Founders' Stories: Scheitern als Geschäftsmodell. Authentische Gründer-Geschichten über Erfolg und Misserfolg von Unternehmens-Gründungen und Start-ups
Axel Täubert ist Head of Start-ups bei Google. Aus einer Unternehmerfamilie stammend, wurden ihm Leistungsbereitschaft und unternehmerisches Denken in die Wiege gelegt und vorgelebt. Schon früh begann er, selbst Unternehmen zu gründen und an und mit ihnen zu wachsen. Heute unterstützt er Start-ups mit Cloud-Lösungen, investiert als Business Angel und engagiert sich in der Initiative "Jugend gründet" des Bundesbildungsministeriums.
Axel Täubert ist Schirmherr der Founder's Story, einem Live- & Podcast-Format von Google, in dem junge Gründerinnen und Gründer über ihre Probleme und Herausforderungen beim Aufbau ihres Start-ups berichten. In diesem Buch stellt er daraus die interessantesten Geschichten und Persönlichkeiten vor, u.a.
Vanessa Co-Founderin von nyonic, Forbes 30 under 30, LinkedIn Top VoiceMina Gründerin von Inclusive Tech, Europas erste Lobby-& Consulting Organisation für Diversity in Tech & AI, Autorin & Forbes 30 Under 30 ListLubomila CEO von Plan A und Mitbegründerin der Greentech Alliance, Obama Leader, MIT Under 35 Innovator und LinkedIn Top VoiceJannik Co-Founder von 1KOMMA5°, seit mehr als zehn Jahren beruflich engagiert im Climatetech BusinessMischa Rü Co-Founder von Usercentrics, Serial Founder & Business Angel. Sein Startup ist führend beim Thema DatenschutzAnastasia Gründerin von FeMentor, einer reverse mentoring Plattform für Frauen jeden AltersDaniel Co-Founder von Flixbus, einem globalen Mobilitätsanbieter, der seit 2013 für Millionen von Menschen weltweit die neue Art zu Reisen istEs sind die Gründungen von Start-up und Unternehmen, die Wohlstand und Arbeitsplätze schaffen
Axel Täubert erzählt aber auch seine ganz persönliche Gründungsgeschichte. Eindrucksvoll weist er darauf hin, dass Deutschland mehr Grü braucht und dabei von einer neuen Generation diverser junger Menschen nur profitieren kann. Denn die besten Teams bestehen aus Mitgliedern mit unterschiedlichen Perspektiven und sich ergänzenden Kompetenzen. Deshalb ermutigt er gerade junge Menschen dazu, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und sich zu trauen, ihr Business aufzubauen. Denn für eine gute Idee ist es nie zu früh.
In diesem Buch erzählen elf Gründer*innen über ihre Erfolgsgeschichten und Gründungen ihrer Geschäftsmodelle. Dabei teilen sie ihre besten Learnings, die sie daraus gezogen haben, und gehen teils auch auf die Fehler ein, die sie selbst begangen haben. Anders als der Titel vermuten lässt, geht es meiner Meinung nach aber weniger ums Scheitern. Klar hatte jeder von Ihnen seine eigenen Hürden auf dem Weg und musste das ein oder andere Mal einen etwas anderen Weg gehen, als vielleicht geplant war.
Zu Beginn jeder Story gab es immer einen kurzen Steckbrief zur jeweiligen Person und ein paar Hintergrundinformationen zum Unternehmen. Ich fand die Gründergeschichten sehr interessant und tatsächlich hat man auch oftmals ähnliche Ratschläge wiederfinden können, was man bei einer eigenen Gründung dann wohl auch wirklich beachten sollte. Aber es gab eben auch sehr unterschiedliche Tipps, die bei unterschiedlichen Geschäftsmodellen und Ideen unterschiedlich relevant sind. Auch gut fand ich die Mischung zwischen Männern und Frauen und dass auch Gründungen gezeigt wurden, die erst mit einem höheren Alter passiert sind (also nicht direkt während oder direkt nach dem Studium). Der Fokus bei vielen lag auf dem technischen Bereich, der im Hintergrund vieler Geschäfte eben essentiell wichtig ist. Da hier verschiedene Gründer*innen ihre Storys erzählen, sind es auch verschiedene Schreibstile, die einem mal mehr und mal weniger gefallen. Ich mochte da zum Beispiel die Geschichte von Daniel Krauss (FlixBus) total gerne, da sie zwischendurch etwas aufgelockert hat und man das Unternehmen auch direkt kennt und so ein wenig mehr über die Hintergründe erfährt.
Das Buch ist für angehende Gründer*innen auf jeden Fall sehr lesenswert und man kann ganz viele Learnings daraus ziehen und vielleicht auch den ein oder anderen Ansatz finden, die eigene Start-Up Idee anzugehen und wichtige Ansprechpartner zu finden. Auch sind die Geschichten sehr inspirierend. Und auch wenn man vielleicht nicht unbedingt gründen möchte oder sich damit noch nie auseinander gesetzt hat, so sind die Erfahrungen dennoch sehr interessant und bringen auch in einem anderen beruflichen Umfeld Mehrwert.