Ruprecht Polenz tritt rechtsextremen Schwurblern und Demokratieverächtern seit Jahren energisch entgegen, weil er glaubt, dass auch seine neun Enkel das Glück haben sollen, in einer Demokratie zu leben. Er ist einer der erfahrensten Influencer im Dienst von Freiheit und Vielfalt in Deutschland, seine engagierten Posts in den sozialen Medien werden täglich tausendfach kommentiert. In seinem kurzen, Mut machenden Buch ruft er uns Es reicht heute nicht mehr, die Demokratie als gegeben hinzunehmen – tut etwas, um sie zu verteidigen!
Das Vertrauen in unsere Demokratie ist erschüttert. Sie wird von inneren und äußeren Feinden bedrängt, die versuchen, ihr den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Hunderttausende haben das verstanden und sind gegen rechtsextreme «Remigrationspläne» auf die Straße gegangen. Das darf kein Strohfeuer bleiben. Es steht viel auf dem Spiel, denn wir verdanken der Demokratie, dass wir ein freies und selbstbestimmtes Leben führen können. Damit das so bleibt, müssen wir aktiv mitdiskutieren, wählen gehen, mitmachen. Tu was! Das ist die Losung des parteiübergreifend anerkannten Demokratie-Influencers Ruprecht Polenz. Er vermittelt in seiner kurzen Intervention den Wert unserer Staats- und Gesellschaftsform ganz neu und beschreibt mehr als ein Dutzend konkrete Möglichkeiten, um sich politisch zu engagieren. Die Widerstandsfähigkeit der Demokratie beginnt bei uns zu Hause. Polenz’ Buch ist ein Mutmacher in dunklen Zeiten.
Nichts konkret Neues, aber gut zusammengefasst und sehr motivierend geschrieben. Wir brauchen mehr Bücher als Weckruf, die einfach Klartext sprechen. Sollte mehr Leuten in die Hand gedrückt werden, vielleicht als Geschenk oder im Buchklub zum gemeinsamen Besprechen.
3.5 ⭐️ Man merkt beim Lesen zwar wirklich, dass Polenz ein älterer CDU‘ler ist, aber die Tipps in diesem Buch sind genau so allgemeingültig wie sie sein müssen! Für jede Person, die wissen möchte was man denn nun gegen den Rechtsruck tun solle eine echte Hilfestellung.
Meine Kritikpunkte: - Es ist zwar ein guter Leitfaden, allerdings mehr für „Anfänger“ geeignet. Das man z.B. wählen gehen sollte, kommt für die meisten wahrscheinlich nicht überraschend - Dieses Buch beinhaltet eine sehr vereinfachte Darstellung des Begriffes „Sozialismus“ wie er in der DDR gebraucht wurde. Polenz umgeht zwar eine Definition, es wirkt trotzdem etwas unzureichend. Finde ich in diesem Kontext allerdings schon okay.
Alles in allem ein gelungenes kleines Buch, welches einen guten Leitfaden für diejenigen darstellt, die ANFANGEN wollen etwas gegen Rechts zu unternehmen.
Der eine Punkt Abzug ist für die ehemalige Mitgliedschaft des Autors bei der CDU, aber seine Kritik an Merz und an der AfD und die Tipps im Buch zur Rettung der Demokratie zeugen von seiner Erfahrung als Politiker und Jurist.
S.46: „Die Verkehrung der Wirklichkeit in ihr Gegenteil - Demokratie = Diktatur - beschränkt die Möglichkeit, sich sprachlich dagegen zu wehren. (…) Kritik wird unmöglich, wenn es keine gemeinsame Sprache mehr gibt, um die Wirklichkeit zu beschreiben. Lügen verfangen sich leicht in einem Land, das sich auf keine gemeinsame Realität mehr einigen kann.“ S.48: „Ein Verbotsverfahren würde der Öffentlichkeit vor Augen führen, „was die Politik der AfD für die Menschen bedeutet, die von der rassistischen, antisemitischen, sexistischen und ableistischen Politik dieser Partei in ihrer Existenz betroffen sind.“ S.55: „Wegen Unzufriedenheit den Dienst am Gemeinwohl verweigern, ist gewissenlos.“ S.59: „Die Demonstrationen zeigen, dass es eine Lüge ist, wenn die AfD behauptet, sie vertrete die (schweigende) Mehrheit. Sie geben Kraft, für unsere Demokratie einzustehen. Die braucht man auch, denn demonstrieren allein reicht nicht.“
„Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“
Bro hat es nicht gecheckt. Nichts von dem was Polenz sagt ist wirklich falsch, aber vieles ist extrem unkritisch, idealistisch und zielt einfach auf den Erhalt des Status Quo ab.
Ziemlich kurzes Buch, das nicht viel Neues enthält. Trotzdem ein Weckruf, dass die Demokratie schützenswert und nicht selbstverständlich ist. Eine Empfehlung an alle, um die Demokratie im Alltag aktiver wertzuschätzen.
Ruprecht Polenz ruft zu mehr Beteiligung auf um die Demokratie zu schützen oder vielleicht sogar zu retten. An ganz konkreten Ratschlägen kann sich der Leser orientieren. Schnell zu lesen und guter Impuls.