„Die Spiele der Unsterblichen“ ist ein Einzelband welcher unter 400 Seiten umfasst. Es ist ein jugendliches Fantasy-Buch inspiriert von der griechischen Mythologie rund um die Gottheiten des Olymps und deren Grausamkeit den Menschen gegenüber.
Alle Paar Jahre findet ein Wettkampf statt, den die Götter zu ihrem Vergnügen veranstalten. Ein jeder von ihnen sucht sich unter den Menschen einen Spieler oder eine Spielerin aus, um ihn oder sie für sich antreten zu lassen. Für die Götter ist dies nur ein Spiel, für ihre Spieler geht es um alles.
Unsere Protagonistin Ara nimmt voll Rache getrieben an den Spielen teil und tretet für Hades an, den Gott der Unterwelt. Während ihrer gemeinsamen Zeit, stellt sich heraus, dass Hades gar nicht der grausame dunkle Herrscher ist, für den ihn alle halten. Er besitzt ein weiches Herz und ist der gütigste unter den Göttern, was schließlich dazu führt, dass er und Ara sich näher kommen.
Die Autorin hat gute Arbeit geleistet die Götter so darzustellen wie in den antiken Sagen, nämlich grausam und egoistisch. Sie scheren sich nicht um die Menschen, vor allem nicht, wenn aus ihnen kein Vorteil gezogen werden kann. Hades' Darstellung ist anders als in anderen Medien dargestellt. Er ist hier ein totaler Softie, der absolut gegen Gewalt und Ungerechtigkeit ist.
Ara ist eine starke Protagonistin. Sie ist motiviert von Rache, bleibt dabei ihren Mitspielern gegenüber immer fair und bildet sogar Allianzen bis hin zu Freundschaften. Es war schön mit anzusehen, wie sich aus den Spielern eine richtige enge Gemeinschaft bildete, umso trauriger war es, dass es natürlich nicht alle bis zum Ende des Spiels lebendig rausschaffen.
Die Herausforderungen, denen sich die Spieler stellen mussten waren sehr gut ausgeklügelt. Sie waren spannend und man war neugierig zu erfahren, wie die Spieler sie überwinden würden.
Der Schreibstil ist wunderbar. Er ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Man kann förmlich in die Geschehen eintauchen und alles lebhaft vor Augen sehen.
Was mich nicht gänzlich überzeugen konnte, war die Romantik in diesem Buch. Da ich nichts vorwegnehmen möchte, kann ich nur sagen, dass es mir zu schnell ging.
Trotz, dass es sich hierbei um ein Einzelband mit unter 400 Seiten handelt, hat die Geschichte genug Spannung kreiert um mich unterhalten zu können. Ich hatte viel Spaß beim Lesen.