erarbeiten” mag (ist aber vermutlich bei der breiten Masse, die das Buch ansprechen soll, anders).
Dass sich alle Frauen gemeinsam auf die Straße legen und so gegen ein System protestieren, dass massiv auf der Ausbeutung, den Verpflichtungsgefühlen und kostenloser Care-Arbeit ebendieser beruht, ist ein unglaublich kräftiges Bild. Die vollkommene Solidarität zwischen allen Frauen ist zwar eine schöne Utopie, lässt hier aber außer Acht, dass es eben auch genügend Frauen gibt, die voller Überzeugung das Patriarchat aufrecht erhalten (das ist aber vermutlich schwerer im Roman umzusetzen).
Vielleicht hat mich auch diese glatte Umsetzung der Solidarität unter Frauen gestört, weil eben in die andere Richtung die Erzählung deutlich unbequemer ist. Protagonist Nuri ist “der gute Mann” und somit die Identifikationsfigur. Der war aber so überladen erzählt - er ist nicht nur sehr feministisch, sondern hadert auch mit seiner Sexualität, hat einen Migrationshintergrund und lebt in prekärer Situation - dass es für mich leider nicht mehr so ganz glaubwürdig war. Ich hatte ehrlich gesagt das Gefühl, dass die Autorin dachte, sie braucht hier dringend noch einen “guten Mann” als Ausgleich, damit ihr keine Männerfeindlichkeit vorgeworfen wird. Alle anderen Männer in der Erzählung sind nämlich ziemlich eklig. Dabei hätte es diese Extrembeispiele nicht gebraucht, denn eigentlich zeigt die Erzählung auch so schon, wie die „normalen Männer“ - also die, die nicht Frauen selbstverständlich erniedrigen, schlagen oder bei erster Gelegenheit zum Vergewaltiger werden - vom System profitieren.
++ACHTUNG, AB HIER MINIMALE SPOILER +++ Weder Elin noch ihre Mutter konnte ich so richtig greifen über das Buch. Die Auflösung, warum Alma Elin den Umgang mit Oma und Tante ihr Leben lang verwehrt hat, fand ich ziemlich schwach und unlogisch. Sie ist also so feministisch, dass sie ihre Tochter so vor Bildern der Unterdrückung beschützen will (what), erzieht ihre Tochter mit feministischer Literatur, will Künstlerinnen in ihrem Hotel Raum geben - checkt aber gleichzeitig nicht, dass ihr eigenes Hotel auf der Ausbeutung von Frauen (Reinigungskräfte, Zimmermädchen, Köchinnen) funktioniert? Nö, das kaufe ich nicht ab.
Zwei kleinere Kritikpunkte, über die ich noch nachdenke: Elin, die sexsüchtige Influencerin, sucht im häufigen anonymen Sex mit Männern Bestätigung, erlebt dort sexuelle Gewalt und findet dann schließlich ihre Erfüllung im Sex mit einer Frau, das finde ich irgendwie - obwohl der Hinweis auf Orgasm Gap und Gewaltakte wie Stealthing von Männern ggü. Sexpartnerinnen natürlich berechtigt ist - nicht ganz unproblematisch. Genau so, dass Nuri, unser “guter Mann” (vermutlich) asexuell ist. Allerdings mag ich das als Hetero-Frau nicht final beurteilen, aber mich würden queere Perspektiven hierdrauf sehr interessieren.
Dieses Buch ist definitiv ein Jahreshighlight für mich und ich möchte es allen Menschen ans Herz legen, die sich als Feminist*innen sehen und vor allem von denen wünschen, die es leider nicht tun.
Sehr schnell, direkt und harsch wird man in die Leben von Elif, Nuri und Ruth geworfen und spätestens auf Seite 50 war ich dem Sog verfallen. Trotzdem fällt mir hier die einzige kleine Kritik ein, da ich mir zu Beginn eine TW für Rape gewünscht hätte. Die Idee, Frauen machen die unbezahlte Care-Arbeit nicht mehr und sofort dreht die ganze Welt durch, hat @zuckergoscherl spannend kreiert. So viele Wendungen und Drehungen, unerwartete Ereignisse, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte und seit langem Mal wieder einmal so gefesselt war. Und neben all den Ehemännern, Managern, Schlägern und leider auch Vergewaltigern gibt es mittendrin Nuri oder Elias, die die Frauen bei ihrer Idee von Selbstbestimmung und Emanzipation unterstützen und die Bedingungen hierfür schaffen wollen. Ich mochte auch, dass sich die Linien der drei Protagonist*innen nicht erst am Ende getroffen haben, sondern relativ schnell. Wie die Autorin diese Geschichten trotzdem verwebt und trotzdem getrennt hält, halte ich für grandios. Die Einwürfe aus Sicht von Pistole, Gebärmutter und Berichterstattung holen die Fiktion in die Realität und hallen in mir hoffentlich noch lange nach.
Ich bin dem Fallwickl-Fieber definitiv verfallen und ärgere mich, dass „Die Wut die bleibt“ schon so lange auf meinem SuB liegt. Besonders nach dem Dankeswort am Ende des Buches: „und tatsächlich bildet ‚Die Wut, die bleibt‘ die Realität ab, während ‚Und alle so still‘ zeigt, wie die Welt sich ändern könnte.“
Ganz klares Jahreshighlight und ein Re-read Kandidat. Die Charakatere waren vielfältig und genausowenig stereotyp und vorhersehbar wie die Story selbst.
Nachdem ich ein Fan des voran gegangenen Romans von Mareike Fallwickl war („Die Wut die bleibt“), war ich etwas enttäuscht von „Und alle so still“.
Die Prämisse des Romans „Was würde passieren, wenn hier in Deutschland die Frauen plötzlich die Arbeit (und Carearbeit, also sowohl Beruf als auch nicht bezahlte Arbeit) niederlegen würden. Wer würde mitmachen? Wie würden die Männer reagieren? Wie die Chefs und die Familienväter?
Besonders gut gefallen haben mir die Einschübe aus Sicht von „Gebärmutter“ und „Pistole“.
Den Weg zu dieser stillen Revolte kann man gut nachvollziehen. Die Wut der Frauen ist greifbar.
Was ich etwas zu kurz gedacht finde, ist die zu krasse Trennung zwischen Mann und Frau. Es ist ein ziemliches schwarz-weiß denken und Verhalten, das sich in dem Buch wiederspiegelt.
Alle Männer (außer dem einen männlichen Protagonisten) werden konsequent als Gefahr dargestellt, alle verhalten sich wie Raubtiere, die Frauen als minderwertig ansehen und sie objektifizieren. Natürlich haben sie komplett kein Verständnis für die Aktion der Frauen und wenn keine in den Clubs anzutreffen sind, machen sie sich auf den Weg um welche gewaltsam zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu zwingen. Natürlich sind alle Väter herrschsüchtige Patriarchen und alle Chefs ignorant gegenüber den Forderungen weiblicher Angestellter. Natürlich reagiert die Regierung direkt mit Gesetzen die sich gegen die Frauen richten.
Es mag gewollt sein, aber diese krasse Einteilung und das tun, als gäbe es weder männliche Feminist*innen noch Frauen, die das Patriarchat befürworten, macht die ganzen Überlegungen obsolet und absurd. Mag sein, dass „die Männer“ teilweise so reagierten, aber dass niemand ohne Hintergedanken „die Frauen“ unterstützen würden, ist einfach unglaubhaft und zerstört damit die grundsätzlich spannende Grundidee (zumindest für mich).
Ein weiterer Punkt, der mich beim Lesen gestört hat, war die Stilisierung des männlichen Protagonisten als „Ausländer (TM)“. Es werden Klischees bedient und nicht näher drauf eingegangen, was der Ursprung der Familie ist, was vielleicht die ein oder andere Aktion und Reaktion erklärt hätte. Hier kann es auch sein, dass ich allein stehe mit dieser Meinung und dass es durchaus gewollt ist, den Hintergrund so gering wie möglich zu halten. Mich hat es allerdings irritiert.
Schade, denn sprachlich ist das Buch wieder wunderbar geschrieben und wie gesagt, die Frage, die dem ganzen zugrunde liegt ist durchaus spannend.
Die Hörbuchversion ist zudem wirklich toll von allen Sprechern eingelesen worden.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Dieser kluge und einfühlsame Roman ist ein literarischer Aufruf zur Solidarisierung mit Frauen, die ihre Berufe unterbezahlt ausüben und deren Arbeit im privaten Bereich keine Anerkennung findet.
Drei Menschen, in deren Leben und Gedanken wir hier Einblicke bekommen.
Da ist die 50jährige Ruth, die ihren Sohn bis zu seinem Tod pflegte und sich nun im Krankenhaus kaputtarbeitet.
Elin, 20jährige Influencerin, die sich leer und „nicht-dazugehörend“ fühlt, die schnellen Sex sucht und doch eigentlich nur sich selbst finden möchte.
Nuri, Sohn einer migrantischen Mutter, in Armut aufgewachen, die Schule abgebrochen und hält sich nun mit 3 Jobs irgendwie schlecht über Wasser.
Mareike Fallwickl erzählt hier, was passiert, wenn sich Frauen diesem System widersetzen. Gewaltlos. Sie verweigern sich. Sie beenden ihre Care-Arbeit: hören auf zu pflegen, zu kümmern. Dieser radikale Stillstand bringt Konsequenzen mit sich, wie auch in Fallwickls Vorgängerbuch „Die Wut, die bleibt“.
Alle sind Gefangene in einem System. Ein System, in dem Pflegearbeit zwar als „systemrelevant“ gilt, aber kaum finanzielle Anerkennung bekommt. Ein System, in dem die Arbeit von Frauen im privaten Bereich keinerlei Anerkennung bekommt.
Willkommen im Patriarchat!
Wie viel Carearbeit leisten Frauen unbezahlt, ohne die unsere Welt gar nicht mehr funktionieren würde? Wie viel Gewalt wird Frauen angetan, wenn sie auf Veränderungen drängen?
Dass auch Männer im Patriarchat untergehen, begreifen die Wenigsten. Im Nuri versteht das Nuri, er distanziert sich vom gängigen Männerbild.
Müttern wird gesagt, sie sollen sich „Zeit für sich nehmen“. Väter werden gelobt, wenn sie „Zeit mit ihren Kindern verbringen“.
Es gibt den Ausdruck „Rabenmutter“, aber nicht „Rabenvater“, und „bevatern“ habe ich auch noch nie gehört, dafür „bemuttern“. Es gibt berufstätige Mütter, aber keine berufstätigen Männer.
In Bewerbungs- und Kreditgesprächen werden Frauen schon mal indirekt gefragt, wie ihre weitere Lebensplanung aussieht und wer sie absichert. Männer werden das nicht gefragt.
Männer nehmen viel weniger Elternzeit und es wird ihnen viel weniger zugestanden.
Fallwickl legt den Finger in die Wunde. Es tut weh. Und das ist gut so! „Und alle so still“ ist ein hoffnungsvolles Plädoyer, dass unter die Haut geht. Menschlichkeit ist das höchste Ziel!
"Es ist ist nicht so, dass diese Dinge geschehen sind und sie zufällig Frauen sind. Vielmehr sind diese Dinge geschehen weil sie Frauen sind. Und wie soll eine aufrecht bleiben mit diesem Wissen?"
Mareike, she just did it again. Absolutes Mustread. Der neue Roman von Mareike Fallwickl kommt erst viel leiser, ja stiller vorbei und genau in dieser Stille liegt die Kraft und die Wucht, die mich ab einem Punkt getroffen hat.
Wie immer habe ich ihre Figuren sehr geliebt und mit ihnen mitgefühlt. Ein besonders Highlight war auch der Callback einiger Figuren aus dem vorherigen Roman, mehr soll jetzt nicht verraten werden.
So oder so, ein wirklich kraftvoller Roman, der mich gleichsam berührt und wütend gemacht hat. Der T-Shirt Aufdruck auf dem Autorinnen Foto von Mareike könnte das Gefühl nicht besser beschreiben: If you're not outraged, you are not paying attention.
Der österreichische Weiße-Frauen-Feminismus, wir lieben es.
Autorinnen wie Mareike Fallwickl, Eva Reisinger und co. sind sehr überzeugt davon, dass sie Frauen aus der Seele schreiben, und ich finde die Werke sind auch dem Thema gewidmet, aber es wäre weitaus glaubwürdiger, wenn die Aufmerksamkeit, die drumherum entsteht, nicht für totale Abgehobenheit und Selbstbeweihräucherung genutzt würde.
Ich kann diese Werke einfach nicht mehr empfehlen nach Social Media Auftritten, Lesungen und Diskussionen, die auch nur in der Bubble stattfinden, und in Eva Reisingers Fall auch diese peinliche Jäger*innenromantisierung. Peinlich einfach.
Deswegen auch meine absolute De-Empfehlung die Bücher zu lesen, ich werde meine Aufmerksamkeit nun wieder Autorinnen aus UK und co widmen.
Ich liebe die Bücher von Mareike Fallwickl, weil sie es schafft, ernste Themen in eine spannende Lektüre zu verwandeln – diesmal ist das Thema ein sehr brisantes, mir hat aber der Unterhlatsungswert gefehlt.
Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft, im Mittelpunkt stehen die Erzähler Elin, Nuri und Ruth – aus ihrer Perspektive erfährt man von dem, was geschieht.
Elin ist Influencerin und lernt so nicht nur die guten, sondern auch die Schattenseiten dieses öffentlichen Lebens kennen. Sie hat zu ihrer Mutter kein gutes Verhältnis, schon immer hat sie gefühlt, dass sie nie die ganze Wahrheit erfahren hat. Diese innere Leere füllt sie mit wahllosem Sex, der zwar schnelle Befriedigung bringt, aber kein Gefühl von Geborgenheit oder Liebe.
Nuri ist Migrant und kämpft sich nach abgebrochener Schule mit Jobs durchs Leben – nicht nur, dass er das quasi non-stop, Tag und Nacht macht, nein, es sind zudem auch noch entwürdigende, schlecht bezahlte Jobs, die kein anderer machen will; doch er will unbedingt frei sein - und hofft, das mit dem verdienten Geld zu erreichen.
Ruth ist Krankenschwester und arbeitet im Krankenhaus – obwohl der Mangel an Fachkräften groß ist und sie Überstunden leisten muss, die sie an ihre körperlichen Grenzen bringen, ist sie doch auch mit dem Herzen dabei.
Schlecht bezahlte Arbeit in sozialen Berufen, die Selbstverständlichkeit, mit der von Frauen erwartet wird, sich um Familie und Haushalt zu kümmern, das gelebte Patriarchat und die Abhängigkeit der Frauen vom männlichen Geschlecht – dagegen lehnen die Frauen sich auf mit einem stillen Protest; sie legen ihre Arbeit nieder und legen sich vor das Krankenhaus; und hier lernen sich die drei Hauptcharaktere kennen.
Es ist ein düsteres Szenario, das die Autorin aufbaut. Mein Gefühl lässt das Ganze in der nahen Zukunft spielen, und so weit entfernt von der Realität ist das Szenario auch gar nicht. Durch den Protest der Frauen kommt die Welt fast zum Erliegen - die Polizei ist machtlos, die Krankenhäuser nicht mehr arbeitsfähig, der Verkehr kommt zum Stillstand und die Versorgung der Gesellschaft ist nicht mehr gewährleistet.
Besonders beleuchtet wird die Situation des prekären Gesundheitssystems – und hier hat die Autorin sehr detailiert die Zustände in der Pflege beschrieben – vielleicht schon ein wenig zu detailliert als das es für den Plot wirklich notwendig gewesen wäre. Daneben hat sich Mareike Fallwickl auch der entwürdigenden Lebensumstände bestimmter sozialer Schichten angenommen – schlecht bezahlte Jobs mit miesen Arbeitsbedingungen, katastrophale Wohnumstände, Menschen, die durch unser vermeintlich soziales Netz fallen. Der stille Widerstand macht mit den Hauptfiguren etwas – und jeder bringt sich in die Situation anders ein. Zwar wird ein hässliches Szenario gezeichnet, dennoch aber spricht die Autorin die Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik und Medien kaum an, und auch eine Diskussion verschiedener Positionen findet kaum statt.
Der Schreibstil ist schonungslos, trocken, ein wenig sperrig, vor allem aber ehrlich. Obwohl es verschiedene Perspektiven gibt, bin ich den drei Hauptfiguren nicht nahe gekommen – für mich lag das vor allem an diesem distanzierten Schreibstil, denn eigentlich bieten die Figuren viel Anlass für Mitgefühl und Empathie. Die ganze Zeit schwebt über der Geschichte ein unheilvolles Gefühl, und das wird leider nicht aufgelöst, auch nicht am Ende. Der ganze Plot wirkt ein wenig ziellos, sieht man davon ab, dass er aufrüttelt und den Leser zum Nachdenken anregt. Bisher war ich von der Autorin gewohnt, dass sie mich trotz schwieriger Themen auch unterhalten konnte – und das hat mir hier leider gefehlt, es gibt keinen Lichtblick, keinen Ausblick, keine Leichtigkeit – nur Trostlosigkeit und Erschütterung, dann ein Chaos ohne Auflösung.
Die Autorin hat den Finger tief in die Wunde gelegt, realistische Probleme aufgezeigt und zugespitzt, Missstände zu Recht angeprangert – ein kleiner positiver Ausblick hätte meiner Meinung nach aber gut getan, denn so war die Lektüre für mich sehr anstrengend, und zurückgeblieben ist ein Gefühl von Trostlosigkeit, Aggression und Machtlosigkeit.
Was wäre, wenn plötzlich alle Frauen die Arbeit niederlegen würden, wenn sie sich weigern würden weiterzumachen wie bisher?
Um dieses Gedankenexperiment geht es in Mareike Fallwickls neuem Roman „Und alle so still“. Die Geschichte folgt drei Hauptfiguren: Elin, die durch ihre Arbeit als Influencerin auf ihren Körper reduziert wird und mit der Häme und dem Hass im Internet tagtäglich konfrontiert wird. Nuri, der mehrere Jobs hat und in prekären Verhältnissen lebt. Und schließlich Ruth, die sich jahrelang um ihren behinderten Sohn gekümmert hat und als Pflegerin im Krankenhaus arbeitet.
Das Leben dieser Figuren ändert sich mit einem Schlag, als überall Frauen anfangen, sich niederzulegen, aus Erschöpfung und aus Protest. Sie machen einfach nicht mehr weiter. Und plötzlich bricht das ganze System zusammen, besondere alle Bereiche, die von Care-Arbeit abhängig sind.
"Das ganze System beruht auf unserer Verfügbarkeit. Unserer Körper, unserer Kraft, unserer Zeit. Diese Verfügbarkeit zu entziehen, ist die einzige Möglichkeit, die uns noch bleibt."
Es war diese Grundidee, die mich neugierig gemacht hat und wegen der ich den Roman lesen wollte. Die Frage zu stellen, was passieren würde, wenn Frauen gemeinsam protestieren würden und wenn daraus eine Bewegung entstehen würde, fand ich faszinierend.
Aber leider hat mich die Umsetzung nicht überzeugen können. Es fehlte mir an Schlagkraft, an Kraft im Allgemeinen, die ein Roman mit solch einem Thema für mich haben müsste. Vieles wirkte zu simpel und zu konstruiert. Ich glaube, dass die Autorin das Thema als Sachbuch ganz wunderbar umgesetzt hätte. Aber als Roman hat es für mich leider nicht richtig funktioniert.
wieder ein ultra gutes Buch. Ich wünschte Männer würden es lesen. Etwas anstrengend fand ich die vielen Namen, die das ganze irgendwann ein bisschen unübersichtlich gemacht haben. Aber lasst das mal machen. Wer ist dabei?
4,5 ⭐️ da es nicht ganz so gut ist, wie Die Wut die bleibt
Keine zwei Kapitel im Buch und ich kann mir das keine weiteren 320 Seiten lang geben. Meine Gründe für den Abbruch:
1) - S. 21
2) - S. 23
3) - S. 36
Und das war lediglich eine Auswahl, denn ebenso gut könnten hier die ersten 48 Seiten in ihrer Gänze stehen... 😖
Ich hab keine Ahnung, wo die Geschichte hinführt, aber ich will es ehrlich gesagt auch nicht wissen. Weder Schreibstil noch Charaktere tun irgendwas für mich.
Als Verfallssymptom einer dekadenten und vermoderten Zeit in der die niedrigsten Ausgüsse unserer Gelüste, sowie anderer menschlicher Irrungen und Wirrungen unser aller Handeln bestimmt, kam dieses Buch in die Hände eines Einzelgänger's, der gleichsam wusste, worauf er sich einlässt. Ich quälte meinen Kopf ungefähr 300 Seiten lang mit diesem Gedöns-Romans und erhielt die volle Breitseite des Verwesungsgeruchs unseres Jahrhunderts, mitten in einem Buchgeschäft.
Wo anfangen, wo aufhören? Ich könnte den flachen Plot wiedergeben, der gleichsam nur dazu dient eine gewisse Sicht auf die Dinge weiterzutragen, mitsamt der darin auftretenden schalen Figuren, die eben das tun, was alle tun: sie vögeln, sie machen Selfies, sie suchen einen Job, sie gehen pflichtgetreu arbeiten... Die ersten 40 Seiten sind ein Pornokino in welchem sich die niedrigen Fantasien der Möchtegern-Autorin selbst ausdrücken, mit dem sich aber Geld verdienen lässt. Männer sind anscheinend für den Sex gut genug, aber Moment... ist dies nicht ein Privileg der Frau? Ach alles so verwirrend.
Ich könnte auch auf den eigentlichen Inhalt eingehen, also auf all die Dinge worauf dieser Roman aufmerksam machen will; ich könnte sie Stück für Stück zerpflücken und es als das stehen lassen, was es ist, eine geistige Verwahrlosung aller Instinkte. Doch ich schreibe lieber unbekümmert was mir gerade dazu einfällt.
Gleich zu Anfang des Buches treffen wir Elin. Was sie so tut? Nun sie vögelt wie der Satan mit allem und jedem, sie postet Fotos auf Instagram, erhält halt auch mal "böse" Kommentare, sie "influenct" andere, sie verbreitet die allgemein gewordene Fäulnis, aus der sie selbst nicht rauszukommen vermag. Dann kommt Nuri. Der, tja der hats nicht so leicht. Blondiert sich die Haare damit das Ausländische in ihm nicht gleich sichtbar wird, musste aber ins Militär und jetzt wachsen sie wieder dunkel nach. Doof sowas. Er bricht die Schule ab, will sich aber nicht "von seinem Schwanz leiten lassen", tut es dann aber doch, denn er ist eben ein Mann. Er jobt mal hier, mal da, was 19 Jährige aus präkeren Verhältnissen heute eben so tun. Alles nicht so leicht für den armen Tropf. Dann muss da natürlich auch eine etwas ältere Frau rein, um etwas Würze beizumischen; die gute Ruth tut eben alles richtig, korrekt und aus Pflichtgefühl. Ja, ja so ist das eben. Das Rezept lautet; vereinfache alles um das sagen zu können, was du sagen willst.
"Ja und was will Frau Fallwickl denn nun eigentlich sagen?" hör ich schon jemanden fragen. Was sie sagen will? Ja was wohl... Vieles und doch nichts. Das Patriarchat herrscht überall und ist freilich ganz, ganz schlecht, alle Männer sind durch den Penis gesteuert, sie können sich nicht im Wasser auf dem Rücken gleiten lassen, weil ihr Mittelpunkt eben ganz wo anders ist. Väter können sie auch nicht sein, denn sie stehen naturgemäß im falschen Verhältnis zum Kind. Frau Fallfickl versäumt es auch nicht die Gebärmutter hierzu selbst reden zu lassen. Meine Konversation mit ihr folgt, obacht:
"Sie sind von mir besessen, und das liegt daran, dass ihre Schwänze zu kurz sind. Let me explain."
Ja dann "explain" mal...
"Sie können mich damit fast erreichen, können an mich ranbumsen und freuen sich, dass sie die Vagina ausfüllen, bis an meinen Mund."
Aha, aha.
"Das tut weh, und werden sie darauf hingewiesen, hören sie vielleicht auf, murmeln eine Entschuldigung und haben diese Unbefriedigung."
Nein wirklich? Ist ja unglaublich sowas. Und warum das?
"Weil es etwas gibt im Körper, der einen Uterus hat, etwas, das verborgen ist und ein Geheimnis und der Ursprung."
Sag bloß?
"Sie wollen es besitzen, es beherrschen, und weil ihre Schwänze zu kurz sind, kommen sie mit Papier und Stift, mit Gesetzen und Regeln."
Diese Schweine...
"Oder mit Religion."
Also das ist ja wirklich das Allerletzte.
"Ich bin die Gebärmutter, mich verbinden sie mit Weiblichkeit."
Wie können sie es wagen...?
"Über alles, was mit mir geschieht, entscheiden Männer."
Was für eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, das musste ja alles mal gesagt werden.
Da staunt ihr was? Die Gebärmutter redet wie jede Durchschnittsprostituierte so tölpelhaft und dummdreist daher, dass die Feministin Emma Goldberg sich bei dieser Wortwahl im Grab umdrehen würde. Laut Frau Fallfickl haben wir Männer also sogar Macht über die Gebärmutter, ja mein Gott... wir beherrschen ja alles.
Ein ehemaliger Kumpel von mir musste noch die Frau um Erlaubnis fragen wenn er sich eine Zigarre kaufen wollte. Ein anderer den ich mal kannte wurde von seiner Frau tagelang psychisch extremst fertig gemacht, weil er es wagte, sie zu bitten nicht auf jede Fassnachtsfeier zu gehen und dann betrunken nach Hause zu den Kindern zu kommen. Gut ja, das sind nur Ausnahmen sagt ihr, da die Macht der Frau für eure Brillen unsichtbar ist.
Aber in der Welt von Frau Fallwickl gibt es sowas alles nicht. Hier ist der Mann an allem Schuld, da hier anscheinend überall wo Entscheidungen getroffen werden, nur Männer sind. 736 Frauen sitzen im deutschen Bundestag, der Frauenanteil im Schweizer Nationalrat beträgt fast 40%. In den größten Banken, Konglomeraten und Konzernen sitzen mittlerweile tausende von Frauen in Führungspositionen. Ist anscheinend alles noch nicht genug für Frau Fallfickl.
Gut in diesem Roman sind nicht nur Männer an allem Schuld, nur beinah. Das kapitalistische System an sich ist natürlich auch ganz, ganz schlimm. Das Gesundheitswesen wurde zu tode privatisiert und ist schon so marode wie eine Holzhütte unter Wasser. Die westliche Politik wird von internationalen Eliten beherrscht und kontrolliert. Die Konzerne beuten alles und jeden aus, kümmern sich um nichts ausser den Profit. Ja, ja kennen wir alles schon, diese Zustände bestehen ja nicht erst seit gestern. Was sich Frau Fallwickl dabei erhofft kurz und knapp zu beleuchten, weiß ich nicht... Sie muss wohl glauben dass sich daran noch etwas ändern lässt, ein törichtes, ja geradezu naives und närrisches Unterfangen.
Frau Fallfickl hat dann eine ganz besondere Idee, die sie irgendwo geklaut hat, nur wo? Ach ja richtig, meine Geschichtsbücher sagen es mir gerade. Was passiert wohl wenn alle jene, die eine relevante Arbeit verrichten, diese niederlegen? Ja was wohl? Dann ist alles so still. Faszinierend nicht wahr? Gut Frau Fallwickl lässt hier nur die Frauen dies tun, denn nur sie verrichten in ihrer Realität relevante Arbeit, aber die Idee ist keineswegs neu. Die ganze zweite Hälfte des 19.Jhrs. bis in die dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts ist überfüllt von Streiks, Revolten und dergleichen, die hinlänglich belegt haben, wozu eine jede Arbeitsniederlegung führt.
Die Möchtegern-Autorin tut hier weder etwas neues, noch bereichtert sie die Literatur, noch verändert sie etwas, noch ist sie selbst eine Notwendigkeit, und doch bringt diese Zeit ganz notwendig eine solche "Schöpferin" hervor. Hier kann noch nicht mal von einem Schreibstil die Rede sein: immer wenn ich denke, noch plumper, noch dümmer kann man nicht schreiben, kommt jemand neues daher und setzt die Latte stupider Schreibart noch höher.
Wie sehr mir alles politische Denken, alles korrekte Getue, wovon dieser Roman strotzt, zuwider ist vermag ich nicht in Worte zu fassen. Die Zersetzung hat dermaßen unaussprechliche Ausmaße angenommen, dass weitere Wörter meinerseits hierzu überflüssig sind. Dieses Kleinod menschlicher Schwächen zeigt nur allzu deutlich wie Allgemein falsche Schlussfolgerungen und geistige Verwirrungen geworden sind.
"Wenn die Welt kippt, auf welcher Seite willst Du dann stehen?"
Die Frauen beginnen, zu revoltieren. Sie legen ihre Arbeit nieder, und ihre Körper. Weigern sich, aufzustehen, zu funktionieren. Wie soll es weitergehen?
Die Geschichte wird anhand von 3 Charakteren erzählt, der Influencerin Elin, dem Schulabbrecher Nuri und der Krankenschwester Ruth. Drei völlig verschiedene Leben, drei völlig verschiedene Meinungen. Durch die Drei kommt Vielfalt ins Buch, man bekommt viele verschiedene Sichtweise dargestellt. Das Szenario, was die Autorin aufstellt ist sicherlich extrem und bewusst provozierend gewählt. Aber man kommt als Leser ans Denken und das ist sicherlich der wichtigste Grund, dieses Buch zu lesen. Wahrscheinlich ist nicht alles realistisch, wobei ich denke, dass viele Lebenswahrheiten schon der Realität entsprechen. Ich finde es gut und passend, dass es mit Nuri auch eine männliche Hauptperson gibt wobei auch er natürlich in einer Situation ist, die nicht alltäglich ist. Ich hätte da noch gerne mehr männliche Meinungen im Buch gelesen.
Spannend sind auch zwei "Nebencharaktere", die zu Wort kommen, die eigene Kapitel haben, eine Pistole und eine Gebärmutter. Ein wirklich interessantes Stilmittel, das den Spannungsbogen aufrecht erhält.
Insgesamt lässt sich das Buch super rutschig lesen, ich fand es durchweg spannend und das Ende habe ich so nicht kommen sehen. Lange nicht alle Fragen werden am Ende beantwortet, aber dafür sind diese Fragen auch zu gesellschaftskritisch um einfach gelöst zu werden.
Ein Buch über Equal Care, über Gleichberechtigung, über Schwachstellen in der Pflege. Ein hochaktuelles Buch. Vielleicht etwas überzogen dargestellt aber dadurch umso schmerzhafter.
«Was denkst du denn, was das hier ist?», fragt Elin. «Ein kollektiver Burn-out», Charlie lässt die Hand im Gehen durch das Gras am Wegrand streifen, «und wir haben alle gewusst, dass es dazu kommen wird. Wir sind direkt darauf zugesteuert.»
Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Ein Tropfen nur, der zu viel ist. Ein Tropfen, nach unzählig vielen Tropfen, und etwas geschieht. Aber was, wenn das Ereignis darin besteht, dass nichts passiert? Davon handelt Mareike Fallwickls neuer Roman Und alle so still. An einem Sonntag im Juni bringt ein Tropfen das Fass zum Überlaufen und bringt Frauen dazu, nichts zu tun. Sie legen sich auf den Boden, ohne Banner und Plakate, ohne Parolen, ohne Zufahrten oder Straßen zu blockieren. Sie legen sich auf den Boden und entziehen sich den Erwartungen, die in einer patriarchalen, kapitalistischen Gesellschaft an sie gestellt werden, leisten keine unter- oder unbezahlte Carearbeit mehr. Plötzlich erscheinen Krankenpflegerinnen nicht zu ihrer Schicht im Krankenhaus. Ärzt:innenpraxen bleiben geschlossen, weil die Ärzt:innenhelferinnen fehlen. In Hotels bleiben die Zimmer ungeputzt, die Wäsche ungewaschen. Kinder werden nicht früh morgens in überfüllten Straßenbahnen und Bussen in Krippen und Kindergärten gebracht. Wie reagiert die (männliche) Gesellschaft, wenn auf einmal ihr unsichtbares Fundament wegbricht? Wenn da keine Wut mehr ist, keine Forderungen, die ignoriert werden könnten? Wird sie sich ändern? Und auf wessen Kosten wird diese Verweigerung ausgetragen?
«Aber was ist mit ihr und den Menschen dort», fragt Ruth und merkt, wie rau ihre Stimme klingt, «wenn du weg bist, was ist mit ihnen?» «Ja», antwortet Barbara und weicht Ruth nicht aus, «das ist der Punkt, was ist mit ihnen?»
Mareike Fallwickl erzählt diese dystopische Utopie (oder utopische Dystopie?) aus Sicht von der Influencerin Elin, der Krankenpflegerin Ruth und Nuri, Sohn einer Srilankerin und eines Österreichers, der aus einer Arbeiter:innenfamilie stammend, unter präkärsten Umständen lebt.
Und alle so still hat mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Nicht nur einmal hatte ich Tränen in den Augen, mal vor Rührung, mal vor Wut, mal vor Mitgefühl. Doch Mareike Fallwickl ist es nicht nur gelungen, die Schieflage der Gesellschaft, in der wir leben, aufzuzeigen, sondern gleichzeitig auch, Hoffnung hervorzurufen, zumindest bei mir. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der drei Protagon:istinnen erzählt, wodurch verschiedene Blickwinkel auf das Geschehen dargestellt werden können. Außerdem kommen die Gebärmutter, eine Pistole und die Berichtserstattung in kurzen Einschüben als eigenständige Entitäten zu Wort – auf stilistisch interessante Weise werden so Hintergrundfakten gegeben und die Erwartungshaltung der Leser:innen gelenkt.
Besonders schön, interessant und wichtig finde ich die Figur von Nuri, der als cis-Mann unter dem Patriarchat leidet und eine feministische Einstellung hat. Denn ohne die männliche Perspektive und die männliche Kritik kann das Patriarchat wohl niemals ein Ende finden. Ein einziger Minuspunkt ist für mich, dass nicht durchgehend gegendert wird. Vielleicht soll auf diese Weise die dramatische Ungleichheit zwischen Frauen und Männern deutlicher gemacht werden: In Pflegeberufen arbeiten statistisch gesehen mehr Frauen, während in den Chefetagen überproportional viele Männer zu finden sind. In den Krankenhäusern liegen jedoch nicht nur Patienten, sondern auch Patientinnen – davon abgesehen, dass es noch so viel dazwischen gibt, so viel mehr Personen sichtbarer gemacht werden, wenn man gendert.
Aber trotzdem: das Buch ist wichtig und schön und es sollte von so vielen Menschen wie möglich (und nötig) gelesen werden, damit sich hoffentlich etwas ändert.
In der Danksagung schreibt Fallwickl, dass „Die Wut die bleibt“ ihrer Tochter gewidmet ist, da es die Realität der Frauen in der Gegenwart darstellt und „Und alle so still“ ist ihrem Sohn gewidmet, da es darstellt, was sein könnte und was nötig vonseiten der Männer ist, um voran zu kommen. Natürlich wirkt die Handlung und die Form des Protests unrealistisch, für mich ist es fast eine Mischung aus Dystopie und Utopie. Wiederum ist der dystopische Part unsere derzeitige Realität mit einem maroden Gesundheitssystem und einer ganzen Bevölkerungs-Hälfte im Care-Burnout. Am eindrücklichsten bleibt mir wohl in Erinnerung, wie schnell in dem Buch zu Gewalt gegriffen wurde, um den friedlichen Protest der Frauen aufzubrechen und wie viel Angst Männer offensichtlich vor weiblicher Solidarität haben, und das auch in unserer jetzigen Situation. Einziger Punkt, der mir etwas schwer zu akzeptieren fiel, was aber nicht meine Bewertung runter zieht: Nuri wirkte auf mich ein bisschen wie ein Fremdkörper, er als Stellvertreter für die „guten Männer“? Da muss ich noch weiter drüber nachdenken.
Ruth ist Pflegefachkraft in einem Krankenhaus und arbeitet oft bis zur Erschöpfung. Nuri hält sich mit mehreren Jobs über Wasser. Die Schule hat er abgebrochen und seine Zukunft scheint verbaut zu sein. Elin ist Influencerin und versucht zu verarbeiten, dass ihr vor kurzem Gewalt angetan wurde. Die Wege dieser drei unterschiedlichen Menschen kreuzen sich, als plötzlich die Frauen beginnen, sich einfach auf den Boden zu legen im stillen Protest. Sie hören auf zu arbeiten und die Care Arbeit zu übernehmen und plötzlich steht die Welt kurz vor dem Zusammenbruch. Ich habe im letzten Jahr „Die Wut, die bleibt“ von der Autorin gelesen und war restlos begeistert. Dies war eines der besten Bücher meines gesamten Jahres. An „Und alle so still“ hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen, die leider so gar nicht erfüllt wurden. Die Idee hinter dem Buch hat mich eigentlich sehr angesprochen. Es ist ein Gedankenexperiment – was, wenn alle Frauen einfach aufhören würden, die Dinge zu tun, die von ihnen erwartet werden? Was, wenn sich alle Frauen einfach hinlegen und nichts fordern, sondern einfach aufhören? Leider hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte sehr unfokussiert war. Dies begann bei den Charakteren. Ruth passte perfekt zu der Prämisse des Buches und ihr gesamter Handlungsbogen war in meinen Augen auch der stärkste. Insbesondere die Szenen im Krankenhaus, die zeigten, wie überlastet die Mitarbeitenden dort sind, waren einfach unglaublich realistisch und wichtig. Die beiden anderen Charaktere schienen dagegen so gar nicht zu der hier erzählten Geschichte zu passen. Elin als Influencerin hatte mit Sorgearbeit zu Beginn gar nichts am Hut. Trotzdem wird sie sofort Teil der Bewegung und scheint sogar eine Art Vorreiterposition einzunehmen. Ich fand dies so gar nicht glaubhaft. Nuris Geschichte behandelte eher Klassenunterschiede und wie einige Menschen eigentlich keine wirkliche Chancengleichheit haben. Wie man in der Armut gefangen ist. Diese Thematik wurde dann jedoch im Verlauf des Buches fallengelassen – im Gegenteil, Nuri konzentrierte sich darauf zu zeigen, wie schlecht es den Frauen geht. An sich war es eine gute Idee hier zu zeigen, dass eben auch Männer von Gleichberechtigung profitieren würden, aber zum einen war dies für mich charakterlich unglaubwürdig und zum anderen kam dies insbesondere in der Interaktion zwischen Nuri und Elin nicht sehr glaubhaft rüber. Ich hätte mir auch generell eine nuancierte Darstellung von Männern gewünscht. Abgesehen von Nuri waren diese allesamt entweder Idioten, grausam oder beides. Durch diese eindimensionale Darstellung hatte ich das Gefühl, dass dies das Gewicht, welches die Geschehnisse haben sollten, schmälerte. Trotz allem war ich in diesem Buch wieder begeistert von der rohen Art, mit der die Autorin alles beschreibt. Auch wenn mich diese Geschichte nicht ganz überzeugen konnte, bin ich doch auf alles weitere gespannt, was sie noch herausbringen wird! Fazit: „Und alle so still“ hat eine unglaublich gute und spannende Prämisse und ich mochte die rohe Art der Autorin Dinge zu beschreiben. Dennoch passte für mich vieles innerhalb des Buches nicht zusammen, insbesondere zwei der Charaktere schienen einfach nicht zur Handlung zu passen.
Was passiert, wenn Frauen einfach aufhören? Aufhören zu arbeiten, aufhören zu fragen, aufhören zu kümmern?
Dieses Gedankenspiel dient als Basis des Romans „Alle so still“ von Mareike Fallwickl und wird durch drei Perspektiven erzählt: Elin, Nuri, Ruth. Und alle sind sie irgendwie miteinander verbunden.
Elin erlebt eine Gewalt, die ihr den Atem raubt, doch sie ist sich nicht sicher, ob sie das Erlebte als Gewalt einordnen darf.
Nuri kämpft darum, über die Runden zu kommen. In seiner Sensibilität steht er einem inneren Konflikt gegenüber.
Ruth ist Pflegerin mit Leib und Seele und wer soll sich denn kümmern, wenn keiner mehr da ist?
Es ist ein Gedankenspiel, das zunächst absurd scheint, doch wenn man intensiver darüber nachdenkt überhaupt nicht mehr abwegig ist, denn als dieses Kümmern, Organisieren, da sein passiert in Nuancen, in scheinbar unwichtigen Momenten, scheinbar nebenbei und macht doch einen entscheidenden Teil unserer Gesellschaft aus. Dieses Buch zeigt auf besondere Art und Weise, wie wichtig Care Arbeit ist, doch sollte dieses Bewusstsein erst durch den Wegfall dieser entstehen?!
Ich komme nie umhin deutlich zu machen, wie sehr ich die Worte von Mareike Fallwickl inhaliere und am liebsten raus in die Welt schreien würde. Sie findet Worte für Momente, Gefühle, Begegnungen, die ich niemals in Worte fassen könnte. Dieser Knoten im Bauch, diese undefinierbare Wut, dieser Groll - Mareike Fallwickl kann es beschreiben und ich sitze da und sage „Ja, das! Genau das! So fühlt sich das an!“ und das gibt mir Frieden.
Abschließend kann ich nur sagen: Bleibt wütend und ein fröhliches #smashthepatriarchy ✨
Bin komplett baff noch. Hab so viel gelernt und gefühlt und möchte dieses Buch so vielen Leuten in die Hand drücken und sagen „Du musst das lesen und verstehen“. Es ist mir teils schwergefallen weiter zu lesen, weil es so viel in mir ausgelöst hat und ich das erstmal verarbeiten musste. Die Geschichte hat mich sauer, wütend, traurig aber als es um den Zusammenhalt der Frauen ging auch glücklich gemacht.
Ich hoffe wirklich, dass irgendwann alles besser wird.
Ich glaube auch daran, dass dieses Buch vielen Leuten die Augen öffnen könnte, es aber eher von Leuten gelesen wird, die sich eh schon mit den angesprochenen Themen auseinandergesetzt und ein generelles, offenes Verständnis dafür haben.
Die Menschen, die es lesen sollten, müsste man wahrscheinlich erstmal dazu überzeugen. Das macht mich irgendwie wütend und traurig und ich wünschte, ich könnte sie irgendwie dazu bringen. Einfach kaufen und hinlegen wird wohl bei den wenigsten was bringen.
Alles in allem bin ich froh, diese Geschichte gelesen zu haben. Ich werde sie im Herzen behalten. <3
3.5* Ich finde es schwer das Buch fair zu bewerten, weil ich, glaube ich einfach zu hohe Erwartungen hatte. Ich fand die Idee super spannend und es hat auch einfach so viele Dinge auf den Punkt gebracht. Aber trotzdem fand ich es teilweise sehr zäh. Auch viele der Dialoge wirkten extrem konstruiert und die Hauptcharaktere waren mir einfach bis zum Schluss recht egal. Ich fand aber schön dass Lola und ihre Freundinnen aus „Die Wut die bleibt“ aufgetaucht sind.
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