Spannende und vor allem sehr tragische Geschichte, die die (Nicht-)Aufarbeitung der Nazi-Zeit und die Auseinandersetzung mit Jüdischsein durch Post-68er Generationen thematisiert. Die Sprache ist etwas gestelzt, weiß nicht ob das daran liegt, dass das Buch in Wien spielt oder ob es am Schreibstil liegt. Der Schreibstil fluktuier etwas. Der Prolog ist extrem abstrakt geschrieben, später lässt es etwas nach. Wie immer in Literatur Männlicher Autor:innen ist der Umgang mit den weiblichen Charakteren und deren Gedanken, Gefühlen, Körpern und Sexualität manchmal total absurd und sexistisch.
Fazit: wichtiges und packendes Thema, eher weniger gut umgesetzt.