Auf dem Pazifik-Atoll Gondwana haben sich die obersten Vertreter der monotheistischen Weltreligionen zusammengeschlossen und die gesamte Menschheit einer sakralen Ordnung unterworfen: Alle Regeln aller Religionen gelten jetzt für alle. Doch dann erschüttert ein Mord auf der Insel das harmonische Miteinander der Konfessionen. Aus Angst vor neuen Religionskonflikten beschließt die Glaubensaufsicht in Lyon, vorerst nur einen inoffiziellen Ermittler nach Gondwana zu entsenden: den radikal-atheistischen Inspector Platon Ahorn. Mit seinen unkonventionellen Methoden kommt er der Wahrheit immer näher und droht schließlich die ganze Welt ins Chaos zu stürzen.
Die Idee ist vielversprechend. Die vier großen monotheistischen Weltreligionen haben sich zu einer gemeinsamen Organisation durchgerungen: Vorzeigeobjekt ist die Insel der Gondwana, wo die vier anonymen Herrscher ebendiese Religionen vertreten und wo alle Bewohner dieselben Regeln – nämlich ein Konglomerat aller Verbote dieser Religionen, d.h. Katholizismus, Islam, Protestantismus und Judentum – befolgen müssen. Als ein Mord geschieht wird ein Inspektor zwecks Aufklärung eingeflogen. Dieser ist Atheist, denn ein konfessionell gebundener Ermittler könnte für Unfrieden sorgen. So weit so gut, aber der Roman knüpft Kalauer an Kalauer. Der Werbetexter Urban kommt ihr deutlich zum Vorschein. Hin und wieder stand wohl der Film „Shutter Island“ Pate. Und dass der Ermittler selbst ein Macho ist, macht es nicht besser. Die Comics lockern zwar einerseits auf, das comichafte der Schreibweise (Achz, Würg, Grmmpf) ist allerdings mehr als nervig.