Jonathan Goodfellow, der Regisseur einer Theatergruppe, die im Black Feather einquartiert ist, wird ermordet - bei einer Probe wird er von einer Guillotine geköpft, die eigentlich nur Requisit sein sollte! Verdächtige gibt es genug, denn der Regisseur war bei seinen Schauspielern verhasst. Doch galt der Anschlag wirklich ihm? Nathalie und Constable Strutner entdecken einige Ungereimtheiten und fangen an zu ermitteln. Aber Nathalie ist abgelenkt: Denn ein anderes Verbrechen, dass sie wenige Monate zuvor während ihres Urlaubs beobachtet hat, will ihr nicht aus dem Kopf gehen ....
Cosy Crime - das ist gute Unterhaltung mit Humor und einem gewissen Kuschelfaktor. Der Leser bzw. Hörer kennt bei dem 22. Band die Protagonisten und weiß, dass er keinen tiefgreifenden Psychothriller vor sich hat und kann sich ganz gemütlich auf eine kurze Episode einstellen, bei der man nicht Alles für bare Münze nehmen sollte, denn natürlich ist auch diese Reihe reine Fiktion.
Spannung ist vorhanden, und es macht Spaß, Nathalie und den anderen über die Schulter zu schauen und als gegeben hinzunehmen, dass die Ermittelnden von ihrem Beruf offenbar überhaupt nicht ausgelastet sind und sich zusammen mit dem Constable in die Recherchen zu jedem Verbrechen stürzen, das ihnen unterkommt.
Mir hat das Hörbuch gut gefallen. Ich gebe 75/100 bzw. 08/10 Punkte.
Nathalie schwirrt der Kopf, der private Stress raubt ihr alle Kraft. Deshalb "entführen" ihre Eltern sie. Beim gemeinsamen Kurzurlaub mit ihren Eltern (und Olga) wir Nathalie Zeugin eines Mordes und meldet dies der örtlichen Polizei. Diese löst den Fall aber nicht und als Nathalie zurück in Earlsraven ist, vergisst sie den Vorfall wieder. Als der Regisseur einer Theatertruppe Monate später von einer Guillotine-Attrappe geköpft wird, steht die Truppe um Ronald vor einem Rätsel, denn irgendwie kann es keiner gewesen sein. Und eine Enthauptung hat noch keiner von ihnen live erlebt.
Sehr gut fand ich, dass die Morde nacheinander passieren (was ja diesmal der Geschichte geschuldet ist), denn am Anfang hatte ich Sorge, dass es wild wird, wie in Folge 12, in der es drei Handlungsstränge gleichzeitig gab und ich das ein wenig anstrengend fand.
Fazit: Voll funktionsfähige Mini-Dioramen sind schon etwas Feines.
Ich fand die Geschichte sehr abwechslungsreich, mal etwas leicht anderes.
In der Tat finde ich die Begründung für das plötzliche Beziehungsende zu Fred auch etwas unglaubwürdig/verkürzt. Da hätte man sich ja noch etwas besseres einfallen lassen können, aber davon abgesehen hat mir der Fall diesmal wieder sehr gut gefallen.
Dieser Band hat mir wieder etwas besser gefallen als der letzte, da das Private hier nicht so im Fokus stand. Die Reihe bietet gute Unterhaltung für zwischendurch, haut mich aber auch nicht vom Hocker. Daher vergebe ich 3,5 Sterne.