„Luxemburg war nie eine Kolonialmacht“, verkündete 1960 der damalige luxemburgische Außenminister Eugène Schaus im Parlament. Tatsächlich hat das kleine Binnenland nie eigene Kolonien gehabt. Hinter dieser Fassade war das Großherzogtum jedoch tief in die kolonialen Projekte seiner europäischen Nachbarn verstrickt. Luxemburger*innen trieben in den Kolonien Handel, missionierten, reisten oder forschten. Auch auf staatlicher Ebene stand Luxemburg nicht außerhalb des europäischen Kolonialismus, sondern war durch aktive Unterstützung und Mitarbeit Teil der kolonialen Welt. Dieses Buch ist die erste allgemeine Einführung dieser Art, die sich speziell auf Luxemburg fokussiert. Es fragt nach der Möglichkeit, dem Inhalt und den Konsequenzen einer luxemburgischen Kolonialgeschichte.
Nichts Neues erfahren, oder hatte ich die falschen Erwartungen? So wie das Buch in der Presse vorgestellt wurde, hatte ich erwartet etwas über die Involvierung des Staates zu erfahren. Leider nichts in der Richtung. Weil es nichts gibt???.
Trotzdem ein gutes und lesenswertes Buch, mir hat nur nichts relevantes neues Wissen gebracht
Luxemburg war zwar nie eine Kolonialmacht, hat allerdings durch seine Nähe zu Belgien sehr von dessen Kolonien profitiert. Luxemburg stand bei Konflikten immer an der Seite der Kolonialmächte und förderte Bürger, die ihr Glück in Kongo versuchen wollten. Im Land war der Kolonialismus am meisten durch Missionare sichtbar, die durch Berichte aus dem Kongo zu Spenden anregen wollten.
"Luxemburg war nie eine Kolonialmacht" ist ein gut recherchiertes und interessantes Buch über einen bisher unbekannten Teil der luxemburgischen Geschichte.