- Editor’s Note - "The Immanent Garrison: Settlerism as Institutionalized Ideology" by Joshua Moufawad-Paul - "Position of Innocence: Initial Thoughts on Settler Ideology and Victimhood in Canada" by Alexandra Lepine - "Kızılırmak" by Hasan Hüseyin Korkmazgil - "'An Incurable Disease Called Hope': an interview with Abdaljawad Omar" - "The Working of the Neo-Colonial Mind & Evading the Neo-Colonial Trap" by K. Murali (Ajith) - "The Universe as Vast as Our Longings" by Benjanun Sriduangkaew - "Advance and Retreat: Sinn Féin and the “Compradorification” of the Revolutionary Party" by Owain Rhys Phillips - "From the Archives: Excerpts from the Second Congress" - "Lenin and the War · Part 2" by T. Derbent
Thematisch sehr relevante Ausgabe, die sich mit dem Siedlerkolonialismus befasst. Gerade in Deutschland ist das ja immer noch kaum begriffen, während der Begriff in Nordamerika mittlerweile sogar in die Unis vorgedrungen ist.
Die Beiträge sind alle stark. Aber nicht alle schaffen es, theoretische Einsichten zu erlangen, einige verbleiben letztlich im Empirischen (am deutlichesten in der Analyse zu Sinn Fein). Das Interview mit Abdaljawad Omar ist interessant, streitbar, aber durch die akademische Redeweise für die meisten Menschen undurchdringlich, was schade ist. Das Highlight der Ausgabe ist meines Erachtens der Essay von Ajith, in dem er eine sehr einsichtsvolle Analyse des kolonialen Bewusstseins entwickelt.
Insgesamt in jedem Fall unbedingt lesenswert. Schade, dass nur so wenige Ausgaben erscheinen. Aber bei diesem Niveau und der theoretischen wie praktischen Schwäche der Bewegung insgesamt kann man aktuell nicht mehr verlangen.