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Im Schatten der Hydrangea

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Emilia liegt nach einer Verzweiflungstat im Wachkoma. Ihre Ärztin zieht Jules Meyer zur Behandlung hinzu. Meyer ist der führende Experte in der In-Mind-Therapie, hat aber noch nie mit einem komatösen Patienten gearbeitet. Er lässt sich auf das Experiment ein und taucht in die verschiedenen Bewusstseinsebenen Emilias ab. Ob er ihr zwischen reifem Weizen, dem Inneren einer geheimnisvollen Kate, dem Blattwerk einer Bauernhortensie oder dem steinernen Abgrund, in dem sie zu versinken droht, helfen kann, ins Leben zurückzukehren, ob er das überhaupt will, das zeigt sich im Schatten der Hydrangea.
Eine Inner-Space-Story, die den Leser einlädt, in ein fremdes Bewusstsein einzutauchen.

209 pages, Kindle Edition

Published May 1, 2023

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Gabriele Behrend

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982 reviews20 followers
February 5, 2024
Emilia liegt nach einem Selbstmordversuch im Wachkoma. Jules ist Therapeut und Spezialist für solche Fälle, denn er beherrscht eine neue Behandlungsmethode, bei der er Kontakt mit dem Bewusstsein der Patientin aufnimmt. Dies geschieht durch ein modifiziertes MRT. Er findet Emilia in ihrer eigenen Welt, die verschiedene Bestandteile hat. Dort gibt es eine Hütte in einem Weizenfeld, viele Blumen, aber auch dunklere Ecken. Die Erlebnisse in der Psyche Emilias werden abwechselnd von ihr selbst und von Jules beschrieben. Sie sind teilweise seltsam, denn Emilias psychische Probleme werden durch Pflanzen und Tiere konkretisiert. Außerdem können Emilia und Jules ihren Körper ändern und sich nach Belieben auflösen.
Parallel und in den Wachphasen wird die Beziehung zwischen Emilias Ärztin Agnieszka Kowall und Jules geschildert. In seinem Verhalten Emilia gegenüber überschreitet Jules jegliche Grenze zwischen Therapeut und Patientin.
Natürlich gibt es viele “psychologische” Diskussionen, in denen Jules “im” Bewusstsein seiner im Wachkoma liegenden Patientin versucht, ihr die Situation zu erklären. Jules erfährt schließlich die Hintergründe für Emilias psychische Probleme und ihren Selbstmordversuch.
Sein Verhältnis zur Ärztin fand ich anfangs etwas sprunghaft, bis sich sein Charakter etwas stärker gezeigt hat. Sein Verhalten Emilia gegenüber möchte ich nicht weiter spoilern.
Emilia fand ich sehr gelungen, sie ist für mich die interessanteste Figur des angenehm kurzen Buches. Sie hat Schlimmes erlebt, besitzt aber nach einer schwachen Phase eine beeindruckende innere Stärke. Sie reflektiert ihre Situation fast zu gut, versteht sie manchmal besser als ihre Ärzte das tun.

Gabriele Behrend kann sehr gut schreiben. Ich mag viele ihrer Kurzgeschichten und von den Romanen insbesondere “Salzgras und Lavendel”, das beim DSFP 2021 den zweiten Platz belegte. Von ihren beiden Romanen in 2023 hat mir dieser besser gefallen als “Die vom Glück Verdorbenen”. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass manche Aussagen stärker mit Bildern des Bewusstseins ausgedrückt worden wären, statt in Dialogen. Die Möglichkeiten, die das Setting bietet, wurden nicht voll ausgeschöpft.

Der SF-Anteil ist eher gering: Er besteht allein aus der nicht näher erklärten Methode, mit der man in das Bewusstsein einer anderen Person eindringen kann, was aber in der SF schon öfter thematisiert wurde.

(Auf 4 Sterne aufgerundet)
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