September 1888. Der 29-jährige Arthur Conan Doyle erhält von der Metropolitan Police das Angebot, sie einen Monat lang als "Berater" bei der Jagd nach dem Serienmörder zu unterstützen, der bald unter dem Namen Jack the Ripper bekannt werden wird.
Doyle akzeptiert unter der Bedingung, dass sein ehemaliger Dozent für Chirurgie, Professor Joseph Bell – Doyles Inspiration für Sherlock Holmes – mit ihm zusammenarbeitet. Zu den beiden gesellt sich Miss Margaret Harkness, eine im East End lebende Schriftstellerin, die mit einer Pistole umzugehen weiß und die beiden als Führerin und Begleiterin unterstützt.
Bradley Harper MD is a retired US Army Colonel and pathologist with extensive experience in autopsies and forensic investigation. A lifelong fan of Sherlock Holmes, upon retirement from the army Harper received his associate degree from Full Sail University and master’s from Napier University in Edinburgh, Scotland, both in creative writing.
His debut novel, A KNIFE IN THE FOG, was published in October 2018 It was a finalist for a 2019 Edgar Award by the Mystery Writers of America for Best First Novel by an American Author and is a Recommended Read by the Arthur Conan Doyle Estate. It went on to win Killer Nashville’s 2019 Silver Falchion as Best Mystery. The audiobook, narrated by former Royal Shakespearean actor Matthew Lloyd Davies, won Audiofile Magazine’s 2019 Earphone Award for Best Mystery and Suspense. The book is also available in Japan via Hayakawa Publishing abnd in German via DryasVerlag.
Harper’s second novel, QUEEN’S GAMBIT, won Killer Nashville’s 2020 Silver Falchion Award twice, once for Best Suspense, and again as Book of the Year.
A short animated film, DARK TRYST, based on Harper’s short story and comic book of the same name, has won numerous awards at film festivals around the world, including Best Super Short Film at the London Movie Awards, the New York Movie Awards, and the Paris Film Awards, and Best Horror at the Tokyo Short Film Festival.
His collaborations include REFLECTIONS IN A DRAGON’S EYE, a police procedural thriller he co-wrote with debut novelist Lydia Galehouse, and MY TIME WITH GENERAL COLIN POWELL, co-written with Leslie Lautenslager, who worked with GEN. Powell for over 25 years.
His most recent work, MAIDEN VOYAGE, concerning an art heist by a trio of female thieves aboard the Titanic, was released Nov 18, 2025.
A short film, LEVIATHAN, based on A KNIFE IN THE FOG, is currently making the rounds in various film festivals.
Dieses Buch war mal wieder eine positive Überraschung. So ist es ja meistens, wenn man keine großen Erwartungen hat, obwohl ich natürlich gehofft hatte, dass mir die Geschichte gefällt.
Der Schreibstil war sehr angenehm und das Ermittlungsteam, das der Autor hier zusammengestellt hat, passte perfekt und so rauschte ich nur so durch die Seiten. Die Atmosphäre der damaligen Zeit wurde hier perfekt eingefangen und es fiel mir schwer, das Buch für längere Zeit aus der Hand zu legen.
Der Fall war spannend, auch wenn er in anderer Form natürlich bekannt war. Den hiesigen Täter hatte ich nach einiger Zeit in Verdacht, das hat aber dem Lesespaß keinen Abbruch getan und hat die Geschichte auch nicht durchschaubar gemacht. Die Auflösung fand ich super und das Ende sehr gelungen.
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch des Autors.
Worum geht’s? 1988: Dr. Doyle erhält von einem Mr. Wilkins das Angebot, die Polizei auf der Jagd nach Jack the Ripper zu unterstützen. Dieser willigt ein, in beratender Funktion tätig zu werden unter der Voraussetzung, dass ihn sein ehemaliger Mentor Prof. Bell unterstützen wird.
Meine Meinung: Mit „Doktor Doyle jagt Jack the Ripper“ schreibt Bradley Harper sein historisches Krimi-Debüt, das wirklich faszinierend ist. Ich muss zugeben, anfangs habe ich kurz gebraucht, um in seine Schriftsprache hineinzukommen, da diese etwas altertümlich anmutet. Das hat aber nur kurz gedauert und mich dann umso mehr fasziniert, weil man dadurch direkt in das 19. Jahrhundert hineinversetzt wurde. Zudem stellt das Buch einen Auszug aus dem Tagebuch von unserem Dr. Doyle dar, was es zusammen mit den eingeschobenen Briefen und Zeitungsartikel absolut authentisch wirken lässt.
Das Besondere an diesem Buch sind die Charaktere. Dr. Doyle, eigentlich ein Allgemeinmediziner und Autor, auf den Mr. Wilkins aufgrund seiner ersten Geschichte über Sherlock Holmes aufmerksam wurde. Prof. Bell, der ihm als Grundlage für Sherlock dient und auch sehr an diesen erinnert. Seine Auffassungsgabe und die Dinge, die er bemerkt und zuordnet, sind wirklich faszinierend. Aber meine eigentliche Heldin in diesem Buch ist Margaret – egal in welcher ihrer Rollen. Sie ist einfach eine Frau, die weiß was sie will und wie man seinen Mann steht.
Dann der Fall selbst: Jack the Ripper ist sicher jedem von uns ein Begriff. Nahe an den Fakten – sowohl was den Fall, auch was die Personen betrifft – lässt Herr Harper sein Trio ermitteln. Dabei bringt er natürlich auch einiges an Fiktion hinein, aber beim Lesen wirkt alles real und authentisch. Besonders spannend fand ich die Einblicke in die Polizeiarbeit mit den wenigen, damals zur Verfügung stehenden Mittel und in die Arbeit der Pathologen. Es ist faszinierend, mit wie wenig damals schon so viel herausgefunden werden konnte! Überhaupt war dieses Buch außergewöhnlich und fesselnd auf seine ganz eigene Art. Es war immer wieder spannend, es gab aber auch durchaus amüsante Szenen – insbesondere, wenn Margaret mit von der Partie war. Ebenso einige emotionale Momente. Zudem erhielten wir einen kleinen Einblick in die damalige Politik und den Unterschied zwischen den armen und reichen Bevölkerungsteilen. Besonders gut hat mit gefallen, wie Jack the Ripper Dr. Doyle an der Nase herumgeführt hat; und mich gleich mit! Es gab immer wieder Verfolgungsjagden, die mich den Atem anhalten ließen. Die Beschreibung der Orte und Szenerien war richtig atmosphärisch und der finale Showdown war fesselnd, rasant und hat mich, nachdem er vorbei war, auch ein bisschen schmunzeln lassen. Ein wirklich gelungener Einstieg in die Welt der Kriminalromane! Mich hat das Buch gut unterhalten kurzzeitig um etwas über 100 Jahre in die Vergangenheit reisen lassen. Ein historisches Lesevergnügen, das rasant, grausam, fesselnd und amüsant ist. Von mir eine klare Leseempfehlung und ich bin gespannt, was wir noch vom Autor und von Margaret hören werden!
Fazit: Bradley Harpers Krimi-Debüt „Doktor Doyle jagt Jack the Ripper“ ist ein wirklich außergewöhnliches Buch. Wir lesen im Tagebuch von Dr. Doyle die Geschichte über seine Jagd auf Jack the Ripper. Die altertümlich anmutende Sprache versetzt einen dabei direkt hinein ins London des 19. Jahrhunderts. Wirklich grandios sind auch die Charaktere – am Besten gefiel mir Margarete, die absolut unberechenbar ist. Dann hatten wir jede Menge Spannung, einen perfekten Mix aus Fakt und Fiktion und einen Showdown, der es in sich hatte.
Mich hat das Buch perfekt unterhalten, gegruselt, amüsiert und gefesselt. 5 Sterne von mir!
Arthur Conan Doyle fristet sein Leben als Landarzt und ist wenig erfreut, dass sein Roman "Eine Studie in Scharlachrot" über seinen Detektiv Sherlock Holmes nicht gerade die Leute seine Türen einrennen lässt. So überlegt er, sich mehr seinem historischen Roman zu widmen und Sherlock Holmes an den Nagel zu hängen. Da bekommt er das Angebot aus London, als Berater bei der Jagd nach einem Serienmörder tätig zu werden. Aus Langeweile und mithilfe seines ehemaligen Dozenten Professor Joseph Bell nimmt er sich des Falles an. Der Serienmörder, später bekannt als Jack the Ripper, treibt jedoch ein perfides Spiel mit den beiden und der zauberhaften Margaret Harkness, die zu dem Duo stößt. Bald schon müssen nämlich auch sie um ihr Leben fürchten.
Der Fall "Jack the Ripper" hat es mir schon immer angetan. Ein Serienmörder, der in London Prostituierte auf bestialische Weise umbringt, wurde bis heute nicht identifiziert und wird wohl immer ein Mysterium bleiben. Deswegen war ich sehr gespannt, wie der Autor seine Version dazu umsetzt.
Der Autor hat sich nun mehreren historischen Persönlichkeiten bedient. Allen voran dem Hauptcharakter Doktor Arthur Conan Doyle, uns natürlich bestens bekannt als Erfinder von Sherlock Holmes und Doktor Watson. Aber auch Professor Joseph Bell, ein ehemaliger Dozent von Doyle und die Schriftstellerin Margaret Harkness haben hier ihre großen Auftritte. Und natürlich Jack the Ripper.
Diese Persönlichkeiten nun in einem Kriminalfall miteinander agieren zu lassen, war das Bestreben des Autors. Und dies hat er mit Bravour gemeistert. Ich habe mit einer regelrechten Faszination an dem Buch gehangen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie der Autor wohl alles auflöst. Und auch wenn letztendlich nicht bekannt ist, wer Jack the Ripper war, war die fiktive Auflösung des Falles seitens des Autors doch sehr interessant.
Der Schreibstil ist sehr fesselnd und hat einen leichten sarkastischen Unterton, gerade wenn es darum geht, wie sich Doyle selbst sieht. Aber seine Auffassungsgabe und seine Herangehensweise haben mir imponiert, auch wenn Professor Bell manchmal den Löwenanteil an allem trägt Und Miss Margaret Harkness, die mir leider erst in diesem Buch zum ersten Mal als Schriftstellerin begegnet, hat es mir angetan. Ich habe mich danach etwas im Netz über sie informiert und sie war wohl ihrer Zeit weit voraus. Was in dem Buch sehr hervorgehoben wird. Ich habe sie als Romanfigur sehr ins Herz geschlossen. Überhaupt das ganze Trio, welches innerhalb kürzester Zeit eine ungewöhnliche Freundschaft entwickelt.
Die Auflösung des Falles war hochinteressant und auch wenn ich manchmal dachte, dass sich das Buch eigentlich in die Länge ziehen müsste, weil vieles erklärt wird und die Recherchen ausgedehnt werden, war die Story zu keiner Zeit langatmig oder uninteressant.
Der Autor baut viele Parallelen zwischen Arthur Conan Doyle und Joseph Bell gegenüber Sherlock Holmes ein und man merkt deutlich, dass er ein großer Fan des Autors sowie der Romanfigur ist.
Dies ist ein Romandebüt eines pensionierten Colonel und Pathologen der US Army, jedoch so frisch und überzeugend erzählt, dass ich mir sehr wünsche, noch viel mehr von ihm zu lesen.
Meggies Fussnote: Doktor Doyle und Jack the Ripper - eine ungewöhnliche Kombination.
Bradley Harpers „Doktor Doyle jagt Jack the Ripper“ ist ein Krimi, der gekonnt Geschichte und Fiktion miteinander verbindet. Die Geschichte spielt im Jahr 1888, als der junge Arthur Conan Doyle – noch weit davon entfernt, durch Sherlock Holmes berühmt zu werden – in die Ermittlungen um die grausamen Morde von Jack the Ripper hineingezogen wird. An seiner Seite: sein Mentor, der scharfsinnige Professor Joseph Bell, und die schlagfertige Schriftstellerin Margaret Harkness, die als selbstbewusste Frau ordentlich frischen Wind in die Runde bringt.
Die Atmosphäre des Romans ist großartig. Man fühlt sich direkt in das neblige und düstere London des 19. Jahrhunderts versetzt. Besonders spannend ist, wie er echte historische Persönlichkeiten wie Doyle und Bell in die Geschichte einbaut. Auch die Figur von Harkness, die ebenfalls wirklich gelebt hat, bringt eine tolle Dynamik mit – sie ist klug, mutig und eine echte Bereicherung für die Story.
Das Buch ist spannend und unterhaltsam geschrieben, auch wenn es im Mittelteil ein bisschen gemächlicher wird. Aber dann kommt eine überraschende Wendung, die nochmal richtig Fahrt aufnimmt und einen bis zum Ende nicht mehr loslässt.
Alles in allem ist „Doktor Doyle jagt Jack the Ripper“ ein packender Krimi mit toller Atmosphäre und faszinierenden Figuren. Für Fans von historischen Krimis und gut erzählten Geschichten definitiv eine Empfehlung!
Leider habe ich dieses Buch überhaupt nicht gemocht. Die Voraussetzungen waren gut, Doktor Doyle und Jack the Ripper als Hauptfokus in dem Buch klang nach einer genialen Idee. Leider hat es mir hier an der Umsetzung absolut gemangelt.
Dieses Buch soll ein Krimi sein. Unter einem Krimi verstehe ich Spannung, Action, Rätsel und Intrigen. Wo waren die hier? Ich hab mich den Großteil des Buches leider einfach nur gelangweilt. Es kam nicht so richtig fahrt in der Geschichte auf und der Krimi-Aspekt hätte auch noch viel spannender gemacht werden können. Es war eigentlich mehr eine Beschreibung von Doyles Alltag in jedem kleinsten Detail mit einem Hauch Krimi-Aspekt, bzw eher Detektivarbeit. Die Spannung war trotzdem nicht da. Die Figuren Doyle und Jack the Ripper waren an sich gut gemacht und auch gut recherchiert aber das reicht mir hier leider nicht für mehr als 2 Sterne.