Eingesperrt auf engstem Raum, ohne Aussicht auf Rettung, erkennt man ganz neue Seiten an seinen „Freunden“. Hässliche Seiten. Tödliche Seiten ...
Geplant war eine lässige Bergtour – auf eigene Faust auf die Zugspitze und wieder zurück, bevor die anderen im Camp etwas merken. Doch als die kleine Gruppe um Tim am Morgen aufbricht, scheint das Unglück vorprogrammiert. Sie geraten in ein heftiges Unwetter und müssen in einer verlassenen Hütte Unterschlupf suchen. Sie wissen nicht, wo sie sind, sie haben keine Möglichkeit, mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen, und sie sitzen fest. Solange Sturm und Regen toben, ist an einen Abstieg nicht zu denken. Zunehmend liegen die Nerven blank und Vorwürfe machen die Runde, schließlich kommt es sogar zur Prügelei. Am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden. Zurück bleibt eine Blutlache – und die Frage, ob es unter ihnen einen Mörder gibt.
Der 16-jährige Tim verbringt seine Ferien in einem Camp in Grainau/Bayern. Ralf, der ebenfalls im Camp ist, möchte eine unerlaubte Bergtour machen. Er kennt sich in den Bergen aus und möchte Tim, Lena, Denis, Fabian, Sebastian, Janik, Lucas, Jenny und Julia zu einer Berghütte führen, da es den Jugendlichen im Camp zu langweilig ist. Sie brechen auf und werden unterwegs von einem Unwetter überrascht, so dass sie in einer leerstehenden Hütte Unterschlupf suchen. Während nachts der Sturm um die Hütte pfeift, verschwindet einer der Jugendlichen und hinterlässt Blutspuren... Was ist geschehen? * Mein Leseeindruck: "Abgründig" ist der erste Jugendthriller von Arno Strobel, und ich war mächtig gespannt auf dieses Buch, da mir die Thriller des Autors bisher immer sehr, sehr gut gefallen haben! So bin ich mit recht hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen. Vielleicht waren diese Erwartungen tatsächlich ein wenig zu hoch, denn mir hat "Abgründig" zwar auch sehr gut gefallen, aber ich habe die Spannung manchmal ein wenig vermisst. Was sich zwischen den Jugendlichen in dieser einsamen Berghütte abspielt, konnte ich teilweise gut nachvollziehen, teilweise war es mir aber zu überzogen dargestellt. Dabei muss ich aber zugeben, dass ich natürlich nicht abschätzen kann, wie ich mich in einer solchen Extremsituation verhalten würde, und außerdem reagiert natürlich jeder Mensch anders. Die Geschichte hat mich ein wenig an "Herr der Fliegen" von William Golding erinnert. Gut gefallen hat mir, dass man wirklich bis zum Ende nicht wirklich erahnen kann, was tatsächlich passiert ist. Wo ist der verschwundene Jugendliche hin? Woher kommt das Blut? Gibt es einen Mörder unter den Jugendlichen? Die Auflösung lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits ist sie nachvollziehbar und glaubhaft, andererseits aber erscheint sie mir zu einfach. Wenn ich mir dann allerdings sage, dass es sich bei diesem Buch um einen Thriller für jugendliche Leser handelt, passt es wieder. Insgesamt gesehen hat mir die Lektüre Spaß gemacht. Ich werde mit Sicherheit noch weitere Bücher des Autors lesen und freue mich darauf!
Kurzbeschreibung: Die Sommerferien im Bergcamp verbringen. Das hört sich doch gut an, oder nicht? Ja, aber so ist es nicht. Die Realität sieht anders aus, nämlich so: Mit kleine Kindern eine paar Meter hohe Kletterwand hochsteigen. Als Tim dies mit seinen neugewonnen Freunden für einen Tag ertragen muss, beschließen sie, ihre eigene Bergwanderung zu machen. Bis zur Zugspitze und wieder zurück. Damit sich das auch Camp auch lohnt. Ist doch alles halb so wild, denken sie. Es wird schon nichts passieren, sagen sie. Doch niemand rechnet mit einem orkanartigen Unwetter, und damit, dass sie in einer winzigen Hütte Unterschlupf suchen muss. Ebenso sieht niemand voraus, dass sich ein Mörder unter der Gruppe befinden wird…
Das war leider eine absolute Zeitverschwendung. Hatte mehrfach überlegt, es abzubrechen, mich dann aber doch dazu entschlossen, es bis zum Schluss durchzuziehen in der Hoffnung, dass noch Spannung aufkommt. Leider war dies jedoch nicht der Fall und es gab in dem gesamten Roman nicht einen spannenden Moment. Nur sehr viel langweiliges Gerede, flache Charaktere und Langeweile. Der Mord, der im Klappentext angekündigt wird, ist ja wohl auch ein Witz, oder?
Als Jugend - Thriller würde ich dies nicht deklarieren, denn es ist weder ein Thriller noch dürfte es für Jugendliche für Interesse sein. Da hab ich schon bei weitem spannendere Jugendbücher gelesen.
Die Geschichte an sich war nicht schlecht. Allerdings war es mir sehr vorhersehbar und das Ende dann irgendwie zu harmlos. Übelste Anfeindungen sind dann schnellstens vergessen. Und auch die Art des Auflösens des Vermißten war zu einfach.
Unfortunately, this thriller was unable to grip me. It's about a bunch of annoying teenagers getting lost on a mountain. I could compare it to Lord of the Flies, but that would do the classic dirty. the story holds a good level of suspense, which saves it in some regard but I didn't find the ending satisfying.
Ich finde man konnte der Geschichte gut folgen und als sie dann im Mittelteil auch sehr gut ins Rollen gebracht wurde, war ich neugierig weiterzulesen. Abgesehen davon ist es unterhaltsam.
Das Cover passt ganz gut zur Geschichte, ist aber eigentlich nicht so mein Fall. Ich bin einfach kein Fan von dem Gesamteindruck, und jeder hat ja auch schließlich einen eigenen Geschmack.
Die Kapitelüberschriften sind unglaublich fett und groß geschrieben, was ein bisschen gestört hat. Ich persönlich mag es lieber, wenn dort ein wenig Einfallsreichtum gezeigt wird, anstatt einfach eine Blockschrift und Großbuchstaben zu verwenden.
Der Erzählstil
„Abgründig“ war das erste Buch, das ich von Arno Strobel gelesen habe, und vorerst vermutlich auch das letzte. Als ich die ersten zwei Kapitel gelesen habe, war die Motivation zu lesen schon am Ende. Der Schreibstil wirkte einfach langweilig und viel zu einfach auf mich, es gab nichts Besonderes daran und ich hatte das Gefühl, die Geschichte hätte auch von einem Grundschüler geschrieben worden sein, der perfekte Rechtschreibung Grammatik beherrscht.
Aus diesem Grund habe ich einige Tage lang gar nichts in dem Buch gelesen, was meine gesamte Lesemotivation sehr runtergezogen hat. In den letzten beiden Tagen hab ich mich dann aber aufgerafft und mir eingeredet, dass dies nicht das erste Buch sein soll, das ich abbreche, weshalb ich abends viel gelesen habe und auch recht schnell vorangekommen bin. Trotzdem gab es einige sehr schleppende Stellen im Buch, gerade in der Mitte, da sich alles immer wieder um die eigene Achse gedreht hat. Es gab kaum neue Entwicklungen, die irgendwie Spannung hätten hervorrufen können, weshalb ich mich irgendwann nur noch gelangweilt habe. Vieles hat sich wiederholt, auch von den verwendeten Wörtern her, wodurch es auch wenig Abwechslung gab.
Die Handlung
Ich habe ja eben schon ein bisschen was zur Handlung geschrieben, aber jetzt möchte ich noch ein bisschen was hinzufügen.
Zuerst einmal war die ganze Geschichte rund um die 10 Jugendlichen aus dem Bergcamp sehr klischeehaft und mit Vorurteilen behaftet. Dazu aber gleich bei den Charakteren mehr. Die Entwicklungen waren alle sehr vorhersehbar für mich. Vielleicht habe ich schon zu viele Thriller gelesen, aber dieser hat wirklich alle Klischees erfüllt, die es so geben kann. Da fängt es schon mit der Idee an, dass die Gruppe in einer einsamen Hütte auf einem Berg eingeschneit wird und einer von ihnen verschwindet.
Sobald die Jugendlichen es auf die Hütte geschafft hatten, drehte sich alles nur noch im Kreis. Ein paar haben ein bisschen über sich selbst ausgepackt, und dann gab es immer eine Diskussion, daraufhin eine Versöhnung, dann eine Prügelei und dann wieder eine Diskussion. Ein bisschen mehr Abwechslung hätte dem Buch nicht schaden können, zumal auch Tims Gedankengänge viel zu oft wiederholt wurden und dann auch noch in fast demselben Wortlaut.
Wie für viele Jugendthriller typisch hatte das Buch keine Gewaltszenen, aber auch so würde ich es nicht als Thriller bezeichnen, sondern vielmehr als Abenteuergeschichte. Ein großer Nachteil war außerdem der Prolog in dem Buch. Dieser hat meiner Meinung nach zwar neugierig gemacht, aber trotzdem auch schon zu viel verraten. Ich hätte mich gerne mehr überraschen lassen.
Die Charaktere
Hier gab es ein bisschen mehr Abwechslung als in der Handlung. Jeder Charakter hatte eigene Dinge, mit denen er zu kämpfen hatte, aber trotzdem war keiner von ihnen wirklich tiefgründig gestaltet. Man erfährt eigentlich nichts über sie, als das, was für die Geschichte wirklich von Belang ist. Besonders über Lena, Jenny, Janik, Julia und Sebastian hat man sehr wenig erfahren. Gut, bei Tim, Ralf, Lucas und Denis gab es ein paar Dinge, die überrascht haben, aber auch nicht sonderlich schwer zu erkennen waren. Es war auf jeden Fall sehr schnell erkennbar, welcher Charakter welcher stereotypen Schublade zuzuordnen ist, bspw. „der Streber“, „der Angeber“, „der Aggressive“, „der Eifersüchtige“, „der Psycho“, etc.
Zudem waren einige Handlungen einfach nicht authentisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand aus meiner Altersgruppe an meiner Schule auf die Idee käme, jemanden einfach nur in eine stinkende, mit Mäusekot vollgestopfte Kammer zu sperren, und das auch noch über Nacht, weil er eventuell etwas getan haben könnte. Das ist einfach nur ekelerregend und ab da war mir keiner der Charaktere mehr sympathisch, weil ich dieses Verhalten niemals verzeihen könnte.
Fazit
„Abgründig“ hat mich sehr enttäuscht. Zwar kann ich nicht sagen, dass das ganze Buch langweilig war, aber Spannung hat sich auch keine aufgebaut. Aus diesem Grund kann ich das Buch einfach nicht empfehlen.
Grundsätzlich bin ich ein großer Fan von Arno Strobel und habe seine "Erwachsenen"-Thriller auch alle gelesen. Umso gespannter war ich auf diesen Jugendthriller. Leider konnte mich dieser nicht ganz überzeugen. Grundsätzlich ist das Thema super interessant: Jugendliche machen unerlaubt eine Bergtour, geraten in ein Unwetter und verlaufen sich. Schließlich sitzen sie in einer Berghütte fest und auf einmal ist einer von ihnen verschwunden. Sprachlich war das Buch auch sehr gut umgesetzt. Es ließ sich flüssig und schnell lesen. Die Kapitel waren relativ kurz, sodass man sofort Lust bekam, "nur noch schnell" ein weiteres zu lesen. Genervt hat mich allerdings, dass die Kapitel ziemlich oft in etwa so endeten (frei zitiert): "Und er dachte, schlimmer könne es nicht werden. Wenn er gewusst hätte, wie sehr er sich täuschte". Ein-, zweimal wäre ja okay, aber so war es für mich eine Spur drüber. Es kam so rüber, also müsste jetzt zwanghaft noch mehr Dramatik in das Buch gepackt werden. An sich ist das Buch schon spannend und die Entwicklung, die die Beziehung der Jugendlichen zueinander in dieser Extremsituation auch gut geschildert. Meiner Meinung nach ist das Buch aber auch sehr vorhersehbar und die Charaktere teilweise etwas zu übertrieben dargestellt. Die Auflösung des Buches passt zu einem Jugendthriller, war aber nicht weiter überraschend. Im Gegenteil, es ging mir dann zu schnell und war dann doch etwas zu konstruiert. An sich war es ein netter Leseabend, aber leider auch nicht mehr, deswegen nur 3 Sterne. Arno Strobel bleibe ich aber weiter treu!
Wenn Freunde plötzlich zu Verdächtigen werden... Wenn du plötzlich nicht mehr weißt, wem du trauen kannst... Wenn du selbst ganz oben auf der Liste der möglichen Täter stehst... Und wenn du selbst nicht mit Bestimmtheit von dir behaupten kannst, unschuldig zu sein...
"Abgründig" ist der erste Jugendthriller aus der Feder des Bestsellerautors Arno Strobel. Dass er sich mit fiesen Psychospielchen auskennt, wissen seine Fans bereits, doch kann er diese auch mit seinen jungen Lesern spielen?
Mit Tim, Ralf, Lena, Jenny, Julia, Lucas, Janik, Sebastian, Fabian und Denis schickt Arno Strobel gleich 10 Jugendliche auf eine spannende und mörderische Reise ins "Bergcamp Grainau". Eigentlich wollten die zehn ihre Ferien mit ein paar sportlichen Aktivitäten und der ein oder anderen Bergtour aufpeppen, dass sie sich bereits nach wenigen Stunden im schlimmsten Albtraum ihres Lebens wiederfinden würden, hätten sie nicht gedacht. Während einer Wanderung gerät die Truppe in ein Unwetter. Mit Mühe und Not erreichen sie eine Berghütte, in der sie Zuflucht finden. Doch nicht nur das Wetter, sondern auch die Lage hinter verschlossener Tür spitzt sich zu. Unruhe breitet sich aus und am nächsten Morgen verschwindet einer der Freunde spurlos. Zurück bleibt eine Blutspur und die Frage, wer von ihnen ein dunkles Geheimnis hat...
Als großer Fan von Arno Strobels Thrillern, schlug ich mit großen Erwartungen und einem sehr kritischen Blick die erste Seite des 240 Seiten starken Buches auf. Schon der Prolog macht neugierig auf die Geschichte und wirft viele Fragen auf, denn er rollt das Feld von hinten auf. So lernen wir Tim kennen, festgeschnallt auf der Trage eines Rettungswagens, mit mehreren gebrochen Rippen und krank vor Sorge um ein Mädchen, dessen Verbleib unklar ist. Er scheint schreckliches erlebt zu haben.
"Tränen suchten sich einen kitzelnden Weg über seine Wangen. (...) Wieder sah er das Blut. Auf der Decke, am Boden, an seinen Händen ... Und er sah ihre Gesichter, als sie ihn Mörder nannten." Zitat, Seite 9
Auf den ersten Seiten stellt der Autor seine Helden vor, die nach und nach das sonnige Bergcamp beziehen. Ich fühlte mich ein kleines bisschen überfordert mit all den Namen, die zudem alle recht gängig und wenig markant sind. Hier hätte ich mir wenigstens für einige der Kids außergewöhnlichere oder auch exotischere Namen gewünscht, die es einem leichter machen, sie auseinanderzuhalten. Die Zusammenstellung der Charaktere, die aus verschiedenen sozialen Schichten stammen und unterschiedliche Backrounds haben, hat mir wiederum sehr gut gefallen, wobei man vielleicht Jenny und Julia und vielleicht auch Janik und Sebastian meiner Meinung nach jeweils zu einer Person hätte zusammenfassen können. Der Leser hat nur 240 Seiten Zeit, die Jugendlichen kennenzulernen. Gern hätte ich ein bisschen mehr über Fabian, ein bisschen mehr über Lena, ein bisschen mehr über Julia/Jenny oder meinetwegen auch ein bisschen mehr über Sebastian (sein Interesse für Lena und seine dadurch resultierende Wut auf Tim) erfahren. Nicht nur Fabian blieb für mich am Ende ein bisschen blass um die Nase. Leider ging mir zwischendurch sogar einer der Jungs einfach verloren. Als plötzlich ein Lucas auftauchte, vermutete ich erst einen Namensfehler, bis ich feststellte, dass er doch schon von Anfang an dabei war.
So fiel es mir nicht ganz so leicht, in die Geschichte einzusteigen. Als sich die Gruppe rund um Tim jedoch auf eigene Faust auf eine Wander- und Klettertour begibt, nimmt nicht nur der starke Wind, sondern auch das Tempo an Geschwindigkeit und Power zu. Hier legte sich für mich der Hebel um und endlich gelang es mir, komplett in die Geschichte und die ungemütliche Szenerie einzutauchen. Arno Strobels starke atmosphärische Beschreibungen trugen einiges dazu bei, dass ich stellenweise fröstelte und - angekommen in der Berghütte, erstmal tief Luft holen musste. Der Aufstieg aber auch die beklemmende Atmosphäre in der Berghütte waren für mich absolute Highlights, ganz großes Lit-Spannungs-Kino.
Nach einer beinahe schlaflosen Nacht, der übrigens ein nicht unbeachtlicher Alkoholkonsum vorausging, konnte ich mir schließlich die Fragen, ob es dem Autor gelingen würde, auch mit seinen jungen Lesern ein Psychospiel zu spielen, selbst beantworten. Yes, he can! Und wie er kann! Doch bevor ich beichte, wie oft es ihm gelungen ist, mich auf falsche Fährten zu führen und wie häufig ich mich mit meinen Verdächtigungen in einer Sackgasse wiedergefunden habe, muss ich noch ein paar kritische Worte loswerden. Für die hier angesprochene Zielgruppe fließt mir auf der Hütte eindeutig zu viel und zu leicht Alkohol. Alle trinken mit und der Alkohol wird (in meinen Augen) als "Beruhigung" und Spaß dargestellt. Natürlich bin ich mir bewusst darüber, dass die Kids heutzutage viel mehr trinken und viel früher damit anfangen. Aber hier fehlt mir ein bisschen der mahnende Finger bzw. wird das Herumreichen der Flaschen als ziemlich "normal" abgetan.
Doch nach dem Erwachen am nächsten Morgen, war dieser Kritikpunkt schnell wieder vergessen, denn die Situation scheint zu eskalieren. Die Anspannung, die in der Luft liegt, ist greifbar, die Nervosität, die Unruhe, aber auch die Verzweiflung und die Angst sind spürbar. Hinterlistig schubst der Autor immer wieder neue Verdächtige ins Rampenlicht und macht noch nicht mal vor seiner Hauptfigur Tim halt, der ein besonderes Geheimnis mit sich herum trägt, das ihn ordentlich an sich selbst zweifeln lässt. Ein genialer Schachzug, der der Geschichte das "gewisse Etwas" gibt. Nicht oft rätsel ich in Jugendthrillern so viel herum, wie in diesem. Immer wieder hatte ich eine Idee, bin einer Spur gefolgt und wieder in einer Sackgasse gelandet. Sämtliche Szenarien habe ich durchgespielt, jeder war mal der Täter. Die finale Auflösung hat mich überrascht, klang aber logisch und ist für die Zielgruppe sicher die angenehmere und annehmbarere Lösung.
Ein weiteres Mal ist es dem Loewe Verlag gelungen, mich mit einem seiner tollen Titel für ein paar Stunden aus dem Alltag zu entführen. Ich konnte alles um mich herum ausblenden und war am Ende froh, dass ich es bloß mit einer fiktiven Geschichte zu tun hatte. Arno Strobel erzählt die abenteuerliche Geschichte seiner Helden äußerst spannend, mitreißend aber auch herzlich und, wie ich finde, sehr authentisch. Er hat es geschafft, sich seiner neuen Zielgruppe anzupassen und sie direkt vor der Haustür abzuholen. Ein außergewöhnlich guter Jugendthriller, der ohne viel Blut und ohne geschwindigkeitsraubende Längen auskommt und den man eigentlich gar nicht liest, sondern erlebt.
Eine Gruppe junger Menschen trifft in einem Feriencamp in er Nähe von Garmisch-Patenkirchen aufeinander. Sie schließen sich schnell in einer Clique zusammen, in der die Rollen klar verteilt sind. Als der selbsternannte Anführer vorschlägt, das langweilige Programm im Camp außen vor zu lassen und eine Wanderung in die Berge zu machen, willigen die anderen ein. Aber die Wanderung geht gründlich schief und die Jugendlichen geraten in eine scheinbar ausweglose Situation.
Arno Strobel zeigt, wie schnell sie Stimmung innerhalb einer Gruppe umschlagen kann. Von Anfang an gab es kleinere Spannungen, denn nicht alle Jugendlichen waren wirklich mit dem Herzen bei der Wanderung dabei. Als der Anführer verschwindet, gerät die Situation außer Kontrolle.
Die Rollen innerhalb der Clique sind klar verteilt, deshalb gibt es keine Überraschungen beim Verhalten der einzelnen Charaktere. Trotzdem fand ich das Buch spannend weil ich bis zum Schluss nicht wusste, was eigentlich am Berg passiert ist.
Es ist ein Jugendthriller, was man auch merkt. Die Story ist ziemlich harmlos und die Handlung zwischen den Charakteren ist auch so, dass sich Jugendliche mehr dafür interessieren dürften als ich.
Was mich persönlich gestört hat, war das Ende. Es wurde sehr schnell sehr unspektakulär, die vorherigen Geschehnisse wurden dann einfach vergessen und dann war es auch schon vorbei. Dafür zieht sich der Mittelteil ein wenig.
Fazit: Ich bin nicht die Zielgruppe des Buchs, aber ich denke, für Jugendliche ist es ein "okay-es" Buch. Wer aber schon die "richtigen" Thriller von Arno Strobel gewohnt ist, wird hier wahrscheinlich nicht auf seine*ihre Kosten kommen.
"Abgründig" ist spannend zu lesen und hat nicht viele Seiten, sodass es sich nicht in die Länge zieht. Der Fokus liegt auf zwischenmenschlichen Beziehungen und die Macht, die Angst, Machtlosigkeit und ein Gefühl der Bedrohung bei Menschen auslösen kann, was in Corona-Zeiten einen gewissen Aktualitätsbezug aufweist. Gerade für leidenschaftliche Thriller-Leser*innen ist es deshalb sehr zu empfehlen.
Wow, jetzt habe ich mir beim Lesen immer wieder gesagt, dass das Ende es bestimmt wert ist, und dann endet es so?! Ich bin eigentlich ein riesiger Arno Strobel-Fan, aber dieses Buch hat wirklich nicht viel mit den anderen Büchern, die ich bis jetzt von ihm gelesen habe, gemein. Mir war klar, dass ein Jugendthriller natürlich nicht so blutrünstig wird, wie seine "Erwachsenenbücher", aber irgendwas Spannendes hätte ja trotzdem mal passieren können. Leider eine ziemliche Enttäuschung.
Nachdem ich mehrere Bücher von Arno Strobel gelesen habe, ist „Abgründig“ das erste, die ich abbrechen musste. Ich kam nicht richtig in die Geschichte rein und mir fehlte es an Spannung von vorne rein.
Für ein Jungendthriller wirklich sehr gut ausgearbeitet. Sprache wirkte realistisch. Schreibstil ist flüssig. Spannung wurde aufgebaut und umgesetzt. Kann ich nur empfehlen!
Ich fande es eigentlich spanned, aber mir haben die Charaktere nicht so gut gefallen. Ich habe es so empfunden, dass sie sich die ganze Zeit nur beschuldigt haben, was sich durch das ganze Buch gezogen hat. Also leider nur zwei Sterne.
Der Teenager Tim verbringt mit einigen anderen Jugendlichen mehrere Tage in einem Kletter-Camp. Schnell wird es den Jungs und Mädels langweilig, so haben sie absolut keine Lust den "Babysitter" für die Anfänger-Kletterer zu spielen, allen voran: Ralf! Um den Trübsal ein Ende zu machen, planen sie auf eigene Faust eine lustige Tour zur Zugspitze. Natürlich ohne, dass die Ausbilder im Camp davon Wind bekommen. Früh morgens schleichen sie sich aus der Herberge und machen sich auf den Weg. Doch wie es das Unglück so will, geraten sie in ein Unwetter und müssen die Nacht in einer verlassenen Hütte verbringen. Da ist Frust und Ärger vorprogrammiert, unter den Jungs kommt es zum Streit. Am nächsten Morgen ist Ralf verschwunden, was bleibt ist eine Blutlache...
So viel erstmal zum Inhalt. Ob Arno Strobel und ich jemals warm miteinander werden? Bisher war es eher ein Auf und Ab. Der Sarg hat mir mal so gar nicht zugesagt, Das Skript dafür wieder umso mehr, und nun schon wieder so eine Niete? Dazu muss gesagt sein, dass es sich bei Abgründig um den ersten Jugendthriller aus Strobels Feder handelt. Ich hatte also schon andere Erwartungen an die Geschichte, aber das es mich mal so gar nicht fesseln konnte? Es muss ja auch nicht unbedingt immer blutig zugehen, aber wo blieb denn da der Thrill, wenn es doch Jugendthriller heißt ?
Ich fand die Gespräche mehr als langweilig, generell wurde im Buch viel zu viel diskutiert. Auch mit den Protagonisten wurde ich nicht warm, der einzige mit minimalen Sympathien bei mir war Tim, aber das änderte sich auch schnell. Spätestens dann, als es um seine Schlafwandlerei ging. Und Ralf. Meine Herren, mir ging ein Protagonist schon lange nicht mehr so sehr auf die Nerven. Immerzu dieses Draufgängerische und Hochnäsige und Obercoole. Ganz schlimm.
Und auch die Handlung generell. Okay, sie wollen cool sein, sie wollen sich auf eigene Faust zur Zugspitze durchschlagen - sollen sie tun. Aber es war so absehbar, dass sie sich verlaufen würden, dass Ralf einfach nur ein Großmaul ist. Natürlich finden sie dann diese verlassene Hütte, und ich dachte: Okay, jetzt geht's richtig los, jetzt passieren unheimliche Dinge. Aber nein, es wurde diskutiert und gestritten, wie doof der Ralf doch ist, oder Tim, oder Denis und generell und sowieso und überhaupt. Dann prügeln sie sich auch noch wie die Affen, weil sie sich leicht provozieren lassen. Dann gehen alle schlafen und natürlich muss jemand verschwinden (in dem Fall Ralf, weil er die größte Klappe von allen hat) und natürlich muss einer von den Teenagern der Gruppe etwas mit dem Verschwinden zutun haben. Und es wird wieder diskutiert und gestritten und geprügelt.
Ihr seht: es ist ein ewiger Kreislauf. Auch die Auflösung des Verschwindens war sehr vorhersehbar und in meinen Augen schon fast unerträglich banal. Einzig positiv ist, dass sich dieses ganze Szenario nur auf etwa 240 Seiten erstreckt. Ich war also schnell fertig damit und konnte dann wieder zu einem Buch greifen, was meine Lesezeit nicht verschwendet. Eine Teenagerliebe wurde natürlich auch noch in den Plot eingefädelt, welche meiner Meinung nach nun wirklich unnötig war, aber nun gut.
Ich habe mich auch zunehmend gefragt, warum das Buch Abgründig getauft wurde? So abgründig fand ich deren kindisches Theater nun nicht, und auch Tim's Vergangenheit lässt mir nun keinen Schauer über den Rücken laufen. Am Abgrund stand auch keiner. Ahhhhhh ... wieso? Ich habe dann gedacht, dass ich vielleicht einfach nur voreingenommen bin und habe mir andere Rezensionen durchgelesen und wurde aber dann in meinen Annahmen bestätigt. Ich fand es also nicht allein langweilig und ... doof.
Die Story hätte insgesamt echt Potenzial gehabt, denn in den Bergen können viele schlimme Dinge passieren. Leider hat Arno Strobel es aber nicht geschafft, eine spannende Geschichte daraus zu machen. Ich war letztlich einfach nur abgrundtief genervt und habe 2 von 5 Sternen vergeben. Ich hoffe, mein nächstes Buch von Arno Strobel wird wieder besser.
Eigentlich ist Tim froh, das der mal aus seinm flachen Sauerland zu einem Bergcamp an die Zugspitze darf. Doch kaum am Tor des Camps angekommen, lernt er Ralf kennen, einen Arztsohn aus München, der gleich grosse Reden schwingt. Eigentlich soll das Camp unter Betreuern stattfinden, aber nach dem ersten Tag kommen Ralf und Sebastian auf die Idee, eine Tour auf eigene Faust zu machen. Doch der Unglück lässt nicht lange auf sich warten, ein Sturm überrascht die kleine Gruppe. Sie finden zwar einen Unterschlupf, aber plötzlich ist Ralf auch noch verschwunden...
Ich bin eigentlich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, weil ich mir von der Beschreibung des Buches her dachte, das könnte wirklich wahnsinnig mein Fall sein. Auch hat mich das Cover sehr angesprochen, weil es wirklich sehr nach Spannung und Dramatik aussah. Der Titel hatte auch etwas, das war, wenn man es im Bezug auf eine Bergtour sieht, doch sehr doppeldeutig und deswegen auch wirklich gut gewählt. Der Plot ist wirklich gut und auch die Idee zu dem Buch finde ich wirklich klasse, aber leider war die Umsetzung etwas misslungen, weil mir einfach die Spannung in dem Buch fehlte. Die Geschichte plätscherte einfach etwas zu sehr dahin und konnte mich leider nicht so wirklich in ihren Bann ziehen.
Auf den ersten Seiten, als die Jugendlichen und auch das Camp etwas vorgestellt wird, dachte ich noch, das das wirklich gut aufgebraut ist, aber die Dramatik, gerade nach dem Aufstieg und auch in der Hütte kam etwas zu kurz in meinem Augen. Dieses Einschätzung kann aber auch daran liegen, dass ich eigentlich nicht mehr zur Zielgruppe des Buches gehöre, welche vom 14 - 17 bim Verlag festgesetzt wurde, aber ich lese sonst auch Jugendbücher und fühle mich dann trotzdem eigentlich gut unterhalten.
Man kann natürlich einen Spannungsbogen in dem Buch erkennen, aber der war für meine Begriffe einfach etwas zu flach angelegt. Natürlich erkennt man immer wieder Ansätze des Bogen, wenn es am Ende des Kapitels zum Beispiel heisst: "Tim ahnte nicht, wie sehr er sich irrte" (S. 124) Trotzdem sind diese Stellen einfach zu wenige und dann wird der Bogen auch nicht so wahnsinnig hoch geschraubt und das war einfach schade, weil man so auf den grossen Knall wartet, aber der kam einfach nicht. Auch das Ende war eher so von der Sorte, ich löse jetzt das ganze auf. Wirklich schade, weil ich fand das sehr abrupt und fad.
Etwas Fahrt nimmt die Geschichte nochmal auf, also die Jugendlichen nach einem Täter suchen und plötzlich Kleinigkeiten so wahnsinnig grosse Bedeutung bekommen. Aber diese Suche wird mir einfach etwas zu angespannt und gewollt geführt und das fand ich schade.
Die Charaktere konnten mich leider auch nicht so richtig überzeugen, da man Tim zwar noch etwas kennenlernt, aber die anderen Mitgleider der Gruppe bleiben eher geschichtslos. Ich glaube, da hätte man mit etwas mehr Tiefe mehr rausbekommen, weil ich mir wirklich die Namen notieren musst und mir kleine Notizen gemacht habe, damit ich bei den Namen nicht durcheinander komme.Natürlich erfährt man zu jeden Charakter etwas, aber das Wenige reicht für mich einfach nicht für ein komplettes Bild.
Der Schreibstil von Arno Strobel hat mir aber sehr gefallen, er liest sich angenehm und auch sehr flüssig weg. Er versucht sich auch in einer jugendlichen Sprache, die zwar bei mir etwas aufgesetzt ankam, aber dem Buch an sich gut steht.
Das Buch an sich liest sich schnell durch, es sind ja nur 240 Seiten und passt deswegen gut für zwischendurch.
Fazit: Ein Jugenthiller, dem es leider etwas an Spannung und Tiefe fehlt, aber gut geschrieben ist. Der Plot sowie das Cover sind ganz gut und auch die Grundidee passt zu einem Jugendthiller, aber leider war die Umsetzung nicht so besonders gut, nur mittelmässig. Wirklich schade, aber es gibt noch Luft nach oben und ich hoffe, die wird genutzt.
Zu Anfang dachte ich mir schon, dass mich das Buch nicht überraschen und gefallen wird. Tatsächlich konnte man das Ende erahnen und ich habe auch nicht länger über die Geschichte nach dem Lesen nachgedacht, sondern es einfach weggestellt und mit dem nächsten angefangen. Der mittlere Teil hat jedoch die Wertung etwas aufgebessert, da ich es recht interessant fand, die vielen Diskussionen und Gedankengänge der unterschiedlich gestrickten Personen zu erfahren, sowie ihr Verhalten und Handeln in der für sie sehr untypische Situation. Dadurch hielt sich jedoch auch die Spannung in Grenzen und das meiste Geschehen fand ausschließlich in der Hütte in den Bergen statt. Um auch einige gute Seiten aufzuzeigen - das der Version, die ich gelesen habe, hat mir sehr gefallen, was auch mit ein entscheidender Grund für mich war, das Buch überhaupt zu lesen. Außerdem hat mich natürlich die Grundidee gefallen, die zwar interessant klang, aber durchaus verbessert und abwechslungsreicher (räumlich gesehen, die Gespräche sind insgesamt gut gelungen) hätte gestaltet sein können. Für die Leute, die sehr viel Spaß beim Lesen dieses Genre haben, könnte das Buch auf jeden Fall sehr gut sein, aber mich persönlich hat es leider nicht so sehr angesprochen und klang eher wie eine gewöhnliche und an einigen Stellen überspitzte Geschichte eines Jungen, der aufgrund einer einzelnen Person, in welche er sich zu verlieben zu haben glaubt, ein "Abenteuer" erlebt und die negativen Konsequenzen hätte ernster nehmen müssen. Als Verbesserungsvorschläge, fallen mir sofort drei wesentliche Dinge ein. Zum einen wäre es viel spannender gewesen, aus verschiedenen Perspektiven zu lesen, um die Gefühle und Gedanken der Mitmenschen des Protagonisten ein wenig besser zu verstehen. Außerdem wäre ein besserer Prolog dazu beigetragen, dass der Leser neugieriger ist und wissen möchte, was noch in der weiteren Handlung passiert, da auf den ersten Seiten schon sehr viel über das Ende des Buches preisgegeben wird. Und zuletzt, wäre es auch schöner gewesen, die Phrasen am Ende fast jeden Kapitels wegzulassen. Damit meine ich so Sätze wie "Doch er wusste nicht, wie sehr er sich daran täuschte." und ähnliche, die sehr oft vorkamen, und das Buch für mich etwas ins Lächerliche gezogen haben. So, genug Shitstorm meinerseits, und das ist ausschließlich meine Meinung, denn ich habe auch gesehen, dass es viele gibt, denen "Abgründig" sehr gut gefallen hat. (:
Beschreibung: Als Tim im Klettercamp ankommt, rechnet er nicht damit, dass dies die schlimmsten Tage seines Lebens werden. Von Ralf überredet macht die Gruppe um Tim eine Bergwanderung auf eigene Tour. Ziel war eine kleine Hütte auf der Zugspitze. Doch weil das Wetter nicht mitspielte, kamen die Jugendlichen von der geplanten Route ab und schaffen es so gerade, in einer einsamen, verlassenen Hütter Unterschlupf zu finden. An den Rückweg ist nicht zu denken – der Sturm und der Regen werden immer schlimmer. Mit Alkohol versuchen sie sich von innen zu wärmen und hoffen, dass sie am nächsten Tag zurück können. Dann der Schock – Ralf ist verschwunden und eine Blutlache ist auf seinem Platz. Was ist in der letzten Nacht passiert?
Meine Meinung: So viel habe ich noch nicht von Arno Strobel gelesen. Aber das was ich gelesen habe, fand ich Weltklasse. Naja bis zu diesem Jugendthriller. Ich verband mit Herrn Strobel die unglaubliche Spannung, die beinahe nicht auszuhalten war. Die habe ich hier völlig vermisst. Die Bergwanderung war interessant zu lesen und man konnte sie sich bildlich vorstellen. Aber als Thriller konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Sehr gelungen fand ich die Gespräche innerhalb der Gruppe. Zunächst die Sticheleien von Denis gegenüber dem Rest, der mich das ein oder andere Mal wirklich schmunzeln lassen haben. Zum anderen wurde es beeindruckend rüber gebracht, wie schnell Vermutungen und Anschuldigungen jemanden anders denken lassen. War er zunächst Freund, ist er hinterher Feind. Und das Ganze, obwohl nichts bewiesen werden konnte. Reine Spekulationen lassen den Menschen zweifeln. Und erst in solchen Momenten weiß man, auf wen man zählen kann, wer hinter einem steht. Das Ende hat mich zwar nicht wirklich überrascht, wurde aber durchaus gut herausgearbeitet.
Der Schreibstil war wie gewohnt flüssig, klar und beschreibend und hat mich daher das Buch recht schnell lesen lassen.
Fazit: Die „Erwachsenen“ Thriller haben für mich definitiv mehr Biss, wobei man zum Durchatmen diesen Thriller durchaus lesen kann. Aber wer auf die Spannung vergangener Bücher hofft, wird leider enttäuscht.
Spannung für sämtliche Altersklassen: Der erste Jugendthriller von Erfolgsautor Arno Strobel
Im Bergcamp Grainau trifft Tim aus Saarbrücken auf den selbstbewussten Ralf (18) aus München. Dieser überredet Tim und ein paar andere Teilnehmer dazu, aus dem Camp abzuhauen und eine ganz private Bergtour in Richtung Zugspitze zu unternehmen – mit ihm als Bergführer. Früh am Morgen machen sich die Teenager auf den Weg und betreten über die Höllentalklamm die Berge. Doch plötzlich schlägt das Wetter um. In den aufkommenden Sturm mischt sich peitschender Regen und schließlich ein Gewitter. In einer einsamen Berghütte finden die Jungen und Mädchen zwar Unterschlupf vor dem bedrohlichen Unwetter. Aber dort wartet eine neue, viel perfidere Bedrohung auf sie…
Arno Strobel war bisher für Erwachsenenthriller bekannt, die die Bestsellerlisten im Sturm eroberten – wie beispielsweise “Der Sarg” und zuletzt “Das Rachespiel”. Mit “Abgründig” legt der Erfolgsautor aus dem Saarland nun seinen ersten Jugendthriller vor. Die Geschichte spielt in den Bergen Garmisch-Partenkirchens. Bildgewaltig beschreibt Arno Strobel die Gebirgslandschaft und das heraufziehende Unwetter. Durch seine detaillierten Schilderungen findet sich der Leser quasi mitten im Geschehen wieder. Die jugendlichen Protagonisten sind unterhaltsam-bunt zusammengewürfelt und charakterlich sehr verschieden. Das führt immer wieder zu Konflikten und Auseinandersetzungen, die für die Story das Salz in der Suppe sind. In einem gutem Tempo geht die Geschichte voran: Langeweile Fehlanzeige! Bis zum Schluss hält Arno Strobel die Spannung aufrecht. Dadurch, dass der Autor den Spannungsbogen auf der psychologischen Ebene anstelle von blutigem Gemetzel aufbaut, eignet sich der Thriller bestens für unter 18-jährige Jugendliche. Trotzdem werden erwachsene Thriller-Fans sich von “Abgründig” ebenso gut unterhalten fühlen – auch, wenn die drastischen Szenen gegenüber den bisherigen Büchern von Arno Strobel um einiges entschärft sind.
Es klang vielversprechend, als ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, aber dann, aber dann. (Und die Inhaltsangabe gibt eigentlich wirklich den ganzen Handlungsstrang des Buches wieder. Habt ihr die gelesen, braucht ihr nicht mehr das Buch zu lesen.)
Der Roman wirkte auf mich, wie eine längere Kurzgeschichte. Mit den Charakteren konnte ich nicht warm werden, die Spannung war mittelmäßig und der Schreibstil war einfach gehalten. Fertig.
Mehr könnte ich auch eigentlich nicht sagen. Ach ja, doch ... der Verlag hat sich nämlich was Tolles einfallen lassen. Er preist einen Mord an, wo es gar keinen gibt :D Jetzt gibt es schon auf dem Büchermarkt Mogelpackungen - woho.
Es tut mir leid, aber das Buch gibt wirklich nicht mehr her, um etwas dazu zu sagen. Kaufen muss man es sich nicht unbedingt, denn es gibt wesentlich spannendere Storys, die sich damit befassen, dass man in den Bergen, wegen dem Wetter, irgendwo festsitzt und "ein Mord" passiert. Dazu kommt, dass das Ende etwas sehr offen war.
Wie gesagt: Muss man nicht kaufen. Auch, wenn es eben von dem Arno Strobel geschrieben worden ist.
Auch wenn es ein Jugendthriller war- ich habe mich noch nie bei einem Jugendbuch so gelangweilt und ich habe wirklich schon viele gelesen!
Man beginnt das Buch was sich schön flüssig liest mit dem Kennenlernen der Champbewohner, wo natürlich jeder nen anderen charakter hat, jeder aber irgendwie auf seine Art komisch ist. Dann wird der unspektakuläre (auf Krampf wurde hier versucht Dramatik zu beschreiben) Weg zur Hütte beschrieben und dann passiert: NIX. Alles war vorhersehbar, keine Spannung, keine Gänsehaut, keine unerwarteten Wendungen. Man konnte sich denken wie das ganze ausgeht und so war es dann auch. Auch hat der Prolog keine Spannung und Lust auf das weitere gemacht, sondern nur das unspektakuläre Ende verraten. Schade. Habe wirklich das ganze Buch über gewartet das irgendwas passiert und viel viel mehr erwartet.
Richtig spannende Geschichte, die gut und flüssig zu lesen ist! Am Anfang zieht es sich zwar ein wenig, aber nach 40 Seiten gibt sich das und man verschlingt einfach nur noch Seite für Seite! Alles ist sehr authentisch geschildert, sodass man die Gedanken der Charaktere gut nachvollziehen kann. Manche Personen in "Abgründig" fand ich zwar total ätzend von ihrem Charakter her, sodass ich manchmal dachte: "warum tust du dir die Idioten überhaupt an?!" , aber ich denke mal das muss so ;)