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Das Ende der Frauenrechte in Afghanistan

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144 pages, Paperback

Published May 2, 2024

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Sur Esrafil

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July 12, 2024
"Das Ende der Frauenrechte in Afghanistan" (2024) ist ein Sammelband, der von den Schwestern Sur Esrafil und Zohra Farhan herausgegeben und von Sussan Jafari übersetzt wurde. Darin erzählen aus Afghanistan geflüchtete Frauen ihre Geschichten. Nach dem Abzug der NATO-Truppen seit dem Frühjahr 2021 übernahmen die Taliban schnell die Kontrolle über weite Teile des Landes. Insbesondere Frauen* und Mädchen* sowie die diskriminierte Volksgruppe der Hazara waren immer wieder Ziel von Angriffen. Am 15. August 2021 eroberten die Taliban Kabul und Präsident Ghani floh. In der Folge kam es zu einem Ansturm auf den Kabuler Flughafen, bei dem viele Menschen getötet wurden - durch die Taliban, durch die Panik in der Menge oder weil sie sich verzweifelt an die Tragflächen startender Flugzeuge klammerten.

Die in diesem Buch erzählten Geschichten sind nicht überraschend, aber umso bedrückender. Immer wieder beschreiben die Autorinnen ihr Entsetzen darüber, wie schnell die Taliban erneut an die Macht kamen und die kleinen Fortschritte der letzten 20 Jahre zunichte machten. Sie beschreiben aber auch, wie sich die Machtübernahme der Taliban abzeichnete, die im Schatten der internationalen Verhandlungen erstarken konnten. Fußnoten und eine Zeittafel erklären historische, politische und gesellschaftliche Hintergründe. Alle Autorinnen haben einen akademischen Hintergrund und viele kommen aus wohlhabenden Familien. Diese Privilegien schützten sie nicht - im Gegenteil machten sie gerade ihre Bildung, ihre Arbeit und ihr zivilgesellschaftliches Engagement zur Zielscheibe. Trotzdem stellt sich beim Lesen die Frage, wer hier nicht zu Wort kommt. Für ärmere Frauen* in ländlichen Regionen bestand wohl weder die Möglichkeit der Ausreise noch die, dass ihre Geschichten gehört werden.

"Das Ende der Frauenrechte in Afghanistan" ist eine einfach geschriebene Sammlung von Erfahrungsberichten, die nicht durch literarische Finesse überzeugen, sondern einen Einblick geben will, wie Frauen* einer bestimmten sozialen Schicht die Entwicklungen in Afghanistan seit der Machtergreifung der Taliban erlebt haben. Beim Lesen merkt man, dass es sich um ein Herzensprojekt handelt.
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