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Künstler, Leib, Eigensinn

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Der Florentiner Manierist Jacopo Pontormo führte akribisch Buch über seine Mahlzeiten und seine Verdauung, Michelangelo zeichnete neben Meisterwerken auch Einkaufszettel für den Marktgang. Und während Dürer sich für seinen Fuß den perfekten Schuh designte, trieb Francesco Borromini seine Werkkritik bis zur Selbstauslöschung seines Körpers. In die spätestens seit der Renaissance geführten Debatten, was den persönlichen Stil eines Künstlers ausmacht, worin seine Unverwechselbarkeit besteht, finden diese Aspekte keinen Eingang. Trotz all ihrer üppigen Anschauungswelten ist die Kunstgeschichte weitgehend Geistesgeschichte geblieben. Dabei beließ man die Signatur des bedürftigen, kreatürlichen Leibes stets im Dunkeln und erzählte so nur die halbe Geschichte. Auf seiner Spurensuche nach der vergessenen Körperlichkeit der Kunst widmet sich Andreas Beyer zum ersten Mal umfassend dem Kampf der Künstler um, mit und auch gegen den Leib und dessen fundamentalen Einfluss auf das Werk. Ein dringender Perspektivenwechsel auf das Wirken der Künstler und der fulminante Beginn einer neuen, sinnlichen Kunstgeschichte, von einem Bildwissenschaftler, der 'den Spagat zwischen Wissenschaft und sprachlicher Schönheit' meistert.

328 pages, Hardcover

Published September 22, 2022

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Andreas Beyer

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Art Historian

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June 29, 2024
Ich sah die Renaissance als eine Zeit, in der die Vernunft im Mittelpunkt stand, aber die Künstler der Renaissance hatten auch einen Körper. Dieser Körper war rein persönlich und natürlich geschahen alle möglichen Dinge damit. Anhand verschiedener Körperthemen zeigt Andreas Beyer, wie dieser Körper die Kunst verschiedener Künstler geprägt hat. Besonderes Augenmerk legt Beyer auf Albrecht Dürer, dessen Selbstporträt das Cover ziert. Dank dieses Buch habe ich viele interessante Geschichten kennengelernt die mein persönlicher Beziehung mit der Kunst bereichert hat.
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