Arbeit ist keine feststehende, invariable Größe, sondern historischen sowie perspektivischen Interpretationen und Deutungen unterworfen. Dieser Einführungsband von Alexandra Manske und Wolfgang Menz gibt einen Überblick über zentrale Theorien und Diagnosen von Arbeit in der modernen Gesellschaft – von der Industriegesellschaft bis in die Gegenwart, von Karl Marx bis hin zu aktuellen soziologischen Analysen. Was gilt als Arbeit und was nicht? Welchen Stellenwert hat Arbeit in der Gesellschaft und wie verändert er sich? Welche Macht- und Ungleichheitsverhältnisse werden durch Arbeit geprägt? Die Perspektive der Autor*innen ist von einer feministischen Arbeits- und Ungleichheitssoziologie geprägt, vor deren Hintergrund die dargestellten Ansätze einer kritischen Einordnung unterzogen werden.
Gute Einführung in die „Theorien der Arbeit“. Besonders gefallen hat mir die stark feministische Ausrichtung des Bandes. Jedoch geht der Band sehr holzschnittartig durch die verschiedenen Denkschulen der Arbeitstheorien hindurch. Eine Fokussierung samt tieferer Erörterung bei einzelnen Theoremen hätte dem Band gut getan. Wer einen groben aber guten Überblick über die theoretische Genese der Arbeit mit starker feministischer Schlagrichtung sucht wird hier fündig werden.
Es hat mir sehr sehr gut gefallen. Eine (meine arbeits*psychologische*) Sicht sehr gut durch Arbeitssoziologie ergänzende Einführung in die Theorien von Arbeit. Insbesondere die immer wieder vorkommenden Erinnerungen an den Androzentrismus der arbeitstheoretischen Studien ist sehr refreshing und ein gut gewählter Fokus des Buchs.
Natürlich hätte ich mich trotzdem gefreut, wenn mehr Aspekte der Globalisierung oder Gig-Economy vorgekommen wären.