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娜斯佳的眼泪

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1993年的一天,娜塔莎在家里放了一张俄语唱片,身旁的清洁女工娜斯佳突然泪流满面,她这才意识到,娜斯佳是母亲去世后首个和自己产生交集的乌克兰人,她不仅在基辅受过高等教育,还是土木工程师……

她是怎么从乌克兰的高级工程师摇身一变成了柏林清洁女工的?为什么没有护照也要去德国?又如何和大学恋人分别,再嫁给了德国的楼房管理员?《娜斯佳的眼泪》延续了“马里乌波尔三部曲”前两部的脉络,聚焦于一位来德的乌克兰女性,串联起无数东欧人在20世纪90年代前后的遭遇,讲述截然不同的两个世界缝隙与时代转折下,一个人的破碎与一代人的四散流离。

187 pages, Hardcover

First published August 17, 2021

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About the author

Natascha Wodin

19 books34 followers

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5 stars
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Displaying 1 - 30 of 49 reviews
Profile Image for Mina.
190 reviews23 followers
March 20, 2023
Nastja putzt in Berlin die Wohnungen anderer Leute und gerät dabei auch über eine Stellenanzeige an die Ich-Erzählerin in Natascha Wodins Roman “Nastjas Tränen”, die ebenso wie Nastja ukrainische Wurzeln hat. Mit den titelgebend Tränen beginnt eine sanfte Freundschaft zwischen den beiden Protagonistinnen: Als die Erzählerin eines Tages in Nastjas Gegenwart ukrainische Volksmusik spielen lässt, wühlt sie in dieser ein schmerzhaftes Heimweh auf und öffnet damit die Schleusen für eine neue Vertrautheit mit ihrer Reinigungskraft, die im Laufe der Zeit zur Freundin wird. Das Buch erzählt auch von Nastjas ukrainischer Herkunft, gibt uns aber vor allem einen tiefen Einblick in die Schwierigkeiten, mit denen sie in Deutschland konfrontiert wird.

Als das Regime Anfang der 1990er Jahren in der Ukraine zusammenbricht, wandern viele aus - auch Nastja hat in ihrem Heimatland keine Möglichkeit mehr, genügend Geld für sich und ihre Familie zu verdienen. Aus einem zunächst für wenige Monate geplanten Aufenthalt in Berlin werden Jahre - Jahre ohne Visum und mit ständiger Angst vor den Konsequenzen. Nastja opfert sich auf, um jeden Monat den Großteil ihres Lohns nach Hause zu ihrem Enkel zu schicken. In Deutschland kommt sie nie richtig an, lernt die Sprache nicht und begnügt sich mit einem Minimum an Habseligkeiten. Auch die Ehe mit einem Deutschen ändert daran nichts, sondern strapaziert ihre Leidensfähigkeit nur noch mehr.

Natascha Wodin zeichnet nicht nur die Einzelheiten in Nastjas Lebenslauf nach, sondern versucht, sie uns als Menschen nahezubringen. Wir nehmen sie zwar immer nur aus der Perspektive der Ich-Erzählerin wahr, können aber durch fein beobachtete Verhaltensweisen immer wieder zu ihrem Wesen, ihrer Prägung und ihrer Einstellung vorzudringen. Der Autorin gelingt es meisterhaft, dieser unscheinbaren Frau, die ihr Leben lang versucht, unter dem Radar zu leben, eine Bildfläche zu geben und ihr vor allem Verständnis und Respekt entgegenzubringen. Ich war beim Lesen wirklich zutiefst bewegt von Nastjas Geschichte, die stellvertretend für die Erfahrungen zigtausender illegaler Einwanderer stehen kann, die immer wieder aufgeschrieben und gelesen werden sollten..

Viele Parallelen der Ich-Erzählerin zu der Autorin selbst legen nahe, dass es sich um ein autofiktionales Werk handelt. Mit diesem Einblick hat mich Natascha Wodin definitiv für sich gewonnen und nun neugierig auf ihre anderen Bücher gemacht, allen voran “Sie kam aus Mariupol”.
773 reviews98 followers
November 3, 2022
4,5 - Natascha Wodin describes the life of her Ukrainian cleaning lady, Nastja. Nastja's life is at once ordinary and extraordinary, as for most people born in the Soviet Union. But mostly it is tragic.

As in the brilliant family history 'She Came from Mariupol' (one of the best books I read) Wodin recounts Nastja's life in clear, concise language. Her youth, education and marriage in Kiev, the horrible living conditions and - after the collapse of the Soviet Union - her illegal migration to Germany, her marriage with a disgusting German and her brief time living together with Natascha Wodin.

The first part of the book does extremely well to portray the surreal bureaucracy of the Soviet Union. No matter how often I read about this period in history, it remains astonishing.

But the second half of the book is equally strong and a timely reminder of the hard lives of immigrants in Western society.
Profile Image for Armin Klica.
138 reviews28 followers
September 11, 2024
4.5/5

“Nastja und ich umarmten uns. Wir glaubten immer noch nicht so recht, dass es jetzt ernst wurde. Alles hatte mit den Tränen angefangen, die sie nicht zurückhalten konnte, als ich einst, vor vielen Jahren, da sie noch meine Putzfrau gewesen war und für Deutschland keine Aufenthaltserlaubnis gehabt hatte, die Schallplatte mit der ukrainischen Musik auflegte, um ihr eine Freude zu machen.”

Habe ich in einem Rutsch gelesen. Mochte ich sehr, vor allem wie Natascha Wodin ihren Sätzen an Authentizität und Offenheit verleiht!

Warum man das Z-Wort verwenden muss, weiß ich nicht. Und warum man den abwertenden Begriff „Junkie“ für „Drogenabhängiger“ verwendet, bleibt genau so ungeklärt und offen, wie das fiktive Empfinden der Frau: Ob sie wirklich jemals so gefühlt hat, wie beschrieben? Man weiß es nicht.
Profile Image for Schlimme Helena.
111 reviews117 followers
May 14, 2022
Es ist das zweite Buch von Natascha Wodin, dass ich allerdings als Hörbuch bei längeren Autofahrten gehört habe. Mag es sehr, wie sie schreibt.
117 reviews1 follower
September 21, 2021
Ein wunderbares Buch, aber keine leichte Kost. Mein nächstes - vielleicht mal eine Rosamund Pilcher mit Happy End inbegriffen ;-).
Profile Image for Reyer.
473 reviews45 followers
January 6, 2025
She Came from Mariupol by Natascha Wodin (1945) is one of those books that put a face to a gruesome chapter of history. While I wasn’t entirely convinced by her writing style, the subject matter left a lasting impression on me – enough to prompt me to pick up her 2021 novel, Nastja’s tranen, which has yet to be translated into English. In this novel, the German author recounts the story of her former housekeeper-turned-friend Nastja, who was once an engineer for Kyiv’s Urban Planning Department.

Ze moest nu vaak aan De broers Karamazov van Dostojevski denken, aan het gesprek tussen de grootinquisiteur en Christus, die voor de tweede keer op aarde was gekomen om de mensen vrijheid te brengen, en voor de tweede keer ter dood veroordeeld was, want nooit is er voor de mens en de menselijke samenleving iets onverdraaglijkers geweest dan vrijheid, aldus de grootinquisiteur. Was dat zo? Was zij, Nastja, nu voor het eerst in haar leven vrij? Betekende de vrijheid waarnaar ze zo had gesnakt dan dat je niet meer beschermd werd, dat jij niemand meer kon schelen, dat het voor niemand meer een rol speelde of jij in leven bleef of doodging?


Nastja’s story is intense and, while unique, exemplary for the experiences of many others fleeing poverty and living in illegality. I found it particularly disturbing to read about those who intentionally profit from people in such distress. In her search for a way to survive for herself and her loved ones, Nastja is tossed around like a rag doll. Her introverted attitude somewhat reminded me of Leïla Slimani’s nanny in Chanson douce . Occasionally, there is room for some wit. After her German husband’s death – a relation of financial abuse – Nastja is quick to brush off his call girls:

‘Achim niet thuis,’ zei ze met haar zware Russische accent, ‘maar ik heb zijn telefoon.’ Vervolgens gaf ze de hoorbaar frivool gestemde dames het nummer van de uitvaartonderneming.


Wodin has a sixth sense for uncovering compelling stories that delve deep into the human condition. Unfortunately, her writing itself isn’t that great. In both novels, the author provides extensive detail, as though she is more intent on documenting everything than crafting a story with literary merit. Whenever the narrative reaches a peak, it’s usually due to Nastja rather than Wodin’s prose. I found the last chapter engaging, though, where she reflects on her own relation with Nastja.
Profile Image for Bine.
131 reviews1 follower
March 17, 2022
Berührend und einfühlsam erzählt. Wohin zeichnet das Leben einer Ukainerin nach, wie es vermutlich viele so oder so ähnlich geführt haben. Viele Aspekte der Geschichte kommen dabei zum Tragen.
Profile Image for Helene.
27 reviews1 follower
March 21, 2022
"Nastjas Tränen" ist ein Buch, das mir eine völlig andere Welt eröffnet hat. Die (deutsche) Erzählerin mit ukrainischen und russischen Wurzeln berichtet vom Leben ihrer Haushaltshilfe Nastja, welche eines Tages in Tränen ausbrach, als die Erzählerin ukrainische Musik auflegte. Nastja und die Erzählerin freunden sich an und Nastja teilt ihre Lebensgeschichte:
(nach der inhaltlichen Beschreibung kommt meine persönliche Rezension)

(SPOILER - BEGINN)
Sie wurde in der Ukraine kurz vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion geboren, berichtet von ihrer Kindheit, ihrer Familie, wie sie ihren Mann traf, ein Kind bekam, als Tiefbauingenieurin in Vollzeit arbeitete und gleichzeitig als Mutter funktionieren musste. Sie erzählt vom Mangel, vom Elend, aber auch von der unglaublichen familiären Liebe, die ihr Leben in der Ukraine auszeichneten. Als nicht nur Lebensmittel sondern auch Arbeitsplätze immer knapper werden und Nastjas Tochter, mittlerweile selbst Mutter, ihren Sohn zu Nastja und deren (inzwischen) Ex-Mann gibt, um ins Unbekannte zu fliehen, fasst Nastja die Entscheidung, mit einem vorübergehenden Visum in Deutschland zu arbeiten, um ihre Familie, vor allem ihren Enkelsohn, ernähren zu können. Mit Putzen in privaten Haushalten verdient sie Geld, von dem sie den Großteil in die Ukraine sendet. Doch dann kommt das Ablaufdatum ihres Visums und Nastja weiß nicht, was sie tun soll. Als Bürgerin der ehemaligen Sowjetunion fürchtet sie die Willkür staatlicher Behörden, aber sie fürchtet auch, was aus ihrer Familie wird, wenn sie nicht mehr durch das Geld aus Deutschland ernährt werden können. Zu diesem Zeitpunkt berichtet Nastja der Erzählerin von ihrem Schicksal und die Erzählerin versucht, Nastja zu helfen, in Deutschland bleiben und weiterhin arbeiten zu können. Die Ukrainerin heiratet einen Deutschen mit der Aussicht, nach sechs Jahren Ehe endlich eine unbeschränkte Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Doch ihr neuer Mann lebt auf ihre Kosten und beschert Nastja sogar noch mehr Arbeit, als sie ohnehin schon hat...
(SPOILER - ENDE)


Während des Buches habe ich mich immer wieder gefragt, wie viel Leid ein Mensch bloß ertragen kann. Nastjas Stärke, ihr Durchhaltevermögen, ihre Selbstlosigkeit und ihre Liebe haben mich tief berührt. Gerade als Kind des "kapitalistischen Individualismus" (wenn man so will) konnte ich durch die Geschichte um Nastja endlich spüren, was Menschen antreibt, die ihr gesamtes Leben wie selbstverständlich führen, um anderen ein besseres Leben als sich selbst zu ermöglichen. Das Buch hat mir eine völlig andere Kultur und Denkweise so authentisch nähergebracht, dass ich oft Gänsehaut bekam, wenn mir bewusst wurde, wie sehr sich das, was mich der Roman gerade fühlen lässt, von den Empfindungen in meinem eigenen Alltag unterscheidet. Jemandem eine völlig andere Perspektive so nahe zu bringen, quasi nebenbei und derart bescheiden, als sei dies völlig unspektakulär - das hat mich enorm beeindruckt. Wodin schreibt so schön, so sacht, so echt.
Wenn ich es richtig verstanden habe, beruht Nastja auf einer realen Person. Das spürt man in jedem Satz des Buches. Sie ist keine bloße Romanfigur, sondern ein ganzer Mensch.
Ich danke Wodin dafür, dass sie dieses Buch geschrieben hat. Berührend, empathisch, lehrreich. Einfach wunderschön.
Profile Image for Lotte.
23 reviews2 followers
October 23, 2021
In klarer Sprache beschreibt die Autorin das Leben einer ukrainischen Putzfrau in Deutschland und lässt uns die Abgründe zwischen der östlichen und der westlichen Welt erahnen. Ein beeindruckendes Buch über Migration.
Profile Image for Nika.
250 reviews38 followers
August 19, 2023
Nastjas Tränen - Natascha Wodin

Dieses Buch war ein absoluter Glücksfund. Auf die Autorin bin ich gestoßen, als ich jene gesucht habe, die entweder Ukrainer sind oder ukrainische Wurzeln haben. Letzteres hat mich auf Natascha Wodin gebracht. Ihr Roman ist stark mit ihren persönlichen Hintergründen verwoben, in dem sie über das Schicksal und das Leben einer ukrainischen Frau erzählt, die nach Deutschland auswandert.

Der Schreibstil der Autorin zog einen sofort in den Bann der Geschichte und sobald ich das Buch begonnen hatte, wollte ich es gar nicht mehr weglegen. Es las sich leicht und flüssig, man war gespannt zu erfahren, was als nächstes passieren würde und man war interessiert an dem Schicksal der Hauptperson. Das Besondere daran war, wie distanziert manche schockierende Vorfälle geschildert wurden. Ohne etwas von der Handlung zu verraten, es wurde ein Kind sowohl von seiner Mutter, als auch zweimal von seiner Großmutter zurückgelassen, jedoch wurden nicht die Gefühle zum Ausdruck gebracht, wie es den beiden Frauen dabei erging. Meiner Meinung nach war es auch passend, da es den Geisteszustand der damaligen Zeit gut beschrieb. Es ging um das Überleben und seine Familie auf jene Art und Weise zu unterstützen, die einem zur Verfügung stand. Über mentale Gesundheit oder welche Trauma ein derartiges Verhalten hinterlassen könnte, machte man sich keine Gedanken:

Wir in Deutschland waren es gewohnt, uns Fragen nach unserer Herkunft, unseren Eltern, unserer Kindheit, unserer Prägung zu stellen, wir gingen zu Psychotherapeuten, um uns selbst auf die Spur zu kommen, uns als Individuen zu finden, die Schatten, die uns bedrängen, aufzulösen. All das war Nastja fremd. In ihren Augen war der Mensch ein genetisch festgelegtes Wesen, das sich nicht verändern konnte. Sie hatte gelernt, dass die Psychologie eine bürgerliche Wissenschaft war, und sie glaubte nicht daran, dass sie den Menschen half.
S. 155


Dennoch wirkte die Erzählung so echt, dass sie genauso im wirklichen Leben hätte vorkommen können. Themen wie die Identität eines Menschen, das Leben in der Sowjetunion, der Umzug in ein neues Land, wo man nicht die Sprache beherrscht und das ewige kämpfen nach "Freiheit" wurden angesprochen. Mich hat es persönlich sehr berührt, da viele der Punkte darin sich mit Ereignissen in meiner Familie überschnitten haben. Ich würde das Buch zusätzlich als Paradebeispiel dafür verwenden, weshalb der Kommunismus einfach nicht als Gesellschaftsmodell funktionieren kann:

Täglich acht Stunden und länger Kampf mit Misswirtschaft und Desorganisation, mit den oft unüberwindbaren Schwierigkeiten der Materialbeschaffung. Nach der Arbeit bei jedem Wetter das Schlangestehen vor den Geschäften, in deren Schaufenstern meist nur große Pyramiden aus Mayonnaisegläsern zu bestaunen waren. Außer Brot waren Mayonnaise und Nudeln das Einzige, was es immer gab, nach allem, was man zusätzlich brauchte, musste man sich anstellen, manchmal stundenlang, man musste es "erstehen", auch so einfache Dinge wie Kartoffeln und Mehl. An Obst, Gemüse, Zucker und vieles andere war meist nicht zu denken [...].
S. 23


Solche Beschreibungen wurden mir bereits von meiner Großmutter, sowie meiner Mutter geschildert, dass es ihnen in der Ukraine genauso dabei ging. Dadurch, dass die Hauptperson Ukrainerin war, gab es immer wieder Einblicke, was Menschen nach der Zerfall der Sowjetunion in diesem Land charakterisiert hat.

So hatte sie das in ihrem Land erlebt, einem Land, in dem die Menschen den Staat verfluchten und zugleich von einer tiefen, irrationalen Machtgläubigkeit waren, von der sie aber nichts wussten.
S. 156


Die Neuauflage des Buches, die ich gelesen habe und die in 2023 veröffentlicht wurde, kam mit einem besonderen Extra. Es wurde nachträglich ein Nachwort hinzugefügt, worin einige Details zum Ende der Geschichte ergänzt wurden. Ich würde euch deshalb dazu raten, die neuere Ausgabe aufzusuchen, wenn ihr gerne das Buch lesen würdet. Wie nach dem Auslesen von jedem Buch auf deutsch, mache ich mich auf die Suche nach Lesungen mit dem Autor und wurde bei "Nastjas Tränen" im Literaturhaus Berlin fündig. Wenn euch das Buch berührt hat, würde ich euch die erste Hälfte der Lesung stark ans Herz legen (mit dem Disclaimer, dass die Aufnahme von vor Anfang des Krieges in der Ukraine stammt). Darin kann man mehr über kleine Details wie zum Beispiel die Widmung und welche Bedeutung sie hat erfahren, welchen Stand die Autorin zu den im Buch angesprochenen Punkten hat und vor allem welche autobiographischen Momente darin enthalten sind. Moderiert wird die Diskussion von Dmitrij Kapitelman, der selber auch Ukrainer ist und von dem ich das Buch "Eine Formalie in Kiew" gelesen und ebenfalls mit 5/5 ★ bewertet habe.

Dieser Roman ist eine absolute Weiterempfehlung meinerseits, wenn man sich emotional in der Verfassung fühlt, eine komplizierte Lebensgeschichte über sich ergehen zu lassen. Ich bin sehr froh darüber, die Autorin über "Nastjas Tränen" entdeckt zu haben und bin gespannt, ihre weiteren Bücher, "Sie kam aus Mariupol" und "Irgendwo in diesem Dunkel" , bald zu lesen.

Weitere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: KHVBooks.com
Profile Image for Kerstin.
11 reviews5 followers
April 5, 2023
Ich werde nun (zumindest eine gewisse Zeit) aufmerksamer die Menschen in Berlin beobachten, anders durch Berlin laufen, der Stadt, in der auch die Erzählung spielt.
Wodin erzählt das sehr bewegte Leben der Ukrainerin Nastja, berichtet von ihrem langen Weg nach Berlin, ihren arbeitsreichen Jahren in der Illegalität, ihrem Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft, die doch nicht die Sehnsucht nach der Heimat und der Familie stillen kann. Wie umfassend vermutlich jedes einzelne Schicksal eines jeden Sans Papiers ist - egal wo auf der Welt - und wie zufällig unsere Geburt uns auf eine bestimmte Seite stellt...
(Als Hörbuch wunderbar gelesen von Martina Gedeck)
Profile Image for Tom Hendrikx.
95 reviews
May 31, 2024
Dies ist das dritte Buch von Natascha Wodin, das ich gelesen habe, und ich finde, es ist hervorragend geschrieben.

Was für eine Geschichte über Nastja, die sich aus verschiedenen Gründen nirgendwo zu Hause fühlen kann und jahrelang von ihren geliebten Verwandten getrennt leben muss. Und die als Flüchtlingin, die in einem anderen Land untertauchen will, auf vielfältige Weise ausgenutzt wird. Und die sich schließlich mit dem Krieg in der Ukraine auseinandersetzen muss.

Und was für einen schönen Einblick gibt dieses Buch in das Leben und Denken der Autorin. Eine schöne Vertiefung und Erweiterung ihrer früheren Bücher und ihrer Beziehung zu ihrer längst verstorbenen Mutter.
Profile Image for Elisa Goudriaan.
Author 4 books41 followers
August 22, 2022
Bijzonder verhaal over hoe een Oekraïense vrouw die in Duitsland woont, altijd tussen twee culturen en twee systemen blijft leven. Dit boek is minder persoonlijk dan de verhalen over Natascha Wodins moeder ('Ze kwam uit Marioepol') en vader ('Ergens in dit duister'), maar toch is het een heel intiem verhaal over hoe haar eigen Oekraïense werkster toch diepe snaren raakt bij haar, omdat ze in deze vrouw haar moeder en een deel van haar eigen geschiedenis herkent. Ze worden vriendinnen, maar blijven toch ook onverenigbaar verschillend, een van de spanningselementen van het boek.
Profile Image for Hannah Rebecca.
41 reviews
March 31, 2024
Das Buch ist sehr spannend und sehr traurig. Nastja hat einen Schicksalsschlag nach dem nächsten. Ich habe mich während des Lesens gefragt, warum sie nicht nach der Aufenthaltsgenehmigung in einer seriösen Putzfirma angefangen hat und damit in die Rentenversicherung und so eingezahlt hätte. Oder warum die Schriftstellerin ihr das nicht gezeigt hat. Aber vielleicht hat sie das getan und es kommt nur nicht vor, weil es aus irgendeinem Grund nicht ging oder Nastja das nicht wollte. Auf jedenfall war das Buch so gut, dass ich es an einem Tag durchgelesen habe.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for himbeerbuch.
426 reviews41 followers
March 17, 2024
Ein eindringliches Buch über eine ukrainische Frau, pointiert und intensiv.
In gewisser Weise kam es mir manchmal ein wenig exploitativ vor, wie über sie geschrieben wurde; oder vielleicht auch eher, zu wenig reflektiert auf der erzählenden Seite; ein Problem, das ich seltsamerweise mit vielen autofiktionalen Büchern habe... es gab einige generalisierende bzw. unkritisch eingeordnete Aussagen seitens Erzählerin, wenn es z.B. um die "slawische Seele" ging oder die Psyche eines Täters.
Andererseits habe ich sehr viel mitgenommen und markiert; wer wissen möchte, wie Antislawismus aussieht und welche historischen Grundlagen er hat, der sollte dieses Buch definitiv lesen.
Profile Image for Violette.
38 reviews1 follower
July 5, 2022
Je le recommande trop, c'est une histoire vraie vraiment bien racontée. C'était très agréable à lire et j'ai vraiment appris et réalisé des choses sur l'histoire de l'Ukraine et sur l'immigration en général.
Profile Image for Cha.
11 reviews
May 20, 2024
Sehr bewegende Geschichte. Nicht ganz mein Schreibstil.
Profile Image for Jakob.
7 reviews
March 15, 2025
Eines der besten Bücher die ich je gelesen habe
Profile Image for Yiwei.
126 reviews4 followers
February 1, 2025
第一次了解东欧移民的身份困境,除了文化上的隔阻,感同身受最多的是居留身份要到期的无奈,此时,活着就是目标,无关尊严。
Profile Image for Lauri van Oosterom.
627 reviews11 followers
March 10, 2023
Een hartverscheurend, maar tegelijkertijd ook prachtig boek. Wat een indrukwekkend leven heeft Nastja gehad, je kunt je er nauwelijks iets bij voorstellen. Wederom een pareltje van schrijver Natascha Wodin. Ik heb het in één ruk uitgelezen.
Profile Image for YvonneN.
182 reviews3 followers
August 26, 2021
Als Natascha Wodin 1992 aus der Südpfalz nach Berlin zieht, sucht sie jemanden, der ihr beim Putzen hilft. Sie gibt eine Annonce auf, und am Ende fällt die Wahl auf Nastja aus der Ukraine, dem Land, aus dem Natascha Wodins Eltern stammten, die im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt wurden.

„Die Treppe herauf kam eine sehr schmale, schüchtern wirkende Frau, die etwa fünfzig Jahre alt sein mochte, aber aussah wie ein Mädchen. Sie trug Jeans und einen Rucksack auf den Schultern, auf den ersten Blick hätte man sie für eine typische Erscheinung der Prenzlauer-Berg-Szene halten können, doch bei näherem Hinsehen verrieten das altmodische, verwaschene Blüschen und die manierliche Haarspange die Herkunft aus einem anderen Teil der Welt.“ (S. 9)

Doch kaum ist Nastjas Visum abgelaufen, schlittert sie in das Leben einer Illegalen, wird Teil der riesigen Dunkelziffer an Untergetauchten im Dickicht der neuen, noch wildwüchsigen deutschen Hauptstadt. Für Natascha Wodin ist es, als würde sie von ihrem Schicksal erneut eingeholt. Im Heimweh dieser Ukrainerin, mit der sie mehr und mehr eine Freundschaft verbindet, erkennt sie das Heimweh ihrer Mutter wieder, die daran früh zerbrochen ist. Sie fühlt sich der Frau verbunden und versucht ihr dabei zu helfen, in Deutschland Fuß zu fassen. Doch ein Teil ihrer Hilfsaktionen führt zu grotesken Situationen und absurden Wendungen in Nastjas Leben. Zwar bekommt sie die deutsche Staatsangehörigkeit, aber nur über eine üble Heirat und muss dafür auch ihren ukrainischen Pass abgeben. Doch es ist nicht jedem möglich in der östlichen und westlichen Welt gleichzeitig zu leben und als Nastja dann irgendwann doch in die Ukraine zurückkehren will, muss sie feststellen, dass ihr jetzt nur noch ein befristetes Touristenvisum für ihre Heimat zusteht.

Eine sehr berührende Geschichte, auch aufgrund ihres authentischen Charakters. Denn Nastja ist keine rein fiktive Romanfigur, sondern hat ein reales Vorbild, das einen gleichzeitig den Schrecken von stalinistischen Terror, nationalsozialistische Verbrechen, sowjetische Diktatur und den Zusammenbruch des Sozialismus erahnen lässt. Das macht jedoch auch das Verhalten und die Ängste Nastjas begreifbar und nachvollziehbar, ihre Zerrissenheit und ihr ausgeliefert und ergeben Sein in Situationen und Begebenheiten, die eigentlich kaum zu ertragen sind.

Natascha Wodins Sprache ist dabei eher nüchtern und doch gelingt es ihr, bei der Geschichte einen Sog zu entwickeln, der nicht mehr los lässt. Es ist ein wenig so, als nähme man gegenüber der Autorin Platz und ließe sich von ihr in aller Ruhe diese besondere Geschichte rund um ihre Putzfrau erzählen. Eine Geschichte von Unsicherheiten, Ungerechtigkeiten, aber auch von dem leisen Kampf ums Überleben, von Heimat, dem Verlust derselben und den doch immer bleibenden Wurzeln. Empfehlenswert!
539 reviews36 followers
March 11, 2023
Postief: een boeiend tijdsdocument dat de situatie in Rusland en Oekraïne goed schetst.
Negatief: nogal chaotisch verhaal, niet voldoende uitgewerkt wellicht bij gebrek aan voldoende informatie van de hoofdpersoon, terwijl er anderzijds soms te veel aandacht aan details wordt besteed.
Het verhaal bevatte ook nogal veel leed, kommer en kwel.
Wat me ook stoorde is dat communisme gelijkgeschakeld wordt met stalinisme. Dat een, overigens zeer kwalijke periode of uitwas in een communistisch regime altijd wordt gebruikt om kritiek te hebben op het communisme als leer, alsof er in kapitalistisch georiënteerde regimes nooit misbruiken of kwalijke aspecten zijn.
Profile Image for Annette Kaiser.
248 reviews2 followers
January 29, 2022
Geschenk von andrea und Treffer ins Herz. Man was geht es uns gut im Wohlstandswesten und hier geboren. Nach der Lektüre ist mein Interesse für die Ukraine erwacht und ich verstehe den momentanen Spannungen zwischen Russland und der ukrainischen Bevölkerung nach. Wie schwer ist es da Partei zu ergreifen…..
415 reviews
June 21, 2023
Berührend, traurig und gleichzeitig wunderschön!!! Ich habe viel gelernt und einen mir neuen Einblick in das Leben einer fremden Frau.
Der Umgang mit der Thematik hat mir absolut gut gefallen. Neben vielen informativen Inhalten wurde die Geschichte durch einige Sidefacts gefüllt.
Die Härte wurde nicht beschönigt oder in den Hintergrund gestellt.
Displaying 1 - 30 of 49 reviews

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