Das Buch analysiert kritisch den Aufstieg des Populismus und den Wandel demokratischer Politik, insbesondere im österreichischen Kontext. Es zeigt, wie Sachpolitik zunehmend durch Emotionalisierung, Angst und mediale Inszenierung verdrängt wird und politische Macht sich auf einzelne Personen konzentriert. Populisten mobilisieren Wähler nicht durch Lösungen, sondern durch Zorn, Feindbilder und gezielte Stimmungsmache. Dabei werden demokratische Institutionen, Parlamentarismus, Menschenrechte und Meinungsfreiheit schleichend entwertet.
Das Buch warnt vor der Umformung liberaler Demokratien in autoritär-populistische Systeme und plädiert für Vernunft, Pluralismus und individuelle Freiheit.
Ingesamt ein Buch, aus dem ich einiges mitnehmen konnte.
Oftmals war mir das Buch aber (besonders ab der Hälfe) zu ausführlich und detailliert. Vieles wirkte für mich überinterpretiert – vielleicht bin ich da zu naiv, aber ich glaube nicht, dass in der Politik alles bis ins Letzte durchgeplant ist oder stets eine tiefere, zu interpretierende, Bedeutung hat.
Zudem empfand ich den Schreibstil – obwohl ich selbst vom Fach bin – als äußerst schwierig und wenig zugänglich, mit vielen mir unbekannten Begriffen.
Insgesamt entsteht der Eindruck, dass das Buch einen klaren Bias hat und sich vor allem an ein bestimmtes – linkes, akademisches – Publikum richtet.