Ein beeindruckender Roman, der 1951 (!) von Manes Sperber abgeschlossen wurde, eine Abrechnung mit dem Stalinismus, eine Darstellung der Gräuel des Nationalsozialismus, eine Anklage der Kämpfe innerhalb der Linken im Abwehrkampf gegen den Faschismus. Im Mittelpunkt steht ein gewisser Faber oder auch Dojno, der Kontakt zu verschiedenen Kämpfer:innen aus der Partisanencommunuty hat und sein väterlicher Freund Stetten, einer, der die Verirrungen des ideologischen verblendeten Gefolgstums der moskautreuen Kommunisten früh erkennt und angreift. Wir lernen das Entsetzen unter manchen Genossenkreisen über die Moskauer Prozesse kennen, die Ungläubigkeit, dem Hitler-Stalinpakt gegenüber, das Unverständnis gegen die Appeasement-Politik der Engländer. Sperber führt uns in das Frankreich Vichys, das Kroatien im Widerstandskampf gegen Hitler und gegeneinander. Er zeigt den verzweifelten Kampf der Juden und wie sie von allen - nicht nur den Nazis - verfolgt werden. Ein beeindruckender Roman einer Epoche, der man (nicht nur leichtfertig) gewisse Parallelen zur Gegenwart zuspricht. Und außerdem gibt uns Sperber noch tiefe Einblicke in die Liebe und in die Versuche, ein ethisch richtiges Leben in schweren Zeiten zu leben. Spät habe ich den Roman dank der Neuauflage in die Hände bekommen und kann ihn nur zur Lektüre empfehlen.