n den 1980er und 1990er Jahren erschütterte eine Reihe von Verbrechen Wales. Es ging um Einbrüche, die sehr gewalttätig abliefen, aber auch um Vergewaltigung und Mord. Erst in der Mitte der 2000er wurde der Fall neu aufgerollt und es gelang den Ermittlern, den Täter zu stellen.
Die Geschichte beginnt am Ende, nämlich mit der Verurteilung John Coopers. Davor standen viele Jahre Ermittlungsarbeit, bei denen auch dem kleinsten Hinweis nachgegangen wurde. Zu der Zeit, als die Verbrechen begangen wurden, gab es viele der Techniken, die letztendlich dazu führten, dass John Copper überführt wurde, noch nicht. Erst als der Fall wieder aufgerollt wurde, konnte man alte Spuren neue untersuchen.
Auch wenn seit den Verbrechen viele Jahre vergangen sind, wurden durch die neuen Ermittlungen bei den Opfern viele Wunden wieder aufgerissen. Gerade für die beiden Frauen, die als Teenagerinnen von Cooper vergewaltigt wurden, muss es schrecklich gewesen sein, alles noch einmal zu erleben. Aber für sie und die Hinterbliebenen der Mordopfer konnte das Kapitel auch endlich abgeschlossen werden.
Auch wenn der Titel Buch erwarten lässt, dass auf billige Effekte baut, ist es das ganz und gar nicht. Sicher beschreibt Steve Wilkins die Verbrechen, das tut er aber sehr sachlich. Er beschreibt sehr sensibel, wie er und seine Kollegen die Opfer erlebt haben.
Der größte Teil des Buchs nimmt die Ermittlungsarbeit ein. Dabei wird deutlich, was für ein Mensch John Cooper war, der bei den Vernehmungen lieber seinen Sohn beschuldigte, als ein Verbrechen zuzugeben. Dass Steve Wilkins nicht versucht, ihn zu profilen, hat mir gut gefallen. Er ist ein Ermittler und schreibt nur über das, was er kann und kennt. Diese Sachlichkeit ist meiner Meinung nach genau das, was das Buch braucht, um glaubwürdig zu wirken.