Was würdest du alles für deinen Traum riskieren?Seit Jahren steht Ren im Schatten seiner Zwillingsschwester, die als ‚Ai‘ die Online-Musikwelt im Sturm erobert hat. Zwar studiert er an einem renommierten Musikcollege, aber da er geheim hält, dass er Ais Texter und Produzent ist, bleibt er ein Außenseiter. Zumindest bis er sich als Ai ausgibt und Kontakt zu einem Fan aufnimmt. Je länger sie chatten, desto mehr verliebt sich Ren in die unbekannte Person und er muss sich Soll er sein wahres Selbst weiter verheimlichen oder zu sich stehen?
Zwar konnte Isaac sein Zuhause hinter sich lassen, um jedoch in Sicherheit zu sein, muss er sein Studium mit Bestnoten abschließen. Freundschaften sind reine Zeitverschwendung, wenn überhaupt, tauscht er sich mit anderen Fans über Ai aus. Leider lässt sich Ren, sein Kommilitone mit dem süßen Lächeln und der unerschütterlich guten Laune, nicht von seiner kühlen Fassade abschrecken, als sie für ein Gruppenprojekt zusammenarbeiten sollen. Und ausgerechnet bei Ren schlägt sein Herz schneller …
Teil 3 der queeren New Adult Slow Burn Romance Reihe über Mut und Selbstfindung. Alle Teile sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Own Voice – Ins Buch sind die Erfahrungen der Autorin bezüglich Ableismus und Asexualität mit eingeflossen.
Cornelia Franke, 1989 in Mönchengladbach geboren, studierte Kulturwissenschaften und arbeitet als Lektorin. Dazu engagiert sie sich für die kreative Schreibförderung an Grundschulen. Film- und kinoversessen, liebt sie es außerdem zu bloggen, neue Kochrezepte auszuprobieren oder stundenlang mit ihrer Spiegelreflexkamera durchs Grüne zu wandern.
Den Traum, Bücher zu schreiben, fasste sie schon früh, ihr erstes Kinderbuch "Timmy und die Allergomörder" veröffentlichte sie 2010. Mit ihrem Mann Dominic lebt und schreibt sie zusammen in Berlin. 2016 erscheint bei cbt ihr Jugendbuch "Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen". Weitere Projekte sind in Planung.
Manchmal stößt man auf ein Buch, das einen emotional so tief berührt, dass man es kaum in Worte fassen kann. "You Are My Star" von Cornelia Franke ist genau so ein Buch für mich. Ich muss zugeben, dass ich mit einer gewissen Erwartungshaltung und gleichzeitig einer leichten Angst an diesen dritten Band herangegangen bin. Die vorherigen Teile hatten mich bereits aufgewühlt und zum Nachdenken angeregt – was konnte mich hier also erwarten?
Schon die ersten Seiten haben mich gefesselt. Es war wie ein vertrautes Wiedersehen mit alten Bekannten, wie Ren, dessen Leben wir bereits in den vorherigen Bänden etwas kennenlernen durften. Und dann ist da Isaac, eine Figur, die mich besonders fasziniert hat, gerade weil wir nur Bruchstücke seiner Geschichte kennen. Die Art, wie Franke diese Charaktere zum Leben erweckt und ihre Geschichten mit so viel Feingefühl erzählt, hat mich tief beeindruckt.
Ich musste mich regelrecht zwingen, das Buch aus der Hand zu legen. Beim Lesen fühlte es sich an, als würde ich in eine andere Welt eintauchen – so intensiv, dass ich erst beim Schließen des Buches wieder in die Realität zurückfand. Und dann saß ich da, mit all diesen Gedanken und Gefühlen, die mich zum Nachdenken anregten.
Besonders herausragend finde ich, wie das Thema Asexualität in die Geschichte eingewoben ist. Es wird mit solcher Klarheit und Sensibilität behandelt, dass ich nur sagen kann: Wow. Es war erhellend und hat mir eine neue Perspektive eröffnet.
Wenn du auf der Suche nach einer Geschichte bist, die dich berührt und zum Nachdenken anregt, dann kann ich "You Are My Star" nur wärmstens empfehlen. Es ist eine brillante Erzählung, die unter die Haut geht und lange nachwirkt. Hast du schon einmal ein Buch gelesen, das dich so bewegt hat? Ich würde mich freuen, davon zu hören.
Ich habe das Buch geliebt. Es war sehr erfrischend, eine Liebesgeschichte mit einer asexuellen Hauptfigur zu lesen. Das kommt leider immer noch viel zu selten vor.
Isaac und Ren sind zwei sehr liebevoll gezeichnete Charaktere, die sich gut ergänzen. Isaac ist eher distanziert und zurückgezogen, während Ren offen ist und für seine fröhliche Art bekannt. Doch beide tragen eine Seite in sich, die sie zunächst nicht zeigen. Zu sehen, wie sie sich langsam näherkommen und einander wirklich kennenlernen, war sehr berührend.
Isaacs Schuldgefühle wegen Kenneths Tod und die schwierige Beziehung zu seinem Vater haben mich besonders bewegt. Dass er den Missbrauch am Ende zur Anzeige bringt, war überfällig. Dass Ren in dieser schweren Zeit an seiner Seite war, hat mich tief beeindruckt.
Auch Rens Geheimnis rund um Ai mitzuerleben war emotional. Es war spürbar, wie sehr ihn das belastet hat, vor allem, weil er so lange niemandem davon erzählen durfte. Umso schöner war es, wie offen und unterstützend Isaac reagiert – genauso auch im Umgang mit Rens früherer Krebserkrankung.
Sehr gelungen fand ich auch die Darstellung der Beziehung zwischen Ren und seiner Schwester Ryoko. Ihr Streit wirkte authentisch, und es wurde deutlich, dass Gefühle wie Eifersucht und Angst dahinterstanden. Das hat der Geschichte zusätzliche Tiefe gegeben.
Einziger kleiner Kritikpunkt: Die beiden kommen sich schnell näher und sprechen sehr früh offen über ihre Gefühle. Ich hätte mir ein wenig mehr Hin und Her gewünscht – dieses bittersüße Gefühl von Unsicherheiten und unausgesprochenen Emotionen. Aber abgesehen davon war es eine wunderbare Lektüre.