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Artemisia Gentileschi und Der Zorn der Frauen

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397 pages

Published January 1, 2024

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7 (26%)
4 stars
10 (38%)
3 stars
6 (23%)
2 stars
2 (7%)
1 star
1 (3%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Christina.
940 reviews41 followers
November 2, 2024
Das Buch beschreibt das faszinierende Leben von Artemisia Gentileschi, nimmt sich aber auch ein paar Freiheiten.

Gut gefallen haben mir besonders die Beschreibungen von Artemisias Gemälden. Auch einige Abschnitte ihres Lebens waren gut ausgearbeitet und haben mich gefesselt. Gerade die erste Hälfte des Buches habe ich recht zügig gelesen

Seltsam fand ich dagegen die Einschübe über ein fiktives Filmteam, das das Leben der Malerin verfilmt. Die Autorin sagt in ihrem Nachwort, dass sie dadurch die Fiktion betonen wollte. Für mich wirkte das aber sehr störend und als würden mir bestimmte Erkenntnisse vorgekaut. Auch dass manche Stellen in der Haupterzählung plötzlich ins Präsens wechseln, fand ich irritierend.

Insgesamt eine erzählenswerte Geschichte, deren Umsetzung besser hätte sein können.
Profile Image for Johanna Berger.
125 reviews5 followers
July 24, 2024
Artemisia Gentileschi war die berühmteste Malerin des Barock, malte – ungewöhnlich für eine Frau damals – wie ihre männlichen Kollegen große Formate mit alttestamentarischen Inhalten. Kunsthistorikerinnen der jüngsten Zeit ist es zu verdanken, dass sie und ihre Bilder wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit gelangt sind. Besondere Aufmerksamkeit hat dabei auch die vermutete Vergewaltigung erfahren, die durch Gerichtsakten belegt scheint.

Damit beginnt die Romanbiographie von Gabriela Jaskulla. Nacherzählt wird allerdings nicht eine Szene, wie sie damals hätte stattfinden können, sondern Jaskulla stellt Aufnahmen zu einem Film dar, der im 21. Jahrhundert über Artemisia gedreht wird. Diese Filmszenen unterbrechen die chronologisch erzählte Handlung immer wieder und sollen wohl für heutige Leser Distanz zum Geschehen schaffen, Interpretationen von Artemisias Geschichte problematisieren. Denn die Überlieferung von Fakten aus Artemisias Leben ist lückenhaft, es gibt Briefe, Gerichtsakten, Steuerunterlagen. Da ist viel Raum für Deutung und Fantasie.

Artemisia verliert im Alter von elf Jahren ihre Mutter, wächst in Rom bei ihrem Vater, dem Maler Orazio Gentileschi auf. Sie muss von Kindheit an Verantwortung übernehmen, im Haushalt arbeiten und ihrem Vater zur Hand gehen. Der erkennt ihr Talent und fördert sie. Sie lernt Caravaggio kennen, heiratet, geht nach Florenz, wird als erste Frau in die Akademie aufgenommen, wird berühmt, hat Affären, muss einige ihrer Kinder früh begraben, macht Schulden, flieht vor den Gläubigern, geht nach Venedig, nach Neapel, dann nach London, zurück nach Rom, wieder nach Neapel und malt und malt. Der Ehemann geht schon bald verloren. Sie ist eine bewundernswert selbstbewusste Frau. Sie bestreitet ihren Lebensunterhalt selbst und führt eine eigene Werkstatt.

Das Buch wird als Romanbiographie bezeichnet. Das heißt, wir erfahren von möglichen Vorgängen, wahrscheinlichen Begegnungen. Die wenigen bekannten Fakten bilden aber die Grundlage. Jaskulla hat gründlich recherchiert und sich Artemisias Leben vorgestellt. Man folgt der Autorin sehr gern, denn sie schreibt so, dass uns Artemisia wirklich nahekommt und sich ihre Bilder einprägen. Danach sieht man sie (bei der Suche im Internet) mit anderen Augen.

Mein einziger Kritikpunkt: Die Handlungsunterbrechungen durch den Einschub von Diskussionen einer Filmcrew sind überflüssig und stören die schöne Darstellung.

Wer Artemisia ohne Romanfiktion kennenlernen will, kann das Buch von Susanne Partsch über sie lesen.
23 reviews
September 10, 2024
Der Wille zur Unabhängigkeit

Zuallererst, hätte ich diesem Buch gerne 4,5 von 5 Sternen gegeben, da das hier leider nicht möglich ist, sind es nur 4 geworden. Auch wenn mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen hat, hat es sich am Ende etwas unvollständig angefühlt. Was natürlich auch daran liegt, dass die Quellenlage zu der hier porträtierten Dame irgendwann aufhört. Was sehr schade ist.

Nun aber alles auf Anfang. Bei "Artemisia Genteleschi und Der Zorn der Frauen" handelt es sich um eine Romanbiografie. Also eine Mischung aus einem Roman, der auf nachprüfbaren Fakten zu einer Person beruht. Dies macht das ganze jedoch nicht immer leicht. Vor allem um so schmaler die Quellenlage rund um die Person. In diesem Fall hat sich die Kunsthistorikerin und Journalistin Gabriela Jaskulla einer außergewöhnlichen Künstlerin gewidmet, Artemisia Genteleschi. Die Themen, die ihr Leben prägten, sind nach wie vor aktuell und sprechen den Leser somit auf unterschiedlichen Ebenen an. Eine Frau, die professionell als Malerin arbeitet, so etwas war im frühen 17. Jahrhundert eher die Ausnahme, doch wie sie es dennoch schaffte, welche Hürden sie dabei überspringen musste, davon erzählt dieses Buch. Der Roman drumherum ist gut geschrieben, er führt einen durch die Kapitel des Lebens dieser Künstlerin, das von Umbrüchen und man könnte fast sagen von Flucht geprägt war. Ein Mittel, welches die Autorin einsetzte, wird dem ein oder anderen Leser vermutlich aufstoßen. Mir hat es ganz gut gefallen, doch hätte ich mir einen mutigeren Einsatz gewünscht. Die Rede ist von einer zweiten Geschichte um die Geschichte der Künstlerin in Form eines Filmdrehs. An einigen Stellen wird die Geschichte mit einem Cut unterbrochen und das Filmteam, dass dabei ist einen Film über die Künstlerin zu drehen diskutiert die letzte Szene. Was mir hierbei gut gefallen hat, ist, dass diese Brüche in der Geschichte mich gezwungen haben, das gerade gelesene zu hinterfragen und hin und wieder aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich werde es definitiv weiterempfehlen.
42 reviews
July 30, 2024
Artemisia Gentileschi - Ein (Ba)rockstar in der Malerei

Gabriela Jaskulla entfaltet in ihrer Romanbiografie "Artemisia Gentileschi und Der Zorn der Frauen" schillernd, eindrucksvoll und mitreißend das Leben der Ausnahmekünstlerin Artemisia Gentileschi. Die Datenlage zu ihrem Leben ist lückenhaft, vieles bleibt im vagen, doch die Autorin versteht es meisterhaft, daraus eine dichte und glaubwürdige Darstellung des Alltagslebens der Künstlerin im Italien des Barock zu erzählen. Schon der Titel weist darauf hin, dass es in einer zweiten Ebene aber um mehr als eine Frau geht. Artemisia als Frau, ihrer Zeit im Denken, Handeln und ihrer Kunst weit voraus, kann auch als Symbol für alle Frauen, damals und heute, gesehen werden. Unabhängig, frei und unbeugsam überlebt sie in einer von Männern dominierten Welt und findet ihren Weg und ihre Bestimmung in ihrer Kunst, die noch immer beeindruckt und berührt - so haben mich auch die Bildbeschreibungen in der Romanbiografie am meisten verzaubert. Das Leben der berüchtigten Gentileschi könnte durchaus wie in diesem Buch geschildert, verlaufen sein. Es ist eine mögliche Version, eine, die mich bis zuletzt tief in das Zeitalter des Barock, seiner Kunstszene und das Leben dieser starken Malerin hat eintauchen lassen.
Profile Image for MEva.
46 reviews
July 20, 2024
Wunderbare Roman-Biografie über eine Künstlerin des 17. Jahrhunderts, die ihrer Zeit weit voraus war. Die Autorin verpackt die bekannten Fakten über die Malerin zu einer farbreichen, dramatischen Lebensgeschichte. Dabei ist sich Gabriela Jaskulla der Lücken in Artemisias Leben sehr bewusst und füllt sie meisterlich mit dem Alltag und den unglaublichen Persönlichkeiten jener Zeit. Dazu gehören Galilei, Caravaggio oder auch Velazquez. Jede Figur formt Artemisia, die von vielen Schicksalsschlägen heimgesucht wird, aber dabei nie verbittert. Was sie will ist malen. Es gibt keine Alternative. Nicht nur hat mich dieses Buch der Kunst des Barocks viel näher gebracht, auch Artemisia selbst ist eine Inspiration für Frauen - damals und heute.
164 reviews
September 13, 2024
Leider unausgegoren: die ersten 100 seiten TOP und dann leider nur noch plätschernd
Profile Image for Livi.
9 reviews1 follower
September 21, 2024
So ein unfassbar spannendes Leben leider so mittelmäßig aufgeschrieben…
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

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