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Daniels Magen krampfte sich zusammen, je näher er dem Eingang des Ritualbads kam. Er empfand keinen Spaß daran, blutbesudelte Tatorte aufzusuchen, Leichen zu betrachten und Morde en détail zu rekonstruieren. Es stimmte, dass er seinen Beruf mit Leidenschaft ausübte, aber es ging ihm einzig um Gerechtigkeit.

„Er trug die Kutte eines Mönchs.“ So beschreibt eine verwirrte alte Frau den Mörder, den sie in der gegenüberliegenden Wohneinrichtung für rehabilitierte Sexualstraftäter beobachtet haben will. Nur mit dieser Aussage kann der Kölner Kriminalkommissar Daniel Zucker – nach einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt, nun aber wieder im Dienst – nicht mit den Ermittlungen anfangen, ohne einen Eklat zu verursachen. Darum wird Daniels Frau Marie beauftragt, ein Phantombild des Mörders zu erstellen. So stößt sie auf beunruhigende Hinweise: Hat ihr eigener Chef eine dunkle Seite, von der niemand etwas ahnt? Währenddessen beschließt Maries 19-jähriger Cousin, Daniel bei der Suche nach der Wahrheit zu helfen – und bringt sich damit in größte Gefahr…

Ein mysteriöser Mord, ein Haus voller Verurteilter und ein Alptraum, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint: der neue Fall für die Zuckers!

Jetzt als eBook: „Nr. 13“ von Laura Wulff. dotbooks – der eBook-Verlag.

368 pages, Paperback

First published February 10, 2014

20 people want to read

About the author

Laura Wulff

8 books

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Displaying 1 - 10 of 10 reviews
161 reviews
September 15, 2025
Inhalt

Es fällt mir wirklich schwer den Inhalt in ein paar wenigen Sätzen zusammen zu fassen, an Handlung mangelt es dem Buch nicht.

Los geht es mit einer Frauenleiche in einer Ausgrabungsstätte. Daniel Zucker, Ermittler im Rollstuhl, begibt sich auf Indiziensuche und stößt dabei immer wieder auf große Hürden. Sowohl körperlich ist es für ihn schwer mit den anderen mitzuhalten, aber auch persönliche Vorbehalte im eigenen Team machen ihm zu schaffen. Weiter geht es mit einer an Demenz erkrankten Dame, die im Haus gegenüber einen Mord beobachtet haben will. Hängt diese Beobachtung mit der Leiche vom Anfang zusammen? Das Haus, in dem der Mord beobachtet wurde, ist nicht irgendein Haus, sondern der Wohnort einer Gruppe Pädophiler, die nach ihrer Haftentlassung hier untergekommen sind. Nicht nur Daniel ermittelt, auch seine Frau Marie hilft mit und auch ihr junger Mitbewohner Benjamin hat seine Finger im Spiel und bringt sich in große Gefahr.

Meinung

Wie man schon an der Inhaltsangabe merkt, hat es die Autorin wohl recht gut gemeint mit dem Krimileser. Hier wird wirklich nichts ausgelassen: Familiendrama, Pädophile, Behinderung und dann auch noch ein Outing. Gleich die ersten Seiten schmeißen den Leser gleich unvorbereitet in eine abartige Szene. Ob man immer alles so genau beschreiben muss, muss jeder selbst beurteilen. Mir war das alles ein bisschen zu viel und die Story verliert dadurch an Spannung und Glaubwürdigkeit.

Der Handlungsstrang mit Familie Schuster, deren Sohn angeblich entführt wurde, ist meiner Ansicht nach eindeutig zu viel. Herr und Frau Schuster fallen Marie durch ihren Schmuck ins Auge und sie ist es auch, die das Ehepaar mit Vincente, einem mysteriösen Devotionalienhändler, in Verbindung bringt. Für mich ist diese Geschichte schon fast ein eigenes Buch wert und muss nicht so gezwungen mit Vincente und den Pädophilen in Verbindung gebracht werden.

Allerdings habe ich dank dem Buch nun alle Bezeichnungen für Penis gelernt und durfte sie auch an sehr vielen Stellen des Buches immer wieder verinnerlichen.

Ab circa der Hälfte kommt es zu Wiederholungen von bereits erzählten Passagen. Wenn sich handelnde Personen an ein zurückliegendes Gespräch erinnern, wird dieses nochmals wortwörtlich in den Text eingefügt. Für mich dehnt das die Handlung nur unnötig. Ich weiß ja, was ich schon mal gelesen habe und eine kurze Zusammenfassung hätte mir auch gereicht.
Ansonsten ermöglicht der Schreibstil aber ein flüssiges Lesen.

Das Thema Pädophilie wird von verschiedenen Seiten beleuchtet, aber nie auf einen Punkt gebracht. Es bleibt dem Leser also am Ende selbst überlassen, wie er zu dem Thema steht.

Fazit

Leider gar nicht mein Fall!
Profile Image for Maria von Riva.
169 reviews22 followers
January 1, 2015
Die Rezension zu diesem schockierenden Krimi gibt es nun auf unseren Blog:
http://fluesternderbuecher.blogspot.d...

Meine Meinung:
Nach dem Prolog wollte ich das Buch weglegen. Wirklich wahr. Was da an Grausamkeit geschrieben steht, ist wohl kaum zu toppen - auch wenn ich nicht wüsste, warum man das toppen wollen würde. Der kurze Prolog, von dem man möchte, dass er einfach nur zu Ende geht, schildert die Vergewaltigung eines kleinen Jungen. Aus der Sicht des kleinen Jungen. Klingt schlimm, ist aber noch viel schlimmer, wenn man es liest. Danach gönnte ich mir eine Lesepause und hockte mich in eine Ecke, manisch vor mich hinstarrend.

Dann nahm ich dann doch wieder das Kindle in die Hand, da mir klar wurde, dass es - so grotesk es auch klingt - unglaublich realistisch und glaubwürdig geschrieben ist. Laura Wulff hat einen sehr nüchternen Schreibstil und versteht es, ihre Figuren gekonnt in den verschiedensten Situationen einzufügen. Daniel und Marie Zucker, ebenso wie Ben und andere Charaktere, wirken wie aus dem realen Leben direkt ins Buch kopiert.

Ich wurde auf das Buch auf Blogg dein Buch aufmerksam, hab jedoch nur bedingt mitbekommen, dass es sich hierbei um einen zweiten Band aus einer Krimi-Reihe handelt. Und mit "bedingt" meine ich im Prinzip gar nicht. Auch als ich anfing zu lesen, wusste ich davon nichts. Erst als das Wort GeoGod fiel und ich damit nichts anfangen konnte, wurde ich stutzig. Internet sei Dank, fand ich dann auch heraus, dass von Laura Wulff bereits ein Vorgänger namens Leiden sollst du erschienen ist. Weitergelesen habe ich dennoch, da ich auch ohne ersten Band sehr gut in die Geschichte gefunden habe. Es tauchten nur hin und wieder Momente auf, die sich auf den ersten Teil beziehen, was ich jedoch nicht als störend empfand. Nr. 13 lässt sich als vollkommen eigenständige Geschichte lesen. Auch das muss man - innerhalb einer Reihe - erstmal hinbekommen.

Der bereits erwähnte Prolog bereitet nicht nur einen ungewöhnlich heftigen Einstieg in die Geschichte, sondern auch in die Thematik. Natürlich erwartet man in einem Kriminalroman Straftäter. Hier haben wir es aber nicht mit Kleinkriminelle sondern mit Pädophile und Kinderschänder zu tun. Generell immer ein heikles Thema, egal in welcher Form. Eine kleine Gruppe ehemaliger Inhaftierter soll nun Rehabilitiert werden und bezieht als WG das Haus Nr. 13 einer Straße in Köln-Ehrenfeld. Doch in wie weit die neuen Mieter bereit für ihre Rehabilitierung sind, muss sich auch das Ehepaar Zucker fragen.

Daniel Zucker zieht es mit jedem Vorfall und jedem Hinweis erneut zum Haus mit der Nummer 13 und sein Gefühl sagt ihm, dass da nicht alles richtig laufen kann. Ebenso wie Daniel, wird man auch als Leser mit seinen Vermutungen hin und her geschleudert. Mir war bis kurz vor Ende nicht klar, wer nun wirklich zurecht verdächtig wird und wer nicht. Das kann natürlich auch damit zusammen hängen, dass ich grundsätzlich schlecht rate was solche Geschichten betrifft.

Ebenfalls kein leichtes Thema ist die Behinderung von Daniel Zucker und sein Versuch sich innerhalb der Kriminalpolizei von Köln zu behaupten. Ich finde, dass Laura Wulff die Schwierigkeiten, die Menschen in seiner Position haben, sehr gut verdeutlicht hat. Der innere Konflikt zu wissen, dass man auf Hilfe angewiesen ist, gegen den eigenen Stolz, kam wirklich glaubwürdig zur Geltung. Ebenso auch die Beziehung von Marie und Daniel oder aber auch die von Benjamin zu seinen Eltern, wurden sehr nachvollziehbar dargelegt. Alles natürlich aufbauend auf der Basis der greifbaren Charaktere.

Fazit:
Schockierend, gewagt und auch ein bisschen verstörend, aber sau gut! Es mag vielleicht an meiner mangelnden Erfahrung in dem Genre liegen, aber ich war ziemlich begeistert. Die Autorin schreibt unglaublich realistisch, was das schwierige Thema noch heftiger wirken lässt. Den ersten Band der Zucker-Reihe habe ich mir bereits besorgt!
237 reviews1 follower
October 30, 2015
Es gibt wenige Krimis, die ich bisher gelesen habe, die bei mir ein leicht schales Gefühl zurücklassen und auf mich auch von ihrem Thema so ernst wirken, wie es bei diesem Roman der Fall war.

Gerade das Thema der Pädophilen, die unter allerlei Verdächtigungen standen, nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis, sowie natürlich auch Anfeindungen aus ihrer Nachbarschaft, macht den Krimi allein vom Thema sehr ernst. Und ich bin ehrlich überrascht gewesen, wie der Krimi immer mal wieder Bogen schlug, von den Pädophilen, zurück zum eigentlichen Fall soweit man ihn kannte und auch anderen Dingen.

Zu Beginn des Romans war ich nämlich ehrlich noch ein wenig verwirrt, der Einstieg fiel mir ein wenig schwer, war zum einen mit den Sprüngen zusammenhing, denn Prolog und darauf folgende Kapitel wollten sich mir im Zusammenhang zunächst so gar nicht wirklich erschließen. Zum anderen hatte ich zunächst derbe Probleme mit dem Charakter des Daniel Zucker.

Es ist interessant einen Kommissar zu haben, der nicht wie alle anderen ist und vor allem auch seine Gehbehinderung machte das Buch noch zusätzlich interessant, weil man es einfach sonst nie hat, dass es einen solchen Charakter gibt und dennoch musste ich mich zunächst an ihn gewöhnen. In manchen Punkten fiel es mir auch schwerer, als in anderen, aber im Nachhinein glaube ich, dass es einfacher hätte sein können, wenn mir vor diesem Buch klar gewesen wäre, dass es schon einen Vorgängerband gab. Denn es hab immer mal wieder Anspielungen und ähnliches auf Dinge, die mir so fremd schienen und sicherlich mit dem anderen Band ihre Erklärung gefunden hätten. Vor allem auch die Beziehung von Daniel und Marie, sowie Marie selbst wirkten etwas fern und nicht richtig durchschaubar, nicht so klar, weil zwar einiges dazu gesagt wurde, man aber immer das Gefühl hatte, es fehlt etwas. Marie war mir doch ziemlich fremd das gesamte Buch über.

Dafür muss ich sagen, ist mir ihr Cousin Ben sehr ans Herz gewachsen, auch wenn es zu ihm sicherlich auch noch vieles gegeben hätte, was nicht mehr erwähnt wurde, aber gerade bei ihm merkte man sehr starke Emotionen, die teils auch widersprüchlich, einem sehr zum Nachdenken brachten, vor allen Dingen auch in Bezug auf die Pädophilen, die immer wieder eine Rolle spielten und von ihren Persönlichkeiten her extrem interessant gezeichnet waren, was dem Buch eine sehr eigene, teils bedrückende, aber auch interessante und spannende Atmosphäre verschafft hat.

Bei den Ermittlungen fand ich es zwar zwischendrin seltsam, dass noch etwas eingestreut wurde, was für mich nicht hätte sein müssen und irgendwie zu einer eher sinnlosen Unterbrechung führte, aber vielleicht ein wenig mehr Realität zeigen sollte, denn es kommt ja immer mal was vollkommen anderes dazwischen. Der Fall an sich ist jedoch auch schon sehr vielschichtig und ich war durchaus sehr in meinem Element bei dem Versuch zu ergründen, was genau vorgefallen sein könnte und es war immer wieder spannend, wie sehr man doch von seiner Einstellung zu den Männern aus Haus Nr. 13 beeinflusst wurde.

Ein spannendes Buch, mit einer Teils bedrückenden Handlung, dass oftmals auch sehr hart sein kann, interessante Charaktere zu bieten hat, auch wenn ich bei Daniel Zucker deutlich länger gebraucht habe, um mit ihm warm zu werden, anders bei Ben und Leander, Daniels Kollegen, und dabei ein Thema zur Sprache bringt, dass nicht gerade einfach ist.

Von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung für dieses Buch, auch wenn es sicherlich gut ist, wenn man zunächst den ersten Band mit Daniel Zucker gelesen hat.
Profile Image for Aleshanee.
1,724 reviews125 followers
March 23, 2014
Klappentext

"Er trug die Kutte eines Mönchs …", so beschreibt die verwirrte alte Frau den Mörder, den sie in der gegenüberliegenden Wohneinrichtung für rehabilitierte Sexualstraftäter beobachtet haben will. Einzig mit dieser Aussage kann der Kölner Kriminalkommissar Daniel Zucker – nach einem Unfall, der ihn an den Rollstuhl fesselte, wieder frisch im Dienst – jedoch nicht anfangen zu Ermitteln, ohne einen Eklat zu verursachen.

Als Zeichnerin zu dem Fall hinzugezogen, stößt seine Frau Marie auf Hinweise, die ihren Chef in Verbindung mit den Straftätern bringen. Währenddessen beschließt Maries Cousin Ben, um Daniel zu helfen und seine eigenen Dämonen zu besiegen, das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen. Wird es ihm gelingen, etwas über den Mord zu erfahren, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu bringen?

Meine Meinung

Ich bin über das Cover bei bloggdeinbuch über die Nr. 13 aufmerksam geworden. Es sieht düster aus und blutig und ich habe schon lange keinen Thriller mehr gelesen, deshalb hab ich mich sehr gefreut, ihn lesen zu dürfen. Darum einen herzlichen Dank an bloggdeinbuch und Mira TB Verlag!
Da ich den ersten Band leider nicht kenne, habe ich einige Andeutungen und Hinweise auf die Vorgeschichte nicht verstanden. Es ist sehr schade, dass das nicht dabei stand, denn auch wenn die Handlungen in sich abgeschlossen sind, wäre es hier von Vorteil, zuerst den ersten Teil zu lesen – es spielen doch viele Details davon in den neuen Fall hinein.

Der Einstieg mit dem Prolog ist schon sehr heftig. Bereits hier wird der Leser mit den abgrundtief perversen Taten eines Kinderschänders konfrontiert, die sich mit dem neuen Fall des Ehepaars Zucker um das Haus Nr. 13 fortsetzt. Pädophile Straftäter und ihre Resozialisierung stehen hier im Vordergrund und werden von mehreren Seiten beleuchtet – ein schwieriges Thema, das viel Diskussionsstoff bietet. Die makaberen Situationen haben meiner Meinung nach nicht richtig zu der ansonsten lockeren Schreibweise gepasst.

Die Ausgangssituation für den ermittelnden Kommissar Zucker ist eine Frauenleiche in der jüdischen Mikwe, die ihn über Umwegen gleich mehrere Verbrechen aufklären lässt. In den Schreibstil habe ich nicht wirklich reingefunden, stellenweise fand ich die Dialoge und Gesten leicht aufgesetzt, aber es las sich sehr flüssig und wurde gegen Ende auch richtig spannend. Der Fall wurde mit vielen Verwicklungen und unterschiedlichen Zusammenhängen aufgepeppt, die mir fast ein bisschen zuviel des guten waren.

Die Protagonisten Daniel und Marie Zucker sind authentisch und greifbar. Seine Schwierigkeiten als Rollifahrer wieder in den Polizeidienst einzusteigen sind gut beschrieben und zeigen die vielen kleinen und großen Hindernisse, die Menschen mit diesem Handicap tagtäglich in ihrem Alltag bewältigen müssen. Auch in der Beziehung mit seiner Frau Marie besteht in dieser Hinsicht noch reichlich Diskussionsbedarf, was die Spannungen der Charaktere erhöht. Die ehrlichen Gedanken der beiden geben hier ausgiebig Einblick in die schwierige Situation.

Fazit

Spannende Unterhaltung mit einer etwas konstruierten Handlung, die mich mit lockerem Schreibstil gut durch die Geschichte geführt hat. Die interessanten Charaktere haben den Ereignissen einen besonderen Reiz verliehen, die Glaubwürdigkeit des Verlaufs hat sich für mich nicht 100%ig durchgesetzt - dafür blieben nach einem dramatischen Ende keine Fragen mehr offen.

© Aleshanee

Band 1: Leiden sollst du
Profile Image for Jana.
622 reviews1 follower
May 31, 2015
Die Geschichte beginnt schon sehr verstörend und direkt. Man beginnt zu lesen und beobachtet die Vergewaltigung eines Kindes aus dessen Sicht. Kurz darauf wird in einem jüdischen Bad eine Leiche entdeckt. Anfangs für einen Jungen gehalten, ist es eine junge Frau. Doch wer sie ist, gibt Daniel Zucker Rätsel auf. Nachdem Daniel Zucker als Berater tätig ist und so gut wie gar nicht mehr arbeitet - was ihn sehr wurmt - begibt sich Zucker einfach an den Tatort. Hier geht die Autorin sehr gut auf die (beruflichen) Probleme von Zucker ein. Seine Chefs möchten ihn eigentlich raus haben oder an einem Schreibtisch im Innendienst sehen. Bei Daniel Zucker habe ich manchmal das Gefühl das er was seine Arbeit angeht, nicht verstanden hat das Leben mit Rollstuhl möglich aber auch schwierig ist. Bewundernswert finde ich hier seinen Ehrgeiz und Biss. Er möchte beweisen, dass er ein Kerl ist und ernst genommen werden muss.

Daniel Zucker ist ein Charakter den ich gerne begleitet habe. Er ist zwar manchmal etwas bissig und sehr sarkastisch, aber genau diese Ecken und Kanten mochte ich gerne. Er ist eben ein Mensch wie du und ich und hat somit auch seine Macken. Dies hat ihm Tiefgang verliehen. Natürlich sind hierbei auch die Einblicke in seine Gedanken und Gefühle nicht zu vergessen. Auch wenn ich nicht immer seiner Meinung war, konnte ich viele Dinge nachvollziehen und verstehen. Auch die Nebencharaktere sind wichtig für das Buch und die Story. Hierbei trägt jeder Charakter auf seine Weise zum Geschehen bei. Besonders Benjamin finde ich als Nebencharakter sehr interessant. Sein Einwirken auf die Ermittlungen sind zwar schon etwas vorhersehbar gewesen aber trotzdem spannend.

Neben den Charakteren ist das Thema des Buches entscheidend. Sexualdelikte sind generell ein Thema das polarisiert und zu Diskussionen führt. Aber Pädophilie erhitzt die Gemüter noch mehr. Dieses Thema ist immer aktuell und spricht die Gesellschaft an. In meinen Augen ein guter Zündstoff für einen Krimi. Auch der Schreibstil tut sein übriges. Direkt, unverblümt und detailliert. Ich denke für schwache Gemüter die lieber indirektere Texte mögen, ist dieser Roman nichts.

Fazit

Ein fesselnder Kriminalroman, den man guten Gewissens kaufen kann.
Profile Image for Aglaya.
208 reviews
May 2, 2015
Daniel Zucker ist Kriminalhauptkommissar bei der Kripo Köln – und sitzt im Rollstuhl. Vor kurzem hatte er einen Unfall und ist seither querschnittgelähmt. Seinen ermittlerischen Fähigkeiten tut dies jedoch keinen Abbruch, so konzentriert er sich darauf, gleich zwei Mordfälle zu lösen – und klärt dabei auch weitere, bisher unentdeckte Verbrechen auf.

Ein Ermittler im Rollstuhl – im Roman funktioniert es ganz gut, obschon Daniel Zucker einige Schwierigkeiten zu überwinden hat und oft von seinen Mitmenschen nicht ernst genommen wird. Auch im echten Leben kann ich mir gut vorstellen, dass es funktionieren könnte: die Spurensicherung übernehmen ohnehin darauf spezialisierte Beamte, zum Befragen von Zeugen und Verdächtigen braucht es keine Beine, und wenn tatsächlich mal jemand verfolgt werden muss, kann das auch der Partner übernehmen. Lediglich das Begehen von Tatorten kann Schwierigkeiten bringen, da Mörder wohl selten darauf achten, nur an rollstuhlgängigen Orten zu morden. Daniel Zucker löst dieses Problem einfach damit, dass er seinem Partner eine Kamera mitgibt und sich die Sache per Liveübertragung am Laptop anschaut.

Die Autorin Laura Wulff benutzt eine sehr bildliche Sprache („seine Augen hatten die Farbe von Dünnpfiff“) und versucht, Wiederholungen zu vermeiden, was besonders an den phantasievollen Bezeichnungen von Daniel Zuckers Rollstuhl auffällt (Krüppel-Harley, Popo-Ferrari). Die sehr plastischen Beschreibungen haben aber durchaus auch Nachteile: manche Szenen musste ich überblättern, ich hielt die detailgetreue Beschreibung von Missbrauchsszenen schlicht nicht aus. Die Spannung wird durch den ganzen Roman aufrechterhalten; auch die Auflösung ist einiges komplexer als es in den Anfangskapiteln den Anschein machte.

Mit ihrem Thriller „Nr. 13“ konnte mich Laura Wulff vollends begeistern, ich empfehle den Roman daher gerne allen Thriller-Begeisterten, die nicht auf einem Handlungsort in den USA bestehen sondern gerne mal etwas Lokales (oder für uns Schweizer zumindest „lokaleres“) lesen. Die Autorin hat neben „Nr. 13“ zwei weitere Thriller verfasst (beide erhältlich bei dotbooks oder Amazon), einer davon ebenfalls mit dem Ermittler Daniel Zucker, den ich mir nach der Lektüre ebenfalls besorgt habe.
Profile Image for Jasbr.
932 reviews14 followers
January 2, 2016
Daniel Zucker ermittelt wieder :) Der sympathische Kommissar ist zurück in seinem Job, auch wenn er wegen seines Rollstuhls eigentlich nicht aktiv ermitteln soll, sondern nur eine beratende Funktion einnehmen.
Dass es nicht dabei bleibt, ist logisch - sonst wäre das Buch ja auch langweilig :)
Der Krimi ist in sich abgeschlossen, das heißt man muss den ersten Teil nicht unbedingt gelesen haben. Wer aber an den Rahmenhandlungen interessiert ist und das Verhältnis der Hauptfiguren zueinander verstehen möchte, sollte auch den ersten Fall kennen.
Wie sein Vorgänger lässt sich das Buch schnell und leicht lesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer noch eins mehr zu lesen.
Gut fand ich, dass verschiedene Perspektiven dargestellt werden. Fies ist, dass gerade an spannenden Stellen dann auf eine andere Perspektive gesprungen wird und man als Leser dann in der Luft hängt - aber das macht es natürlich noch spannender.
Das Thema des Buches, Pädophile und Kindesmissbrauch ist natürlich schon hart zu lesen. Ich bin froh, dass hier das Buch an vielen Stellen nur oberflächlich Andeutungen macht und den Missbrauch nicht tiefer und öfter beschreibt.
Die Charaktere sind gut gezeichnet. Bei den Verdächtigen schwenkt man zwischen Sympathie und Antipathie, man rätselt mit, denkt man hat ihn, aber dann doch wieder nicht. Das macht Spaß und hält die Spannung konstant.
Was mich allerdings etwas gestört hat, waren die Szenen um Marie und Ben. Es ist schön, dass auch diese beiden wieder auftauchen. Allerdings wirkte die Szene rund um Marie sehr konstruiert. Es war eine nette Nebenhandlung, die aber eigentlich nicht hätte sein müssen. Es wirkte ein bisschen wie "Und jetzt müssen wir noch Marie irgendwo unterbringen". Auch das Ben wieder eine relativ große Rolle einnimmt, finde ich übertrieben. Gleich zweimal (in Bezug auf den ersten Teil) in eine Ermittlung von Daniel Zucker verwickelt zu sein, ist dann doch ein bisschen zu viel.
Aus diesem Grund ziehe ich einen Stern ab, kann das Buch aber guten Gewissens weiterempfehlen!
113 reviews1 follower
April 6, 2015
Nach einem Unfall ist Kriminalkommissar Daniel Zucker an den Rollstuhl gefesselt und darf offiziell nicht mehr vor Ort ermitteln. Immerhin hat er durchgesetzt, dass er von seinem Arbeitgeber ab und an als Sonderermittler angefordert wird. Meist geschieht das jedoch bei Fällen, deren Sachlage klar scheint.

Als die Meldung eines Mordes hereinkommt, glaubt Daniels Chef, diesen Fall schnell zu den Akten legen zu können, denn die einzige Zeugin ist geistig verwirrt und von einer Leiche gibt es keine Spur.

Daniel jedoch bohrt weiter und fördert Grausames zu Tage.




„Nr. 13“ ist der zweite Fall für das Ehepaar Zucker, aber das erste Buch von Laura Wulff, das ich gelesen habe. Leider war mir nicht bewusst, dass es dazu einen Vorgänger gibt.

Daher empfand ich den Einstieg in das Buch auch als sehr schwierig, denn die einzelnen Figuren werden nicht groß vorgestellt und manche Zusammenhänge werden einem wohl nur klar, wenn man auch „Leiden sollst du“ gelesen hat. So erfährt der Leser zwar, dass Daniel nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, aber wie es zu diesem Unfall gekommen sein mag, wird nicht mehr thematisiert. Auch dass Maries Cousin Ben zwei Wochen „Warnschuss-Arrest“ absitzen musste, hat wohl etwas mit den Vorgängen des ersten Falls zu tun. Was genau bleibt jedoch im Dunkeln.

Von daher fiel es mir schwer, mit den Protagonisten warm zu werden. Zu sehr betont mir Daniel bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, wie sehr ihn das Leben im Rollstuhl einengt und wie wenig ernst genommen er sich von seiner Umgebung fühlt.

Schwierigkeiten bereitete mir auch Laura Wullfs Schreibstil, sodass ich anfangs beim Lesen stockte und in meinem Lesefluss gebremst wurde. Definitiv kam mir das Wort „Wichsen“ zu oft und dann geballt vor.

Im Laufe der Handlung wurde es zwar besser, dennoch glaube ich, dass ich keinen weiteren Thriller von Laura Wulff lesen werde, denn auch die Auflösung der vielen Fäden hat mich am Ende eher verwirrt.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Lovely Girl.
185 reviews
May 30, 2016
Kritik:
Als ich den Klappentext gelesen haben gingen mir Begriffe wie Entführung, Thriller und Religion durch den Kopf. Da fiel mir gleich Cody Mcfadyen ein, denn er ist sehr bekannt für solche Geschichten. Während des Lesen bin ich stets mit gutem Gewissen ran gegangen.
Die erste Frage die ich mir stellte war, warum heißt es eigentlich Nr. 13? Das ist die Nummer für ein Haus, in dem ehemalige Sexualstraftäter wohnen. Die Nachbarschaft war natürlich nicht davon begeistert und schon gar nicht als noch ein Mord geschieht. Da gerät die Nachbarschaft komplett in Angst und Schrecken.
Dann beginnt die Arbeit der Polizei. Daran sind beteiligt Daniel Zucker und dessen Frau, Benjamin Mannteufel und der querschnittsgelähmte Hauptkommissar Daniel.
Der Schreibstil war hervorragend und mitfühlend. Die Protagonisten sympathisch, aber es tauchen zu viele private Probleme auf.

Zu bemängeln ist, dass der Prolog sehr detailliert die Vergewaltigung eines Jungen von einem Mönch beschrieben hat, und im Laufe des Buches wird nichts über die erwähnt.
Das Besondere jedoch ist, dass es sich bei dem Buch um den zweiten Teile einer Reihe handelt. Aber man kann sich das Buch auch ohne vorher den ersten Teil zu lesen vornehmen.
Dennoch muss ich sagen, dass es mich nicht mitreißen konnte. Klar, es ist ein heikles Thema, aber es ist eines dieser typischen Krimis, in denen sie auf der Suche nach dem Mörder sind.

Fazit:
Bilder von Laura Wulff
Mysteriöses Cover mit einer spannenden Handlung, die durch die außerdienstlichen Probleme der Protagonisten verblasste. Es ist definitiv lesenswert, denn dazu muss nicht der erste Teil gelesen werden.
Profile Image for Kerstin.
746 reviews24 followers
May 3, 2014
Kurzfazit:
- Ansprechendes Ermittler-Ehepaar
- Hauptthema Pädophilie, die im Prolog bereits sehr heftig und detailreich geschildert wird und wirklich nichts für zartbesaitete Leser ist!
- Schwieriges Thema, das schockiert, aber auch zum Weiterlesen verleitet
- Sehr realistische Schilderungen, die dem Leser längere Zeit im Gedächtnis bleiben und zum Nachdenken anregen

Daher eine gute 4-Sterne-Bewertung, aber wirklich kein Buch für Leser, die nicht mit dem oben genannten Thema zurecht kommen!
Displaying 1 - 10 of 10 reviews

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