Während seine Richterkollegen an den Folgen der schlecht geplanten Digitalisierungswelle verzweifeln, kann Siggi Buckmann über Schwierigkeiten dieser Art nur müde lächeln. Denn kaum ist er von der Hochzeitsfeier seiner Ex-Frau Britta zurückgekehrt, wird er beinahe von einem Auto überfahren, nur wenig später verfehlt ihn ein herabstürzender Blumenkübel um Haaresbreite. Während sein alter Freund Hauptkommissar Hiller an einen Zufall glaubt, ist Siggi sicher, dass es jemand auf ihn abgesehen hat. Schließlich mangelt es nicht an alten Feinden. Aber weil es auf einen mehr jetzt auch nicht mehr ankommt, heckt er rasch einen Plan aus, um dem Killer zuvorzukommen …
Ich habe nach dem zweiten Band so lange und voller Vorfreude auf Band Drei gewartet. Das Buch liest sich wieder sehr spannend und schnell weg. Und der Einbau eines „Klassikers“ des Strafrechts ist auch wieder super gelungen… Aber…
Aber warum ist das Buch nur so dünn geworden? Wirklich ich habe so lange gewartet, als ich es in den Händen hatte war ich aufgrund des geringen Umfangs kurz entsetzt. Und ich habe es auch an nur einem Nachmittag durchgelesen. Warum so kurz? Warum? 🥺 Das hat mir wirklich das Herz gebrochen.
Die (kurze) Zeit mit dem Buch war dennoch sehr schön. Ganz lieben Dank dafür. Gerne mehr 🤗🤓
Ich mag die Serie, ich mag Siggi, aber seine Freundin geht mir irgendwie einfach auf die Nerven. Und ich weiß nicht, was es ist, aber es fehlt mir irgendwas, für den letzten Stern.
Aller guten Morde sind drei! - so beginnt der Klappentext und allein der hat mich überzeugt. Ich MUSSTE dieses Buch lesen! Das Cover - phänomenal! Einfach, nicht überladen, auf den Punkt gebracht, leicht verständlich. Der Klappentext - fesselnd, spannend und so geschrieben, dass man das Buch lesen muss! Die Kapitel sind kurz gehalten, der Schreibstil locker und flüssig und trotzdem mit einer Portion Sarkasmus. Für mich war es das erste Buch von Thorsten Leif, tatsächlich habe ich mit Band 3 begonnen, aber das war kein Problem. Siggi lernt man als taktischen und gewieften Richter kennen, der weiß, welche Stricke er ziehen muss, damit seine Pläne funktionieren. Ein dritter Mord - ein mittelbarer Mord als Nebentäter - wirklich ein sehr guter und taktisch kluger Plan! Die Geschichte ist wirklich interessant, die kurzen Kapitel lassen den Leser nur so durch das Buch fliegen und die unterschiedlichen Blickwinkel und Erzählperspektiven tun ihr übriges, dass die Spannung aufrecht erhalten bleibt. Viele Wendungen führen am Ende zu einem überraschenden, aber dennoch gelungenen Mord und doch bleiben einige Fragen offen. Letzten Endes kann ich sagen, dass ich einige Stunden von der Lektüre unterhalten wurde, mir letzten Endes aber zu viele Protagonisten mitgewirkt haben, die am Tod mitverantwortlich sind und ja, einige Dinge bleiben einfach unbeantwortet und der rote Faden schwindet oder ist am Ende einfach obsolet geworden. Ein gutes Buch für zwischendurch, aber nicht so nachhaltig und intensiv fesselnd wie ich durch das Cover und den Klappentext gehofft hatte. Ob ich die weiteren beiden Bände noch lesen werde, halte ich mir mal offen.
Meine Inhaltsangabe: Richter Siggi Buckmann ist gerade mal ziemlich glücklich. Mit seiner Exfrau versteht er sich blendend, das Verhältnis zu seinen Töchtern ist auch super, mit seiner Freundin Robin läuft es ebenfalls aktuell sehr gut, seinen Job mag er und mit seinem Mord in mittelbarer Täterschaft (Band 1) kam er offensichtlich auch davon. Doch ihn beschleicht das Gefühl, dass es jemand auf ihn abgesehen hat. Entgeht er doch nur knapp dem Tod durch Überfahrenwerden und kurz danach auch noch durch einen Blumenkübelangriff von oben. Als er einem Scharfschützenattentat nur knapp entgeht ist Siggi sich sicher: da will ihn jemand töten. Er hat auch so eine Ahnung, wer das sein könnte und heckt einen Plan aus, der ihn in Teufelsküche bringen kann.
Mein Eindruck: Die ersten beiden Bände fand ich ja schon super, daher war klar, dass Band 3 auch gelesen werden muss. Ich mag diesen lockeren, pfiffigen Schreibstil, den schwarzen, trockenen Humor, der sich durch das ganze Buch zieht und auch die vielen Einblicke in unser Justizsystem, auf welches der Autor, der ja im echten Leben auch Richter ist, einen durchaus kritischen Blick hat. Der Hauptprotagonist Richter Siggi Buckmann ist mir total sympathisch, auch wenn er das eine oder andere kriminelle Gen in sich trägt. Seine Sicht auf die Dinge, seine Herangehensweise an Probleme, sein Umgang mit Menschen, die ihm nahestehen und nicht zu vergessen seine Gespräche mit seinem Maine-Coon-Kater Grisu machen ihn zu einem erlebbaren, authentischen Charakter, über den ich einfach total gerne lese. Wieder einmal war das Buch viel zu schnell zu Ende und es bleibt die Hoffnung auf einen vierten und bestenfalls noch einige weitere Bände. Ein unterhaltsamer, leichtfüßiger Roman mit Krimi-/Thrilleranteilen, viel teils staubtrockenem Humor, greifbaren Figuren und einer spannenden Handlung. Und mit einem Cliffhanger am Ende, der echt gemein ist, weil ich jetzt natürlich super gerne direkt weitergelesen hätte, was (noch) nicht möglich ist. Von mir eine volle Empfehlung für jeden, der gerne leichtfüßige Justizthriller liest, die dennoch Hand und Fuß haben. 5/5 Sterne.