Du hast es gesehen. Du hast es gehört. Du hast nichts gesagt. Wirst du es überleben?
Königstein im In einem verlassenen Hotel werden die Augäpfel eines Mannes entdeckt, darunter steht mit Blut "Er hat es gesehen!" Nur einen Tag später findet die Polizei auch die dazugehörige und schwer misshandelte Leiche. Noch bevor Kriminalhauptkommissar Marc Davids und seine Kollegin Zoé Martin eine erste Spur verfolgen, verbreitet sich in den Sozialen Medien ein auf YouTube gepostetes Video. Es zeigt den nächtlichen Polizeieinsatz im Hotel, den Tatort, die Ermittler, alle grausamen Details - nur nicht den Mord.
Kurz darauf werden auf der Baustelle eines Luxushotels zwei menschliche Ohren gefunden - und wieder ein mit Blut geschriebener "Er hat es gehört!" Auch dieses Mal erscheint unmittelbar danach ein Video auf YouTube.
Marc Davids und Zoé Martin von der Abteilung für Sonderermittlungen in Frankfurt stehen vor einem grausamen Rä Hat der Killer die Videos gedreht? Fordert er die Polizei heraus? Will er den Ermittlern Hinweise liefern? Oder wird der Mörder selbst von einem wahnsinnigen YouTuber verfolgt?
Der erste Fall für Marc Davids und Zoé Düster. Brutal. Verstörend. Ein atemloser Pageturner, in dem nichts so ist, wie es scheint.
eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!
„Narbenwald“ ist ein düsterer Thriller, der von einem besonders grausamen Fall handelt und den Leser in die Abgründe der menschlichen Psyche eintauchen lässt. Der erste Fall von Kriminalhauptkommissar Marc Davids und seiner Kollegin Zoé Martin beeindruckt durch seine brutale Handlung, authentische Charaktere und einen intelligenten Spannungsaufbau. Ich bin definitiv gespannt wie es mit dem Ermittlerduo weitergeht.
Die Ermittlungen sind packend und unvorhersehbar, besonders die Rolle der mysteriösen YouTube-Videos sorgt für eine moderne und verstörende Dimension. Trotz des cleveren Plots und einer überraschenden Wendung konnte das Buch mich emotional nicht völlig erreichen. Es blieb spannend, aber die fehlende tiefere Verbindung zu den Figuren minderte die Wirkung. Insgesamt ein solider Thriller, der mich fesselte und unterhielt.
In Narbenwald, dem ersten Fall für das Ermittler:innenduo Marc Davids und Zoé Martin, verschmelzen Realität und Fiktion zu einem düsteren und verstörenden Thriller. Die Handlung beginnt mit einem grausamen Fund in einem verlassenen Hotel im Taunus: Die Augäpfel eines Mannes und ein blutiger Schriftzug kündigen eine Serie verstörender Taten an. Kurz darauf tauchen auf einer Baustelle menschliche Ohren auf, wieder begleitet von einer kryptischen Nachricht. Als Videos der Tatorte auf YouTube verbreitet werden, beginnt ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Ermittler:innen und einem Killer, dessen Motive ebenso undurchsichtig bleiben wie die Identität. Chris Dominik, ein in Frankfurt ansässiger Thriller-Autor, entführt seine Leserinnen und Leser in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen.
Und weiter?
Die Handlung setzt direkt mit einem schockierenden Fund ein, der die Ermittlungen von Marc Davids und Zoé Martin in eine brutale und grausame Richtung lenkt. Durch die Veröffentlichung der Tatort-Videos auf YouTube gerät der Fall schnell ins Zentrum der Aufmerksamkeit, und der Druck auf die Ermittler:innen wächst. Die Geschichte der Täter:innen entwickelt sich parallel, jedoch bleiben seine Beweggründe lange unklar. Die Leser:innen werden durch geschickt platzierte Wendungen immer wieder in die Irre geführt, was die Spannung kontinuierlich aufrechterhält.
Meine Meinung
Ich kannte Chris Dominik als Autor bisher nicht, und Narbenwald war mein erster Thriller von ihm. Gelesen habe ich das Buch im Rahmen einer Schnellleserunde, und es hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Storyline ist extrem spannend und fesselnd, besonders weil man sowohl aus der Perspektive der Ermittelnden als auch der Täter:innen liest. Dieser Wechsel sorgt für eine besondere Dynamik und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Tiefe. Die Entwicklung der Täter:innengeschichte erfolgt parallel zu den Ermittlungen, doch die Hintergründe der brutalen Taten bleiben bis zum Schluss ein Rätsel. Genau das ist es, was ich an Thrillern schätze: die Spannung bis zum Ende, ohne zu früh zu wissen, wer hinter den Taten steckt.
Besonders gut fand ich, dass der Thriller ohne langatmige Vorgeschichte gleich in die Handlung eintaucht. Es gibt keine unnötigen Einführungen, die den Lesefluss aufhalten, sondern direkt spannende Ermittlungen, die einen mitreißen. Die Charaktere, allen voran Marc Davids und Zoé Martin, sind gut ausgearbeitet und es gelingt, sich in ihre Gedankengänge hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufiebern.
Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist, dass ich – vielleicht, weil ich schon viele Thriller gelesen habe – am Ende das richtige Bauchgefühl hatte, was die Identität des Täters angeht. Zwar wurde ich zwischenzeitlich auf eine falsche Fährte gelockt, aber mein erster Verdacht hat sich letztlich bestätigt. Trotz dieses Vorahnung hat das der Spannung jedoch keinen Abbruch getan. Der Thriller ist ein echter Pageturner, der einem bis zum Schluss den Atem raubt. Zudem überrascht die Geschichte gegen Ende mit einer Wendung, die ich so nicht erwartet hätte.
Fazit
Mit Narbenwald ist Chris Dominik ein packender Thriller gelungen, der mit spannenden Ermittlungen und gut entwickelten Charakteren besticht. Die düstere Atmosphäre und das rasante Tempo haben mich durchgehend gefesselt. Auch wenn ich als Viel-Thriller-Leserin die Täter:innen erahnt habe, hat die Story dennoch mit ihren Wendungen überrascht. Ein Thriller, der definitiv 5 von 5 Sternen verdient!
Der erste Fall der neuen Davids-und-Martin-Thriller-Reihe
Herr Doktor Rehmer, der letzte Gast im Kronen Hotel, wird begrüßt und auf sein Zimmer geleitet. Er wird auch nur eine Nacht bleiben, denn das Haus ist verkauft – ein ganz normaler Vorgang. Wäre da nicht das unheimliche Szenario, vor dem die Kommissare Marc Davids und Zoé Martin nun fassungslos stehen. Auf dem Laken liegen zwei Augäpfel und als wäre das nicht genug, ist die Botschaft, mit Blut geschrieben, so eindeutig wie rätselhaft: „Er hat es gesehen!“ Wer hat was gesehen? Bald darauf wird die dazugehörige, übelst zugerichtete männliche Leiche gefunden.
Die Ermittlungen sind noch ganz am Anfang, als ein auf YouTube gepostetes Video viel Aufmerksamkeit erfährt. Es zeigt die Kommissare, es zeigt den ganzen Polizeieinsatz, auch den Tatort in allen Einzelheiten – wer hat sich da eingeschlichen? Wer hat Insiderwissen? Das Ermittlerteam ist ratlos, gefühlt jeder ihrer Schritte gehen viral.
Das Morden geht munter weiter, eine zweite Leiche wird gefunden, zuvor finden sie die beiden Ohren, die dem Opfer abgetrennt wurden. „Er hat es gehört!“ lässt der Mörder nun wissen. Auch hierzu sind Videos im Netz zu finden. Will er, wer auch immer es sein mag, sich hier profilieren? Der Schluss liegt nahe, denn wer sonst ist so nah dran am Geschehen. Es scheint, als ob diese Person mit Marc und Zoé spielt, ja sie direkt herausfordert. Sie sind ihm auf den Fersen und doch ist er immer ein Stück schneller. Die Jagd nach dem Täter verlangt ihnen alles ab, es ist ein rasantes Katz- und Mausspiel, das auch mich als Leser weitertreibt.
Ein zweiter Erzählstrang berichtet von zwei Waisenkindern, deren Leben nicht immer geradlinig verlaufen ist. Wie hängen diese Infos mit der Mordermittlung zusammen? Was ich zunächst vage vermute, wird später dann schreckliche Wahrheit.
Social Media bestimmt mittlerweile unseren Alltag. Jeder hat sofort Zugriff auf alles, was im Netz kursiert. Einmal gepostet, ist eine Botschaft, ein Bild, ein Video nicht mehr zu stoppen, die Selbstdarsteller inszenieren sich, sie haben ihren großen Auftritt vor dem hungrigen Publikum. Je abgefahrener, desto mehr Aufmerksamkeit erhält man. Man kann jede beliebige Identität annehmen, man kann sich dahinter verstecken und wie in unserem Fall Verbrechen nicht nur begehen, sie auch der ganzen Welt in allen Einzelheiten präsentieren. Es ist so faszinierend wie brandgefährlich.
Es ist der erste Band der neuen Davids-und-Martin-Reihe. Marc Davids ist Kriminalhauptkommissar und Leiter der Abteilung für Sonderermittlungen AS9 in Frankfurt am Main, seine Kollegin und engste Mitarbeiterin Zoé Martin ist Kriminaloberkommissarin. Beide haben sie ihre Macken, ein wenig Privates ist schon bekannt, aber hauptsächlich sind sie im Einsatz, denn diese Morde fordern sie und ihr Team extrem. Sie haben sich gut eingeführt, sie haben mich auf weitere Fälle neugierig gemacht, auch wenn so manche Szene zu detailliert, zu kleinteilig, zu langatmig rüberkam. Nicht alles muss ins Kleinste beschrieben sein, das bremst den Lesefluss unnötig - ein bis auf die erwähnten Kleinigkeiten packender Thriller ist ausgelesen. Für Thriller-Fans absolut empfehlenswert.
Dieses Buch bringt einen sofort an den Schauplatz einer brutalen Darstellung von Blut und Augen, sowie einem Satz, der einem Hotelgast und dem Angestellten das eigene Blut in den Adern gefrieren lässt. "Er hat es gesehen.."
Die Handlung entfaltet sich in der düsteren Umgebung von Lost Places, verlassenen Gebäuden oder Orten, die an sich schon unheimlich wirken, und nun, als Schauplatz echter Verbrechen noch mehr Gruselfaktor haben. Das zieht einen YouTuber an, der unentdeckt von den Polizisten, seiner ganz eigenen Agenda - Klicks und Views zu generieren - folgt. Oder ist er doch selber der Mörder?
Der Autor versteht es, mit tiefgründigen Einblicken in die Psychologie der Beteiligten, unerwarteten Wendungen und auch dem Aufgriff von modernen Phänomenen (wie dem digitalen "Gaffen", bzw. der Gefahr von Social Media) zu begeistern! Diesen Roman habe ich quasi weggesuchtet :-D Besonders bewegend fand ich den Wechsel der unterschiedlichen Perspektiven. Dadurch wusste man als Leser immer einen Ticken mehr als die ermittelnden Beamten, was mich der Lösung etwas näher kommen ließ als die Ermittlungen. Das ist aber in diesem Buch ein sehr positiver Faktor, irgendwie habe ich dadurch noch mehr mitgefiebert.
Ich wurde durch die detaillierten Beschreibungen und die Perspektivwechsel - die auch durch einen anderen Schreibstil gekennzeichnet waren, ein anderes Tempo vermittelten - tief hineingezogen in die Geschichte und habe mit den Beteiligten mitgefühlt. Vor allem mit Marc, der mir sehr leid tat, dass er so in eine nicht gewollte Hauptrolle gedrängt wurde, und auch mit den Waisenkindern. Ganz am Ende ging es mir fast ein wenig zu schnell, da hätte ich noch ein wenig bei der Auflösung verweilen können, aber das ist Meckern auf sehr hohem Niveau :)
Ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Teile, dieser Autor hat wirklich Talent!
🅡🅔🅩🅔🅝🅢🅘🅞🅝: "Hingesehen haben bei uns einige. Getan hat niemand etwas. Es ist wie immer im Leben, jeder ist auf sich allein gestellt."
Spannend. Düster. Grausam.
Gleich zu Anfang hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Ich konnte es zwischendurch nicht mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt meine Fragen beantwortet haben wollte. Die Kapitel wurden aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, mal aus der Sichtweise von Kommissar Davids oder Martin - aber auch aus der Sicht des Mörders. Das hat das Buch unglaublich spannend gemacht. Der Schreibstil von Chris war fesselnd und leicht geschrieben. Ich hatte so meine Vermutungen, aber die wurden im Keim erstickt. Ich habe die Wendung zum Schluss nicht kommen sehen, sie war wirklich sehr gelungen.
🅕🅐🅩🅘🅣: Ein spannender Thriller mit Sogwirkung und unvorhersehbarer Wendung - Leseempfehlung ist raus!🖤