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Wyrdwood-Saga #1

Wächter des Wyrdwood

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Nach der viel beachteten und von der Kritik gefeierten Gezeitenkind-Trilogie erfreut der britische Ausnahme-"Phantast" RJ Barker seine Fangemeinde mit einer neuen spektakulären Saga um Götter, Geister und bizarre Kreaturen. Cahan ist einer der wenigen Menschen, die sich in den gefährlichen Wäldern von Crua zurechtfinden. Doch einst war er mehr als ein Waldläufer. Udinny dient der Göttin der Verlorenen, der Beschützerin der Geringen und Hilflosen. Als Udinny in den Wyrdwood aufbrechen muss, um ein vermisstes Kind zu finden, bittet sie Cahan, ihr Führer zu sein. Doch in einem Land, in dem die Menschen den Launen gefühlloser Götter ausgeliefert sind und der Wald von Monstern heimgesucht wird, muss Cahan zwischen zwei Leben wählen - und seine Entscheidung wird Konsequenzen für seine ganze Welt haben.

400 pages, Paperback

Published August 20, 2024

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About the author

R.J. Barker

27 books1,849 followers
Librarian Note: There is more than one author in the Goodreads database with this name.

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1 star
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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for faanielibri.
865 reviews65 followers
April 29, 2025
Eigentlich unbewertbar, da es nur ein halbes Buch ist! Aber ich habe ein bisschen gebraucht, mich in die Story einzufinden. Nun, da ich drin bin in der Geschichte, finde ich sie grandios! Der Wyrdwood als wichtiges Element der Geschichte ist so toll beschrieben, lebendig, vielseitig und tödlich. Band 1.2 liegt schon bereit.
Profile Image for lauras_garden_of_books.
440 reviews17 followers
August 17, 2025
Hinweis zu meiner Rezension:
Der Originalband „Gods of the Wyrdwood“ wurde vom Panina-Verlag in zwei Bücher unterteilt: „Wächter des Wyrdwood“ und „Götter des Wyrdwood“; da ich das Werk aber so betrachten möchte, wie es vom Autor gedacht ist, und es dramaturgisch gesehen auch absolut Sinn macht, betrifft meine Rezension beide Deutschen Bände.
Und ich empfehle auch dringend, beide Bände als ein Buch zu betrachten und zusammen zu lesen!

„Sein Leben lang war er vor sich selbst weggelaufen, davor, wer er war, wer er sein konnte. Und manchmal musste man aufhören, wegzulaufen. Begreifen, dass es keine Bedeutung hatte, wer man war, dass es allein darauf ankam, wer man sein konnte.“ (Götter des Wyrdwood S.278)

R.J. Barker liefert uns mit seiner Wyrdwood-Trilogie High-Fantasy vom Allerfeinsten, das muss man schon ganz klar sagen! Ich hatte zuerst geplant, die Reihe auf Englisch anzufangen, bin nun aber doch sehr froh, auf die Deutschen Bücher gewechselt zu sein. Das Worldbuilding ist sehr komplex und man benötigt schon den ersten Band „Wächter des Wyrdwood“ um ansatzweise durchzusteigen, was hier eigentlich los ist und wie sich diese Welt zusammensetzt. Dazu kommen ungewohnte Begriffe, sodass ich rückblickend befürchte, dass ich auf Englisch wohl abgebrochen hätte. Dabei lohnt es sich so sehr, sich hier durchzubeißen, dranzubleiben, die Fragen die man hat, einfach sein zu lassen und darauf zu vertrauen, dass sie im späteren Verlauf in Ansätzen beantworten werden.
Das Lesetempo war dadurch für mich am Anfang eher langsam, ich habe viel markiert und Barker führt uns eher Stück für Stück in die Welt ein, die Handlung schreitet eher gemächlich voran. Das zweite Buch „Götter das Wyrwood“ habe ich dagegen innerhalb von 2 Tagen durchgelesen, da man hier nur so durchfegt und die Handlung rasant voranschreitet und actiongeladen ist.
Der Wald ist hier nicht nur Hauptschauplatz, sondern als ein lebender Organismus zu betrachten, der die Welt beherrscht und lenkt und die Welt wird von einem Kampf der Götter dominiert, die hier in einer großen Anzahl vorhanden sind. Iftal ist der Schöpfer der Welt, er erschuf die Götter und die Götter die Menschen, dass sie ihnen halfen, über die Welt zu wachen und über den Sternenpfad ins Paradies zu gelangen. Durch Eifersüchteleien spalteten sich die Götter, das Gleichgewicht der Welt wurde gestört, Iftal verbannte die Götter und verteilte sie im Wald. Von Menschen gefunden gaben die Götter den Menschen Cottas, die mit Kraft genährt werden müssen, um die Gottheiten zu erhalten, so dass Iftal eines Tages wiedergeboren werden kann und sie wieder auf dem Sternenpfad wandeln können. Doch die bösen Götter, die Oseren, die unter die Erde verbannt wurden, erheben sich hier und da und täuschen Menschen um wieder an Macht zu gelangen. So erzählt man es sich. Die Zeiten sind geprägt von vielen Macht- und Gottwechseln, Jeder Gott behauptet, „Der Eine“ zu sein und wer ihm nicht folgt und Treue schwört, wird gnadenlos hingerichtet. Der mächtigste Mensch mit einer Cotta und direkter Unterstellter des Gotts ist der Cotta-Rai und es wird gesagt, dass es in jeder Generation nur einen wahren Cotta-Rai gibt, alle Anderen sind Betrüger. Doch ist das wirklich die Wahrheit?
Cahan-du-Nahere wurde einst vom Gott Zorir-der-im-Feuer-wandelt auserwählt, der nächste Cotta-Rai zu sein. Doch diese Zeiten sind vorbei; nun herrscht die Gottheit Tarl-an-Gig. Cahan möchte mit seiner Vergangenheit nichts mehr zu tun haben; als Clanloser gehört er sowieso zum „Abschaum der Gesellschaft“ und er fristet sein Dasein auf einem ablegenden kleinen Hof, den er bewirtschaftet. Doch das Wissen um seine Existenz kann nicht auf ewig verborgen bleiben und es wird Jagd auf ihn gemacht, denn alle „falschen Cotta-Rai“ müssen vernichtet werden, es darf nur noch die Gläubigen zu Tarl-an-Gig geben.
Und dann gibt es da Venn, ein Falnist, derer eine Cotta in sich trägt, sie aber nicht erwachen lassen will. Denn die Cotta wird mit dem Leben eines anderen Menschen gefüttert und Venn möchte kein Leben nehmen. Doch Venns Mutter, Unterstellte der Cotta-Rai Tarl-an-Gigs und Hohe Leoric (Regentin) von Haranspeyer, möchte Venn um jeden Preis umstimmen.
Auch Cahan hat sich geschworen, kein Leben mehr zu nehmen und seine Cotta nie mehr zu füttern. Und welch ungeahnte Dinge geschehen, wenn Venns und Cahans Wege sich kreuzen, müsst ihr selbst lesen…

Wie ich bereits sagte, hat Barker hier eine sehr komplexe Welt geschaffen, dessen man sich bewusst sein muss und auf die man sich auch einlassen muss. Wir bekommen hier nichts auf dem Silbertablett serviert, sondern es erschließt sich erst alles nach und nach. Wer dies mag und davor nicht zurückschreckt, bekommt hier grandiose High-Fantasy mit einem eigenen Zeitsystem, allumfassenden Geschlechterrollen (Falnisten sind z.B. geschlechtsneutral), neuartigen Beziehungskonstrukten (Erstfrau, Zweitmann, usw.) und vielen fantastischen (Wald-)Wesen.
Die Geschichte ist durchaus auch recht kriegslastig und mit entsprechenden brutalen Szenen ausgestattet.
Was mir sehr gut gefallen hat ist aber die alles umfassende Weltanschauung, dass wir alle eins und miteinander verbunden sind in dieser Welt - und das setzt ein deutliches Gegengewicht zu den Kriegsthemen.
Der Epilog in „Götter des Wyrdwood“ hat mir regelrecht die Schuhe ausgezogen, da er alles vorher Geschehene nochmal völlig auf den Kopf gestellt hat und mich Fassungslos zurückgelassen hat!
Für ein Highlight hat es nicht ganz gereicht, aber ich würde nicht ausschließen, dass es das bei den folgenden Bänden noch werden könnte.

Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zu der Qualität der Printausgaben verlieren. Die Bücher von Panini-Books ließen sich in der Vergangenheit leider sehr schlecht lesen, da sie sehr steif waren und man den Buchrücken dermaßen oft brechen musste, um die Bücher überhaupt aufschlagen zu können. Das hat den Lesespaß deutlich gemindert und auch unter uns Lesenden zu Unmut geführt, der aber auch mit dem Verlag kommuniziert wurde. Laut meinen Informationen (ohne Gewähr), hat der Panini-Verlag die Druckerei ab einem gewissen Zeitpunkt gewechselt. Hat sich die Qualität der Ausgaben dadurch verbessert? Meine Antwort: JA! „Wächter des Wyrdwood“ habe ich in der ‚alten Ausgabe‘ und der Buchrücken wurde während des Lesens zu einer einzigen Faltenlandschaft. „Götter des Wyrdwood“ (1. Auflage März 2025) fasst sich immernoch ein bisschen schwer und klobig an (die Seiten sind auch recht dick), ABER der Buchrücken ist KOMPLETT UNVERSEHRT geblieben!!!🙏 Ich bin sehr positiv überrascht und kann guten Gewissens sagen, dass sich die Bücher von Panini Books nun „unfallfrei“ lesen lassen und hiermit auch positive Rückmeldung an den Verlag geben!
Profile Image for Lizzy Curse.
317 reviews12 followers
December 17, 2025
„Wir betrachten die Bäume als friedlich, aber das sind sie nicht. Es sind Krieger, die sehr bedächtig gegeneinander kämpfen.“

Bemerkung: #godsofthewyrdwood ist in zwei Teil aufgeteilt - Wächter des Wyrdwood und Götter des Wyrdwood. Ich würde empfehlen, beide Teile als ein Buch zu betrachten.

Cahan Du-Nahere ist kein einfacher Bauer, obwohl er sich bemüht als ein solcher zu leben. Er ist clanlos und ein Cotta-Rai. Doch seine Cotta will er nicht einsetzen. Zudem ist er ein Waldläufer und wagt sich tiefer in Saumwald, Harnwood und Wyrdwood vor als jeder andere. Es wird schnell klar, dass ihn mehr als ein Geheimnis umgibt. Wir begleiten ihn in einem großen Teil des Buches und lernen durch ihn langsam die Cotta, die Rai, die verschiedenen Clans, die Wälder und die Bewohner, die Tiere und Pflanzen kennen. Verwirrend? Ja, das ist es - insbesondere zu Beginn musste ich einfach die Fragezeichen über meinem Kopf vehement zur Seite schieben und mich einfach an Cahans Fersen heften, der mit seiner fantastischen Fellnase unwillig Abenteuer erlebt und Wurzlinge rettet.

Wer sich fallen lässt, wird mit den eigentlichen Stars des Buches belohnt. Den Wäldern in all ihrer Pracht, mit all ihrer Gefahr, mit all ihrer Pflanzenvielfalt und den Wesen, die mehr oder minder gefährlich auf Beute lauern. Mit den Wäldern hat RJ Barker sich selbst übertroffen. Wo ich mit seinen Knochenschiffen relativ wenig anfangen konnte, hatte mich das Setting nach wenigen Seiten. Er malte mit Wortpinseln Bilder zwischen Urwald und fantastischer Landschaft, voller Lichter, riesiger Baumwurzeln und den ungewöhnlichsten Geschöpfen in meinen Kopf, und Cahen bewegte sich mit einer Sicherheit durch das Dickicht, die ich mir bald zu Eigen machte. Er verwendet in der ersten Hälfte des Buches (Wächter des Wyrdwood) viele Seiten darauf, dem Leser den Wald näher zu bringen. Irgendwie ist in meinem Kopf ein düsteres Ghiblisetting entstanden, was ich sehr begrüßt habe.

Es gibt die Wälder, es gibt die Dörfer und Höfe, in denen Cahan und die anderen Bürger wohnen, und dann gibt es noch die Turmstädte, in denen die nächste PoV angesiedelt ist. Die der hohen Leoric, einer Herrscherin, die unbedingt ihr Kind (ein Trion, ein Angehöriger des Dritten Geschlechts) zur nächsten Cotta-Rai machen will. Dafür muss Venn töten, wogegen Venn sich strikt weigert. Die Hohe Leoric kommt mit einem starken Konflikt zwischen dem Schutz ihres Kindes und dem Machtbestreben daher, was sie für mich zu einem spannenden Charakter macht, aber nicht unbedingt zu meinem Liebling. Venn fand ich dagegen richtig toll, insbesondere in der Interaktion mit Cahan.

Was ist denn nun eine Cotta? Letztendlich eine Art parasitäre Magie, der Leben, mag es noch so klein sein, geopfert werden muss, um die Magie zu nähren. Das muss man Barker lassen - da hat er wirklich außergewöhnliches erschaffen. Insbesondere da die Magie selbst als Wesenheit in kurzen Kapiteln „Tief im Wald“ oftmals zwischen den eigentlichen Kapiteln zu Wort kommt. Barker baut insbesondere in den Zwischenspielen eine wahnsinnig starke Atmosphäre auf, die beklemmend wirkt und zumindest mich sehr neugierig gemacht haben.

Im ersten Teil des Buches (Wächter des Wyrdwood) baut Barker lange an der Welt. Es ist nicht unspannend, doch der eigentliche Fokus, der auch im Klappentext des Buches angekündigt wird und der uns mit in den Wyrdwood selbst nimmt, kommt erst ganz am Ende des Buches zu tragen. Das kann anstrengend sein, ich fand’s richtig cool. Im zweiten Teil, Götter des WyrdWood kam der #foundfamily Charakter so richtig schön zum Tragen und die Figuren sind aneinander gewachsen.

Fazit: Ein toller Auftakt mit einer Figurenkonstellation, die mich mitgerissen hat und mit der ich mitfühlen konnte in einer innovativen Welt, die meinem Gehirn düstere Ghibli-Vibes beschert hat. Band zwei und drei werden wohl nicht übersetzt werden. Ich selbst habe den zweiten Teil vom ersten Band auf Englisch gelesen und bin eigentlich gut zurecht gekommen.

Profile Image for Petra.
394 reviews4 followers
November 23, 2024
Die Göttersprecherin Saradis erkennt besondere Fähigkeiten in dem aus einer clanlosen Familie stammenden Jungen Cahan und nimmt ihn mit. Jahre später treffen wir Cahan wieder, er lebt nun auf dem Land seiner Familie. Nachdem ihm, dem immer noch Clanlosen, übel mitgespielt wurde, benötigt er dringend Geld, weswegen er einige Aufträge übernimmt. Auf seinen Reisen muss er sich nicht nur seiner Vergangenheit stellen, sondern auch dem, was in ihm steckt.

Der Roman stellt eine gewisse Herausforderung dar, der ich mich aber gerne gestellt habe, denn ich mag es, wenn Fantasy-Welten erst nach und nach greifbar werden. RJ Baker hat eine komplexe Welt erschaffen, mit ihren eigenen Gesetzen, Hierarchien, Religionen und Begriffen. Für letztere gibt es kein Glossar, aber im Laufe der Handlung kann man das meiste entschlüsseln. Natürlich verlangt das eine gewisse Aufmerksamkeit, die sollte man dem Roman aber sowieso schenken.

Cahan ist ein gelungener und interessanter Charakter, mit dem man gut mitfühlen kann, seine Perspektive ist aber nicht die einzige. Eine weitere nimmt eine Frau ein, die in der gesellschaftlichen Hierarchie eine sehr gehobene Rolle spielt. Auch sie ist ein interessanter Charakter, Sympathie entwickelt man für sie, zumindest bisher, aber weniger. Neben diesen beiden gibt es weitere Charaktere, die den Roman bereichern. Ein wesentlicher Bestandteil des Romans ist außerdem die Welt, die mit einzigartigen Kreaturen bevölkert ist, und vor allem der Wald, der noch einmal ein Stück mehr besonders ist.

Im Original besteht die Reihe aus drei Bänden, die im Deutschen aber jeweils aufgeteilt werden, so dass dieser Band der erste Teil des ersten Bandes der Trilogie ist. Ich kann aber sagen, dass er passend geteilt wurde und dadurch auch kein schlimmer Cliffhanger entstanden ist. Hätte ich nicht gewusst, dass eine Teilung gemacht wurde, hätte ich das Ende des Bandes für ein normales Ende eines ersten Bandes gehalten.

Ich fand den Roman von Anfang an interessant zu lesen, Spannung kam zunächst durch all die Fragen auf, die in meinem Kopf entstanden. Später steigt der Spannungsbogen der Geschichte immer mehr an.

„Wächter des Wyrdwood“ ist ein komplexer erster Band, der aufmerksames Lesen verlangt, sich dafür aber mit einer interessanten Geschichte bedankt. Besonders der Protagonist hat es mir angetan, und ich freue mich darauf, ihn im nächsten Band wiederzutreffen. Wer komplexe epische Fantasy mag, die erst nach und nach ihre Welt offenbart, sollte zugreifen.
Profile Image for Kitty D.
22 reviews1 follower
November 22, 2024
3.5⭐

🌱 Worum geht's?
Der Waldläufer Cahan du Nahere führt ein ruhiges, einsames - jedoch zufriedenes Leben auf seinem Hof am Rande des Waldes. Plötzlich wird er vertrieben und nach und nach in einige Ereignisse verstrickt, die ihm sein Leben kosten könnten... Wer genau ist Cahan du Nahere und welche Macht schlummert in ihm?


🌿 Meine Meinung
Dies ist der Auftakt einer High Fantasy Reihe mit unglaublichem Worldbuilding und einer ungewöhnlichen Geschichte. Es gibt zwei Erzählstränge, die ineinander fließen - das hat sehr gut funktioniert.

Die Welt, ihre Politik und Religion wirkt sehr durchdacht und hat mir sehr gut gefallen. Auch die phantasievollen Gestalten konnte ich mir recht gut vorstellen und empfand ich als sehr kreativ.

Die Geschichte schreitet sehr langsam voran und  Cahan wird hindurchgeschoben - scheinbar ohne eine bestimmte Grundmotivation - ich persönlich hätte lieber einen klaren Plot gehabt, aber das ist wohl auch Geschmackssache.

Der Autor lädt den Leser in seine umfangreiche Welt ein, ohne die Begriffe zu erläutern. Das hat den Start etwas schwierig gestaltet - gleichzeitig habe ich mich darauf eingelassen und nach und nach die Worte auch verstanden und ein Gefühl für diese neue Welt bekommen.

Der Schreibstil ist klar und deutlich gehalten.

🍀 Fazit
Die Geschichte zeigt sich erfrischend anders und hebt sich ganz klar vom Mainstream ab - ich denke sie ist es deshalb definitiv wert, gelesen zu werden - wenn auch am besten ab März 2025, wenn die zweite Hälfte erscheint.

*Leider hat der Verlag das Originalwerk gespalten, um das Leseerlebnis für uns zu erleichtern (denn die deutsche Übersetzung hätte sonst einen Wälzer aus dem Buch hervorgebracht, da die deutsche Grammatik mehr Wörter erfordert als die englische Sprache.) Klingt plausibel, hinterlässt leider ein unfertiges Werk, welches es zu bewerten in meinen Augen schwierig gestaltet.

Vielen Dank an Lovelybooks und den Panini Verlag, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung stellt haben um meine persönliche, authentische und reflektierte Meinung zu erhalten.
5 reviews
January 5, 2025
Die beschriebene Welt ist wirklich interessant und einfallsreich (5/5), aber bei den vielen ausgedachten Begriffen wäre ein Glossar o.Ä. am Ende des Buches gut gewesen.
Wir begegnen einer Welt voller falscher(?) Götter und ungewöhnlicher Kreaturen, das ganze Setting ist düster und mysteriös. So weit alles super.

Die Erzählstruktur funktioniert aber irgendwie nicht:

Die auf dem Klappentext beschriebene Handlung beginnt überhaupt erst ca. 100 Seite vorm Ende des Buches, die ersten ca. 300 Seiten passiert etwas anderes und wir lernen eine Reihe anderer Figuren kennen, bei denen der Plot aber auch nicht wirklich in die Puschen kommt, ein Erzählstrang hört dann auch einfach plötzlich auf, ohne dass sich etwas am Status quo geändert hat.

Für die letzten 100 Seiten wird dann eine Figur, die vorher nur einmal kurz für zwei, drei Sätze vorkam eine der Hauptfiguren. Die eigentliche Hauptfigur hat auch nicht wirklich eine überzeugende Motivation die Reise überhaupt erst anzutreten. Die Geschichte hört dann auch einfach mittendrin auf.

Die Handlung findet in der Gegenwart an zwei Schauplätzen statt, wobei der Leser dann teilweise mehr weiß als die vorkommenden Personen, ohne dass es bei den nachfolgendenen Kapitel ein "pay off" gibt. Dazwischen gibt es so eine Art Rückblende zu einem Ausschnitt der Vergangenheit von Cahan, diese wiederholen sich aber teilweise wortwörtlich.
Spannende Ereignisse, wie die Vergangenheit der Hauptfigur oder der Krieg, der Übergang zum Monotheismus werden immer wieder angedeutet, aber nur knapp, sodass man zwischendurch nicht sicher ist, ob man den zweiten Teil von etwas liest.

Das ganze Buch fühlt sich an wie der erste Akt einer Erzählung, ohne dass wirklich etwas passiert.
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