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Arbeit Macht Missbrauch: Eine Gesellschaftskritik

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Machtmissbrauch ist kein Einzelfall, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wir alle sind daran beteiligt. In ihrer Gesellschaftskritik geht die Journalistin und Autorin Lena Marbacher der Frage nach, wie wir das ändern können.
Machtmissbrauch hat zunächst weder mit Geschlecht noch mit einer bestimmten Branche zu tun. Aus allen Bereichen der Gesellschaft – ob Politik, Gastronomie, Startups, Sport, Theater, Pflege, Ehrenamt, Polizei oder Wissenschaftsbetrieb – kommen immer mehr Fälle an die Öffentlichkeit. Besprochen werden sie bislang lediglich branchenspezifisch und meist als Einzelfälle. Das Problem, so Lena Marbacher, liegt aber im System von Arbeit und Gesellschaft. Die Bedingungen, die Machtmissbrauch ermöglichen, sind fast immer die gleichen. Ein duldendes Umfeld ist eine davon.
Lena Marbacher setzt etliche Fälle zueinander in Bezug und klärt über die Strukturen von Machtmissbrauch auf. Ihr Anliegen ist es aufzuzeigen, wie die Verhältnisse in Gesellschaft und Organisationen zu machtmissbräuchlichem Verhalten führen und wie man sie ändern kann.

286 pages, Kindle Edition

Published October 9, 2024

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Community Reviews

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for ➸ Gwen de Sade.
1,226 reviews112 followers
June 9, 2025
3.5 Sterne

Grundsätzlich gut und empfehlenswert, an mancher Stelle hätte ich mir etwas mehr Erklärung oder Tiefgang gewünscht, manche Stellen habe ich explizit als etwas mangelhaft empfunden.

Aber trotzdem ein interessanter Einblick - vorwiegend in Organisationskultur, den Exkurs zum Recht dahinter fand ich spannend und hätte ihn auch noch gern etwas ausführlicher gehabt.
1 review
December 28, 2025
Einige spannende Passagen und Gedanken und natürlich wichtige Inhalte! In Teilen bleiben mir die einzelnen Kapitel und Unterkapitel jedoch zu fragmentarisch und inhaltlich zu wenig verbunden, was es mir erschwert hat dem inhaltlichen Bogen zu folgen und die Hauptaussagen zu kondensieren.
Sehr irritierend bleibt für mich, dass ein ganzes Buch über Machtmissbrauch in Organisationen ohne eine inhaltliche Beschäftigung mit dem AGG und den daraus resultierenden Verpflichtungen für Arbeitgeber*innen auskommt. Denn die von Lena Marbacher geforderten konkreten Regeln für Organisationen werden durch das AGG rechtlich verbindlich festgelegt.
21 reviews
August 3, 2025
Inhalt:
In Arbeit Macht Missbrauch Eine Gesellschaftskritik untersucht Lena Marbacher, wie struktureller Machtmissbrauch in ganz unterschiedlichen Arbeitsfeldern von Pflege über Politik, Wissenschaft und Ehrenamt bis hin zu Start-ups systematisch in Organisationen entstehen kann. Statt ausschließlich auf einzelne Vorfälle zu blicken (die sie beispielhaft benennt und damit greifbarer machen), legt sie die Muster offen, die Machtmissbrauch überhaupt erst möglich machen: unklare und informelle Hierarchien, Schweigekulturn, fehlende Solidarität unter Kolleg*innen/Klient*innen/etc. und fehlende vertrauliche und professionelle Feedbackprozesse.

Mein Eindruck:
Das Buch hat mir viele neue Perspektiven eröffnet und mich noch stärker für das Thema sensibilisiert. Besonders wertvoll fand ich, dass die Autorin Macht nicht nur in klassischen Führungssituationen analysiert. Ihre Kritik ist fundiert, die Fallbeispiele sind greifbar und ihr Appell zur Notwendigkeit von strukturellen Veränderungen trifft den Kern des Problems.

Allerdings wirken manche Kapitel weniger ausgereift als andere. Einige Übergänge bleiben für mich zu sprunghaft, bestimmte Argumente hätten vertieft und nach meinem Geschmack klarer begründet werden können.

Wer verstehen will, warum Machtmissbrauch am Arbeitsplatz/ im Altenheim/Gefängnis/Internat/Verein/ in der Kirche/etc. kein Einzelfall sind, sondern ein strukturelles Problem, findet hier wichtige Impulse.

Besonders im Kopf geblieben ist mir, dass Organisationen Machtmissbrauch selbst präventiv entgegenwirken können, in dem sie Organisationsmitgliedern mit besonders viel institutioneller und/oder persönlicher Anerkennung, Reputation und Freiheit bzgl. ihres Machteinsatzes kontrollieren und evaluieren sollten (vgl. ab Seite 274).

Fazit:
Ein lesenswertes Buch mit gesellschaftlicher Relevanz, welches ich schon mehrfach zitiert und empfohlen habe.
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