ie kleine Julia wächst geborgen in einer warmherzigen Familie auf. Zu ihrem sechsten Geburtstag bekommt sie die Puppe Emma geschenkt, die sie sich schon lange gewünscht hat. Gleich darauf beginnt der Zweite Weltkrieg, und langsam – zunächst fast unmerklich – verändern sich die Verhältnisse um sie herum ...
Ursula Fuchs wurde 1933 in Münster in Westfalen geboren, hat 17 Jahre in Kassel gelebt und wohnt heute mit ihrer Familie in Darmstadt. Sie schreibt Kurzgeschichten, Fernseh- und Rundfunksendungen und Bücher für Kinder.
Über ihr Schreiben sagt sie: "Da ich viel in Schulen lese, ist für mich dieses Annehmen und Umsetzen durch die Kinder immer wieder voller Wunder. Was ich mir so innerlich ausdenke, wird von den Kindern so offen aufgenommen.
Ich wollte immer etwas für Kinder mit Kindern machen - und landete bei der Zeitung - machte dort meine ersten Schreibversuche. Nun schreibe ich für Kinder - und das macht sehr glücklich."
Ich finde Literatur über den Weltkrieg aus der Sicht von Kindern immer etwas Besonderes. Obwohl die Kinder selbst das Ausmaß meist nicht ganz erfassen, bekommt man doch einen Einblick in die Zustände und das Elend und vor allem auch die individuellen Auswirkungen während des Krieges. Vor allem macht es einfach traurig. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb mal wieder ein lesenswertes Buch.
Ein sehr bewegendes Buch. Wird mussten es damals in der dritten Klasse mit 8/9 Jahren lesen. Damals hat mich das Buch total traumatisiert. Jetzt habe ich es mit 23 nochmals gelesen. Und es geht wirklich unter die Haut. Sehr bewegend alles aus der Sicht einer 6-12 jährigen zu erfahren. Man muss dabei immer im Hinterkopf behalten, dass es andere Zeiten waren und Eltern ganz anders mit ihren Kindern und deren Bedürfnissen umgingen. Vielen fand ich teilweise grenzwertig. Was das Buch aber in keinem Fall abwertet! Den Schreibstil find ich teils fragwürdig. Er spiegelt definitiv die Sprache eines Kindes wider. Aber es ist oft vom Stil „ich trage Schuhe. Die Schuhe sind schön. Also hab ich die Schuhe mitgenommen. Dann habe ich die Schuhe xy gezeigt“. Also super viele Wiederholungen des einen Wortes. Ist einfach nicht meins.
Dieses Buch wurde mir in der Schule von einem Lehrer empfohlen, nachdem wir "Friedrich" von Hans Peter Richter gelesen hatten. Da ich die Schullektüre entsetzlich traurig fand, habe ich "Emma" erst jetzt (30 Jahre später) gelesen. Ich muss sagen, mein Lehrer hatte recht.
Dieses Buch ist nicht ganz so traurig wie "Friedrich", schildert aber genau so intensiv das Leben im 3. Reich. Beim lesen ertappte ich mich oft dabei, mir die Tränen abzuwischen -- das zeigt, wie emotional bewegend die Geschichte für mich war.
Ich empfehle dieses Buch allen, die sich mit dem 3. reich beschäftigen. Allerdings sollten Eltern, deren Kinder empfindlich sind, es zuerst lesen, um zu sehen, ob es für ihr Kind passend ist.