Die Protagonistin und ihre Mutter leben an der Existenzgrenze, halten sich mit verschiedenen Jobs gleichzeitig über Wasser und vermieten sogar ihre Wohnungen unter, um sich noch etwas dazu zu verdienen. Ihrer Mutter wird es irgendwann zu viel und sie verschwindet vom einen auf den anderen Tag. Ihre Suche führt die Protagonistin an einen Strand, an den Ozean und zu vielen Frauen, die ähnliche Umstände gewohnt sind wie sie selbst.
Als ich begann, den Roman zu lesen ist mir vor allem eins direkt aufgefallen: Josefine Soppa bedient sich einer sehr verschachtelten Sprache. So werden elliptische Satzteile über Zeilen hinweg aneinandergereiht, was dem Text eine gewisse Schnelligkeit verleiht. Gleichzeitig fällt es mir dadurch aber auch schwer, am Ball zu bleiben und die Struktur zu verstehen, wenn Prädikate erst einmal weit entfernt scheinen. So habe ich den Roman aber in einem Rutsch gelesen und mich danach gefragt, was denn nun die Message sei. Verstehe ich es einfach nur nicht? Nach weiteren Recherchen, erneutem Lesen des Klappentextes sowie Artikeln kann ich das Gelesene nun besser fassen und einordnen. Und am wichtigsten: ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken. Für mich war das Buch experimentell. Empfehlen würde ich es aber allein deshalb, weil ich mich darüber austauschen möchte.