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Fetisch und Freiheit: Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus
Soll Freiheit Wirklichkeit werden, muß man sich über die Schwierigkeiten Rechenschaft ablegen, die aus der von den Herrschaftsimperativen des Staates und den Verwertungsimperativen des Kapitals dominierten Gesellschaft für die Emanzipation resultieren. Es gilt zu erklären, wie aus der Unzufriedenheit mit den Verhältnissen eine mal ressentimenthafte, mal regressive, mal mörderische Partizipation am gesellschaftlichen Unheil im Wege seiner scheinbaren Bekämpfung werden kann. Ersteres verweist auf die Kritik des Fetischismus; zweiteres auf den Antisemitismus.
394 pages, Unknown Binding
First published January 1, 2007
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Community Reviews
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
March 11, 2024
Grigat verdeutlicht die Notwendigkeit materialistischer Kritik anstelle positiver Theorien und Utopien und zeigt gleichzeitig das den bestehenden Verhältnissen geschuldete notwendige falsche Bewusstsein im Waren-, Geld- und Kapitalfetisch auf. Ausgehend von den Grundlagen der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie werden unter anderem regressive Kapitalismuskritik mit dem Fokus auf Zinsen als mystifizierteste Form des Kapitalfetischs oder Personalisierungen als ressentimenthafte Ideologie entlarvt.
Damit einher geht eine kritische Auseinandersetzung mit Lenin, die sich aber nicht auf ihn beschränkt, sondern sich vielmehr auf alle relevanten Autoren bezieht, die sich auf Marx' Fetischkritik bezogen. Auch wenn der Fetischbegriff bei jenen Autoren im Fokus steht, bekommt man so auch eine Einführung in ihre Grundgedanken. Die Auseinandersetzung mit Vertretern fundamentaler Wertkritik wie Robert Kurz, der Krisis-Gruppe und Exit!, kann als Ergänzung zu „Der Theoretiker ist der Wert" gelten. Es wird klar, dass keine Ökonomiekritik unabhängig von Staatskritik existieren kann, wenn sie die Einrichtung einer befreiten Gesellschaft beabsichtigt und einer konsequenten Fetischkritik die Kritik des Antisemitismus sowie die Parteilichkeit für Israel folgen muss.
Damit einher geht eine kritische Auseinandersetzung mit Lenin, die sich aber nicht auf ihn beschränkt, sondern sich vielmehr auf alle relevanten Autoren bezieht, die sich auf Marx' Fetischkritik bezogen. Auch wenn der Fetischbegriff bei jenen Autoren im Fokus steht, bekommt man so auch eine Einführung in ihre Grundgedanken. Die Auseinandersetzung mit Vertretern fundamentaler Wertkritik wie Robert Kurz, der Krisis-Gruppe und Exit!, kann als Ergänzung zu „Der Theoretiker ist der Wert" gelten. Es wird klar, dass keine Ökonomiekritik unabhängig von Staatskritik existieren kann, wenn sie die Einrichtung einer befreiten Gesellschaft beabsichtigt und einer konsequenten Fetischkritik die Kritik des Antisemitismus sowie die Parteilichkeit für Israel folgen muss.
March 22, 2025
Ein Buch, sie alle zu knechten
January 7, 2022
Essentiell für die Analyse und Auseinandersetzung mit Wertkritischen Ansätzen.
February 7, 2024
Ich wünschte es gäbe den mörderischen Antisemitismus nicht. Natürlich wünsche ich mir das zuvorderst aus all den wirklich wichtigen Gründen! Aber ein Nebeneffekt vom Verschwinden des Antisemitismus wäre auch, dass das Grigat erlauben würde seine Anstrengungen wieder zentraler auf die Kritik der politischen Ökonomie zu fokussieren, denn ich halte seine Marx Rezeption so geeignet wie keine zweite, um einen (einfach nachvollziehbaren!) Zugang zu Marx zu vermitteln, der wahrhaft auf eine positive Überwindung der schlechten bestehenden kapitalistischen Gesellschaft abzielt und sich dabei gleichzeitig konsequent gegen einen "grundfalschen, reaktionären" Antikapitalismus versperrt.
Doch da der Antisemitismus - aus Gründen, die Grigat in diesem Buch ausführt - so schnell nicht verschwinden wird, wird dieses Buch (zusammen mit alten Vorträgen von ihm) wohl vorerst das einzige bleiben müssen, in dem Grigat es sich erlauben wird die Kritik der politischen Ökonomie nicht auschließlich in Hinblick auf eine so bitter notwendige Antisemitismuskritik zu betreiben.
(Obwohl dieses Buch wie gesagt anders als seine neueren Veröffentlichung nicht ausschließlich auf eine Antisemitismuskritik abzielt, zeigt Grigat in den letzten Kapiteln des Buches sehr schlüssig auf, wieso (solange es eine in Nationalstaaten gegliederte kapitalistische Welt gibt) eine Antisemitismuskritik und die parteiliche Solidarität mit der Existenz eines jüdischen Staates (wie er an anderer Stelle mal gesagt hat) nichts sei "was sich zu einer materialistischen Kritik irgendwie zufällig dazu gesellt [...], sondern es eine zwingende Konsequenz aus dieser Kritik" sei.
Doch da der Antisemitismus - aus Gründen, die Grigat in diesem Buch ausführt - so schnell nicht verschwinden wird, wird dieses Buch (zusammen mit alten Vorträgen von ihm) wohl vorerst das einzige bleiben müssen, in dem Grigat es sich erlauben wird die Kritik der politischen Ökonomie nicht auschließlich in Hinblick auf eine so bitter notwendige Antisemitismuskritik zu betreiben.
(Obwohl dieses Buch wie gesagt anders als seine neueren Veröffentlichung nicht ausschließlich auf eine Antisemitismuskritik abzielt, zeigt Grigat in den letzten Kapiteln des Buches sehr schlüssig auf, wieso (solange es eine in Nationalstaaten gegliederte kapitalistische Welt gibt) eine Antisemitismuskritik und die parteiliche Solidarität mit der Existenz eines jüdischen Staates (wie er an anderer Stelle mal gesagt hat) nichts sei "was sich zu einer materialistischen Kritik irgendwie zufällig dazu gesellt [...], sondern es eine zwingende Konsequenz aus dieser Kritik" sei.
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