"Denn Luna war in meinem Leben wie der Mond - nicht immer zu sehen, aber trotzdem da."
Felia fühlt sich alleine auf der Welt. Niemand in ihrem Umfeld scheint ihre Sorgen nachvollziehen zu können. Eine Essstörung macht der Jugendlichen das Leben zur Hölle. Erst als sie Luna im Internet kennenlernt, die ebenfalls psychische Probleme hat, wendet sich das Blatt. Für beide Mädchen beginnt ein neuer Abschnitt, der sich bis ins Erwachsenenalter zieht. Gemeinsam als Freundinnen setzen sie sich ein Gesund werden.
Doch die Zeit heilt nicht alle Wunden. Manche Narben bleiben für immer.
Ein Buch über einen besonderen Menschen und eine tiefgehende Freundschaft.
Es geht um Felia und Luna, die sich mit 15 Jahren im Internet finden und eine Long Distance Freundschaft schließen. Felia leidet unter ihrer Essstörung und auch Luna ist psychisch angeschlagen. Aus Nachrichten werden erste Treffen und der Lesende begleitet die beiden Mädchen bis ins junge Erwachsenenalter auf ihrer Mental Health Journey.
Schon in der Widmung wird klar, dass dieses Buch von emotionalem Wert ist und keine fiktive Geschichte, die sich jemand ausgedacht hat, das war wahrscheinlich der Punkt, weshalb mich das Buch auch so sehr berühren konnte. Es ist ein Seelenstriptease und mein größter Respekt gilt dieser unglaublichen Autorin, die ihre Geschichte hier erzählt und ihrer Freundin auch noch nach ihrem Tod eine Stimme gibt. Eine Stimme, die in mein Herz geblutet hat und dort wohl nie wieder verschwinden wird.
Ich selbst habe einen Menschen in meinem Leben, der mit SVV kämpft und ohne den ich mir ein Leben nicht mehr vorstellen kann. Wir erfahren die Geschichte aus Felias Sicht, auch hier wird wieder klar, dass Christina die Erkrankung von Luna sehr respektvoll behandelt und sich nicht herausnimmt zu tief aus ihrer Gefühlswelt heraus zu erzählen. Die Freundschaft der Mädchen entwickelt sich so tief, dass man jede Emotion so sehr spüren kann.
Der emotionale Support von Felia hat in mir eingeschlagen wie ein Meteor. Es ist das, was ich auch versuche jeden Tag zu vermitteln, in er Hoffnung, diesem Menschen ein gutes Gefühl zu geben, Mut zu schenken und Tiefs zu überwinden. Das Seelenleben voller Brüche und Wunden eines Menschen, der mit Borderline leben muss und der ständige Kampf um das eigene Sein wurde in Christinas Buch so fesselnd und berührend dargestellt, wie ich es vorher noch nie gelesen habe.
Es ist ein Buch, an dem man schon am Titel erkennt, worauf man zusteuert und trotzdem hofft, es kommt nicht so. Aber natürlich kommt es so und es ist einfach so extrem nach der letzten Seite zu spüren, dass man das Glück hat Hoffnung zu fühlen und was passiert, wenn jemand es nicht tut. Dieser Text ist nicht nur ein Text und @polarasieren hat dieser Geschichte Bilder geschenkt, die nicht einfach nur Bilder sind. An diese Illustrationen bleibt man hängen, erkundet sie, fühlt und lebt sie. Es ist so ergreifend dieses komplette Paket zu betrachten.
Egal wie schwer diese Geschichte wiegt, sie ist ein Statement und eine Erzählung über ein Schicksal, an das erinnert werden muss, denn es gibt so viele solcher Schicksale. In Deutschland nahmen sich lt. Statistik 2020 9.206 Menschen das Leben, über 500 davon waren unter 25 Jahre. Die nicht vollendeten Suizide schätzt man auf bis zu dreißig Mal höher, nur in dieser Altersklasse. Es darf kein Tabuthema sein, diese Menschen brauchen Stimmen wie diese. Own Voice und ohne Filter. Wahre Geschichten, die sensibilisieren. Danke Christina, für deinen Mut.
Es tut mir so leid, so eine Bewertung geben zu müssen, aber so vieles war ... Ganz schlimm für mich zu lesen, gerade auf persönlich-emotionaler Ebene. Ich hoffe, ich kann das noch in bessere Worte fassen!
So einfach und gerade deshalb so unfassbar ergreifend. Wir begleiten eine unschuldige Freundschaft zwischen zwei jungen Frauen, die mit psychischen Problemen kämpfen und einander in guten wie in schlechten Seiten stärken. Das Format wechselt zwischen Briefen, Textnachrichten und persönlichen Begegnungen und wir begleiten die Hauptfigur von einer Schülerin zu einer Studentin, zusammen mit den verbundenen Herausforderungen. Mich hat es sehr berührt.
LUNA - wie der Titel schon verrät, handelt das Buch von einem jungen Mädchen, Luna, ihrer Freundschaft zur Protagonistin Felia und einem Abschied. Bereits am Anfang der Geschichte lässt die Autorin tief in den Schmerz und das Seelenleben von Felia und Luna hineinblicken und begleitet die Entwicklung der tiefen und innigen Freundschaft unter den schweren Umständen. Die Gefühls- und Gedankenwelt Felia’s erzählen von ihrer Essstörung, ihren eigenen mentalen Problemen, sowie von Lunas psychischer Erkrankung die ihr letztendlich ihre gesamte Lebenskraft nimmt. Besonders bemerkenswert ist, wie real diese ernsten Themen beschrieben werden - dadurch entsteht eine ganz besondere Verbundenheit mit den Charakteren.