Als Mycan ausgezogen ist, um einen Gott zu rauben, hat er sicher viel erwartet.
Damit, wie sich die „Reise“ dann entwickelt, hat er aber nicht gerechnet. Denn obwohl eigentlich nur ein Detail, nämlich der Gott selbst, nicht seinen Erwartungen entspricht, ändert das einfach alles.
Das Buch beginnt in der Vergangenheit. Wir treffen den kleinen Mycan, der all seine Hoffnung, sein Leben, in die Hände der Priester des Lichtgotts legt und sehen, wie er verraten wird. Dieser Anfang hat mir schon ein bisschen das Herz gebrochen. Ich habe so mitgefühlt, mit dem armen kleinen Jungen. Schon jetzt kann ich seine spätere Abneigung gegen Priester und Götter sehr gut verstehen.
Icarthans Weg ist völlig anders, aber auf seine Weise genauso entsetzlich und grausam gewesen. Die Zukunft, die jetzt vor ihnen liegt, ist voller Gefahren, aber es gibt auch Hoffnung.
Die Geschichte von Mycan und Icar ist fesselnd und mitreißend geschrieben. Chris P Rolls Worte haben mir lebendige Bilder in den Kopf gezaubert. Es ist mir leichtgefallen, eine Verbindung zu den beiden Protagonisten aufzubauen und ich habe mit ihnen gelitten und mich mit ihnen gefreut.
Ich habe „Icarthan – Der geraubte Gott“ mit Vergnügen gelesen, mich gut unterhalten gefühlt und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.